Zucker besser als Viagra

Es sind oft die kleinen Dinge, die überraschend neue Einsichten eröffnen in die ganz großen Zusammenhänge… In einer dringenden Email ließ uns Brianne Oxianna, ausweislich des mitgeschickten Bildes eine Blondine vom Typ strenge Zahnarzthelferin, heute zum Beispiel wissen, dass die Potenzpille Viagra bei vier von fünf Männern, die sie einnehmen,

oxa.jpgEs sind oft die kleinen Dinge, die überraschend neue Einsichten eröffnen in die ganz großen Zusammenhänge…

In einer dringenden Email ließ uns Brianne Oxianna, ausweislich des mitgeschickten Bildes eine Blondine vom Typ strenge Zahnarzthelferin, heute zum Beispiel wissen, dass die Potenzpille Viagra bei vier von fünf Männern, die sie einnehmen, eine spürbare Wirkung entfaltet. Während eine einfache Zuckerpille ohne jeden Wirkstoff immerhin noch bei einem von vier Männern dazu führt, dass er zu Leistungen in der Lage ist, zu denen er ohne die völlig wirkstofflose Tablette nicht fähig gewesen wäre.

Es ist das ein erstaunlicher Vorgang, der nicht eben für die Viagra-Industrie spricht.

Hat die doch offenbar Milliarden verforscht und Jahre verbraucht, um ein – zugegebenermaßen etwas, aber eben auch nur etwas – wirksameres Ersatzmittel für Zuckertabletten zu erfinden. Da ist es eigentlich naheliegend, dass so etwas per Spammail beworben werden muss.

Quelle: politplatschquatsch.com

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  1. Das ganze ist ein uraltes Phänomen und heißt Placebo-Effekt. In der klinischen Forschung wird standarmäßig einer Gruppe das zu testende Medikament und einer anderen Gruppe ein genau so aussehendes Placebo ohne jeden medizinischen Inhaltsstoff verabreicht. Beiden Gruppen wird gesagt, daß sie das Original verabreicht bekommen. Man vergleicht dann die Ergebnisse beider Gruppen. Man kann immer feststellen, dass bei der Placebo-Gruppe bei einigen Probanden das Mittel “hilft”. Das funktioniert selbst dann, wenn beide Gruppen informiert werden, dass einige das Original und einige ein wirkungsloses Placebo erhalten. In der Medizin spielt der Glaube an bzw. die Hoffnung auf die Wirkung eines Medikamentes eine Rolle.

    Das ganze hat mit Viagra nichts zu tun. Sie hätten lieber einen Artikel über den Sinn oder Unsinn von Potenzmitteln schreiben sollen. Genauso gut könnten Sie den Besuch von Bordellen oder Pornogeschäften in Frage stellen. Rein theoretisch bräuchte man beide nicht. Sie bringen aber schön viel Geld in die Kassen.