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Vermischtes + Kultur

Inspektor Columbo - wir hätten da noch eine Frage: Wirklich 80?

Sonntag, den 16. September 2007 um 13:38 Uhr von Heinz-Peter Tjaden
Auch in der Street-Art ist Peter Falks Columbo schon
angekommen. Photo: GaijinSeb

Wenn er ein Ei auf dem Kotflügel des vermeintlichen Fluchtfahrzeuges zerdeppert, wenn er anschließend nicht weiß, wohin mit den Eierschalen und sie schließlich in der Tasche seines zerknitterten Mantels verschwinden lässt, wenn er sich am Tatort auf die Suche nach einem Aschenbecher macht, wenn er die Korken von Sektflaschen für die wichtigsten Beweismittel hält, wenn er also wieder so tut, als ginge ihn das alles nichts an, dann flimmert “Columbo” über den Bildschirm und Peter Falk, der heute 80 Jahre alt wird, schlurft so lange zur Mörderin oder zum Mörder, bis das Geständnis im Kasten ist.

Warum aber heißt dieser pfiffige Inspektor, der mit einer sagenhaften Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis ausgestattet ist, eigentlich “Columbo”? Dazu haben die Erfinder dieser Serie Unterschiedliches zu Protokoll gegeben, erfahren wir auf einer Fan-Seite. Einmal heißt es, Columbus mit seiner Hartnäckigkeit und Entdeckerfreude sei Namensinspirator gewesen, dann wieder, “Columbo” sei die Ableitung des Nightclubs “Palumbo´s”, auch ein Mafia-Boss aus den 50er Jahren wird in die Ermittlungen einbezogen, sein Name Culombo.

Verzwickt wie die Fälle

Das ist also ähnlich verzwickt, wie die Fälle, die Peter Falk als “Columbo” seit 1971 gelöst hat. Die Frage, wie die Erfinder der Serie auf den Vornamen des Inspektors des Los Angeles Police Departments gekommen sind, erübrigt sich. Er hat keinen - sein Hund heißt auch nur “Hund” und die Frau des Inspektors bekommt man nie zu Gesicht
In dieser Kult-Serie konzentriert sich alles auf den Hauptdarsteller, wie sich “Columbo” nur auf eins konzentriert, obwohl er Ermittlungs-Umwege einzuschlagen scheint: Wie erwische ich die Täterin oder den Täter? Sogar der Wetterbericht kann da nützlich sein.

Spielberg der erste Regisseur

In Serie gegangen ist der zerknitterte Inspektor nach dem Pilotfilm “Lösegeld für einen Toten”. Die erste Folge drehte Steven Spielberg. Zu jener Zeit machte sich Peter Falk auch einen Namen mit Spielfilmen wie “Ehemänner” (1970), “Eine Frau unter Einfluss” (1974) und “Opening Night” (1977).
Doch “Columbo”, der Inspektor mit dem Glasauge, ist geblieben. Als Peter Falk drei Jahre alt war, verlor er sein rechtes Auge wegen eines Tumors. Das war lange hinderlich, bei der Marine wurde er ausgemustert und fuhr als Koch zur See, die Columbo-Studios in Hollywood wiesen ihn 1957 ab. Doch Warner Bros. gaben ihm eine Rolle in Nicholas Rays “Wind across the Everglades”. Anschließend übernahm er mehr als 40 Kino- und Fernsehrollen und wurde als “Columbo” unsterblich.

Endlich ist dagegen die Liebesgeschichte des Staranwalts Creighton (Dabney Coleman), der von seiner Geliebten unter Druck gesetzt wird und die deswegen nicht mehr lange zu leben hat. Des Anwalts Alibi ist perfekt, weil er zur Tatzeit in eine Radarfalle fuhr und das bei dieser Verkehrssünde gemachte Foto keine Zweifel zuzulassen scheint: Hinter dem Steuer hat der Anwalt gesessen. Hat er wirklich?
Sie hätten da noch eine Frage? Wird nicht beantwortet - jedenfalls nicht vor 21.45 Uhr, denn dann strahlt SRTL die Folge “Tödliche Liebe” aus…

Photo Quelle/ Copyright: GaijinSeb, cc creative commons
Namensnennung - NichtKommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen (via flickr)

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  1. SOME STREETs | SOME ART at in|ad|ae|qu|at

    am 19. September 2007 um 08:24 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Auch in der Street-Art ist Peter Falks Columbo schon angekommen ( Readers Edition ) ||| […]

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