Der Versuch, das x-te Porträt über den “Vater des Reggae” zu schreiben, der soll hier, anlässlich des heutigen 63. Geburtstages von Bob Marley, gar nicht erst angetreten werden. Zu groß ist die Flut, die uns in multimedialer Form seit Jahren erreicht. Vermessen wäre auch der Anspruch, ihm in wenigen Zeilen gerecht zu werden. Doch das ist genau der springende Punkt: Denn das mag sich auch die jamaikanische Regierung kürzlich gedacht haben. Die kam nämlich dieser Tage auf eine wahrhaft grandiose Idee…
Bis Ende Februar dreht sich alles rund um den Botschafter der Rastafari
Premierminister Bruce Golding ernannte den Geburtsmonat des “Rastaman” kurzerhand ganz offiziell zum “Monat des Reggae” und zollt der schon mit 36 Jahren verstorbenen Musiker-Legende damit seinen Tribut. Wer hätte das am 6. Februar 1945 im kleinen Örtchen Nine Miles im Norden von Jamaika schon für möglich gehalten?!
Sicher, die Verehrung von Robert Nesta Marley nimmt noch heute teils ungeahnte Ausmaße an. Zu seinem 60. vor drei Jahren gab es immerhin weltweit Gedenkkonzerte und Jubiläumskonzerte in Addis Abeba und Kingston. Seit sieben Jahren ist er auch auf dem Hollywood Walk of Fame vertreten. Aber ihm gleich einen ganzen Monat zu widmen, das ist schon eine etwas größere Angelegenheit.
Eine Fülle von Höhepunkten
In den folgenden Tagen und Wochen heißt es, wenn auch in einem etwas anderen Sinne, nun “Get Up, Stand Up”. Und zwar für zahlreiche Veranstaltungen, deren Höhepunkt am 23. Februar das “Africa Unite – Smile Jamaica“-Konzert am James Bond Beach in der Nähe von Ocho Rios bildet. Doch es gibt noch mehr. Etwa eine Photoausstellung im Bob Marley Museum, ein Symposium in Kingston, obligatorischerweise ein Fußballturnier und, und, und…
Nach dem Diebstahl von Originalaufnahmen Anfang Januar endlich mal wieder eine schöne Nachricht von der fernen Insel. Doch nun wollen auch wir feiern – und zwar mit ein paar der schönsten Erinnerungen, die uns “Mr. Jamaika” hinterlassen hat… Happy Birthday, Bob!
Der Klassiker zu Beginn – “No Woman No Cry”
Gefolgt von “Is this Love”:
“Buffalo Soldier” darf da natürlich auch nicht fehlen:
Und was wäre eine Zusammenschau ohne “I Shot The Sheriff” (live):
Last but not least “Get Up, Stand Up”:
Photo Quelle/Copyright: Scumfrog, cc creative commons, Namensnennung 2.0 US-amerikanisch, via flickr
Hi Nicole,
schreibst echt coole Berichte zum Thema Reggae (v.a. über deutsche Artists). War gestern bei Ganjaman in Aschaffenburg…er ist einfach phänomenal!!
Mach weiter so! Keep up spreading da good vibes. word sound power!
Oli