Bahnwitzig

- “Ein großes Fragezeichen, das sich in den Kopf einbrennt” Photo: RE
Mit Rasseln und Topfschlagen gegen “die da oben” - hilft das? Am Samstag, dem 8. September, um fünf vor zwölf fand auf über 30 deutschen Bahnhöfen der erste bundesweite Flash Mob gegen die Privatisierung der Bahn statt. Auf dem Bahnhof herrschte ein Heidenlärm. Das Ziel auf sich aufmerksam zu machen haben die Aktionsteilnehmer so zumindest für einen kurzen Moment erreicht.
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An dieser Stelle sollte die Warnung ausgegeben werden, den Lautstärkeregler etwas nach unten zu drehen.
Link: sevenload.com
Am Ende gab es viele ratlose Gesichter unter den Reisenden und zufälligen Bahnhofsbesuchern: “Wie denn, spielt heute etwa Hertha oder Union, warum gibt es dann aber keine Fußballgesänge?” … “183=13, das vertsteht doch der Normalbürger nicht, was soll denn das für eine Botschaft sein?”. Ziel der Aktion war das Zerreißen eines DIN A4-Zettels mit der Aufschrift 183=13. Viele weiße Papierschnipsel bleiben liegen, einige waren gar entrüstet: “So eine Sauerei. Na, die hätten ihren Dreck ja wenigstens selbst aufheben und mitnehmen können!”, aber es blieb eben auch die Hoffnung der Aktionsteilnehmer etwas bewirkt zu haben: “Leute, die das sehen, in deren Kopf brennt sich ein großes Fragezeichen ein. Wenn sie sich dann später zuhause damit beschäftigen, finden sie vielleicht heraus, dass wir mit der Aktion für eine gute Sache kämpfen. Und schon sind wir wieder einer mehr.”
Mehr dazu und vor allem was es mit der ominösen Gleichung 183=13 auf sich hat, lesen Sie hier:
- 183=13 ? Flash Mobs gegen Bahnprivatisierung
(fk)











Jan Hanfeld
Bahnfahren ist klimaschonend:
Ein Vergleich der Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) ergibt folgende Werte (in Gramm je Personenkilometer, Fernverkehr):
Bahn ………. 52
PKW ……….. 147
Flugzeug ….. 183
(Quelle: Hermann Scheer, Peter Friedrich — Die Bahn: Zukunftsinvestment aller Bürger)
Leider wollen unsere Volksvertreter die Bahn an die Börse bringen und den Rendite-Ansprüchen von Großinvestoren unterwerfen.
Es ist zu befürchten, daß dann weitere Strecken stillgelegt werden, höhere Fahrpreise zu zahlen sind und mit ausgedünnten Fahrplänen zu rechnen ist.
In der oben zitierten Publikation findet man folgenden Satz:
Es ist ein Gebot der volkswirtschaftlichen Vernunft, denjenigen Verkehrsträger zu fördern und zu stärken, der die wenigsten unerwünschten Schäden und damit Zusatzkosten verursacht – und das ist mit weitem Abstand die Bahn.
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Erkunden Sie doch mal spielerisch die zu erwartenden Folgen der Bahnprivatisierung mit BAHNOPOLY:
www.campact.de/bahn/opoly/start