La Vida Española I.

Lange schwirrte es mir im Kopfe umher, vielen habe ich es versprochen und jetzt soll es soweit sein: La Vida Española – so der Titel der kommenden Artikelserie über das Leben auf der iberischen Halbinsel, seine Bewohner und deren Mentalität. In mehr als einem Jahr Spanien fällt einem Ausländer hierbei

espe.jpgLange schwirrte es mir im Kopfe umher, vielen habe ich es versprochen und jetzt soll es soweit sein: La Vida Española – so der Titel der kommenden Artikelserie über das Leben auf der iberischen Halbinsel, seine Bewohner und deren Mentalität.

In mehr als einem Jahr Spanien fällt einem Ausländer hierbei mehr auf, als dem Pauchaltouristen während seiner zwei Wochen Urlaub in Sevilla, Mallorca oder Ibiza – so hoffe ich zumindest. Es sind eher die kleinen, unscheinbaren Dinge – die unausgesprochenen Gesetze, jene Sitten welche man zwischen den Zeilen irgendwann zu erkennen vermag – wie zum Beispie das Warte- und Einstiegsritual bei Bussen.

Beginnen müchte ich indes mit dem ganz Offensichtlichen

… Spanien als Pais Machista (Macho Land). Die Rollen sind hier klar verteilt. Das männliche Geschlecht hat das Sagen, das weibliche nur gut auszusehen (was es ganz gut kann!) Auf die Details und meine Beobachtungen werde ich noch in zukünftigen Artikeln eingehen. Heute soll es kurz, aber schwerpunktmäßig um die ungleiche Bezahlung der weiblichen Bevülkerung gehen.

Während in Deutschland mit stetiger Regelmäßigkeit die Ungerechtigkeit der weiblichen Vergütung angeprangert wird, scheint dies in Spanien ein Naturgesetz, welches einfach so ist und nicht abzuwandeln gilt. Die Crux bei der Sache ist, dass das Ungerechtigkeitsempfinden der weiblichen deutschen Bevülkerung – wie ich bereits ausführlich darstellte – vüllig überzogen, realitätsfern und vor allem selbstverschuldet ist. Jene Frauen sollten einmal versuchen sechs Monate in Spanien zu arbeiten, sie würden sich sehnsüchtig nach deutschem Standard sehnen. Nicht nur was die Vergütung ihrer Leistungen angeht, sondern auch der Umgang mit ihnen. Denn die Aufgabe einer spanischen Frau ist es, den Mann an ihrer Seite zu schmücken und die Kinder zu erziehen. Mehr nicht.

Das Durchschnittsgehalt einer Spanierin liegt bei 13.497 Euro im Jahr. Bei einer durchschnittlichen Wohnungsmiete in Madrid von 750 Euro (50 Quadratmeter, ohne Nebenkosten) erklärt es, warum jene Spanierin sich einen Mann suchen muss. Es erklärt auch, weshalb spanische Tüchter und Sühne bis zum 35. Lebensjahr, bis zu ihrer Heirat bei den Eltern leben. Der spanische Mann selber verdient im Durchschnitt mit 19.314 Euro im Vergleich zu deutschen Gehältern nicht wirklich viel, aber immerhin 43 Prozent mehr als sein spanischen Pendant.

Dies ist weit mehr als die Gehaltsunterschiede deutscher Geschlechter (welche, wenn man sie genauer betrachtet gar nicht unterschiedlich sind – nicht die Geschlechter, die Gehaltsunterschiede in Deutschland!) und zeigt, wie tief die Spanier noch immer in einer von Männern geprägten Gesellschaft verwurzelt sind.

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