Verspielt Deutschland seine Zukunft?
Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Doch diese Zukunft sieht nach dem kürzlich veröffentlichten Kinderreport 2007 des Kinderhilfswerks sehr schlimm aus.
Vor 42 Jahren war nur jedes 75. Kind unter sieben Jahren auf Sozialhilfe angewiesen, 2006 war es jedes sechste Kind. Somit hat sich die Zahl der in Armut lebenden Kinder alle zehn Jahre fast verdoppelt. Ein Ende dieses Trends ist bislang nicht abzusehen. Damit leben in einem der reichsten Länder der Welt 2,5 Millionen Kinder in Armut.
Diesen Trend noch verschärft hat die in 2005 eingeführte Hartz IV-Gesetzgebung.
Danach stehen einem Kind bis zum 14. Lebensjahr genau 2,75 Euro pro Tag für Frühstück, Mittagessen, Abendbrot zzgl. Getränke zur Verfügung. Mit diesem Satz ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung kaum zu realisieren. Das bestätigen zahlreiche Ernährungswissenschaftler.
Armut macht krank, auch Kinder.
Die daraus entstehenden Folgekosten werden die Krankenkassen tragen müssen und somit wir alle. Doch damit nicht genug, hat die Bundesregierung die Kindergelderhöhung um zehn Euro auf 2010 verschoben, aber gleichzeitig eine saftige Diätenerhöhung von 700 Euro pro Monat beschlossen. Bravo!
Arme Kinder von heute werden überwiegend die Armen von morgen sein, da sie schlechter ausgebildet sind. Hier muss umgehend in der Politik ein Umdenken einsetzen, sonst ist die durch realitätsferne Politik verursachte Katastrophe nicht aufzuhalten. Da demnächst wieder zahlreiche Spendenaufrufe diverser Organisationen anstehen, vielleicht bedenken Sie in diesem Jahr die Hilfsbedürftigen in ihrem Ort.
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Der Deutschlandpuls hat sich mal mit dem Wandel des Wortes “Kinderarmut” beschäftigt. Vor einigen Jahren bezeichnete man damit noch den Mangel an Nachwuchs, eine Familie mit einem Einzelkind galt als “kinderarm”. Heute meint man damit die Armut der Kinder.
Sprache lebt. Und sie spiegelt die gesellschaftliche Verhältnisse.