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Klimawandel + Social Media Blog

Auf nach Bali! Stimmen zur Klimakonferenz

Montag, den 3. Dezember 2007 um 13:21 Uhr von Marie Naumann

Klimakonferenz in Bali

Von der Klimakonferenz in Bali, die heute beginnt, berichten nicht nur die “Großen”, auch die “Kleinen” sind aktiv, die Blogger, die Umweltaktivisten, Forscher, Kritiker und Neugierige. Unter den großen Bürgerjournalismusforen hat es sich Global Voices zur Aufgabe gemacht, regelmäßig zu und von der Konferenz zu berichten – doch GV wäre nicht, was es ist, wenn die Redakteure (in diesem Falle Juliana Rotich) nicht auch einen Blick auf die Blogs zu werfen: Ihre Sonderseite zum Thema Klimawandel gibt einen schönen Überblick über die Bemerkungen, Bilder und Videos diverser meist englischsprachiger Blogger.

So kritisiert zum Beispiel Rory auf Carbon Smart die USA nicht nur für deren Umweltpolitik (da ist er sicher nicht der einzige), sondern auch dafür, dass sich deren Regierung in dieser weltweit wichtigen Sache so benimmt, als wüssten allein sie, was richtig sei. Doch auch die Gemeinschaft der 15.000 Klimaforscher kritisiert der Blogger – er könne nicht anders als darüber nachzudenken, wie viel Energien bei der Planung und Ausstattung dieses Kongresses eingeflossen seien, die man im Kampf gegen die Umweltverschmutzung hätte sinnvoll einsetzen können.

It’s getting hot in here!

Auf die Schönheit der Welt, die unbedingt zu schützen sei, weist dagegen das “Solartaxi-Blog” hin, betrieben von Louis Palmer, der zur Klimakonferenz in Bali fahren durfte. Seine phantastischen Photos sind überzeugend.

Auf dem Jugend-Klima-Blog “It’s getting hot in here“, einem offenen Blog, an dem nach eigenen Angaben bereits über 100 Autoren beteiligt sind, findet sich ebenfalls eine Sonderseite zu Bali: Natürlich aus Sicht der Jugenddelegationen, die an der “Youth Conference” teilnehmen, insgesamt über 80 Leute. Wir dürfen gespannt sein auf die Berichte, Videos und Bilder der 50 Nachwuchsklimaschützer – die sich auch auf der Site Bali-Buzz tummeln, die regelmäßige Updates erfährt mit Nachrichten sowohl aus der Blogosphäre als auch über die klassischen Medien. Gemeinsam ist ihnen, so schreibt laurennut aus Bali, die Frustration gegenüber den Regierungen, die zu langsam oder gar gar nicht agieren. Auf der Seite Avaaz.org wird deswegen aufgerufen, sich selbst an die Regierungen zu wenden – mit der Petition, die direkt an die jeweiligen Landesvertreter auf der Konferenz geht, ein leichtes. Sie finden sie hier.

Klimachaos

Viel weniger konkret, doch mindesten ebenso interessant sind die Überlegungen, die Lloyd Alter auf Treehugger gesammelt hat. Er fragt “Was steckt im Namen” und verweist auf zwei Artikel von Friedman und Wayne Roberts, beides Journalisten, die sich Gedanken zum Begriff “Global Warming” gemacht haben und beide zu dem Schluss gekommen seien, dass er letzten Endes viel zu harmlos, ja fast niedlich, sei. “Climate Chaos” (Klimachaos) oder “Global Starving” (Globales Verhungern) seien wohl prägnanter, wird Roberts zitiert. Kommentatoren sind in dem Blog aufgerufen, ihre Vorschläge zu machen.

