Vorwahl in Iowa: Obama und Huckabee siegen.

Bei der ersten Vorwahl zu Präsidentschaftswahl in den USA im ländlichen Iowa haben sich auf demokratischer Seite Barack Obama und Mike Huckabee auf republikanischer Seite durchgesetzt. Bei den Vorwahlen, Iowa war traditionell das erste der 50 Bundesstaaten, das zur Wahl schritt, wählen die beiden großen Parteien ihren Kandidaten für die

sdfsd.jpgBei der ersten Vorwahl zu Präsidentschaftswahl in den USA im ländlichen Iowa haben sich auf demokratischer Seite Barack Obama und Mike Huckabee auf republikanischer Seite durchgesetzt. Bei den Vorwahlen, Iowa war traditionell das erste der 50 Bundesstaaten, das zur Wahl schritt, wählen die beiden großen Parteien ihren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November diesen Jahres aus.

Dabei kommt dem recht einwohnerarmen Bundesstaat eine übergeordnete Bedeutung zu, so mancher Kandidat, der vor der ersten Vorwahl nicht Favorit war, hat mit einem Sieg in Iowa und New Hampshire (dem zweiten Bundesstaat der zur Wahl schreitet, dieses Jahr am 8. Januar) soviel Rückenwind, daß er die Vorwahl für sich entscheiden konnte.

Traditioneller Rückenwind für Mike Huckabee?

Ob einem der beiden Gewinner des Iowa Caucus, in dem die Wähler nicht per Stimmzettel sondern mit einer Urwahl nach Hammelsprungprinzip abstimmten, dieses Momentum erlangen konnten, ist natürlich noch reine Spekulation. Wenn es für einen der beiden gilt, dann wohl für den Republikaner Mike Huckabee. Noch vor einigen Monaten weitesgehend unbekannt, hat er es vor allem durch gute Auftritte in den zahlreichen Fernsehdebatten geschafft, auf sich aufmerskam zu machen. Das allerdings war nicht allzu schwierig, da die Republikaner händeringend nach einem überzeugend Frontrunner suchten. Ob der smarte und religiöse Huckabee diese Position ausfüllen kann wird sich erst noch zeigen müssen. Insbesondere, da der in den bundesweiten Umfragen bislang führende Giuliani beschloss, Iowa und New Hampshire links liegen zu lassen und sich ganz auf die großen Staaten zu konzentrieren. Dennoch hat Huckabee einen überraschend großen Vorsprung auf seinen nächsten Konkurrenten, den Mormonen Mitt Romney gewinnen können, möglicherweise reicht dieses Erfolgserlebnis jedoch aus, um sich für die übrigen Vorwahlen überzeugend als Sieger verkaufen zu können.

Weiterhin ein Kopf an Kopf an Kopf Rennen bei den Demokraten

Auf demokratischer Seite sah es lange nach einem äußerst knappen Rennen aus. John Edwards führte einige Zeit vor Hillary Clinton und Barack Obama, bis letzerer nach ungefähr einem Drittel der ausgezählten Stimmen die Führung übernahm und sie nicht wieder hergab – zuletzt mit einem doch recht beeindruckenden Vorsprung von knapp 8 %, vor Edwards und Clinton, die beide nahezu gleichauf liegen. Hier dürfte sich durch den Caucus in Iowa nur wenig verändert haben, Obamas Sieg bringt ihm zwar gewiss leichte Vorteile für den Rest des Rennens, doch insbesondere Hillary Clinton dürfte noch lange nicht abgeschrieben sein.

Die Zahlen der Republikaner im Einzelnen:

Mike Huckabee 34%
Mitt Romney 26%
Fred Thompson 13%
John McCain 13%
Ron Paul 10%
Rudy Giuliani 4%

Die Zahlen der Demokraten im Einzelnen:

Barack Obama 38%
John Edwards 30%
Hillary Clinton 29%
Bill Richardson 2%
Joe Biden 1%
Christopher Dodd 0%
Dennis Kucinich 0%

Laut CNN haben sowohl Christopher Dodd als auch Joe Biden ihren Rückzug aus dem Rennen erklärt.

Hier die Siegesrede von Barack Obama:

… und hier spricht Mike Huckabee:

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