Placeblog-Rundschau: Die Wochenendtipps

Alle Ostereier sind aus dem Schnee gepult, sämtliche Osterhasen mit aufgewärmten Möhrchen halbwegs entschädigt, lugen wir mit skeptischem Blick gen April und gönnen uns einen frühlingsgläubigen Blick auf die Empfehlungen der deutschsprachigen Placeblogs für dieses Wochenende. Begonnen wird wie üblich mit dem Überblick aus dem Hause Fudder. “Wo rockt’s? Alle

maerz15.jpgAlle Ostereier sind aus dem Schnee gepult, sämtliche Osterhasen mit aufgewärmten Möhrchen halbwegs entschädigt, lugen wir mit skeptischem Blick gen April und gönnen uns einen frühlingsgläubigen Blick auf die Empfehlungen der deutschsprachigen Placeblogs für dieses Wochenende.

Begonnen wird wie üblich mit dem Überblick aus dem Hause Fudder. “Wo rockt’s? Alle Partys und Konzerte fürs Wochenende”.

Geising (Rheinland-Pfalz):

Der Skat-Club Geising lädt für Samstag, 29. März, ab 19.30 Uhr in der Hombachhalle zu einem großen Skat-Turnier ein. Für die Bestplatzierten sind mehr als 600 Euro Preisgeld ausgelobt. Außerdem sind wertvolle Sachpreise zu gewinnen. Gewertet wird einzeln und in Mannschaften.

Unna:

Zum ersten Mal macht das Biographie-Festival “Biografica” in NRW Station: Vom 28. März bis zum 10. April ist Unna Gastgeber für das Festival rund um Lebensgeschichten, Dokumentation und Erinnern. Im Mittelpunkt des Programms mit Lesungen, Workshops und Vorträgen steht der Wert des autobiografischen Arbeitens. Mehr unter biografica.de

Berlin:

Das klausenerplatz-blog empfiehlt für das Wochenende das Café Sartre in der Knobelsdorffstraße 34.
Zwei kostenlose Konzerte locken unwiderstehlich: “Am Freitag geht es los mit einer Record-Release-Party von und mit ‘Keatitude’. Am Samstag geht es dann gleich weiter mit der nächsten ‘Open Stage’.”

Interessanterweise bilden Ausstellungen der unterschiedlichsten Art dieses Mal den unübersehbaren Löwenanteil unter den Veranstaltungstipps der Placeblogger. Und warum auch nicht? Das Wetter ist unberechenbar und mitunter regelrecht hinterhältig. Was liegt also näher als sich in die geschlossenen Refugien eines Kulturdomizils zu verziehen. Folgende Empfehlungen ragen hervor:

München:

Im Lenbachhaus in München können am 29. und 30. März von 14.30 bis 16.45 Uhr die Werke des “Blauen Reiters” bewundert werden. “Geigen, Rosen, Pferde und tanzende Kühe, das große Abenteuer.” Doch damit nicht genug. Das Ganze ist als “klingend-lebendiges Ferienprogramm” angelegt. Kinder ab vier Jahren sind eingeladen mit ihren Eltern oder Großeltern zusammen die Werke von P. Klee, W. Kandinsky, G. Münter und Franz Marc zu entdecken. Die Richtung ist klar: “Fragen, Lachen, Bewegen, singen und ein ‘Lieblingsbild’ finden.” Also Buntstifte und Malblock unter den Arm geklemmt und los geht’s!

Berlin:

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Das Programm der Asien-Ausstellung “Re-Imagining Asia” läuft noch bis zum 18.05. im Haus der Kulturen der Welt. Zu sehen und zu hören sind Vorträge, Konferenzen, Bilder und Filme in denen sich zeitgenössische Künstler mit dem Thema Asien auseinandersetzen. Mehr Infos zu den Künstlern und den Veranstaltungen gibt es auf der Webseite des Haus der Kulturen der Welt.

Bielefeld:

Und mal wieder Bielefeld. Das ostwestfalen-blog verweist als unerschütterlicher Verfechter der “Bielefeld-existiert-These2 auf eine tatsächlich ganz interessant klingende Ausstellung in dem streitbaren Siedlungsversuch. Die Ausstellung ‘Emil Nolde – Begegnung mit dem Nordischen’ in der Kunsthalle Bielefeld wird ab dem 28. März verlängert. Die Kunsthalle Bielefeld verändert deshalb die Öffnungszeiten. Freitags, samstags und sonntags ist nun bis 20 Uhr geöffnet, mittwochs bis 21 Uhr. Zusätzlich werden neben den öffentlichen Führungen mittwochs 19:00 Uhr, samstags 16.00 Uhr, sonntags 11:30 und 15.30 Uhr, ab dem 28. März zusätzlich eine Sonntagsführung um 17.00 Uhr angeboten. Begleitend zur Ausstellung, die noch bis zum 12. Mai 2008 läuft, gibt es auch eine Reihe von Veranstaltungen, die auf der Homepage der Kunsthalle unter kunsthalle-bielefeld.de abrufbar sind.

Wien:

Auch Österreich kokettiert mit einer spektakulären Ausstellung. Im Wiener Völkerkundemuseum kann man sich noch bis zum 28. September von “Tutanchamun – die Welt der Pharaonen” begeistern lassen.

