Miguel M. Macano war in den neunziger Jahren, mit einer kleinen Elitetruppe der USA in Kolumbien eingesetzt worden. Das Ziel war der Kampf gegen Drogen. Ohne Papiere und Herkunftsnachweis operierten 22 Männer in Kolumbien. Zehn von ihnen wurden wegen Korruption verurteilt und Miguel geriet in Gefangenschaft. Die USA leugnete, Soldaten entsendet zu haben. Seine Frau lies sich von ihm scheiden und für seine Tochter war er ein Sicherheitsrisiko. Elf Monate wurde Miguel gefoltert.
Viele Drogenverantwortliche wurden in den USA verurteilt
Miguel berichtet von einigen “Fehlschlägen”, wo anstatt Drogenbosse lediglich Zivilisten ums Leben kamen. Trotzdem hat diese Elitetruppe etliche, in Drogengeschäfte verwickelte Personen, entführt, in die USA gebracht und dort wurden sie zu teilweise bis zu 400 Jahren Gefängnis verurteilt. Gegen ein hohes Regierungsmitglied Kolumbiens wurde sogar die Todesstrafe verhängt, so Miguel.
Der Krieg der USA gegen die vermeintliche “Narcoguerilla”
Jedoch gibt es viele Stimmen, dass die Kampfeinsätze der USA nicht primär der Drogenbekämpfung dienten. So schrieb die Libertad!-Zeitung “Kolumbien ist mittlerweile zum drittgrößten Empfänger von US-Militärhilfe nach Israel und Ägypten avanciert. Das wichtigste von der US-Regierung verwendete Argument für Militärhilfe an die kolumbianische Armee ist stets der Antidrogenkrieg und insbesondere die vermeintlichen Verbindungen der Guerilla zum Drogenhandel. Auch die aktuell in der Diskussion stehenden 1,6 Mrd. US-Dollar – die größte Militärhilfe, die Kolumbien jemals erhalten hat – sollen primär der Bekämpfung des Drogenhandels und -anbaus dienen. Wobei gleich hinzugefügt wird, eine Bekämpfung der Guerilla falle mit in die Aufgaben der Drogenbekämpfung, da die Guerilla in den Kokainanbau und -handel verstrickt sei. Die Behauptung einer Verstrickung der Guerilla in den Drogenhandel hält sich eisern, obwohl niemals Beweise vorgelegt wurden und bis heute kein Mitglied der Guerilla wegen Drogenhandels verurteilt wurde. Selbst die Ermittlungen der kolumbianischen Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit Drogengeschäften deuten eher in Richtung politischer Eliten und der Armee. So läuft seit mehreren Jahren ein Prozess gegen zahlreiche Kongressabgeordnete und die gesamte Regierung des ehemaligen Präsidenten Samper, in dessen Dienstmaschine 1996 auf dem Flughafen von New York ein Paket mit 3,5 Kilogramm Kokain beschlagnahmt wurde.”
Interview mit einem U.S. Air Force-Soldaten
Miguel Macano hat es miterlebt. Einiges untermauert die Vermutungen der “Zweifler”, anderes scheint der Wahrheit nahe zu kommen. Er wurde zusammen mit 21 weiteren Soldaten nach Kolumbien geschickt, um Zielpersonen zu entführen und Drogenkartelle aus zu bomben.
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Kriegseinsätze, die das Familienleben unmöglich machten
Bei Kriegseinsätzen in Panama und Venezuela lebte die Ehefrau von Miguel noch mit ihm in der Kaserne. Doch irgendwann hielt sie das nicht mehr aus und lies sich scheiden. Ohne Polizeibewachung konnte sie das Haus nicht mehr verlassen. Auch die Tochter wurde zur Schule eskortiert. Miguel war ein Sicherheitsrisiko für seine Familie. Sein Privatleben geriet aus den Fugen.
[audio:http://clever-radio.podspot.de/files/Soldat_Miguell_Privat.mp3]
http://de.wikipedia.org/wiki/Kolumbien
http://www.burks.de/colomb.html
Die Audiodateien unterliegen dem Copyright der Autorin.
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