Der heikelste Punkt des Klimaschutzes sei “Klimagerechtigkeit” – schrieb die Süddeutsche Zeitung. Und dafür habe sich Angela Merkel bei ihrem Besuch in China und Japan stark gemacht.
Wir müssen zwar alle das Klima schützen, aber Indien, China, Afrika und Lateinamerika haben zugleich das Recht auf wirtschaftliches Wachstum wie wir es seit 60 Jahren ganz selbstverständlich für uns beanspruchen. Erst, wenn auch die US-Regierung begreift, dass Klima- und Umweltgerechtigkeit die Voraussetzung für effektiven Klimaschutz ist, wird ein Kyoto2-Protokoll zu Stande kommen, das diesen Namen auch verdient.Die Klima-Kanzlerin hat den schwierigsten Teil ihrer Klimaschutz-Vision noch vor sich. Immerhin hat sie das Thema während ihrer Fernost-Reise präziser formuliert als je zuvor. Und zwar am richtigen Ort und zur richtigen Zeit. Der Vorschlag ist logisch, einfach und gerecht. Jeder kann an Hand der Bevülkerungszahl ausrechnen, wie viel Treibhausgase ein Land ausstoßen darf. Nur gleiches Recht für alle führt zum Klimaschutz für alle. Denn jeder Mensch unter dem Himmel hat das gleiche Recht an der Atmosphäre. Ohne das Anerkennen dieses Rechts, kann es niemals zu einem fairen Klimakompromiss zwischen den Reichen und den Armen kommen.
Die gleichen Treibhausgasemissionen für alle ist zugleich das Versprechen der Armen: Wir werden niemals mehr emittieren als die Reichen. Aber zunächst einmal müssen natürlich die Reichen ihre Emissionen stark reduzieren. Wir müssen die bisherige Klima-Apartheid beenden.
Quelle:
Franz Alt 2007
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In Ländern wie China und Indien müsste erst einmal eine breite Ökologie-und Umweltschutzbewegung entstehen, die auch politische Parteien dort beeinflusst und unter Druck setzt. Die Luftverschmutzung in Städten wie Shenzen, Bangalore oder Neu Delhi ist katastrophal. Indien ist eine Demokratie, dort künnen Bürger und Journalisten die Politiker zum Umweltschutz drängen, aber für China sehe ich schwarz.