Buchneuheit: Die geheime Physik des Zufalls. Quantenphänomene und Schicksal

- Kaum an jemanden gedacht, da ruft er auch schon an… Photo: pixelio.de
Dem berüchtigten “Kommissar Zufall” sind Sie sicher schon mindestens einmal in Ihrem Leben begegnet – oder? “Das gibt es doch nicht”, werden Sie vielleicht gerufen oder sich zumindest gedacht haben, als das Unerwartete über die scheinbar “heile Welt”, die durch Zuverlässigkeit, Ordnung und Berechenbarkeit gekennzeichnet ist, hereinbrach.
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Solche Reaktionen sind völlig normal, denn der Zufall kommt grundsätzlich unangemeldet.
Bei einem Lottogewinn ist er willkommen, bei einem dramatischen Unfall hadern wir mit dem Schicksal, und im wissenschaftlichen Bereich sind wir ziemlich sicher, dass es den Zufall eigentlich gar nicht geben kann. Ist das Zufällige denn nun “wirklich” zufällig oder nur aus unserer subjektiven Sicht? Erscheint uns das Unverhoffte nur deshalb zufällig, weil wir die komplexe Ordnung dahinter nicht erkennen? Und wenn es diese gibt, ist dann nicht auch schon festgelegt, was wir aus dem machen, was uns da zugefallen ist? Ist somit alles schicksalhafte Unentrinnbarkeit?
“Unser Gehirn ist darauf programmiert, Zusammenhänge und Ursachen zu erkennen”. Die These einiger Psychologen leuchtet ohne weiteres ein. Nur so lernen wir von Kindesbeinen an, die Welt zu begreifen. Diese Eigenschaft erklärt, warum wir dazu neigen, manchen Ereignissen einen tieferen Grund zuzusprechen, obwohl sie schlicht und ergreifend “zufällig” sind.
Ein typisches Beispiel ist der Anruf eines Freundes, an den wir gerade denken und von dem wir lange nichts gehört haben.
Hier vermuten viele Menschen bereits eine tiefere Verbindung. Dabei vergessen sie, wie oft wir an andere Menschen denken und nicht von ihnen angerufen werden. Ein anderer betrifft einen unschuldig in Not geratenen Menschen, der vor Verzweiflung weder ein noch aus weiß. Doch an einem Wochenende ändert sich mit einem Sechser im Lotto sein Leben total. “Das kann doch kein Zufall gewesen sein, wird er sich sagen”, weil er das Ereignis mit seiner eigenen Situation kombiniert und einen höheren Sinn darin sucht.
“Die Chance auf einen normalen Sechser im Lotto liegt bei rund 1 zu 14 Millionen”, würde ein Mathematiker vorrechnen. Doch mit dieser rein statistischen Zahl könnte sich unser Gewinner niemals zufrieden geben. “Warum denn ausgerechnet ich? Das steckt doch mehr dahinter!” Derlei Reaktionen sind durchaus nachvollziehbar, aber selbst bei einer Chance von 1 zu 14 Millionen steigt die Aussicht auf mindestens einen großen Gewinn, wenn wiederum Millionen von Spielern beteiligt sind. Ist das Unvorgesehene wirklich nur Zufall und eine Frage der Mathematik, wie Einige behaupten?
Der Psychologe und Psychiater Carl Gustav Jung, ein Schüler Sigmund Freuds, glaubte nicht an Zufälle. Vielmehr vermutete er hinter dem Phänomen eine höhere Ordnung, die unser Leben steuert. Diese bezeichnete er als Synchronizität, das heißt zeitnah aufeinander folgende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind, vom Beobachter jedoch als sinnbehaftet und damit logisch empfunden werden. Nach Jung handelt es sich bei der Synchronizität um ein vorausgegangenes inneres Ereignis – ein Traum, eine Idee, eine Vision oder auch eine Emotion – dem zeitlich darauf ein äußeres Ereignis folgt, das wie eine Spiegelung als Antwort auf das innere Ereignis wirkt.
Und auch diese Auffassung fand bei vielen Menschen, ganz gleich ob “Otto-Normalverbrauchern”, Literaten oder Wissenschaftlern nicht minder großen Zuspruch. “Zufall ist das Synonym Gottes, wenn er etwas nicht selber unterschreiben will”, so hatte es der französische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Anatole France einmal formuliert.
Zurück zur Kernfrage: Gibt es nun Zufälle oder nicht?
Mit einem einfachen “Ja” oder “Nein” lässt sich die Frage nicht beantworten. Einäugig ist es nach Auffassung des Autors aber, sämtliche Ereignisse, so unwahrscheinlich sie auch sein mögen, als simplen Zufall abzutun. Umgekehrt überall dort nach einer höheren Ordnung zu suchen, wo jemanden im Urlaub am Strand von Rimini der Nachbar über den Weg läuft, macht ebenso wenig Sinn.
Vielmehr soll gezeigt werden, dass das Phänomen des Zufalls zwei völlig unterschiedliche Gesichter hat. Das eine, vom Autor als Zufall erster Ordnung bezeichnete Antlitz, zeigt uns die triviale Seite, eine mit den Regeln der Mathematik erklärbare Realität, von der wir uns aber immer wieder narren lassen und vergeblich nach einem inneren Zusammenhalt suchen. Das zweite Gesicht ist der “Zufall höherer Ordnung”, der eigentlich kein Zufall mehr ist, weil er auf Zusammenhängen basiert, die von der Wissenschaft erst jetzt ansatzweise erkannt und erforscht werden. Den Grundstein für diesen neuen Zweig der Wissenschaft legte bereits C. G. Jung, indem er gemeinsam mit dem Physiker und Nobelpreisträger Wolfgang Pauli nach einer physikalischen Deutung der Synchronizität suchte.
