Amira Al Hussaini – Arabeyes – hat heute für Global Voices ein in den arabischen Ländern hochexplosives Thema aufgegriffen und scheut sich nicht, den erschreckenden Post eines Kuwaitischen Bloggers zu übersetzen, und so das gewaltige Ausmaß an Homophobie zu dokumentieren: Frankom hat einen Blog geschrieben, in welchem er nicht nur gegen asiatische Gastarbeiter hetzt, die müglicherweise schwul seien, und drohten €žKuwait zu übernehmen€œ, unter anderem würden sie womüglich junge Kuwaitis verführen, weil Sex mit homosexuellen €žbilliger€œ sei. Natürlich gäbe es, so das kleine Zugeständnis des Bloggers, auch kuwaitische Schwule – sie seien diejenigen, die zum Ziel hätten, die Gesellschaft zu zerstüren Frankom schlägt als Lüsung die Verbannung, die Verschickung in Militärcamps (!) vor – und auch die Exekution schließt er nicht aus, wie man in einem der vielen Kommentare zu seinem Blog erfahren kann. Unter diesen teils in Englisch abgefassten Kommentaren allerdings finden sich auch einige wenige mutige, die Frankom anklagen.
Autofahren während des Ramadans
Der Ramadan ist zur Zeit natürlich Thema auf arabischen Blogs – auch hier hat sich Arabeyes umgeschaut und ein Thema gefunden, das man gut nachvollziehen kann: Durch nächtliches Esssen, Trinken, Rauchen und wenig Schlaf seien Autofahrer besonders unkonzentriert, gereizt und schnell aggressiv – und man steht während dieser Zeit offenbar dauernd im Stau. Verschiedene Blogger lassen dazu ihren Frust ab und geben Tipps, was man mit der verlorenen Zeit anfangen künne: Sprachen lernen zum Beispiel. Oder Musik lauschen, dem heiligen Koran zur Entspannung. Eine Serie von Photos zum Thema postet Z District aus Kuwait, der sich über Jungs ärgert, die durch unerlaubtes Parken den Verkehr noch zusätzlich verhinderten.
Comic-Aufruhr II.
Wieder einmal hat ein Comic für Ärger gesorgt, dieses Mal insbesondere in der iranischen Blogosphäre Nordamerikas: Ein Zeitung aus Chicago, €žThe Columbus Dispatch,€œ verüffentlichte eine Zeichnung des Irans als Gulli, aus dem massenweise Kakerlaken fliehen. Nicht schün und auch nicht besonders witzig. Entsprechend die empürten Reaktionen, die Hamid Tehrani zusammengetragen hat. Interessant ist auch die Diskussion zu dem Artikel.
OhmyNews
hatte gestern technische Probleme und heute lauter ungewühnliche Artikel; bemerkenswert vor allem das Portrait verschiedener Zahnärzte, die Anfang des letzten Jahrhunderts Koreas besuchten. Geschrieben ist es von (Zahn-?) Historiker Robert Neff, der zudem feststellt, dass nicht alle westlichen Bewohner Koreas Zähne hatten. 1880 erlebte Korea die erste Begegnung mit einem künstlichen Gebiss.

Interview
Ein Interview mit Glen H. Stassen, einem Theologen, der sich seit Jahren in der Friedensbewegung engagiert, führte Ambrose Musiyawa. Obwohl das Interview sehr stark auf das Schreiben selbst ausgerichtet ist (€žSchreiben Sie jeden Tag?€œ €žNein€œ), sind Stassens Bemerkungen zu seinem Weg zu Atomphysik und Frieden recht interessant: Als Physiker habe er angefangen und sich daher, anders als andere, nicht abwenden künnen von der Gefahr, die in seinem Forschungsgebiet liege.
Michael Moore hat recht
Eine Rezension zu Michael Moores Film €žSicko€œ schreibt Howard Schumann, der selbst Grund hat, sich mit dem Gesundheitssystem der USA auseinander zu setzen.
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