Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken (XI)

Jessica Müller muss in dem Heim bleiben, in dem sie seit vier Jahren lebt. Das ist das Ergebnis eines Anhörungstermins, der heute vor dem Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt stattgefunden hat. Anwesend waren eine Vertreterin des Jugendamtes und eine Vertreterin des Heimes. Gern anwesend gewesen wären auch Johann L. Beckers vom Heimkinderverband und

jessuo.jpgJessica Müller muss in dem Heim bleiben, in dem sie seit vier Jahren lebt. Das ist das Ergebnis eines Anhörungstermins, der heute vor dem Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt stattgefunden hat. Anwesend waren eine Vertreterin des Jugendamtes und eine Vertreterin des Heimes. Gern anwesend gewesen wären auch Johann L. Beckers vom Heimkinderverband und Hermine Schneider aus Aachen, die als Heimkind schlimme Erfahrungen in einer Einrichtung gemacht hat, die von dem gleichen katholischen Orden geleitet wurde, wie lange Zeit das Heim, in dem Jessica Müller lebt.

Auch ich hatte mein Kommen als Zeuge angeboten. Doch darauf legte die Amtsrichterin keinen Wert. Zu gern hätte ich ihr meine Erfahrungen mit Jessicas Gutachter geschildert, der mich in einem Fax vom 13. Januar 2008 belogen hat. Ich hätte ihr gern vom Schweigen der Pressestelle der Stadt Mönchengladbach, des Jugendamtes und des Heimes berichtet. Auch die Frage, warum mir der Oberbürgermeister von Mönchengladbach bis heute nicht geantwortet hat, hätte ich gern in den Raum gestellt.

Es geht zur Sache

Doch diesen Raum mussten auch Johann L. Beckers und Hermine Schneider verlassen. Dann ging es zur Sache, die auf eine Weise dokumentiert wurde, die hier nicht erläutert werden soll.

Für die 31-seitige Petition, die Sabine und Frank Müller Ende vergangenen Jahres an dasEURopäische Parlament geschickt haben und die bereits zwei Bundestagsabgeordnete auf den Plan rief, interessierte sich die Amtsrichterin nicht: “Hier entscheide ich.”

Dann warf sie Jessicas Vater sexuellen Missbrauch seiner Tochter vor und berief sich dabei auf jenen Gutachter, der Jessica 2005 mindestens zweimal in dem Heim untersucht hat, von dem er mir gegenüber per Fax vom 13. Januar 2008 behauptete, er kenne diese Einrichtung nicht.

Zehnjährige bekommt weiter Medikamente

Nach dem Anhörungstermin soll es so bleiben wie es seit April 2007 ist: Jessicas Eltern dürfen einmal im Monat zu Besuch kommen und einmal im Monat anrufen, die Zehnjährige bekommt weiter Medikamente, mit denen sie ruhig gestellt werden soll – und ich bekomme weiter Erfahrungsberichte aus diesem Heim, die wohl alle erlogen sind. Wie: Einem Heimkind hat man erzählt, dass seine Eltern tot seien. Und wie: Eltern stecken sich bei Heimbesuchen auf Zetteln Informationen zu, die sie nicht offen ansprechen wollen.

Inzwischen sind auch schon Unterlagen verschwunden, die für die Eltern von Jessica wichtig wären. Dieses Problem löst man so. Jessicas Gutachter schreibt am 18. Januar 2008 an das Gericht: “In der o. g. Sache darf ich zu Ihrem Schreiben vom 16. 1. 2008 mitteilen, dass sich keine Unterlagen der Antragsgegner in meinem Besitz befinden.” Daraufhin bekommt Sabine Müller von diesem Gericht am 22. Januar 2008 diese Mitteilung: “Der Sachverständige Z. hat mitgeteilt, dass er keinerlei Unterlagen mehr in Besitz hat. Dementsprechend kann er auch keine Unterlagen an Sie aushändigen. Das Verfahren wird hier weggelegt.”

Ein Junge ist kürzlich aus Jessicas Heim geflüchtet, Anfang Januar 2008 fand er Zuflucht bei seinem Vater in Belgien, die Behörden verweigern eine Auslieferung. Aber auch das ist wohl nur eine frei erfundene Geschichte…

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  1. auch ich bin ein betroffener vater,nicht nur vom ag mg-ry ,sondern auch durch den gutachter z.!dieselbe verfahrensweise wie im fall jessica…
    auch ein mitarbeiter des jugendamtes,wie in der petition der familie müller beschrieben..herr w.
    aber sind wir,damit meine ich uns alle,wirklich machtlos…ich glaube nicht…nur wielange werden unsere kinder durchhalten???
    es wird viele geschädigte geben,nicht nur durch diesen gutachter,und wir müssen uns wehren denn das sind wir unseren kindern schuldig!!!
    wenn ihr betroffene seid oder kennt,dann “macht euch gerade”,geht an die öffentlichkeit!!!
    ich wünsche der familie müller,allen anderen geschädigten und auch uns viel kraft im kampf gegen das unrecht
    Holger michael joecken