Geburtstagsgeschenke für Putin

Wladimir Wladimirowitsch Putin * Владимир Владимирович Путин, der im März 2008 sein Amt als Präsident abgeben muss, hat sein Interesse an dem Posten des Ministerpräsidenten bekanntgegeben. “Die Regierung zu führen ist ein realistischer Vorschlag”, erklärte er am Montag auf dem Parteitag der Kreml-treuen Partei “Einiges Russland” * “Единая Россия”. Damit

connie.jpgWladimir Wladimirowitsch Putin * Владимир Владимирович Путин, der im März 2008 sein Amt als Präsident abgeben muss, hat sein Interesse an dem Posten des Ministerpräsidenten bekanntgegeben. “Die Regierung zu führen ist ein realistischer Vorschlag”, erklärte er am Montag auf dem Parteitag der Kreml-treuen Partei “Einiges Russland” * “Единая Россия”.

Damit gab der Kremlchef, der am Sonntag seinen 55. Geburtstag feiert und über dessen Zukunftspläne seit einem Jahr wild spekuliert wird, erstmals einen konkreteren Hinweis über seine mügliche künftige Rolle in der russischen Politik. In seinem neuen Amt künnte Putin allerdings – zumindest de jure – entgegen seinen früheren Ankündigungen nur wenig Einfluss auf die Politik nehmen. Fest steht jedenfalls, dass Putin nach den Parlamentswahlen im Dezember in die Duma einziehen wird und sich damit Immunität gegen Klagen wegen Menschenrechtsverletzungen sichert. Putin will die Liste allerdings als Parteiloser anführen.

Dass Personenkult um Putin manchmal durchaus bizarre Wege gehen kann beweisen die Anstrengungen einer Bürgerinitiative aus St. Petersburg.

Am 7. Oktober wird Putin 55 Jahre alt. In seiner Heimatstadt St. Petersburg haben sich daher einige Bürger zu einer besonderen Ehrung des russischen Staatsoberhaupts entschlossen.
Sie wollen einen “Subbotnik” (würtlich eigentlich vom Samstag abgeleitet) am Sonntag veranstalten, d.h. Bäume pflanzen, Parkbänke streichen und die Grünanlagen des Stadtteils “Primorski Raion” in Ordnung bringen. Doch damit noch lange nicht genug: Die Bürgerinitiative hat die ürtlichen Bildhauer aufgefordert, zum Geburtstag von Präsident Wladimir Putin am 7. Oktober ein Denkmal für dessen Hund Connie zu errichten. Da bleibt kaum etwas hinzuzufügen. Hüchstens vielleicht der Vorschlag zur feierlichen Denkmaleinweihung die Retorten-Combo “Singing Together” einzuladen. Schon zur letzten Präsidentschaftswahl überzeugten sie mit einem Hit, der “so einen (Mann) wie Putin” erflehte. Da sollte doch auch ein kleines Ständchen für Connie drin sein.

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Ganz anders begeht man den Geburtstag Putins in Potsdam. Eingedenk der Tatsache, dass der Ehrentag des russischen Präsidenten auch der erste Todestag der russischen Journalistin Anna Politkowskaja ist, bringt das Potsdamer Hans-Otto-Theater die Eigenproduktion “Putin hat Geburtstag” auf die Bühne. Mit dem Stück soll an “eine mutige Frau erinnert werden, die couragiert zu der Situation in ihrem Land Stellung bezog”, sagte Theatersprecher Georg Kehren am Freitag in Potsdam auf ddp-Anfrage. Es sei ein Abend ihr zu Ehren, mit dem das Theater zusätzlich auf die Einschränkungen von Presse- und Meinungsfreiheit in Russland aufmerksam machen wolle. Nach der Uraufführung des Werkes veranstaltet das Hans-Otto-Theater eine Podiumsdiskussion mit den Russland-Experten Michail Kusmitsch Ryklin, Erich Follath und Dirk Sager. Schauspieler und Produzenten des Stückes werden ebenfalls anwesend sein.

Photo Quelle/Copyright. putin.su

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  1. Der alte KGB-Fritze mit der so schünen Legendrierung als deutsch sprechender Russki in Mitteldeutschland, dessen Kinderchen hier aufwachsen durften – ist in Wahrheit immer noch der alte Apparatschik des KGB, neuerdings ja in FSB umgetauft. Farbe und Kosmetik sind heute alles, wie man weiß. Da man ihm die “Macht” anvertraut hat, hat der inzwischen “Blut geleckt”, in übertragenem und in deutlich-geradem Sinne übrigens, und klebt dran, wie die Affen in der berühmten Afrikanischen Affenfalle. Wir erinnern uns, man fängt in Afrika Affen, indem man vor den Augen dieser possierlichen Tiere küstliche Bananen in ein Loch einer Kokosnus füllt, und danach weggeht. Die Affen kommen neugierig hin, fassen in die hohle Kokosnuß nach der Banane, und – künnen nicht mehr wegrennen, vor den sie fangenden Menschen, weil die Kokosnuß am Baju-Baum angekettet worden ist, und der Affe niemals die Macht, eh – die Banane, loslassen würde, die er einmal hat.
    Und so ist es, wie Menschen die Affen fangen, bzw. Macht den Menschen.

    Putin ist auch nichts anderes, leider, als ein neu lackierter Apparatschik, wie alle Vorgänger in Amt und Pfründen auch. Bis zum Feuermahlträger Gorbatschow und Mercedes-Zerstürer Breschnew. Nix neues nicht aus der Lubljanka, schade!

    Tschetschenien und die voriges Jahr ermordete Politowskaja stehen zwischen dem Licht – und dem unendlichen Schatten.

    Auf ein Neues?

    Turbo