Über die Klimatür zurück ins Präsidentenamt, so sieht wohl der Plan von Al Gore aus. Der Friedensnobelpreis, den der Ex-Vize von Bill Clinton jetzt für sein Engagement bekommen hat, hilft da natürlich – obschon Gore sich die Auszeichnung mit dem ganzen IPPC teilen muss und ihn in der ersten Euphorie “der gesamten UNO” widmete. Nahe liegend ist nun, dass das Nobelpreiskomitee den Preis kommendes Jahr gleich an sich selbst verteilen wird, weil die UNO ihn damit nun schon hat. Und Helmut Kohl wegen der Parteispendenaffäre nicht infrage kommt.
Gores Freude ist aber auch nicht ungetrübt, nachdem ein Klimaquertreiber in England einen Teilerfolg vor Gericht erstritten hat.
Der Londoner High Court wies die Klage darauf, Al Gores Klimakatastrophen-Film “Eine unbequeme Wahrheit” aus dem Schulunterricht zu verbannen, zwar zurück. Lehrer müssen ihre Schüler aber ab sofort auf die inhaltlichen Fehler aufmerksam machen, die der Film nach Überzeugung des Richters mit dem schünen Namen Justice Burton enthält und von spiegel.de noch einmal zusammengefasst wurden:
Das Abschmelzen der Gletscher in der Westantarktis und in Grünland künne “in naher Zukunft” die Meeresspiegel um mehr als sechs Meter steigen lassen, so heißt es in Gores Film. Dies sei “alarmistisch”, meint dagegen Richter Burton, und werde allenfalls über einen Zeitraum von Jahrtausenden geschehen. Ebenso würden niedrig liegende bewohnte pazifische Atolle durch die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung überschwemmt werden – auch hier hält Richter Burton dagegen. Es gäbe keine Anzeichen von Evakuierungen.
Die Erwärmung werde, nach Darstellung des Filmes, das globale Fürderband in den Ozeanen zum Erliegen bringen – wodurch unter anderem der Golfstrom kein warmes Wasser mehr nach Europa führen würde. Burton argumentiert auch hier, dass dies inzwischen vom IPCC, dem Klimarat der Vereinten Nationen, als “sehr unwahrscheinlich” betrachtet werden würde. Doch es geht noch weiter, wie spiegel.de resümiert. “In seinem Film zeigt Gore eine Grafik zur Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre und den globalen Temperaturen der vergangenen 650.000 Jahre, zwischen denen es eine ‘exakte Übereinstimmung’ gebe. Burton zufolge sind sich Wissenschaftler zwar über einen Zusammenhang einig. ‘Die Grafiken sagen aber nicht das aus, was Gore behauptet’, hieß es in Burtons Urteilsbegründung.”
Keine Einigkeit und nicht ausreichende Beweislage
Des Weiteren bringt Al Gore in seinem Film das Abschmelzen der Eiskappe auf dem Kilimandscharo in Verbindung mit dem Klimawandel. Darüber herrsche unter Fachleuten jedoch keine Einigkeit, so argumentiert man in England. Gore bringe zudem den Hurrikan “Katrina”, der vor knapp zwei Jahren New Orleans verwüstete, mit dem Klimawandel in Verbindung. Die Beweislage dafür sei ebenfalls “nicht ausreichend”.
Für die Folgen des Klimawandels führe der Dokumentarfilm Gores das Austrocknen des Tschad-Sees an. Doch die wahren Gründe seien eher im Bevülkerungswachstum, der Landwirtschaft und regionalen Klimaschwankungen zu suchen, so meint auch hier Burton. Ebenfalls wird das weltweite Absterben von Korallenriffen unter anderem mit dem Klimawandel begründet. Der Richter gab jedoch auch hier nicht nach und betonte, dass es schwierig sei, bei den Ursachen zwischen dem Klimawandel und anderen Faktoren wie etwa der Überfischung zu trennen.
In dem Film komme eine Studie vor, der zufolge Eisbären bei der verzweifelten Suche nach Packeis ertrunken seien. Die einzige wissenschaftliche Studie, die er zu diesem Thema habe finden künnen, habe lediglich von vier in einem Sturm ertrunkenen Eisbären berichtet, so Burtons letzter Kritikpunkt.
Quelle: politplatschquatsch.blogspot.com
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Ich kann mich der Meinung von Ronin nur anschließen.
Interessant ist aber auch, dass neuerdings Lastwagenfahrer Prozesskosten in Hühe von 290.000 Euro riskieren, um gegen einen (Dokumentar-)film zu klagen?!
Offenbar haben die dahinter stehenden Kreise nicht mal mehr den Mut, in eigenem Namen aufzutreten.