Das gibt es doch alles gar nicht. Die Ancona Hunde – sogenannte Streunerhunde aus Griechenland (Readers Edition berichtete), von italienischen Behörden ohne ersichtliche Gründe heute bereits seit 232 Tagen in Ancona festgehalten, werden ganz offenbar einfach mal so jetzt innerhalb Italiens vermittelt.
Nicht nur, dass die Tiere durchweg deutsche Eigentümer haben und es sich schlichtweg um einen Diebstahl der Tiere handelt – auch moralisch ist ein solches Verhalten der zuständigen Behörden in Ancona ausgesprochen verwerflich. Man muß sich zwangsläufig fragen, welchen Stellenwert diese Lebewesen, die in Deutschland von ihren neuen Familien natürlich nach wie vor erwartet werden, für die italienischen Beamten haben müssen. Und man muß sich fragen, wie es möglich sein kann, dass ein Gericht dort die Freigabe der Tiere veranlassen kann – ohne jegliche gesetzliche Grundlage. Denn letztere kann es nicht geben.
Die Behörden haben aus nicht nachvollziehbaren Gründen die Tiere über einen so langen Zeitraum zurückgehalten. Immer wieder wurden neue Dokumente gefordert – die allesamt vorgelegt wurden. Dann wurde eine Entscheidung für Mitte September angekündigt, wegen der “Gerichtsferien”…, eine Entscheidung, die bis heute entweder nicht gefallen ist, oder aber nicht bekanntgegeben wurde.
Unmenschlich, unmoralisch, unverschämt
Im Moment fließen viele Tränen wegen dieser verbliebenen 99 Hunde in Deutschland. Viel Unverständnis und Wut machen sich – berechtigterweise – breit.
Mag sein, dass der Transport der Tiere nicht vorschriftsmäßig gewesen ist und deshalb zunächst einmal die Beschlagnahmung der Hunde gerechtfertigt war.
Aber jetzt so zu handeln ist unmenschlich, unmoralisch und schlichtweg unverschämt. Wir leben in einem vereinten Europa. Es gelten einheitlich Gesetze.
Bei einem begründeten Verdacht auf Verstöße gegen das Recht in Bezug auf die Einfuhr von Heimtieren gibt es nur drei Möglichkeiten:
- Entweder man schickt die Tiere dorthin zurück, von wo sie gekommen sind – oder
- man gibt die Möglichkeit zum „Nachbessern“, was bedeutet, dass
beispielsweise Impfungen nachgeholt werden müssen, fehlende Papiere organisiert usw. – und - die Möglichkeit, die Tiere zu euthanisieren – sprich: sie
einzuschläfern. Was allerdings nur in Frage kommt, wenn es absolut keine andere Möglichkeit mehr gibt.
So – und nicht anders ist die rechtliche Situation in der EU.
Nur wohl nicht in Ancona.
Meine von mir vor einiger Zeit gemachten Aussagen zur Situation, haben seinerzeit sehr viel Reaktionen ausgelöst. Genützt haben sie ebensowenig, wie die Aktionen “Kinder malen Bilder für die Anconahunde”, Bilderserien wie “Hunde aus Griechenland in Deutschland” und vieles mehr. Keine Petition griff, keine flehenden Schreiben an Politiker und Prominente hatten einen nennenswerten Erfolg. Selbst Frau Merkel oder der Vatikan schienen unbeeindruckt und antworteten großenteils nicht einmal. Kann es sein, weil es ja “nur um Hunde” ging?
Das darüber hinaus involvierte italienische Anwälte, die die deutschen Interessen der deutschen Hundebesitzer vertreten sollten, entweder durch massiv überhöhte Honorarforderungen glänzten, oder einfach regelrecht “abtauchten” möchte ich hier gar nicht weiter vertiefen…
Hunde gehören Deutschen Hundehaltern
Ich erspare es mir hier, die vielen Zitate großer Menschen zum Thema Umgang mit Tieren wiederzugeben.
Wie dem auch immer sei: die Hunde aus Ancona gehören deutschen Hundehaltern. Wenn der deutsche, ach so gepriesene Rechtstaat jetzt nicht langsam einmal reagiert und mit entsprechender Schärfe eingreift, frage sicher nicht nur ich mich, ob ich in einem solchen Land eigentlich noch leben möchte.
Wer mag, kann das Schicksal der Tiere auf folgenden Seiten verfolgen:
http://www.tierhilfe-korfu.de, http://www.gnadenhof-garscha.de, oder auf http://www.sonny4animals.
Wir sind der Verzweiflung sehr nahe, denn seit Monaten tun wir nichts anderes als immer wieder beglaubigte Papiere zu besorgen und nach Italien zu schicken. Wir sind mit unserer Weisheit am Ende und keiner gibt eine richtige Auskunft – auch unsere Anwälte nicht – was man noch tun kann und was man tun soll.
Hier wäre eine Aktion – sprich dass jeder Betroffene und Helfer – an den Europäischen Gerichtshof schreibt per Einschreiben – von Nöten.
Leider ist es fast unmöglich hier alle an EINEN Tisch zu bekommen. Warum?
Wenn der Europ. Gerichtshof nahezu 100 Einschreibebriefe erhalten würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese ignoriert werden können.
Das Gericht in Ancona können wir nicht beeinflussen. Aber was soll man noch tun?
Außer hohe Kosten ist bis heute nichts geschehen. Immer wieder wurden Versprechungen gemacht. Es gibt auch soviele unterschiedliche Aussagen. Und jetzt die Freigabe zur Adoption der Hunde im TH Anita in Ancona OHNE jeglichen Gerichtsbeschluß!!!!
