Nur einen Tag konnte der Belgier Stijn Devolder (Discovery Channel) seine Führung in der Gesamtwertung behaupten. Nach der neunten Etappe von Huesca zur Skistation Cerler in den Pyrenäen musste er das Goldene Trikot an den bisher Zweitplatzieren Russen Denis Menchov (Rabobank) abgeben. Den Tagessieg sicherte sich der Italiener Leonardo Piepoli nach 168 Kilometern in 3:28:22 Stunden. Menchov kam als einziger direkter Verfolger zeitgleich ins Ziel und griff nicht in den Zielsprint ein.
Hügeliges Profil
Die erste Pyrenäen-Etappe führte die Fahrer über zwei Berge der zweiten und einen Anstieg der dritten Kategorie. Bereits vor der ersten Bergwertung schlossen sich 13 Profis zu einer Spitzengruppe zusammen. Die bekanntesten Ausreißer waren Davide Rebellin vom Team Gerolsteiner, der Träger des Bergtrikots Serafin Martinez Acevedo und der Italiener Alessandro Vanotti aus der Liquigas-Mannschaft. In dieser Besetzung sollte die Gruppe einen maximalen Vorsprung von 2:30 Minute herausfahren.
Schlusssteigung zur “Estación de esquà Cerler”
Das Hauptfeld verringerte kontrolliert den Abstand bis es in den letzten Berg ging. Die Schlusssteigung zur “Estación de esquà Cerler” selektierte das Feld: Viele Fahrer wurden früh abgehängt und am Ende des Pelotons bildete sich das “Gruppetto” der Sprinter um Tom Boonen und Alessandro Petacchi. An der Spitze des Rennens musste als erster Prominenter der Träger des Goldenen Trikots Steijn Devolder abreißen lassen. Denis Menchov und Leonardo Piepoli konnten sich fünf Kilometer vor dem Gipfel absetzen und fuhren einen Vorsprung von 17 Sekunden auf die Spanier Ezequiel Mosquera und Carlos Sastre heraus. Der Schweizer Oliver Zaugg aus der Gerolsteiner Mannschaft wurde Fünfter mit einem Rückstand von 51 Sekunden.
Neuer Leader
Denis Menchov führt in der Gesamtwertung nun 2:01 Minuten vor seinem Landsmann Vladimir Efimkin (Caisse d´Epargne) und hat einen Vorsprung von 2:27 Minuten auf den Australier Cadel Evans (Predictor Lotto). Die anderen Wertung bleiben unverändert: Oscar Freire trägt das Sprintertrikot, Serafin Martinez Acevedo weiterhin das Bergtrikot.
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