Rauchen birgt hohes Suizidrisiko

Die Unsitte des Tabakrauchens entpuppt sich immer mehr als eine der dümmsten und gefährlichsten Verhaltensweisen, die wir Menschen uns angewöhnt haben. Ein Drittel aller Bundesbürger raucht regelmäßig. Siehe auch:web.uni-marburg.de. Das bedeutet, dass jeder Dritte in Deutschland sich gewaltig etwas vormacht, die netten und sonst so klugen Helmut und Loki Schmidt

rauche3.jpgDie Unsitte des Tabakrauchens entpuppt sich immer mehr als eine der dümmsten und gefährlichsten Verhaltensweisen, die wir Menschen uns angewöhnt haben. Ein Drittel aller Bundesbürger raucht regelmäßig. Siehe auch:web.uni-marburg.de.

Das bedeutet, dass jeder Dritte in Deutschland sich gewaltig etwas vormacht, die netten und sonst so klugen Helmut und Loki Schmidt eingeschlossen.

.

Rauchen bedeutet bewusste Selbstzerstörung durch Krankheiten

Es ist in Wahrheit eine bewusste Selbstzerstörung, wenn ein Mensch raucht, obwohl ihm genau bekannt ist, dass er damit seine Leistungsfähigkeit und seine Gesundheit zerstört und sogar wissentlich einen frühen Tod nach qualvollen Leiden in Kauf nimmt. Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist alles aber noch weit schlimmer.

Rauchen treibt zudem direkt in den Suizid

Denn neuerdings steht fest, dass der Nikotingenuss nicht nur tödlichen Krebs erzeugt, Durchblutungsstörungen, Raucherbein und zum Tode führende Kreislauferkrankungen wie Thrombosen, Herzinfarkt und Schlaganfall nach sich zieht. Es ist heute auch wissenschaftlich vielfach gesichert, dass das Rauchen psychische Mechanismen im Menschen auslöst, die den Menschen in Gedanken an Selbstmord bis hin zum Versuch der Selbsttötung treiben.

Mehr Selbsttötungen als Todesopfer im Straßenverkehr

In derEURopäischen Union begehen nach einer Meldung der EU-Kommission aus dem Jahr 2005 jährlich 58.000 Menschen Suizid, in Deutschland allein 11.000. An anderen Todesursachen führt dieselbe Meldung jährlich 50.700 Verkehrstote und 5.350 Opfer von Gewaltverbrechen an. Siehe hierzu: de.wikipedia.org/wiki/Suizid und de.wikipedia.org/wiki/Todesursache

Ganz allgemein nimmt man an, dass weniger sachliche oder vermeintliche sachliche “Gründe” zur Selbsttötung führen, sondern dass ihr generell psychische Störungen bzw.schwerwiegender psychische Krankheitszustände zugrunde liegen. Der Bericht der EU spricht insbesondere von krankhaften Depressionen. Dies trifft sich mit gesicherten Erkenntnissen aus der Endokrinologie. Dazu weiter unten.

Ungezählte Studien zeigen den Zusammenhang

Das international anerkannte “Journal of Affective Disorders” berichtet über eine umfassende Studie von Thomas Bronisch vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München, Michael Höfler von der Technischen Universität Dresden und Roselind Lieb von der Universität Basel, die auf Tausenden korrespondierenden Studien und Berichten aus aller Welt aufbaut. Mehr dazu hier und hier.

Kaum ein Raucher bleibt von Suizidgedanken verschont

In die Studie von Bronisch und Kollegen wurden im Laufe mehrerer Jahre in München 3021 junge Leute von 14 bis 24 Jahren einbezogen, die in Gruppen von Nichtrauchern, Gelegenheitsrauchern, nicht-abhängigen und abhängigen Rauchern eingeteilt wurden. Es zeigte sich, dass mit der Zunahme des Tabakkonsums Selbstmordgedanken und Selbstmordversuche bis auf das Vierfache zunahmen. Erschreckend ist insbesondere die Feststellung der Forscher, dass es kaum “suizidresistente” Raucher gibt. Die Forscher stellten nämlich fest, dass von den Rauchern der ersten Befragung, die weder Selbstmordgedanken noch Selbstmordversuche gehabt hatten, vier Jahre später viele von Selbstmordegedanken und -versuchen geplagt worden waren. Kein Raucher kann daher sicher sein, dass sich seine Sucht nicht selbständig macht und ihn in den Selbstmord stürzt.

Der Schlüssel zur Lösung: das Neurohormon Serotonin fehlt

Die Forscher um Bronisch haben erklärt, dass der Zusammenhang zwischen Rauchen und Suizid zwar sicher festgestellt wurde, dass sie aber die Wirkmechanismen nicht zuverlässig beurteilen könnten. Es ist allerdings bereits nachgewiesen, dass Nikotin in der Nährlösung des Gehirns neben anderen Hormonen das zur Erhaltung der hormonellen Balance unerlässliche Neurohormon Serotonin stark freisetzt und damit verbraucht. Interessant hierzu: suchtmagazin.ch.

Serotonin, das “hormone of the nineties,” das erst 1948 entdeckt und erst im Verlaufe der letzten Jahre in seinen weitgefächerten Aufgaben vollständig beschrieben wurde, hat aber nach einhelliger Meinung in der Hormonlehre in mehrfacher Hinsicht die Funktion einer mentalen Kontrollinstanz gegen die Neigung zum Suizid. Mit der geringen Menge von täglich nur 0,1 mg Serotonin kontrollieren wir nämlich, ohne dass es uns bewusst wird Stress, Depression, Angst, Schmerz, Zwang, Impulsivität, Sucht und – ausdrücklich – die Suizidalität. Vergleiche psywifo.klinikum.uni-muenchen.de und psychosoziale-gesundheit.net (Prof. Dr. Faust).

Auch ein Laie kann leicht nachvollziehen, dass ihn kaum Gedanken an ein freiwilliges Ende mit dem Leben verfolgen werden, wenn er dank ausreichender Verfügung über das “Wohlfühlhormon” Serotonin immer “gut drauf”,psychisch und körperlich gut belastbar, besonnen und ausgeglichen ist.

Es fragt sich dann nur, wieso wir nicht immer ausreichend vom Neurohormon Serotonin zur Verfügung haben. Dazu habe ich allerdings in der RE schon vor bald zwei Jahren einmal geschrieben:
Johannes Heesters und seine Versorgung mit Serotonin“.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Helmut Schmidt ist 89, Loki 88. Beide Kettenraucher seit Jahrzehnten, die sich ihr Leben lang was vormachten? Selbst zerstörten? Und mit Suizidgedanken belasteten? Macht wirklich Sinn.

    Doch die Lösung wird gleich mitgeliefert: zuwenig Serotonin! Kurz googeln und ab die Präparate in den Korb.

    Versuch einer Glosse oder Beitrag der Pharmalobby?