Placeblog-Rundschau: Die Wochenendtipps

Während die ein Hälfte Deutschlands sich gerade ächzend in den ungeliebten Alltag hineingelebt hat, rufe ich aus der feiertagsrenitentesten Stadt Deutschlands auf zu neuerlichen Spaß und Vergnügungen. Das Wochenende ist nah und mit ihm wieder mal jede Menge Abwechslung und Kurzweil. Präsentiert und feilgeboten von den Placeblogs des deutschsprachigen Raums.

feb5.jpgWährend die ein Hälfte Deutschlands sich gerade ächzend in den ungeliebten Alltag hineingelebt hat, rufe ich aus der feiertagsrenitentesten Stadt Deutschlands auf zu neuerlichen Spaß und Vergnügungen. Das Wochenende ist nah und mit ihm wieder mal jede Menge Abwechslung und Kurzweil. Präsentiert und feilgeboten von den Placeblogs des deutschsprachigen Raums.

Unsere heutige Neuvorstellung kommt aus dem befreundeten Ausland, und zwar aus dem hochgeschätzten Österreich. So sehr wir uns hier natürlich über jeden Neuzugang freuen, Placeblogs aus dem Land der hohen Berge sind uns eine besondere Freude, sah das Netz aus unserer Sicht dort bislang noch sehr grobmaschig aus. Besagtes Blog ist nun gar eine ganz besondere Schönheit. In wohldesignten und programmgemäßen Rot-Weiß will man auf autnet.at “Österreich erleben und erkunden”.

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Das “rein private Blog ohne kommerziellen Hintergrund”, welches erst seit kurzem besteht, will mit einem großem Spektrum, von der Medienwelt bis hin zu kulinarischen Themen, im überregionalen Sinne wie auf Bundesländerebene das schnitzelförmige Land näherbringen. Ein Appetitanreger folgt sogleich. Der Großglockner, höchster Berg Österreichs, ist auch dem durchschnittlichen Piefke bekannt. Autnet.at verweist nun auf eine Seite wo man nicht nur “viele interessante Informationen zur Erstbesteigung und den Nationalpark Hohe Tauern finden kann”, sondern auch ein Online-Gipfelbuch, das bisher fast 1600 Einträge aufweist. Aber nicht dass hier falsche Hoffnungen geweckt werden: Zum Eintragen muss man schon weiterhin in der realen Welt hochklettern.

Und los geht’s mit den Tipps fürs Wochenende, traditionell eröffnet mit dem Gesamtüberblick fürs Feiern von fudder: Der Partyplaner.

Augsburg:

Blogsburg möchte uns für die graue Jahreszeit eine gepflegte Führung durch die Natur schmackhaft machen. Jedem der mehr über “nordische Bergfinken” und “heimliche Kernbeisser” wissen möchte, seien die Führungen des Augsburger NABU-Netzwerkes anempfohlen, Treffpunkt und Termin stehen im Februar-Programm. Wer der freien Natur dann doch nicht soviel abgewinnen kann, dem werden Führungen durch die hiesigen Museen ans Herz gelegt.

Freiburg:

Hier lädt man zu einem Musical am Martinstor. Das Ensemble TaM im Theater am Martinstor interpretiert Musical-Klassiker und zeigt vor allem selbst komponierte Stücke in Gesang und Tanz. 20 Darstellerinnen und Darsteller stehen im Musical “So ein Theater” auf der Bühne. Fudder meint: “Das ganze wirkt erstaunlich professionell.” Am 8. und 9. Februar ist dies um 20.30 Uhr nachprüfbar.

Ruhrgebiet:

Das erste MigrantenTheaterFestival bricht auf “Zu neuen Ufern…” Vom 8. Februar bis zum 2. März geben das Dortmunder Theater, die Flottmann-Hallen Herne, das Katakombentheater und Die Bühne, Essen, der interkulturellen Theaterszene der Region Raum. Mehr Informationen unter.

Dresden:

Eine bezaubernde Anregung für die Abendgestaltung erreicht uns aus Dresden: “Alle maritimen Freunde und Norddeutschen” die sich derzeit im Sächsischen aufhalten sind herzlich eingeladen zur KLOCK 8 Party.

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Besagte Feste haben in Dresden anscheinend eine gewisse Tradition. Der ausgerufenen Party ging bereits das “größte Labskausfressen der Welt” und eine sensationelle Finnische Fisch&Vodka Party “mit über 200 Leichtmatrosen und tanzbegeisterten Deerns” voraus. Am 9. Februar nimmt man sich im Alten Wettbüro Tahiti vor. “Die Hauptinsel der Gesellschaftsinseln ist berühmt für eine wahnsinnig entspannte Atmosphäre und die Zufriedenheit der ansässigen Kulturen.” Ein idealer Ort also für eine gediegenen Party. Die Veranstalter versprechen den Geruch von Brotbaum, Ananas und Kokosmilch”. Nebenbei brüstet man sich auch damit, das “sonnigste Event des Februars” zu bieten.