Wieso kann Italien – wer auch immer es ist – behaupten, wir Deutschen ESSEN Hunde, wir VERKAUFEN sie an LABORE oder an die Fellindustrie – OHNE einen von uns geprüft zu haben nach der Richtigkeit unserer Angaben in unseren beglaubigten Schreiben?????????????????????????
Man hört zwar, dass über Interpol einige Vereine angerufen wurden und von der Bundespolizei nachgefragt worden ist nach den Hunden aus Ancona und wie der Verein arbeitet. Aber dies wurde mir bis jetzt nur von einem Verein offiziell bestätigt. Für wen diese Befragung ist, wissen wir aber nicht.
Der ital. Staat oder die Justiz beschuldigt die griechischen Absender, dass die Papiere alle gefälscht sind und die Impfpässe selbst gedruckt seien. Es liegen aber offizielle Schreiben vor von griech. Behörden. Diese werden nicht anerkannt.
Ja wo leben wir denn eigentlich????????? Wenn alles angezweifelt wird und keiner sich die Mühe macht, diese Aussagen und Schreiben vor Ort zu prüfen. So schwer kann das ja nicht sein, dass die ital. Justiz die deutsche Justiz zur Prüfung unserer Vereine beauftragt, denn wir sind alle in den Amtsgerichten registriert.
Oder einen ital. Anwalt oder einen anderen Behördenbediensteten oder jemanden vom ital. Konsulat in Griechenland zu beauftragen, die Schreiben zu prüfen und die Richtigkeit zu bestätigen.
WO IST HIER DAS PROBLEM?????????????
Hat Italien nicht genügend Tierschutprobleme und muß noch dringend griech. Hunde beschlagnahmen, damit das Elend in den Tierheimen noch größer wird. Man muß wissen, dass in manchen Tierheimen nur 2 Std. täglich jemand vor Ort ist und das sind große Tierheime. Ansonsten sind sich die Tiere dort selbst überlassen in ihren Zwingern.
Wieso sorgt Italien nicht erst einmal dafür die eigenen Probleme mit Straßenhunden und Katzen und allen anderen Tieren in den Griff zu bekommen???????
Wenn wir hier Stimmen hören, auch in Deutschland gibt es tausende von Streuner. Waren diese Leute jemals in Deutschland????? Mit absoluter Sicherheit nicht!!!
Es ist auch nicht alles Gold was glänzt in unserem Land und wir haben auch alle Hände voll zu tun aber solch ein Tierelend wie in diesen Ländern findet man hier nicht.
Auch wenn bei uns Tiere aus irgendwelchen Gründen beschlagnahmt werden, dann kann man davon ausgehen, dass man diese, wenn man beweisen kann, dass alles seine Richtigkeit hat oder dass man nachgebessert hat, seine Tiere wieder bekommt. In manchen Fällen leider.
Wie kommt die ital. Justiz dazu, uns der Tierquälerei zu beschuldigen, wenn sie es nicht einmal für nötig halten, uns zu prüfen, uns anzuhören oder offizielle Stellen einzuschalten????
Wo könnte man hier noch ansetzen???
Auch hier wäre es vielleicht sinnvoll, wenn hier ALLE einen Einschreibebrief an das Gericht senden würden. Diese Briefe müßten alle zum selben Zeitpunkt in Ancona eintreffen.
Aber Stillschweigen ist jetzt wirklich nicht mehr angesagt, ansonsten sind die Hunde in irgendwelchen Familien oder Kanälen verschwunden oder enden als Kettenhunde – besonders die großen Hunde – oder vegetieren ihr Leben lang ohne tierärztliche Behandlung in den Tierheimen vor sich hin.
Wir bitten sehr um Meinungsäußerungen und um Vorschläge, die wir jetzt dringend umsetzen müssen. Die deutsche Presse nützt uns jetzt nicht mehr viel. Wir müssen jetzt handeln und Paroli bieten. Aber das müssen wir GEMEINSAM tun.
Leider höre ich auch schon Stimmen, die sagen, vielleicht ist es besser, wenn die Hunde in Italien zur Adoption frei gegeben werden. Das kann und will ich nicht glauben und auch nicht für unsere Hunde gelten lassen.
Es ist ein sehr zermürbender Kampf und es wäre wirklich an der Zeit, dass hier ein gemeinsamer Kampf stattfindet und nicht jeder für sich rumwurstelt oder es ganz aufgegeben hat.
Frei nach dem Motto: es gibt ja genügend Hunde.
Ich weiß, dass sich das jetzt sehr krass anhört aber es macht mich wütend und ohnmächtig, wenn ich die Entwicklung in den letzten Monaten sehe.
Wo ist z. B. die Petition mit nahezu 3000 Unterschriften eingereicht worden??????
Bei Gericht in Ancona? Davon ist uns nichts bekannt.
Wir haben die ganzen Listen ausgedruckt und an den Europ. Gerichtshof gesandt mit unserem Schreiben.
Ansonsten wäre es schon auch schön und auch sehr wichtig zu hören oder zu erfahren, was mit den Unterschriften passiert ist und für was die Petition ins Leben gerufen wurde, wenn sie nirgends eingereicht wird.
Es wäre auch hier sehr wichtig, wenn man Infos oder Antworten erhalten würde. Denn auf meine Anfragen bekamen wir keine Antworten.
Sicherlich habe ich jetzt wieder genügend Stoff für Diskussionen gegeben aber da seit Monaten Stillschweigen in Sachen Ancona herrscht, ist dies meine Meinung und auch die Meinung unserer griech. Tierschützer.
Es wäre schön, wenn ein Echo kommen würde und wir endlich an einem Strang ziehen und alle Register ziehen, die man eventuell noch in Angriff nehmen kann.
In diesem Sinne
Petra von Kopp
Gnadenhof Garscha
Tierschutzgruppe Rüppurr e.V.