Uns ebenfalls zu beteiligen, dazu ruft seit nunmehr über 35 Jahren Greenpeace auf – inzwischen auf Youtube, aber immer noch umweltfreundlich per Flaschenpost:


Und dass diese Nachricht weitergegeben wird, lässt sich auf diversen Videos erkennen:



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6 Reaktionen zu “Auf nach Bali! Stimmen zur Klimakonferenz”

  1. CIO-Blogger

    am 3. Dezember 2007 um 16:45 Uhr | Link | Kommentar melden

    TRACKBACK: Während auf der indonesischen Insel Bali heute die Klimakonferenz der Vereinten Nationen mit einem dringenden Appell zu neuen Klimaschutzmaßnahmen eröffnet worden ist, haben sich die Marktforscher von IDC in Wien auf dem ersten “Green IT Day” mit dem Beitrag der Informationstechnik zur Rettung des Weltklimas beschäftigt. Ziel war es, IT-Managern das Thema “Green IT” näher zu bringen und Möglichkeiten zum energieeffizienterem Einsatz von Computertechnologien aufzuzeigen.

  2. Burghard Schmanck

    am 3. Dezember 2007 um 21:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    Die Klima-Veranstaltung auf Bali ist pure Geldverschwendung. Die tatsächlich gemessenen Wetterdaten bestätigen seit 1998 keinen weiteren globalen Temperaturanstieg mehr, vielfältig nachzulesen via http://www.schmanck.de/, obwohl der CO2-Anteil in der Luft steigt. Der behauptete Zusammenhang zwischen steigendem CO2-Anteil der Luft und und globaler Erwärmung ist inzwischen vielfältig rund um den Globus widerlegt worden (http://www.schmanck.de/Klima.html). Die Klima-Politiker wollen nur noch ihren Klima-Goldesel retten. Die PISA-geschädigten Deutschen finden sich intelligenzbedingt an der Spitze der Klimatiker und werden demnächst, wenn es wieder mal kälter wird, frieren, weil dank stillgelegter Kernkraftwerke und nicht errichteter konventioneller Energieerzeuger es nichts mehr zum Heizen gibt. Kalt lacht dann die Wintersonne über PISA-Deutschland.

  3. Kai Möller

    am 4. Dezember 2007 um 10:10 Uhr | Link | Kommentar melden

    Genau!
    Weltweit gehen Politiker mit populären Klimaschutzmaßnahmen auf Stimmenfang. Nur Bush hält unpopulär dagegen und wird dafür von den Wählern abgestraft.
    Zum Glück gibt es noch aufrechte Journalisten, die nicht so einfach glauben, was in veröffentlichten wissenschaftlichen Artikeln geschrieben ist und im Internet die Wahrheit recherchieren.
    Ich empfehle, dass sich dieses Vorgehen endlich auch in der Medizin durchsetzt (oder hat es das schon?)
    Weiter so!.

  4. Readers Edition » Auf nach Bali! Stimmen zur Klimakonferenz II

    am 5. Dezember 2007 um 03:05 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] - Prima Klima auf Bali? - Auf nach Bali! Stimmen zur Klimakonferenz - Die Botschaft von Bali: Grün gewinnt - Indiens Premier Singh: “Wollen an Lösung mitarbeiten” - Greenpeace Klima-Experte: “Chancen für Durchbruch in Bali sind gut!” - Kurz vor Bali: Wie weit muss Klimaschutz gehen? - Teil 1 - Kurz vor Bali: Wie weit muss Klimaschutz gehen? - Teil 2 […]

  5. M. Müller

    am 5. Dezember 2007 um 15:06 Uhr | Link | Kommentar melden

    Tolle Nachrichten werde da weiter gegeben.

    1. Zunächst einmal: Ein Menschen gemachter Klimawandel konnte bis heute nicht eindeutig nachgewiesen werden. Der Weltklimarat der UN (IPCC) spricht in seinen neusten Bericht von einer Wahrscheinlichkeit des Menschen gemachten Klimawandels mit „very likely“. An den Berichten arbeiten ausgesuchte Wissenschaftler, deren Meinung kein objektives Bild der wissenschaftlichen Gemeinde widerspiegelt. Das IPCC wurde 1988 ins leben gerufen, um den Menschen gemachten Klimawandel nachzuweisen. Dieser Arbeit geht es nach, sonst wäre es überflüssig. Der Auftrag ist seit nunmehr 20 Jahren immer noch nicht erfüllt.

