Verbaler Müll von SPD-Fraktionschef Struck und weitere Forderungen von Roland Koch

Was ist eigentlich los in der Gedankenwelt mancher Politiker? Was für ein Schmutz sammelt sich dort im Laufe der Zeit in den Ecken und Winkeln? Was würde jetzt wohl Herbert Wehner sagen, der seine Fraktion zwar mit eiserner Hand geführt hat, der aber auch über eine unglaubliche verbale Schlagfertigkeit verfügte?

strukoh.jpgWas ist eigentlich los in der Gedankenwelt mancher Politiker? Was für ein Schmutz sammelt sich dort im Laufe der Zeit in den Ecken und Winkeln? Was würde jetzt wohl Herbert Wehner sagen, der seine Fraktion zwar mit eiserner Hand geführt hat, der aber auch über eine unglaubliche verbale Schlagfertigkeit verfügte? Beispiel: Bei einer Bundestagsrede des SPD-Fraktionschefs tat sich ein CDU-Bundestagsabgeordneter immer wieder als Zwischenrufer hervor. Sein Name: Wohlrabe. Wehner taufte ihn zwischen zwei Sätzen in “Übelkrähe” um.

Nun ist nicht zu erwarten, dass eine Partei wie die SPD immer wieder Politiker hervorbringt, die es mit “Onkel Herbert” aufnehmen könnten. Aber: Peter Struck muss es doch wohl nicht sein. Mit der Vermutung, der hessische Ministerpräsident Roland Koch habe eigentlich nur darauf gewartet, dass ein Rentner von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen wird, wirft der 64-Jährige die Frage nach seinem Charakter auf. Unwillkürlich fragt man sich, worauf Peter Struck wartet Auf den Tag, an dem wegen unglaublicher Politikerverdrossenheit nur noch Parteimitglieder zur Wahl gehen und die SPD dann endlich wieder mit der CDU gleichzieht?

Schnell zum Arzt

Solche Spitzenpolitiker kann niemand spitze finden, die müsste man eigentlich ganz schnell zu einem Arzt schicken, der die Psyche solcher Leute unter die Lupe nimmt, damit es nicht zu weiteren verbalen Entgleisungen kommt. Hat Peter Struck etwa schon vergessen, dass es aus seiner Partei auch den üblen Seitenhieb, ein Politiker, der seine Frau im Dunkeln allein zu Hause lasse, handele nicht vorbildlich, gegeben hat?

Weist die SPD etwa insgeheim deswegen darauf hin, dass eine Koalition mit der Linken in Hessen nicht möglich ist? Oder kennt jemand ein ähnlich erschreckendes Zitat von Gregor Gysi oder Oskar Lafontaine? Deren Reden sind meistens ein intellektueller Genuss, gestehen sogar CDU-Anhänger, und kein verbaler Müll.

Weitere Zutaten

Roland Koch kocht derweil sein Süppchen mit immer weiteren Zutaten. Jetzt hat er auch noch die teilweise Anwendung des Jugendstrafrechts bei 12- bis 13-Jährigen gefordert. Das kann man in der heutigen Ausgabe der “Bild am Sonntag” nachlesen.

Erst muss er zugeben, dass in seinem eigenen Bundesland die bestehenden Gesetze nicht konsequent genug angewendet werden – und dann stellt er immer neue Forderungen? Wenn der Wahlkampf in Hessen noch ein halbes Jahr dauern würde, wo würde der Ministerpräsident dieses Landes landen?

Vielleicht täte sich die SPD einen Gefallen, wenn sie diesen Ministerpräsidenten ab sofort einfach reden ließe, möglichst ohne Unterlass. Denn selten hat sich ein Politiker selbst derart entlarvt, wie Roland Koch das gerade tut. Seine jüngsten Äußerungen gegenüber “Bild am Sonntag” wie, er lasse sich nicht “von türkischen Vertretern den Mund verbieten” und bei Pöbeleien den U-Bahn-Wagen zu wechseln, sei ein falscher Ratschlag, gehören auf die Wahlplakate der SPD.

Wenn das nicht wirkt, wirkt nichts mehr

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