In Deutschland laufen noch 17 Atomkraftwerke – das sind 17 mögliche Einladungen an Terroristen. Darüber wird seit langem diskutiert. Aber die Gefahr durch Terroristen ist nur eine von mehreren. Eine wissenschaftliche Studie hat soeben bewiesen, dass die angeblich so sicheren deutschen Atomkraftwerke ein Zusatzrisiko für Kinder in sich bergen.
Ein absolut sicheres Atomkraftwerk gibt es nirgendwo auf der Welt – auch nicht in Deutschland.
Das atomare “Restrisiko” ist jenes Risiko, das uns jeden Tag “den Rest” geben kann. Deshalb heißt es ja auch Restrisiko. Um davon abzulenken, lässt sich die deutsche Atomlobby viel Propagandistisches einfallen und bringt es in teuren Anzeigen unter das Volk. Zwei Argumente für die Atomenergie werden zurzeit besonders gerne propagiert:
- AKWs arbeiten CO2-frei und
- auf der ganzen Welt gebe es eine “Renaissance der Atomkraft”.
Also: Um das Klima zu schützen und um international bestehen zu können, bräuchten wir auch in Zukunft Atomkraftwerke.
Zu den Fakten: Richtig ist, dass durch AKWs weniger Treibhausgase entstehen als bei Öl, Kohle oder Gas.
Aber: Auch Uran als Treibstoff für Atomkraftwerke geht in den nächsten Jahrzehnten zu Ende so wie Kohle, Gas und Öl. Warum also noch in Auslaufmodelle investieren, wenn den erneuerbaren Energien ohnehin die Zukunft gehört? Hinzu kommt, dass weltweit noch kein einziges Endlager für Atommüll gebaut werden konnte. Wir wissen nur, dass der Müll über 100.000 Jahre strahlt.
Die Fakten zur angeblichen “Renaissance der Atomenergie”: In den letzten sieben Jahren mussten weltweit sieben Atomreaktoren vom Netz und nur drei wurden neu gebaut. Und das häufig gehörte Argument: “Aber die Chinesen bauen doch so viele Atomkraftwerke”?
Dazu fragte ich in Peking den chinesischen Umweltminister. Seine Antwort: “Zur Zeit gewinnen wir ein Prozent unseres Stroms aus Atomkraft.” Deutschland produziert 2007 über 27 Prozent Atomstrom! Bundespräsident Horst Köhler: “Ich kenne weltweit keinen einzigen seriösen Wissenschaftler, der behauptet, das Klimaproblem sei durch Atomkraft zu lösen.” Allerdings behaupten dies noch immer einige unseriöse deutsche Politiker – vor allem Ministerpräsidenten der CDU und CSU.
Die eingangs zitierte Studie über die Krebsgefahr für Kinder in der Nähe von Atomkraftwerken sollte ihnen zu denken geben. Politiker werden gewählt, um Gefahren vom Volk abzuwenden. Wenn sie diesen obersten Auftrag nicht erfüllen, müssen die Wähler das Problem entscheiden. Die Sprache des Stimmzettels ist die einzige, die Politiker sofort verstehen.
Die Bali-Konferenz hat noch einmal bestätigt: Die Zukunft gehört weder Kohle noch Atom, sondern den Erneuerbaren – je schneller desto besser.
Quelle: Franz Alt 2007
Meine Güte Herr Alt,
auf solche Leute wie Sie habe ich in den 70er, 80er Jahren gehört und geglaubt.
Aber Ihr Trugschluss von Terroristen zu toten Kindern toppt alles.
Falls Sie sich erstmal informieren möchten, bevor Sie so nen Schmarrn erzählen:
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=30752
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Atomkraft-Kernenergie;art122,2436768