    Es ist sogar ein Preisgeld für Wissenschaftler ausgeschrieben, um den Menschen gemachten Klimawandel nachzuweisen (die Seriosität des Angebotes sei einmal dahin gestellt):

    125.000 $

    http://ultimateglobalwarmingchallenge.com/

    Bisher ohne Ergebnis.

    2. Das IPCC spricht in seinen neusten Bericht von einen Temperaturanstieg von bis zu 6,4°C in diesem Jh. „Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen plädiert für ein Ziel von maximal 2°C Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Wert, und die Europäische Union hat dieses Ziel politisch übernommen (gegenwärtig liegen wir bereits bei 0,74°C).“

    Die Prognosen basieren ausschließlich aus Szenarien, die in Computern berechnet werden. Unterschiedliche Wissenschaftler kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, obwohl die mathematischen Grundgleichungen in den Klimamodellen die gleichen sind!

    3. Zudem sollte man sich erst einmal die globalen Messwerte der Temperatur und des CO2 der letzten Jahre anschauen. Hier sind sie:
    Hier die vom Satteliten aus gemessene Temperatur der unteren Atmosphäre im Vergleich zum am Boden gemessenen CO2-Gehalt der Atmosphäre:

    http://icecap.us/images/uploads/CO2MSU.jpg

    Seit 2002 steigt die Temperatur kaum noch an, im Gegensatz zum CO2-Gehalt der Luft, der steigt beständig weiter, offensichtlich ohne großen Einfluss auf die Temperatur!

    Oder hier die am Erdboden gemessene, gemittelte, Global-Temperatur von 1850 bis heute:

    http://hadobs.metoffice.com/hadcrut3/diagnostics/global/nh+sh/

    Seit 2002 kein wesendlicher Anstieg mehr! Zudem stimmt der Temperatureinbruch ab 1940 so gar nicht mit dem steigenden CO2-Gehat der Atmosphäre überein. Haben die Aerosole (Ruß- Schwefelpartikel) doch einen stärkeren Einfluss als der CO2-Gehalt der Luft? Die Aerosole nehmen seit Anfang der 80er Jahre stark ab (Filteranlagen, entschwefelung der Kraftstoffe) und die direkte Sonneneinstrahlung steigt damit wieder an.

    Betrachtet man von der oben gezeigten Temperaturkurve die letzten 3 Jahre (36 Monate) dann nimmt die Temperatur sogar global ab. Jeder kann sich die Daten bei den offiziellen Stellen herunterladen und überprüfen.

    http://www.dimagb.de/info/umwelt/pics/pastedGraphic3.gif

    Und hier noch die Novembertemperaturen der letzten Jahre im Vergleich (Quelle: Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK), in Potsdam gemessen):

    http://saekular.pik-potsdam.de/cgi-bin/monat?PARAMETER=tmean&MONAT=11&TIEFE=_____&END=2006&LANG=de&ART=tab

    Wir hatten dort den kältesten November seit 1998!

    In der Tat ein Trend der letzten Jahre. Aber nicht zu leugnen.

    4. Zum Meeresspiegelanstieg. Der steigt bisher um 20 bis 30 cm pro 100 Jahre an! Verursacht durch die thermische Ausdehnung der Ozeane (warmes Wasser nimmt mehr Volumen ein) und die Schmelze von den Gebirgsgletschern. Schmelzendes Festlandeis aus Grönland und der Antarktis trägt dazu nicht wesendlich bei. Meereis schon gar nicht, da es genauso viel Volumen einnimmt wie sein Wasser beim Schmelzen.