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Doch lassen wir kurz die ausstellende Institution zu Wort kommen, um die Tragweite des stattfindenden Ereignissen zu begreifen: “Zu den größten und erfolgreichsten Ereignissen der europäischen und amerikanischen Ausstellungsgeschichte zählen seit Jahrzehnten Veranstaltungen, die mit dem Namen des ägyptischen Pharaos Tutanchamun verbunden sind. Die Auffindung seines Grabes im Jahre 1922 war nicht nur eine Weltsensation, sondern sollte auch dem weltweiten Interesse an der altägyptischen Kultur, ihrer Geschichte und Kunst einen ungeahnten Aufschwung verleihen. Wanderausstellungen mit den Schätzen aus dem Grab des Tutanchamun zogen Millionen von Besuchern in ihren Bann und bestimmten nachhaltig das Ägyptenbild unserer Zeit. Nur Österreich war bisher aus diesem Reigen der Ereignisse um Tutanchamun ausgespart. So kann es als besondere Sensation gewertet werden, wenn ab März 2008 nur in Wien als einzigem diesbezüglichen Ausstellungsort in Europa eine in Zusammenarbeit mit der ägyptischen Altertümerverwaltung und mit Unterstützung der National Geographic Society Washington neu konzipierte Tutanchamun-Schau gezeigt werden wird. Mit über 150 Objekten, von denen ein gutes Drittel aus dem Grabschatz des Tutanchamun stammt, wird ein bisher völlig ungekannter, spannender Einblick in die Welt des Grabschatzes von Tutanchamun gegeben werden.”

Ein zeitloser Veranstaltungstipp erreicht uns über das ruhrgebiet-für-lau-blog. Postkarten, bzw. Ansichtskarten sind in unserer schönen, virtuellen Welt ein wenig in Vergessenheit geraten. Sicher, es gibt e-cards, aber das ist irgendwie doch nicht dasselbe. Auf besagtem Blog wird nun in diesem Sinne postcrossing empfohlen. Viele dort wünschen sich eine Karte aus der jeweiligen Heimatstadt oder der Region aus der man kommt. Hier kann man als Teil der Community Postkarten aus aller Welt tauschen. Leider erfahren wir auf ruhrgebiet-für-lau, dass das Angebot an Ruhrpott-Karten noch recht schmal ist. Damit das nicht so bleibt empfehle ich das fröhliche Einscannen von relevanten Ansichten fürs Wochenende.

Buchtipp: Der diesmalige Buchtipp ist, ich gestehe es frei, nicht gerade leichte Kost und auch die Relevanz für den Placeblogger ist eher peripher. Doch ich finde eine kleine Horizonterweiterung kann nicht schaden. Demgemäß erschließt sich dem geistig regen Blogger durch die Lektüre des Sammelbands “Social Software – Formen der Kooperation in computerbasierten Netzwerken” von Christian Stegbauer (Soziologe an der Univversität Frankfurt a.M.) und Michael Jäckel (Soziologer der Universität Trier) einiges.

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Das Buch steht, wie viele andere vergleichbare Analysen, als Versuch, einen Überblick wie eine resümierende Inneneinsicht zu dem Phänomen Social Software zu bieten. Die in dieser Hinsicht gängigen Anwendungen wie Wikis, Weblogs, gemeinsame Fotosammlungen, kollaborativ erstellte Verschlagwortungsseiten und Instand Messaging werden hierbei untersucht und verschiedenen Fragen unterworfen. Die verschiedenen Autoren arbeiten sich an einigen in diesem Zusammenhang interessanten Fragen ab: Über den Prozess der Erstellung von Open Source Software, die Auswirkungen von Weblogs, Wikis, Online-Rollenspielen und ähnlichem. Sicher, dieses Buch ist im Wesentlichen ein Buch von Soziologen für Soziologen. Doch wer ein weitergehendes Interesse an einer nüchternen Analyse der, auf den ersten Blick anarchisch und unübersichtlich anmutenden Entwicklung von Social Software, einer der Hauptstützen des Web 2.0, hat, dem sei ein Blick in diese Buch empfohlen.

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SUPERTIPP: Diese Woche kommt der SUPERTIPP aus Bremen. Ich muss hier gar nicht erst die rechten Worte finden, sondern gebe die poetische Beschreibung des Events des bremen.germanblogs ungekürzt wieder: “Mit neun PS und sechzig Sachen über den Asphalt rasen, sich beim Qualifying die Pole Position sichern und seine Kontrahenten durch gekonnte Überholmannöver hinter sich lassen, alles kein Traum, sondern möglich bei der Kartconvention 2008 in Bremen. Noch bis zum 13. April haben Motorsportfans in der Hansestadt die Gelegenheit sich auf höchstem Niveau zu messen. Über 700 Meter Rennstrecke erwarten die zukünftigen Rennfahrer in den Messehallen von Bremen. Erwachsene steuern immerhin einen Boliden mit 270 ccm über die Piste und mit der elektronischen Zeitnahme ist der Wettbewerb unter den Freunden sofort entfachen und bereitet einen Heidenspaß. Bei einer exklusiven Anmietung der Strecke organisieren die Veranstalter einen richtigen Wettbewerb mit Qualifikation, Rennen, Boxenstopp und anschließender Siegerehrung. Also nix wie hin!”

Mehr zum Thema:

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