Hot Spot Ruhrgebiet

- Wird die Zeche zum bekannstest HotSpot? Photo: Thomas Robbin
Das Ruhrgebiet hat viel vor – nicht nur wird es im Jahre 2010 europäische Kulturhauptstadt sein, sondern zudem soll es als erste größere Region Deutschlands ein flächendeckendes WLAN Angebot haben. Einer der Initiatioren des neuen Hot Spot Ruhr ist der gemeinnützige Verein pro Ruhrgebiet und dessen Vorsitzender Helmut an de Meulen, Gesellschafter des Dortmunder IT-Hauses Materna.
5,3 Millionen Menschen könnten damit dauerhaft online sein, in Parks, zu Hause, womöglich in der U-Bahn; das Ruhrgebiet wäre damit europaweit der größte HotSpot. Der WiFi-Community FON hat sich bereits angeboten, 1.000 Router für das Projekt zu spenden – allerdings ist das nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, denn für das 4.400 Quadratkilometer große Gebiet bräuchte man mindestens 20.000 Router. Ob und wann das Projekt durchgesetzt werden kann, ist demnach noch ungewiss. Zu den Kosten kommen auch noch wesentliche Kritikpunkte, die beachtet werden müssen, so z.B. die anonyme Benutzung von Internetzugängen. Oder bekommt jeder Bewohner der Region ein einzelnes, geheimes Passwort?
FON engagiert sich schon länger für die flächendeckende WLAN – Versorgung und gründete die Initiative City unter dem Motto: Freies Internet für Freie Bürger.
(mn)
Quelle: Heise.de
Photo: Thomas Robbin via Wikipedia, Lizenz: GNU











Andreas Frackowiak
Naja, die Firma FON ist ein kommerzielles, gewinnorientiertes Unternehmen, was man auch an ihren Investoren sehen kann. Je flächendeckender die FON Verbreitung, desto höhe die erwarteten Einnahmen und Gewinne der Firma FON. Insofern folgerichtig, die Kulturhaupstadt-Ruhrgebiet Sache als Anlass für FON zu nehmen, dort mehr Router aufzustellen, um daran zu verdienen und bekannter zu werden. Denn FON bietet natürlich nicht für jeden einen kostenlosen Internetzugang, sondern will daran verdienen, dass andere ihren Internetzugang zur Verfügung stellen.
Leider lassen sich die Funktionäre und Verantwortlichen im Ruhrgebiet damit anscheinend für einen PR- bzw. Marketinggang vor einen Karren spannen. Statt das reizvolle Thema eines kostenlosen Public-Hotspot im Vorfeld der Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet voranzutreiben.