    Zur Eisschmelze in Grönland: Die folgende Abbildung1 zeigt die vom Satelliten aus gemessenen Zuwächse (blau) bzw. Abnahmen (rot) der Festlandeisdecke in cm pro Jahr. (Messzeitraum: Durchschnitt der Jahre 1992 – 2003, Quelle ESA).

    http://www.esa.int/images/Greenlandsummary_L.gif

    An den Rändern Grönlands ist sehr viel Eis abgeschmolzen (bis zu 20-30 cm im Jahr), dass ist unübersehbar, doch insgesamt ist das Festlandeis nur wenig zurückgegangen, denn die Dicke des Inlandeises hat eher zugenommen (bis zu 20-30 cm im Jahr). Das erscheint zunächst verwunderlich, aber es gibt eine einfache Erklärung: Durch die globale Erwärmung verdunstet mehr Wasser. Das Innere Grönlands, wo die Temperaturen in den dort vorherrschenden Höhenlagen von über 1500 m stets unter Null bleiben, wirkt als Kältefalle. Es kommt dort durch den erhöhten Wasserdampfgehalt der Luft zu vermehrtem Schneefall, und das Inlandeis nimmt zu (siehe nachfolgende Abbildung2).

    http://www.esa.int/images/Greenland_ice_Joh05_PDF_fig2_L.gif

    Ebenso wächst das Inlandeis der Antarktis. Hier ein Interview mit Prof. Heinrich Miller, stellvertretender Direktor des Alfred-Wegener-Institutes für Polar und Meeresforschung in Bremerhaven (AWI). Er ist Polarforscher, die Arktis und die Antarktis sind seine zweite Heimat und er ist seit Jahrzehnten einer der weltweit anerkanntesten Experten.

    http://www.polarjahr.de/fileadmin/editors/images/Bild_und_Ton_Film_Text/Audio/Miller_Interview/05_milller_Frage5.mp3

    Fazit: Glauben ist gut, Wissen ist besser. Deshalb heißt es auch Naturwissenschaften und nicht Naturglaubensschaften. Es gibt keine handfesten Beweise, für den Menschen gemachten Klimawandel, aber es werden politische Ziele auf Grundlage von widersprüchlichen Computermodellen einiger weltfremder Wissenschaftler ausgegeben. Ich kenne einige davon, deshalb erlaube ich mir diesen Kommentar. Wissenschaftliche Berater der Bundesregierung verdienen sogar mit an den CO2-Ablasshandel und vermarkten z.B. CO2-Pins (CO2-Schmuckanstecker, in denen CO2 gebunden ist) auf ihrer persönlichen Homepage. Siehe da:

    http://www.rahmstorf.eu/

    Kurzfristig kurbeln der CO2-Ablasshandel und die technologischen Neuerungen (die nicht schlecht sind) sowohl den Binnenmarkt (weniger Arbeitslose), als auch den Export an. Langfristig gesehen wird aber der Bürger durch die damit verbundenen Steuern, Auflagen, etc. ausgeblutet. Die schlafenden Riesen, China und Indien, werden sich an diesen CO2-Ablasshandel nicht beteiligen und diesen Vorteil nutzen. Unser Beitrag zur CO2-Bilanz ist bei zusammen über 2 Milliarden Chinesen und Indern also nicht nur zweifelhaft, sondern unerheblich.

    P.S.: Wenn 10.000 Leute nach Bali fliegen kann der Klimawandel nicht so schlimm sein.

  6. Peter Wieland

    am 18. Dezember 2007 um 14:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    Warum nur waehlt sich die Bundesregierung sogenannte Wissenschaftler aus, die nachweislich Unsinn erzaehlen? Es muss doch auch diesen Politikern die Moeglichkeit offenstehen, sich selbst zu informieren und nicht Scharlatanen hinterherzulaufen. oder ist der Pisa Schaden schon in diesen Regionen angekommen? Ist es nur der einzige Grund, naehmlich die Buerger abzuzocken? Warum gibt es keinen Aufstand der Anstaendigen? Wer koennte das organisieren? Gott sei Dank spielen die Amerikaner wie die Chinesen dieses ueble Spiel nicht mit. Aber das muesste doch diesen Politikern zu denken geben. Es kann nicht sein, dass der Ablasshandel der EU schadet und die Konkurrenten davon Nutzen ziehen.
    Aber es muss strotzdem gefragt werden: Wem nuetzt es? Und diese Personen muessen blossgestellt werden, nicht nur in Foren, es muesste die anstaendige Presse dazu gewonnen werden. Oder darf die nicht mehr?

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