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Politik + Vermischtes

Sex doesn’t sell in China, Gewalt in Burma und Ufos auf OhmyNews - Bürgerjournalismus weltweit

Donnerstag, den 27. September 2007 um 19:05 Uhr von Redaktion Readers Edition
Auch wenn hier keine leichtbekleidete Frau zu sehen ist, dürfte
diese Werbung wohl unter das neue Verbot fallen. Photo: :zmxncbv:

Chinas Rundfunk- und Fernsehregulierungsbehörde hat, so erzählt Jon Newton auf Agoravox, alle Werbespots verboten, die nach dem alten Motto „Sex sells“ sexuelle Anspielungen und nackte Tatsachen nutzen, um die gewünschten Werbeeffekte zu erzielen.

„Werbung, die sexuelle Anspielungen in der Sprache oder knapp bekleidete Frauen darbietet, ist schädlich für die Gesellschaft“, so die staatliche Administration für Radio, Film und Fernsehen (SARFT) am Dienstag. Dies beinhaltet „vulgäre“ Anzeigen für Brustvergrößerung und weibliche Unterwäsche ebenso wie Werbung für Sexspielzeuge. Allerdings seien damit auch Anzeigen für Medikamente für sexuell übertragbare Krankheiten gemeint, heißt es in dem zitierten Text der SARFT. Radio- oder Fernsehsender, die sich der Anordnung nicht fügen, müssten mit empfindlichen Strafen rechnen, zehn chinesische Talk Radios, die sich sexuellen Themen widmeten, seien schon geschlossen worden. Die Anzeigen verletzten die Volksgesundheit, seien sozial beschädigend und moralisch verderbend und diskreditierten direkt die Radio- und Fernsehindustrie.

Unruhen in Marokko

Der marokkanische Blogger Samir berichtet von den Unruhen in seinem Heimatland. Am Sonntag kam es bei einer Demonstration in der Stadt Sefrou, südlich von Fez gelegen, zu der Verhaftung von 30 Demonstranten. 50 Protestierende wurden verletzt. Der Grund für die wütenden Demonstration sind die rapide steigenden Preise für Lebensmittel sowie Grundkosten wie Wasser und Elektrizität. Am gestrigen Dienstag dann gab es eine Demonstration in Rabat, die aber offensichtlich friedlich verlief. Das britische Konsulat jedenfalls, so Samir, habe kund getan, die momentane Stimmung im Lande ließe vermuten, daß in allen urbanen Gegenden mit einer erhöhten Polizeipräsenz zu rechnen sei und gab die Empfehlung aus, größere Gruppierungen zu meiden und jederzeit wachsam zu sein.

Und tatsächlich zeigt der Protest auch erste Wirkungen: Die Einfuhrzölle für Milch und Weizen wurden gesenkt und letzterer wird zukünftig subventioniert, eine Maßnahme, die die Regierung, so Samir, monatlich 37,5 Millionen US-Dollar kosten wird.

Mönchsdemonstrationen in Burma

Die Übergriffe auf die burmesischen Demonstrationen sind überall in den Nachrichten, und selbstverständlich auch in den Blogs. Preetam Rai hat auf Global Voices einige der Beiträge zusammengefasst. Bangkok Dazed beschreibt bereits die Kämofe, der Blogger zitiert dabei die Mail einer Bekannten. Derweil versuchte noch der malaiische Politiker Lim Kit Siang die ASEAN Verbindung davon zu überzeugen, ein Blutbad in Burma zu vermeiden – vergebens, wie inzwischen bekannt ist. Und wie schnell die Spannung sich in Schüssen entlädt wird hier deutlich:


Weitere Bilder der Demonstration finden Sie in unseren Bilderserien und auf der Seite Saffron Revolution.

Dritte Phase Bürgerjournalismus

Über die neue Strategie des South African Mail & Guardian Online schreibt Ndesanjo Macha. Nachdem die Seite mehrere Phasen durchlaufen sei (darunter mit dem Südafrikanischen Aggregator Amatomu und der Blogger Platform, Amagama), beginnt jetzt die Phase drei: „Thought Leader“. Hier soll ein Hybrid der Nachrichten und kumulierten Blogs entstehen: Eine Seite, auf der jeder Beitrag redaktionell ausgewählt und geprüft wird – Mathew Buckland, der Leiter des Guardian Online spricht in diesem Zusammenhang von einem „editorial blog“.

Bollywood

“Chak de India” – „Go for it India“ ist der Name eines Films, dessen Thema – Hockey – in Indien so wichtig ist, dass für unsereinen die Resonanz, die der Streifen hatte, nicht leicht nachvollziehbar ist. Viele Blogger, so stellt Kamla Bhatt fest, spekulierten sogar darüber, ob der Film an den derzeitigen Erfolgen Indiens während der Meisterschaften Schuld sei – Kann ein Film einer Nation Glück bringen? Und Mutterings that Matter hat 22 Jahre lang gewartet, um sich so zu freuen – über den Sieg Indiens und über „Chak de India!“


Ufologie und Exopolitik

Lustiges gibt es heute auf OhmyNews – finden sicher Viele, doch der Artikel über UFOs von Nidel Watson ist ganz ernst gemeint. Er hat, ausgehend von den Bildern der zerstörten fliegenden Untertasse, die 1947 in Roswell gefunden wurde, einen Überblick geschrieben, wie sich die Wissenschaft der Ufologie gewandelt habe. Ab 1960 endlich sei das Sichten von außerirdischen Vehikeln langsam normal geworden, und in den 1970ern – besonders fruchtbare Jahre für die Forschung – habe die Exopolitik in der Ufologie langsam Fuß gefasst. Am 29. Dezember 1987 seien im Internet (!) Dokumente zu riesigen gestrandeten Ufos eingestellt worden. Wilde Spekulationen lassen sich zudem in dem Artikel nachlesen, darunter auch die These, dass die Nazis mit außerirdischen Technologien in Kontakt gestanden hätten.

Heutzutage allerdings, zitiert Watson Paul Kimball, würde die Exopolitik alles Gute der Ufologie unterminieren – Beweise würden durch Spekulationen ersetzt…

(Martin Stahlke & Marie Naumann)

Photo Quelle/ Copyright: :zmxncbv:, cc creative commons
Namensnennung (via flickr)

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