Wer ein Menschenleben rettet, rettet damit die ganze Welt.
Talmud
“Kinder und Jugendliche sind eigenständige Persönlichkeiten mit vielfältigen Fähigkeiten. Sie haben eigene Rechte und sind in vielerlei Hinsicht Expertinnen und Experten in eigener Sache. Ihre Persönlichkeitsentwicklung zu stärken und die individuelle Förderung sind Ziel aller kinder- und jugendpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung. Im Mittelpunkt stehen dabei die unterschiedlichen Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen und ihre individuellen Bedürfnisse”, steht seit fast einem Jahr auf den Internet-Seiten des Bundesfamilienministeriums, das von Ursula von der Leyen geleitet wird.
Von der 49-Jährigen habe ich am 21. Februar 2008 einen Brief bekommen, die Ministerin schrieb: “Ihr Engagement für Jessica Müller nötigt mir Respekt ab.” (Readers Edition berichtete) Weitere Informationen aber sind nicht erwünscht? Fest steht: Heute bekam ich zwei Briefe mit dem Vermerk “Annahme verweigert” zurück. Dazu später mehr.
Ursula von der Leyen ist in Burgdorf bei Hannover aufgewachsen, in Lehrte bei Hannover ging sie zur Schule. In beiden Kleinstädten war ich insgesamt fast 15 Jahre Lokalredakteur. Als die heutige Bundesministerin 2002 den Sprung in den niedersächsischen Landtag schaffen wollte, bekam ich zweimal Redaktionsbesuch von ihr. Bei diesen Gelegenheiten erklärte sie mir, wie wichtig ihr die örtliche Presse sei. Später besuchte ich mehrere ihrer Wahlkampfveranstaltungen, ihre Referate zur Gesundheitspolitik hatten ein hohes Niveau.
Wahlerfolg keine Sensation
Da Ursula von der Leyen in ihrer Heimatstadt kandidierte, da sie in einer zweiten Kleinstadt kommunalpolitisch aktiv war, da sich ihr Vater als ehemaliger niedersächsischer Ministerpräsident in Burgdorf einer gewissen Beliebtheit erfreut, war ihr Wahlsieg gegen den SPD-Landtagsabgeordneten keine größere Sensation – und die politischen Dinge nahmen ihren Lauf, denn nicht nur Ministerpräsident Christian Wulff war der Meinung, dass er sich eine Expertin ins Kabinett geholt hatte, und schon verging nicht mehr viel Zeit bis zum Wechsel in die Bundespolitik.
Was sie dort tut, ist nicht unumstritten, aber dass Kinder Rechte haben, wird wohl niemand bestreiten. Will man aber für Kinder streiten, muss man auch wissen, ob und wann ihre Rechte verletzt werden. Das gilt auch für Jessica Müller aus Mönchengladbach, die seit vier Jahren in einem Heim lebt.
Briefe und Broschüre
Deshalb wollte ich Ursula von der Leyen mit weiteren Informationen versorgen und schrieb ihr am 25. Februar 2008 einen Brief an ihre Privatadresse. Mit einem zweiten Schreiben schickte ich ihr am 3. März 2008 meine Broschüre “Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken”, in der es nicht nur um das Schicksal von Jessica Müller geht, sondern auch um den Kampf ehemaliger Heimkinder um ihre Rechte, mit dem sich zurzeit der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages beschäftigt.
Da ich heute beide Sendungen zurück bekommen habe, liegt die Vermutung nahe, dass meine Post der Bundesministerin zugestellt worden ist, als sie in Burgdorf in ihrem Elternhaus war, das inzwischen zu einem Mehrgenerationenhaus geworden ist. Die Annahme ist also offenbar von ihr persönlich abgelehnt worden.
Nur ein Missverständnis?
Da ein anderer Artikel über Heimkinder zu einer schnellen Reaktion des Präsidialbüros von Norbert Lammert geführt hat, gilt das jetzt vielleicht auch für das Bundesfamilienministerium. Dr. Sören Roos stellte Ende Januar 2008 fest, dass es sich bei Readers Edition wohl um ein “besonders stark frequentiertes Internetforum” handeln müsse, denn gleich “von mehreren Seiten” habe Norbert Lammert einen Hinweis auf den Artikel bekommen.
Wer weist nun Ursula von der Leyen auf diesen Beitrag hin? Denn bei “Annahme verweigert” handelt es sich hoffentlich nur um ein Missverständnis…
- Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken (XXI)
- Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken (XXII)
- Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken (XXIII)
Jaja…da denk ich mir meinen Teil….eigentlich läuft im WDR-Hörfunk eine Satire”Die von der Leyens”….aber vielleicht ist das ja gar keine Satire sondern bittere Wahrheit…aber dann wäre Frau von der Leyen als “erziehungsunfähig”einzustufen…
Dr.Dr.Zoch übernehmen Sie!!!Das ist ihre Chance!!!Bieten Sie sich als Gutachter an und retten Sie die Welt!!! Nur Sie sind unfehlbar…….
oder auch nicht…..
Aber um nochmal auf die politische Ebene zurückzukommen:Wenn “man” in diesem Land weiter so mit Kindern umgeht wie in den Fällen aus Mönchengladbach…muss sich die Politik keine Sorgen machen…denn diese Kinder werden durch Psychopharmaka so weit gebracht,dass sie später erst gar nicht in den Genuss eines Wählers kommen…soweit die bittere Wahrheit….UND ALLES ZUM WOHLE DER KINDER!!!