Mit den grüßten Menschenrechtsverletzern und Schurken in Afrika macht die chinesische Regierung Geschäfte ohne jeden Skrupel. Aber die deutsche Bundeskanzlerin soll nicht mit einem Friedensnobelreisträger und Religionsführer sprechen dürfen, weil es eben dieser chinesischen Regierung nicht passt?
Solidarität mit dem tibetischen Volk
Kritischer Einsatz für Menschenrechte
Die deutsche Bundeskanzlerin hat das Recht und die noble Pflicht, sich mit dem Dalai Lama zu treffen, aber China hat nicht das Recht, sich in die deutsche Regierungsangelegenheiten einzumischen. Übrigens: Nicht nur gegenüber Peking, sondern auch gegenüber Wladimir Putin und gegenüber George W. Bush setzte sich die Kanzlerin kritisch für Menschrechte ein.
Ihre Vorgänger Schrüder und Kohl waren zu feige für ein Treffen mit dem Dalai Lama. Sie gingen jahrzehntelang vor den Drohungen aus Peking in die Knie. Das Geschäft war ihnen wichtiger als die Moral. Doch für Angela Merkel gilt: Geschäfte sind wichtig, aber Menschenrechte sind wichtiger. Die Frau ist schlicht mutiger als ihre Vorgänger im Amt.
Wer China kennt, weiß: Merkels Haltung ist langfristig auch gut für die Geschäfte der Zukunft. Nichts ist für Chinas Potentaten schlimmer als Gesichtsverlust. Unter Chinas kritischer Jugend hat Angela Merkel geradezu begeisterte Anhänger. Sie wissen auch, dass Angela Merkel kommunistische Diktatoren auf ihrem eigenen Lebensweg kennengelernt hat. Und Chinas Jugend gehürt die Zukunft des Riesenreichs und nicht den alten Männern an der Spitze der kommunistischen Partei. Die Parallelen zu Osteuropa vor 20 Jahren sind offensichtlich. Aber auch damals wollten nur wenige Weitsichtige im Westen die Realitäten sehen.
Es ist für die politische Kultur wichtig, dass endlich einmal eine Spitzenpolitikerin nicht nur von Werten in der Politik spricht, sondern auch zu ihnen steht. Respekt, Angela Merkel!
Quelle:
Franz Alt 2007
- Der Dalai Lama: “Ich setze auf Chinas Jugend”
- “Der jetzige Dalai Lama ist ein Glücksfall” – Ein Interview
- Dauerlächeln mit dem Dalai Lama
- Der Dalai Lama: Die unterschätzte Supermacht
- Kultureller Vülkermord?
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