Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken (XIV)

Schade, Jessica, dass du kein Cockerspaniel bist oder sonst eine niedliche kleine Hündin. Der Oberbürgermeister von Mönchengladbach hätte längst nach dir geschaut und hätte sich erkundigt, wie es dir im Tierheim gefällt und wäre Ursula von der Leyen Bundestierministerin, hätte sie längst alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dir zu

jesspo.jpgSchade, Jessica, dass du kein Cockerspaniel bist oder sonst eine niedliche kleine Hündin. Der Oberbürgermeister von Mönchengladbach hätte längst nach dir geschaut und hätte sich erkundigt, wie es dir im Tierheim gefällt und wäre Ursula von der Leyen Bundestierministerin, hätte sie längst alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dir zu helfen. Wäre eine Wohnung dein neues Heim, dann wäre die Quadratmeterzahl, die dir zur Verfügung stehen muss, genau geregelt, der Tierschutzverein würde einschreiten, wenn dir jemand auch nur ein Fellhaar krümmen würde.

Aber du bist leider nur ein zehnjähriges Mädchen, das seit vier Jahren in einem Kinderheim lebt, über das man viel Schlimmes hört und liest, dir geht es immer schlechter, du bekommst schon Medikamente, die dir angeblich helfen sollen, darüber hinweg zu kommen, dass du eben kein Cockerspaniel, sondern nur ein Kind bist.

Leider, Jessica, ist dir noch gar nicht so richtig klar, mit wem du es zu tun hast und deine Eltern haben viel zu lange geglaubt, dass alle für dich nur das Beste wollen. Wollen sie aber nicht – deswegen schweigen sie alle: das Jugendamt, der Oberbürgermeister von Mönchengladbach, das Heim, in dem du lebst – und die Bundesfamilienministerin.

Gutachter wie Rosemarie Pilcher

Doch, Jessica, es tut sich Einiges hinter den Kulissen, weil es doch immer noch Erwachsene gibt, die sich um dich sorgen, obwohl du kein Cockerspaniel bist, sondern leider, leider nur ein Menschenkind.

Gestern, liebe Jessica, habe ich mit einer Expertin telefoniert, die über 500 Familien mit Kindern in Heimen oder Pflegefamilien betreut, die Geschichten im Netz veröffentlicht und jede Information, die sie bekommen hat.

Sie hat mir vorgelesen, was solche Gutachter, wie jener, der Kinder wie dich untersucht, zusammenschreiben als seien sie Rosemarie Pilcher. Einer von denen ist zu einer Familie geschickt worden, weil es den Verdacht gab, dass eines der Kinder misshandelt wird.

Dem Jugendamt hat er berichtet, dass er klingelte und ihm sogleich geöffnet worden ist. Doch nicht nur das: Auch der Kaffee stand schnell auf dem Tisch und dampfte fröhlich in der Tasse, während sich der Hund der Familie bei ihm einschmeichelte und gestreichelt werden wollte. Der Blick aus dem Wohnzimmerfenster war herrlich, berichtete er dem Jugendamt, eine Treppe führe von Etage zu Etage, alles in dieser Wohnung sei so was von gepflegt gewesen, dass sich die Zeitschrift „Schöner wohnen“ die Finger geleckt hätte nach dieser Beschreibung einer Maisonettewohnung.

Gefälschte Fotos

Nun gibt es zwar Fotos von einem Kind, das blaue Flecken aufweist, aber die müssen schlicht und einfach gefälscht sein, denn in dieser Familie tut niemand niemandem weh, hat dieser Gutachter begeistert festgestellt. Und der Familienhund ist ein derartiges Vorbild für alle Vierbeiner, noch nicht einmal versehentlich habe er Vater, Mutter oder Kind geschubst, weil er möglichst schnell zur Tür wollte, wenn sich dort etwas tat. Nein, der stelle sich quasi immer ganz artig an und warte, bis er vor Spaziergängen an der Reihe sei.

Das schreibt dieser Gutachter so wunderfein, dass jedes Gutachten als Roman einen sicheren Platz hätte in jeder Bestsellerliste, die auch Schnulzenromane berücksichtigt. Doch er kann auch anders schreiben, das werden dann Horrorgeschichten, denn Leute, die behaupten, dass man ihren Kindern übel wolle, muss er auch besuchen und darüber berichten.

Wenn er bei denen klingelt, dann wird ihm nicht sogleich geöffnet, dann muss er warten, beschwert er sich in seinem Bericht an das Jugendamt, in der Küche warten dort auch noch Zeugen der Unterhaltung auf ihn, die ihm nicht sofort den Kaffee hinstellen, sondern sich erst einmal vorstellen. Und einen herrlichen Blick aus dem Wohnzimmerfenster gibt es in solchen Wohnungen auch nicht, sie sind also für Hunde und Kinder schlicht ungeeignet.

Da du, liebe Jessica, kein Cockerspaniel werden kannst, wird es nicht leicht, dich aus diesem Heim zu holen. Doch: Wir werden es schaffen! Das hat mir diese Expertin gestern zwar nicht geglaubt – aber auch sie wird tun, was sie tun kann.

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  1. Die Gutachter sind wohl oft dem Schein erlegen und die RichterInnen begehen Rechtsbruch am laufenden Band. Selbst die Verfahrenspfleger wissen nicht mehr was sie tun. Ob sie das materielle Kindschaftsrecht beherrschen, sich im Verfahrensrecht auskennen, den Umgang mit erwachsenen Konfliktparteien und deren Anwälte erfassen können, der allgemeinen Entwicklungsverläufen von Kindern und deren Assoziation der Sprache vertraut sind, die bestehende Behinderungen körperlicher wie psychischer Art erkennen können, die Kriterien wissenschaftlich haltbarer Begutachtungen kennen und frei von jeglichen bewussten oder unbewussten Vorurteilen des aktuellen Falls sind, ist wohl stark anzuzweifeln.

    Und wenn dann eine Verfahrenspflegerin die gleichzeitig als Scheidungsanwältin, von der Heimleitung eingesetzt wird, kann hier nur noch von Missbrauch gesprochen werden.

    Die Bamberger Erklärung wurde im September 2007 den EU-Politikern übergeben http://www.petra-heller.com/fileadmin/user_upload/petra-heller/Dokumente/Bamberger-Erklaerung.pdf

    Eine Schwächung für das Familiengericht? Noch wehrt sich der Amtsschimmel mit Händen und Füßen. Das Leid erfahren die Kinder und die Eltern, so wie in Wormser Kinderheim „Spatzennest“. Hier ist der Heimleiter am 08.02.2008 wegen sexuellen Missbrauch verhaftet worden. Richter und Jugendamt wollen sich in Unschuld reinwaschen.
    http://www.exheim.de/medien.htm