Niedersachsen fördert Gründung von Seniorenbüros

“Wir wollen die Informations- und Hilfsangebote für ältere Menschen auf kommunaler Ebene transparenter machen und ein Netzwerk von ehrenamtlichen, nachbarschaftlichen und professionellen Anbietern aufbauen”, hat die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann heute in Hannover die Förderung von Seniorenservicebüro-Gründungen angekündigt. Dafür will das Land in den kommenden vier Jahren 2,52 Millionen Euro

Rollato.jpg“Wir wollen die Informations- und Hilfsangebote für ältere Menschen auf kommunaler Ebene transparenter machen und ein Netzwerk von ehrenamtlichen, nachbarschaftlichen und professionellen Anbietern aufbauen”, hat die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann heute in Hannover die Förderung von Seniorenservicebüro-Gründungen angekündigt. Dafür will das Land in den kommenden vier Jahren 2,52 Millionen Euro locker machen. Allerdings muss der Landtag noch zustimmen. Für die Koordination wäre die Landesagentur Generationendialog zuständig.

Diese Agentur ist 2004 aus dem Koordinierungsbüro “Freiwilliges Engagement für Alt und Jung” hervorgegangen, sie versteht sich als Informations-, Beratungs- und Vernetzungsstelle und bekommt ebenfalls Fördermittel vom niedersächsischen Sozialministerium.

Erstes Flächenland

Bislang unterstützt nur das Saarland Dienstleistungsagenturen für Senioren, Niedersachsen wäre das erste Flächenland mit Seniorenservicebüros. Die vorgesehenen finanziellen Mittel würden laut Ministerin für die jährliche Unterstützung von 15 Büros mit jeweils 40.000 Euro reichen. Zuständig sein sollen diese Einrichtungen für einen Landkreis oder eine kreisfreie Stadt. In Niedersachsen gibt es 37 Landkreise und die Region Hannover, außerdem acht kreisfreie Städte.

Keine zusätzlichen Einheiten

“Wir wollen mit den Seniorenservicebüros keine zusätzlichen Organisationseinheiten schaffen, sondern die neuen Angebote in Kooperation mit den Kommunen an vorhandene Strukturen anbinden, um Synergieeffekte zu nutzen”, hat Mechthild Ross-Luttmann vor der Presse mögliche Bedenken zerstreut. Als Träger kämen nicht nur Kommunen, sondern auch Mehrgenerationenhäuser, Freiwilligenagenturen, bereits bestehende Senioren- und Familienservicebüros infrage.

Für freie Träger und Kommunen gibt es eine Bewerbungsfrist bis zum 31. März 2008. Die vorgelegten Konzepte werden von der Landesagentur Generationsdialog geprüft.

Experten rechnen damit, dass bis 2020 die Zahl der Senioren ab 65 um ein Viertel steigen wird, die Zahl der Hochbetagten (80 Jahre und älter) wird sich demnach sogar verdoppeln. Viele von ihnen schaffen Einiges nicht mehr allein und wollen nicht von Pontius zu Pilatus geschickt werden, weiß auch die Ministerin: “Ältere Menschen brauchen Beratung und Hilfe aus einer Hand. In unserer Gesellschaft des langen Lebens geht es um Unterstützung bei der Alltagsbewältigung.”

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