Mond 2.0 - Neuer Wettlauf zum Mond mit dem Google Lunar X-Prize

- Google Lunar X-Prize. Quelle: googlelunarxprize.org
Google will nicht nur die Erde, sondern auch die unendlichen Weiten des Weltalls erobern, das ist spätestens nach der im vergangenen Jahr verkündeten Kooperation mit der NASA klar. Nachdem uns Erdenbürgern die Suchmaschine Karten von Erde, Mond, Mars und dem Sternenhimmel verschafft hat, startet Google nun einen neuen Wettlauf zum Mond und ist Hauptsponsor des Google Lunar X-Prize. Zusammen mit der X Prize Foundation vergibt Google 30 Millionen Dollar an diejenigen, die mit einem Mondfahrzeug mindestens 500 Metern auf dessen Oberfläche zurücklegen, Videos, Bilder und Daten an die Erde senden und weitere Aufgaben erfüllen.
Google und die NASA
Im Dezember 2006 verkündeten Google und NASA eine breit angelegte Kooperation. Ziel soll es sein, die NASA-Daten in Google zu integrieren, Wetterdaten- und vorhersagen in Echtzeit darzustellen, hochauflösende 3D-Karten der Oberflächen von Mond und Mars zu präsentieren und langfristig auch die Aktivitäten der Internationalen Raumstation und des Space-Shuttles zu verfolgen. Die Kooperation erfasst auch andere eher weltliche Bereiche der wissenschaftlichen Zusammenarbeit, wie z.B. Studien über das Nutzerverhalten, die kognitive Modellierung von Mensch-Maschine-Kommunikation und die Nutzung wissenschaftlicher Daten im Rahmen der Produkte und Dienstleistungen bei Google. Auf längere Sicht für beide Partner mit Sicherheit eine lohnenswerte Zusammenarbeit.
Google und X Prize Foundation fordern neue Mondlandung
Nun verteilt Google in Kooperation mit der X PRIZE Foundation viel Geld für eine neue Mondlandung. Insgesamt 20 Millionen Dollar gehen an das erste und 5 Millionen Dollar an das zweite privat finanzierte Raumschiff, das bis zum 31. Dezember 2012 als erstes 500 Meter auf der Mondoberfläche zurücklegt und ein bestimmtes Paket aus Videos, Bildern und Daten zur Erde zurücksendet. Bonuspreise von 5 Mio. Dollar winken denjenigen, die weitere Aufgaben erledigen, wie z.B. das Zurücklegen weiter Entfernungen über 5 km, das Fotografieren von Gegenständen, die von den Apollo-Missionen zurückgelassen wurden oder auch das Entdecken von Wassereis. Die X PRIZE Foundation wurde bekannt durch den Wettbewerb “Ansari X PRIZE”, im dem ein Preisgeld von 10 Millionen Dollar für den ersten erfolgreichen privaten Suborbitalflug vergeben wurden. Im Oktober 2004 gewann das durch einen der Microsoft-Günder finanzierte Fluggerät “SpaceShipOne” des Projekts “Tier One” den Wettbewerb - das Projekt verschlang vorher jedoch bereits 100 Millionen Dollar.
Moon 2.0 - Join the Revolution
Die erste Ära der Erforschung des Mondes wurde ermöglicht durch den Wettlauf der beiden Supermächte USA und Sowjetunion und endete mit der Apollo 17-Mission im Jahre 1972. Ausser dem vermeintlichen Prestigegewinn blieben die großen bahnbrechenden Ergebnisse aber aus. Heute soll der Mond zur Rettung der Erde beitragen: “Bei Moon 2.0, der zweiten Ära der Monderforschung, handelt es sich nicht um das Streben nach ‘Flaggen und Fußabdrücken’. Dieses Mal fliegen wir zum Mond, um dort zu bleiben. Der Mond ist das Sprungbrett ins Sonnensystem und liefert Lösungen für einige der dringendsten Umweltprobleme auf der Erde – Energieunabhängigkeit und Klimawandel.” So könnte im Weltraum reichlich Solarenergie für die Verwendung auf der Erde gewonnen werden und 24 Stunden lang saubere Energie ohne Kohlendioxidausstoß oder andere Risiken für die Biosphäre der Erde produziert werden. Das klingt in den Ohren des wissenschaftlichen Laien nach Science-Fiction, aber wo wären wir ohne die wahnwitzigsten Ideen der Geschichte?
via Golem.de und GoogleWatchBlog
Hier noch das “Moon 2.0 Rollout Video”:
(hf)











tag-gesurft: Fast alles über Google « Carls Weblog
[…] aus diesem Artikel bezieht sich nicht auf einen verkannten Maler mit Weltmachtambitionen, sondern den Autor dieses Buchs, das sich mit der “unkontrollierten Weltmacht” befasst, die gerade in den Mikro- wie in den Makrokosmos expandiert. Da wird Paranoia allerdings langsam zur Pflicht. […]