Ein kleines asiatisches Land, gelegen am Golf von Bengalen, zwischen Indien, China, Laos und Thailand macht derzeit überall Schlagzeilen. Genauer – Sein Militärregime.
Mancher mag sich schon die Frage gestellt haben, ob es sich bei dem kleinen Land tatsächlich um nur EIN Land handelt.
Man künnte nämlich in der Tat den Eindruck bekommen, dass derzeit in drei verschiedenen asiatischen Ländern eine brutale Militärjunta mit scharfer Munition gegen buddhistische Münche, deren Klüster und demonstrierende Zivilisten vorgeht. In der SZ ist von €žBirma€œ die Rede, der SPIEGEL schreibt über €žBurma€œ und die ZEITredaktion berichtet über Soldaten, die in Myanmar gegen friedliche Münche vorgehen.
Ein Land – drei mehr oder weniger verschiedene Namen. Wie geht das?
Um es kurz zu machen, offiziell ist das Land bei den UN als €žUnion Myanmar€œ registriert. Damit bezeichnet die ZEIT das Land nahezu korrekt.
SZ, FR, FAZ und Co. liegen aber auch nicht ganz falsch, wenn sie von €žBirma€œ oder €žBurma€œ schreiben. Der Name €žMyanmar€œ ist nämlich nicht unumstritten. Er wurde dem Land von seiner Militärregierung verpasst und ist damit politisch aufgeladen. Die Bezeichnung €žBurma€œ erscheint in diesem Zusammenhang “neutraler”. Wobei sich aus der Abgrenzung zu “Myanmar” schon eine gewisse Politisierung des Begriffes ergibt.
Beide Bezeichnungen gehen jedoch im Grunde auf den gleichen sprachlichen Ursprung zurück. €žBamar€œ heißt nämlich die grüßte Bevükerungsgruppe des Landes. Verschiedene Aussprachevarianten innerhalb der Bevülkerung und deren Übersetzung in den europäischen Sprachraum führten dazu, dass es heute drei verschiedene Namen für €žBurma€œ gibt.
Mit der Wahl des Namens kann somit auch eine politische Positionierung einhergehen. Für die Militärregierung €žMyanmars€œ ist €žBurma€œ keine angemessene Bezeichnung für ihr Land. So etwas kann ja durchaus gewollt sein
Abbildung via Wikipedia. Lizenz: GNU
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