Fidel Castro, seit längerer Zeit schwerkrank und durch Operationen geschwächt, hat angekündigt seine Ämter schon bald endgültig niederzulegen, so die Parteizeitung “Granma”.
Bei den kommenden Wahlen zum Staatsrat wolle er nicht mehr für die Ämter als Staatspräsident und Oberbefehlshaber der Armee kandidieren: “Weder strebe ich noch nehme ich die Bürde des Präsidenten des Staatsrates und des Oberkommandierenden an.”, so Castro.
Am Sonntag tritt die neugewählte Nationalversammlung zur Wahl des Staatsrats zusammen, die wiederum den Staats- und Regierungschef wählt. Es gilt als so gut wie sicher, dass der 76-jährige Bruder Fidels, Raúl Castro, der bereits seit gut eineinhalb Jahren die Geschäfte des 81-jährigen Fidel verwaltet, als Nachfolger bestimmt wird. Raúl, der als der entschlussfreudigere Politiker der beiden Castro-Brüder gilt, ist für nicht wenige Kubaner ein Hoffnungsträger, die aufgrund der grassierenden Armut mittlerweile eine Änderung im Land herbeisehnen, auch wenn die Liebe zum großen Revolutionsführer bei den Meisten, zumindest offiziell, auch nach fast 50 Jahren noch immer ungebrochen ist.
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Photo: Antônio Milena/ABr (via wikipedia.org); Lizenz: Creative Commons Attribution 2.5 Brazil
Wobei die grassierende Armut natürlich sehr relativ zu sehen ist und im Vergleich zu fast allen anderen lateinamerikanischen Ländern mit ebensolcher Berechtigung als grassierender Reichtum bezeichnet werden könnte.