Usability und Internetanwendungen

Usability (zu dt.: Bedienbarkeit/ Benutzerfreundlichkeit) avanciert schon seit Jahren zum Trendthema im Bereich der Internetanwendungen. Ihre Anfänge hatte sie in den neunziger Jahren. Seitdem wuchs ihre Bedeutung ebenso wie das Internet selbst mit rasender Geschwindigkeit. 85 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass bei der Entwicklung ihrer Produkte Usability-Tests zum

Ich brauche es einfach, Alter. Photo: gu_britvicUsability (zu dt.: Bedienbarkeit/ Benutzerfreundlichkeit) avanciert schon seit Jahren zum Trendthema im Bereich der Internetanwendungen. Ihre Anfänge hatte sie in den neunziger Jahren. Seitdem wuchs ihre Bedeutung ebenso wie das Internet selbst mit rasender Geschwindigkeit. 85 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass bei der Entwicklung ihrer Produkte Usability-Tests zum Einsatz kommen. Fast 75 Prozent attestieren dem Faktor “Usability” einen sehr hohen Einfluss auf den Markterfolg. Ein Drittel der Unternehmen hat die Durchführung von solchen Tests in der Entwicklungsphase von Produkten vorgeschrieben. Die Zahlen beweisen, hier handelt es sich nicht mehr nur um einen Mainstream von ein paar Insidern, sondern um einen globalen Businesstrend.

Natürlich wird auch die Bedienbarkeit von Internetanwendungen immer wichtiger – gerade in Zeiten der Web 2.0 Anwendungen. Ziel der im Oktober und November 2006 von SirValUse durchgeführten Studie war es, selbige zur Kaufvorbereitung von Amazon im Vergleich zu den zwei grüßten Amazon-Konkurrenten im Online-Buchhandel zu analysieren. Als wenig userfreundlich wurde dabei etwa eine überladene Einstiegshomepage von den Befragten empfunden. Auch eine Empfehlungsflut wird als unangenehm empfunden. Die Navigation ist sehr oft unzuverlässlich, sie verwirrt mehr als sie hilft. Die Suchabfragen liefern häufig auch nur Nonsensresultate und der gefrustete User verlässt daher den Onlineshop.

Die Benutzerfreundlichkeit bei Internetanwendungen ist auch deshalb so wichtig geworden, weil sich eine demografische Schere im Cyberspace auftut – genauso wie in der sozialen Realität. Die Jüngeren sind die Digital Natives und mit dem Web 2.0 aufgewachsen, die Älteren haben erst später Zugang zu den Internettechnologien gefunden. Beide benütigen hohe Usability bei den Anwendungen. Die einen, weil sie nicht lange herumfackeln und sofort weg sind, wenn etwas nicht zufriedenstellend funktioniert, die anderen, weil sie einen gewissen Standard voraussetzen. Praktisch jede Web-Usability Studie belegt, dass Low-End Medieneinsätze den High-End Medieneinsätzen überlegen sind: Die User müchten die Kontrolle über das Techno-System haben.

Drei Punkte, warum Einfachheit gegenüber komplizierten Homepages gewinnt:

Die Bandbreite und Download-Zeit bleiben entscheidende Punkte der Web-Usability, da viele Anwender noch immer unter Modem-Verbindungen leiden. Einfache Medien künnen normalerweise schneller geladen werden.

Interaktions-Standards für eindrucksvolle Medientypen fehlen. Wie soll man ein 3-D-Modell genau drehen? Unterschiedlich auf jeder Site. Unterschiedlich = schwierig.

Die Suchfunktion funktioniert nur für Text-Inhalt. Obwohl man Würter innerhalb ausgefallener Medientypen indizieren kann, kann man Informationen, die als Bild, Audio oder Video dargestellt werden nicht indizieren, folglich werden sie bei einer Anwendersuche unsichtbar sein.”

(http://www.usability.ch/Alertbox/20030421.htm)

Trotz den Subkulturen wie Technorati, YouTube, Flickr oder Twitter bleiben einfache Internetanwendungen gleichwohl wichtig. Warum? Nun gerade wegen der demografischen Schere im Cyberspace. Jung und Alt haben auch hier unterschiedliche Bedürfnisse!

Daher künnen weitere Studien zu diesem Thema, vielleicht gar eine, die sich mit Blogs, Social Media Anwendungen oder Foren auseinandersetzt, nur begrüßt werden.

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Photo Quelle/ Copyright: gu_britvic, cc creative commons Namensnennung2.0, (via flickr)

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