Nach Islam-Studie höchste Zeit für Studie “Christen in Deutschland”

“Islamistisches Radikalisierungspotenzial” hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in einer Studie über “Muslime in Deutschland” ausgemacht. 14 Prozent der hier Lebenden seien aus religiösen Gründen gewaltbereit oder der Demokratie übel gesonnen, fügt ein Sprecher des Ministeriums hinzu. Gleichzeitig nahm der Innenminister die Muslime in Deutschland in Schutz? Vor wem? Ganz nüchtern kann

muamat.jpg“Islamistisches Radikalisierungspotenzial” hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in einer Studie über “Muslime in Deutschland” ausgemacht. 14 Prozent der hier Lebenden seien aus religiösen Gründen gewaltbereit oder der Demokratie übel gesonnen, fügt ein Sprecher des Ministeriums hinzu. Gleichzeitig nahm der Innenminister die Muslime in Deutschland in Schutz? Vor wem?

Ganz nüchtern kann man in diesem Zusammenhang erst einmal feststellen, dass 100 Prozent der Bundesinnenminister in Deutschland gewaltbereit sind. Dann müsste man fragen, welchen Richtungen des Islam die in vier Großstädten befragten 1000 Muslime angehören. Wie viele sind Schiiten, wie viele Sunniten, wie viele Alawiten?

Und schon wird es höchste Zeit, dass endlich jemand eine Studie “Christen in Deutschland” in Auftrag gibt, damit wir auch etwas erfahren über “christliches Radikalisierungspotenzial”. Aber: Der Aufschrei wäre schon vor der ersten Befragung so groß, dass jeder Wissenschaftler, der sich an eine solche Studie machen wollte, wohl nur noch einen Lehrstuhl im Ausland bekäme…

Niemand gewaltbereit

Von den befragten Alawiten dürfte niemand gewaltbereit sein, wenn es um die Verteidigung der eigenen Religion geht. Alawiten sind tolerant, akzeptieren jeden Glauben und lehnen religiöse Vorschriften ab. Eine entsprechende Richtung innerhalb des Christentums müsste man nicht nur lange suchen, sondern man würde sie auch nicht finden.

Seit Veröffentlichung der Studie “Muslime in Deutschland” wird einer der Autoren, Professor Peter Wetzels aus Hamburg, nicht müde in seinen Warnungen vor voreiligen Schlüssen.

Verwunderlich ist: Von Protesten gegen eine solche Untersuchung hat niemand von uns etwas gehört. Schiiten, Sunniten und Alawiten ließen sie offenbar klaglos über sich ergehen.

Wäre das auch so, wenn es um “Christen in Deutschland” ginge? Oder würde das geschehen? Nach der Vergabe des Forschungsauftrags gehen die Zeugen Jehovas erst einmal vor Gericht, denn die dienen bekanntlich oder vielmehr den meisten nicht bekanntlich seit 1914 einer unsichtbaren Regierung, die von Jehova geleitet wird. Aus diesem Grund verweigern sie sichtbaren Regierungen die Gefolgschaft. Wären also schon einmal 160.000 Christen, die der Demokratie ablehnend gegenüber stehen.

Wie hoch ist das christliche Radikalisierungspotenzial?

Doch es gibt weitere nahezu zwei Millionen Deutsche, die nicht zur katholischen oder evangelischen Kirche gehören, die Sturm laufen gegen bestimmte Bücher und Filme, die jeden anderen Glauben verteufeln – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auf wie viel Prozent Deutsche mit “christlichem Radikalisierungpotenzial” kame man da wohl?

Käme man eben nicht, weil es nicht so weit kommen dürfte, dass sich jemand an diese Studie macht. Strafanzeigen würde es hageln, wegen Volksverhetzung beispielsweise, wegen Verunglimpfung von christlichen Religionsgemeinschaften.

Den Satz “Wer junge Muslime auffordert oder dazu anleitet, Selbstmordattentate zu begehen, ist ein gottloser Krimineller” haben 90 Prozent der befragten Schiiten, Sunniten und Alawiten bejaht. Die Frage “Darf man junge Christen dazu anleiten oder auffordern, ihr Leben für Gott zu geben?” würden auch 90 Prozent der zu befragenden Christen verneinen. Kann man nur hoffen…

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