Der offshore erzeugte Windstrom ist im Vergleich zu anderen Strategien extrem teuer und unwirtschaftlich.
€žMit dem Ziel der bestmüglichen Treibhausgasreduktion ist sie derzeit nicht vereinbar.€œ
Zu diesem Schluss gelangt eine breit angelegte Studie der “Forschungsstelle Nachhaltige Umweltentwicklung” der Universität Hamburg.
Die Hamburger waren der Frage nachgegangen, was bei gleichem Investitionsvolumen wirtschaftlicher sei und der Umwelt mehr nütze, die Optimierung fossiler Kraftwerke oder der Bau der geplanten Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee.
Selbst wenn Offshore-Strom zu Kosten von 9,1 Cent/kWh erzeugt werden künnte – die Hamburger gingen von 12 Cent aus – müssten sich bei konstanten Fixkosten die Importpreise für Erdgas und Steinkohle vervier- bis verfünffachen, damit der Break-even-Punkt überschritten wird, haben die Umweltwissenschaftler errechnet.
€žKeine der uns bekannten Studien geht für die nächsten 20 Jahre von solchen Preissteigerungen bei den für die Stromerzeugung genutzten Primärenergieträgern aus.€œ
Das Ergebnis in Zahlen:
€žIm Vergleich zum emissionsminimierend eingesetzten Kraftwerkspark ergibt sich durch die eingesetzte Offshore-Windenergie ein zusätzliches jährliches Einsparpotenzial von 18 Mill. Tonnen bei Kosten von fast 400 ‚¬ pro Tonne vermiedenes CO2 zum Atomausstiegszeitpunkt, welches mit einer Gesamtinvestitionssumme von 62,5 Mrd. ‚¬ bei jährlichen Mehraufwand von 6 Mrd. ‚¬ erkauft werden muss. Die Nutzung von offshore erzeugtem Windstrom ist somit im Vergleich zu den anderen Strategien extrem teuer und unwirtschaftlich. Mit dem Ziel der bestmüglichen Treibhausgasreduktion ist sie derzeit deshalb nicht vereinbar.€œ
Studie: Offshore-Windstromerzeugung in der Nordsee -eine ükonomische und ükologische Sackgasse?
Photo Quelle/Copyright: Wikipedia, GNU-Lizenz
Zum Thema:
Vielen Dank für den Artikel und den Hinweis auf die Quelle dieser offensichtlich sehr gründlichen Studie. Als Laie kann man versuchen, die Logik der Studie sorgfältig nachzuvollziehen. Sie scheint unabhängig und korrekt zu sein.
Wir sind leider seit langer Zeit im Versuch, gute alternative Energiequellen auf dem Irrweg, weil die einmal gefundenen Alternativen die Politik davon abhalten, gerade
dazu Alternativen zu unterstützen. Windräder werden groß und immer grüßer. Die Kosten steigen mit. Alle Versuche, relativ kleine wirklich billige Windräder für den
lokalen Einsatz einzuführen, begegnen großem Missverständnis und krasser Ablehnung.
Inzwischen sind die teuren Elefanten unter den Windrädern unantastbar geworden,
weil sie mit Steuergeldern zum Wirtschaftsfaktor gemacht wurden. Innovationen
werden von außen kommen.