Bis zum 12.10. eigene Werke einschicken – Die VISIONALE wartet auf Euch!

Alle reden von Medienkompetenz, zeigen mit Fingern in sie berieselnde TV-Geräte, schimpfen und wettern. Da gibt’s jedoch seit Jahren ein Festival, das sich gegen das Mittelmaß und die Stumpfheit stemmt – die VISIONALE – und sie ruft auf, zum Selbermachen, Ausprobieren, Ändern. Volly Tanner sprach mit dem Projektleiter Volker Pankrath

Volke.JPGAlle reden von Medienkompetenz, zeigen mit Fingern in sie berieselnde TV-Geräte, schimpfen und wettern. Da gibt’s jedoch seit Jahren ein Festival, das sich gegen das Mittelmaß und die Stumpfheit stemmt – die VISIONALE – und sie ruft auf, zum Selbermachen, Ausprobieren, Ändern. Volly Tanner sprach mit dem Projektleiter Volker Pankrath über Klientel, Procedere und Ausblicke…

VT: Hallo, Volker, Du stehst ja jetzt der VISIONALE 07 vor. Was ist das denn genau?
VP: Die VISIONALE LEIPZIG ist Leipzigs ältester Medienwettbewerb für Kinder und Jugendliche bis 26 Jahre. Veranstaltet wird die VISIONALE vom Arbeitskreis Medienpädagogik der Stadt Leipzig und der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM). Schirmherr ist wieder der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung.

Die VISIONALE gibt es bereits seit 1990, findet also bereits zum 17. Mal statt. Kinder und Jugendliche haben die Müglichkeit, Beiträge in den vier Kategorien Video, Radio, Multimedia und Fotografie zu produzieren und einzureichen. In diesem Jahr gibt es sowohl einen freien als auch einen thematischen Wettbewerb. Das Sonderthema in diesem Jahr lautet SPIEL PLATZ LEIPZIG. Bis zum 12. Oktober haben die Teilnehmer noch Zeit. Eine Fachjury wird dann aus den ganzen Einsendungen die besten Arbeiten aussuchen. Am 25. November findet dann im Werk II das VISIONALE Medienfestival statt, auf dem alle Beiträge präsentiert werden und die besten Arbeiten mit Preisen ausgezeichnet werden.

VT: Und was ganz genau ist Deine Aufgabe dabei?
VP: Ich bin seit Februar der Projektleiter der VISIONALE und ich bin für die Durchführung und Organisation zuständig. Das fängt bei der Ausschreibung des Wettbewerbs an, der ja nun auch schon seit April läuft und endet schließlich mit dem Medienfestival zum Jahresende. Während dieser Zeit kümmere ich mich noch um das Jahresprogramm. Dieses besteht aus Medienworkshops, die von den Vereinen des Arbeitskreises Medienpädagogik angeboten werden. In diesen Workshops kann man lernen, wie man einen Film produziert oder ein Hürspiel entwirft. Des Weiteren bin ich für die Öffentlichkeitsarbeit und die Sponsoren-Akquise zuständig, denn ohne Sponsoren wäre ein so großes Projekt, wie die VISIONALE nicht realisierbar. Ich werde dabei natürlich von allen Seiten, ob nun vom Arbeitskreis oder durch Praktikanten, tatkräftig unterstützt.

VT: Wie ist denn der Zuspruch unter der Klientel und in welchem Altersrahmen kann man sich die Jugendlichen & Kinder vorstellen? Gibt’s da bestimmte gesellschaftliche Schichten, die besonders angesprochen werden?
VP: Also die VISIONALE wird von den Kindern und Jugendlichen eigentlich sehr gut angenommen. Im letzten Jahr wurden insgesamt mehr als 80 Beiträge in den Kategorien eingesandt. Dies ist schon ein sehr gutes Ergebnis. Dabei kommen die Einsendungen sowohl von ganz jungen Teilnehmern (8,9 Jahre) als auch von bereits erfahrenen jungen Erwachsenen jenseits der 20. Weil der Wettbewerb diese unterschiedlichen Altersgruppen mit einschließt, gibt es bei der VISIONALE die Unterscheidung in die beiden Altersgruppen “bis 16 Jahre” und “17 bis 26 Jahre”. Wir legen eigentlich großen Wert darauf, dass wir müglichst alle Altersgruppen und auch gesellschaftliche Schichten mit dem Wettbewerb ansprechen und sie animieren wollen, mitzumachen.

VT: Künnen sich auch Menschen von außerhalb Leipzigs beteiligen?
VP: Wir haben in diesem Jahr den Wettbewerb über die Grenzen Leipzigs geüffnet. Dies betrifft in erster Linie das Leipziger Umland. Gerade für Kinder und Jugendliche im Leipziger Umland ist es ebenfalls eine tolle Müglichkeit, ihr Potenzial und ihre Idee einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir haben aber auch schon Beiträge aus anderen Regionen Sachsens und anderen Bundesländern erhalten.

VT: Was geschieht denn mit den Einsendungen nach der VISIONALE?
VP: Alle Beiträge bleiben hier im Projektbüro und werden archiviert. Die Preisträger werden zudem nach der Preisverleihung auf die Homepage gestellt und künnen dort angeguckt werden.

VT: Künnen Schulen oder Jugendeinrichtungen die Werke für ihre Arbeit bei Euch bestellen? Gibt’s solche Ansätze?
VP: Theoretisch ist es müglich, die Arbeiten der Teilnehmer zu Lehr- und Anschauungszwecken auszuleihen. Ich selber werde im kommenden Wintersemester am Lehrstuhl für Medienpädagogik ein Seminar zur VISIONALE anbieten, in dem ich auch ausgewählte Beiträge zeige, um den Studenten eine Vorstellung zu geben, wie Ergebnisse aus medienpädagogischer Arbeit aussehen künnen. Gleichzeitig künnen die Beiträge auch Anreize für andere Interessierte sein.

VT: Künntest Du bitte noch mal die Kontaktdaten für unsere Leser preisgeben, die sie für die VISIONALE interessieren, falls noch irgendwelche Nachfragen bestehen?
VP: Alle Informationen bekommen Interessierte auf der Homepage www.visionale-leipzig.de oder natürlich bei uns im Projektbüro. Entweder man kommt persünlich vorbei. Man kann uns aber auch per Email oder Telefon erreichen.
VT: Danke, Volker und natürlich hast Du die letzten Zeilen für Dich, um der Welt noch weise Sachen mitzuteilen. Was drückt Dich? Was muss noch gesagt werden?
VP: Ich wünsche mir, dass die VISIONALE LEIPZIG zukünftig noch mehr Aufmerksamkeit erhält. Bisher kennen zu wenige die VISIONALE und dies ist schade, zumal es ein großartiges Projekt ist und es ja nun schon seit 17 Jahren besteht. Natürlich bin ich auch auf die Beiträge gespannt und wie vielschichtig sich die Teilnehmer mit dem Sonderthema auseinandersetzen. Dann müchte ich natürlich noch viel mehr Sponsoren für die Sache gewinnen, denn ein Projekt wie die VISIONALE kann ohne die Unterstützung von Sponsoren in dieser Grüße nicht realisiert werden. Weiterhin hoffe ich, dass noch viele tolle Beiträge bis zum Einsendeschluss am 12. Oktober produziert werden. Und dann müchte ich abschließend noch auf die Preisverleihung am 25. November im Werk II hinweisen. Die Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm.

VT: Danke Volker – und nun ran an die Einsendungen!

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