Die myspace-Präsentation von KLOCK 8

Bremen:

Der echte Norden geizt dagegen auch nicht mit erlesenen Lustbarkeiten und bittet ebenfalls zum Tanz: “Die Bremer Tanznacht 2008 wird von den Sportstudenten der Universität Bremen organisiert. Stattfinden wird die Veranstaltung am 8. Februar ab 19 Uhr in der Sporthalle der Uni. Auf der Veranstaltung können sich alle öffentlich präsentieren, ob nun Profis oder Amateure. Aktive aus allen Altersklassen treten auf – aus dem Hochschulsport, aus Vereinen und Sporteinrichtungen bis hin zu selbstorganisierten Gruppen.”

Trier:

Auch im Westen der Republik lässt sich das neue Jahr gut an. “Mit zwei regionalen Top Acts startet das Programm am Samstag um 21 Uhr im Kleinen Saal enthusiastisch rockend ins neue Jahr. “Carlton Bangs”, hervorgegangen aus dem Split “Commando”/”Soulsellers”, waren die diesjährigen Abräumer beim “Bunker bebt” – Festival. Die Band spielt 1-A-Alternative-Rock mit einer Prise Electro und hat mit hitverdächtigen Songs und einer energetischen Bühnenshow definitiv überregionale Perspektiven. Das gleiche gilt für die “Laconics”, die gnadenlos breitbeinigen, locker durch die Hose gespielten Rock ‘n’ Roll zelebrieren. Freunde der tiefer gelegten Gitarren kommen hier voll auf ihre Kosten.”

Pforzheim:

Im Süden begeht man ein besonderes Jubiläum, welches ebenso mit Tanz und Hörgenuss verbunden ist: 25 Jahre Grupo Sal. Hier wird “das Lebensgefühl der Menschen in Lateinamerika, mit zeitgenössischen Versen und Noten, sowie einer guten Prise Latinjazz” präsentiert. Ernesto Cardenal hat jede Menge Lieder mit dabei. Lieder über Liebe, Mystik und Revolution. Zu erleben im Hohenwart-Forum am 10. Februar ab 18:00 Uhr.

Kröpelin:

Mit Veranstaltungshinweisen kann Kröpelin dieser Tage nicht direkt dienen. Dafür aber mit turbulenten Ereignissen und der aufregenden Welt der Lokalpolitik. Erschrocken nahm ich zur Kenntnis, dass laut einem Interview der “Ostseezeitung” die Wahlunterlagen für die Bürgermeisterkandidatur zwar fünf mal abgeholt wurden, aber noch keiner sie bislang zurückgebracht hat. Daraus folgt, dass es offiziell noch keinen Kandidaten für den Bürgermeisterposten gibt. Diese Information ließ mich überrascht und ratlos zurück. Wie konnte das geschehen. Wo sind die abgeholten Unterlagen? War es nicht so, dass in Mecklenburg alles immer 50 Jahre später geschah? Wenn also bis zum 25.Februar 18 Uhr nichts geschieht, ist der Anarchie Tür und Tor geöffnet. Soweit darf es nicht kommen. Noch im Zustand völliger Hysterie angesichts der drohenden Auflösung der organisierten Volksherrschaft im trauten Mecklenburg fällt mein Blick auf eine andere Meldung aus Kröpelin. Am 4. Februar “gegen 17.40 Uhr betrat ein Mann die Postfiliale im Geschäft “Kramkiste”. Der dunkel gekleidete und einen schwarzen Motorradhelm tragende Täter, bedrohte die 61–jährige Mitarbeiterin mit vorgehaltener Pistole. Er drängte die Frau in den angrenzenden Raum und forderte sie auf, den dort stehenden Tresor zu öffnen. Der Täter nahm das darin befindliche Bargeld in Höhe von mehreren Tausend Euro sowie eine große Menge Briefmarken und verstaute das Diebesgut in einer Tasche. Danach sperrte er die Mitarbeiterin in den Tresorraum ein und flüchtete aus der Filiale in unbekannte Richtung. Die Polizei fahndete sofort nach dem Bekanntwerden des schweren Raubes in Kröpelin und Umgebung nach dem unbekannten Motorradfahrer und setzte dabei unter anderem auch einen Fährtenhund ein. Der Hund verfolgte zunächst eine Spur, die sich jedoch in der Bützower Straße verlor”“ Ich bin mir sicher, die findigen Einwohner Kröpelins lassen keinen Verdacht ungeprüft und haben da auch schon dran gedacht, aber dennoch: Könnten die Säcke von Bewerbungen sich jetzt eventuell im Besitz jenes kriminellen Subjekts befinden? Nur so ne Idee.

SUPERTIPP: Die Empfehlung der Woche kommt dieses Mal aus Dresden. In der Städtischen Galerie für Gegenwartskunst, auch bekannt als Kunsthaus Dresden begann dieser Tage eine Ausstellung mit dem reizenden Titel “Kopfkino”.

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Die Ausstellung widmet sich dem Thema Comic. “Die ausgewählten Positionen, die in der Ausstellung “Kopfkino” zu Wort kommen, belegen eindrücklich dass Comic mehr mit Kunst zu tun hat als allgemein angenommen. Mehr noch bildet Comic als anerkanntes popkulturelles Medium die Brücke zwischen angewandter und bildender Kunst.” All dies kann noch bis zum 20. April genossen werden und ist unter Garantie einen Ausflug nach Elbflorenz wert.

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Photo Quelle/ Copyright: Max xx, cc creative commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 (via flickr); autnet.at (screenschot); dieneustadt.de (screenshot);Moki, “Wanderer” (via art-magazin.de)

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