Vuelta a España: Zabel zieht Petacchi zu Tagessieg

Nach Zeitfahren und Ruhetag waren auf der elften Etappe erneut die Sprinter am Zug. Der Italiener Alessandro Petacchi aus der Milram-Mannschaft setzte sich im Endspurt des Hauptfelds nach 4:45:34 Stunden gegen Weltmeister Paolo Bettini und seinen Teamkollegen Erik Zabel durch. André Greipel vom Team T-Mobile wurde Vierter. . . Ausreißer

ergds.jpgNach Zeitfahren und Ruhetag waren auf der elften Etappe erneut die Sprinter am Zug. Der Italiener Alessandro Petacchi aus der Milram-Mannschaft setzte sich im Endspurt des Hauptfelds nach 4:45:34 Stunden gegen Weltmeister Paolo Bettini und seinen Teamkollegen Erik Zabel durch. André Greipel vom Team T-Mobile wurde Vierter.

.

.

Ausreißer ohne Glück

Als hätte man es geahnt, versuchten auch auf den 190 Kilometern von Oropesa del Mar nach Algemesí zwei Ausreißer dem Hauptfeld zu entkommen und den ersten Etappensieg einer Fluchtgruppe zu feiern. Die Spanier Jose Lopez Gil (Andalucia Caja Sur) und Raul Garcia de Mateo (Relax Gam) fuhren einen maximalen Vorsprung von sechs Minuten auf das Peloton heraus und mussten sich am Ende doch den taktischen Spielchen der Sprintermannschaften beugen – acht Kilometer vor dem Ziel waren sie gestellt. Der “Milram-Express” führte den umstrittenen italienischen Sprintstar Alessandro Petacchi zu seinem ersten Etappenerfolg bei der diesjährigen Spanienrundfahrt.

Verlorene Kürner?

Da in den letzten Tagen der Spanienrundfahrt alle Ausreißergruppen vor der Ziellinie gestellt wurden, bleibt die Frage, warum immer wieder Fahrer ihre “Kürner” in Fluchtgruppen verschießen statt sich im Feld zu verstecken. Es ist auffallend, dass vor allem die kleinen spanischen Mannschaften die Protagonisten der “Escapados” stellen. Über viele hundert Kilometer sind die Spitzenreiter im Fernsehbild zu sehen und somit auch die Sponsoren der Teams. Radsport ist nicht nur ein Hochleistungssport, er ist daneben eine große Werbe- und Marketingmaschinerie.

Neue Trikotträger

Den grüßten Werbewert für seinen Sponsor verbucht natürlich der Mann im Goldenen Trikot Denis Menchov für sich. Er führt unverändert im Gesamtklassement vor Vladimir Efimkin (2:01 Minuten zurück) und Cadel Evans (2:27 Minuten zurück). In der “Puntos”-Wertung profitierte der Italiener Paolo Bettini von der Aufgabe des bisher Führenden Oscar Freire und übernahm am Ruhetag das rote Trikot des besten Sprinters. Als bester Kletterer hat sich bis zum elften Teilabschnitt der Vuelta 2007 der Italiener Leonardo Piepoli aus der Saunier Duval-Mannschaft erwiesen. Er führt in der Bergwertung mit einem Punkt vor Denis Menchov und zwei Zählern vor Serafin Martinez Acevedo.

[youtube 9hisWLSjZhE]

Mehr zum Thema:

- Vuelta a España: Erster Ruhetag
- 10. Vuelta a España: Künigsetappe an Menchov
- 9. Vuelta a España: Menchov in Gold
- 8. Vuelta a España: Bert Grabsch gewinnt Kampf gegen die Uhr
- 7. Vuelta a España: Erik Zabel holt Etappensieg
- 6. Vuelta a España: Freire zum Dritten
- 5. Vuelta a España: Sprintsieg für Freire nach Bergetappe
- 4. Vuelta a España: Efimkin gewinnt erste Bergankunft
- 3. Vuelta a España: Tagessieg für den Weltmeister
- 2. Vuelta a España: Massensturz und Massensprint
- 1. Vuelta a España: Daniele Bennati siegt auf der ersten Etappe in Vigo
- Vuelta a España: Ein Weg von 3291 Kilometern

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Pingback: Readers Edition » Vuelta a España: Alessandro Petacchi nicht zu schlagen