Begleiten Sie den Autor nun auf eine Entdeckungsreise durch die Welt des Zufalls. Lassen Sie sich überraschen, wo ihm sowie seinen Freunden, Verwandten und Bekannten der Zufall in völlig unterschiedlicher Gestalt bereits begegnet ist. Erleben Sie auch mit, dass es keine “Übernatur” sondern vielmehr nur eine noch unentdeckte Natur gibt und was moderne Wissenschaftler zum Phänomen des Zufalls höherer Ordnung heute bereits Revolutionäres sagen. “Es ist durchaus denkbar, dass beispielsweise das Herabfallen eines Bildes von der Wand und der zeitgleiche Tod eines nahen Verwandten auf einem physikalischen Effekte basiert, der aus dem Verschränkungsprinzip der Quantenmechanik abgeleitet werden kann”, so das mutige Resümee.
Um das schier Unglaubliche besser verstehen zu können, hat der Autor dem Leser zwei “Reiseleiter” zur Seite gestellt. Bei diesen handelt es sich um Alfred und Zacharias, zwei befreundete Physiker, die sich buchstäblich wie A und Z unterscheiden. Während Alfred vehement die “klassische” Seite der Physik vertritt, gehört Zacharias zu dem Avantgardisten seinen Fachs, der tabufrei an die geschilderten Phänomene herantritt und versucht, diese mit den Erkenntnissen der modernen Quantenphysik in Einklang zu bringen.
Die geheime Physik des Zufalls. Quantenphänomene und Schicksal.
Books on Demand GmbH, Norderstedt
ISBN 3833474203











Claus Fritzsche
Hallo Herr Froböse,
mein Kompliment für Ihre Absicht, sich dem Phänomen SYNCHRONIZITÄT auf differenzierte und seriöse Weise zu nähern.
Synchronizität wird m. E. leichter verständlich, wenn man erkennt, welche Rolle der BEOBACHTER in der modernen Quantenphysik spielt. Als kleine Inspiration dazu:
Jetzt geht’s der Realität ans Leder…
http://www.psychophysik.com/html/ak0106-newsletter034.html
Dr. Walter von Lucadou über nichtlokale Korrelationen in psychophysikalischen Systemen
http://www.psychophysik.com/html/re-0926-pseudomaschinen.html
Herzliche Grüße
Claus Fritzsche
www.psychophysik.com
Jenseitige Quantenphsiker oder wie Rolf Froböse sein Buch besser verkaufen will « Kritisch Gedacht - Der Wissensblog
[…] Der Journalist Rolf Froböse hatte ein Buch geschrieben. Eigentlich schon mehrere, aber das letzte ist eben gerade erst erschienen. Es nennt sich Die geheime Physik des Zufalls. “Geheime Physik” klingt schon total mystisch, so irgendwie nach The Secret, aber damit die Esos nicht durch das Wort “Physik” abgeschreckt werden, muss der Untertitel noch mit dem Zaunpfahl winken: Quantenphänomene und Schicksal. […]
Rolf Froböse
Herr Berger macht in seinem Weblog Aussagen über mich, die ich nicht umkommentiert lassen möchte.
„Froböse kopiert bei Readers Edition einen Auszug aus seinem Buch hinein, der wie ein echter Artikel aussieht - die Keimzelle der ganzen Aufregung in den Blogs.“
Am Ende des Artikels wird klar darauf hingewiesen, dass es sich um einen Buchauszug handelt. Und was verstehen Sie hier unter Aufregung? Ich habe außergewöhnlich positive Resonanz erfahren – der Einzige, der sich hier aufregt, sind Sie!
„Zum Glück findet sich auch ein anonymes Helferlein, das den Froböse-Artikel flugs bei Wikipedia als Weblink zum Begriff “Quantenverschränkung” einträgt. (Eine Zumutung, hab ich natürlich gelöscht.)“
Davon war mir absolut nichts bekannt! Wenn ein anderer User dort aber einen Link für angebracht hält, dann finde ich es völlig in Ordnung. Ich persönlich schätze Wikipedia als Informationsquelle sehr und habe große Hochachtung vor sämtlichen Wikipedianern, die ehrenamtlich für den weiteren Aufbau des Online-Lexikons sorgen. Eine Sicherheitslücke im System besteht aber darin, dass die Inhalte vor willkürlichen Löschungen, sprich Vandalismus, nicht ausreichend geschützt sind.
„Das klappt also schon einigermaßen, aber dann legt Froböse noch einmal nach und lässt sich zu der Sache, die er da verbrochen hat, auch noch interviewen.“
Donnerwetter! Welch ein Verbrechen, ein Buch zu schreiben und sich dann auch noch interviewen zu lassen!!!
„…im Gegensatz zu dem von Zeilinger und Dürr ist der Bekanntheitsgrad von Hellweg in der Physikergemeinde gleich null. Das liegt vielleicht daran, dass er zwar auch Physik studiert hat, eigentlich aber HNO-Arzt ist und laut Google Scholar mit Quantenphysik nichts am Hut hat. Der link führt uns diesmal auf eine Seite, wo ein Vortrag Hellwegs mit dem Titel “Quantentheorie des Geistes” angekündigt ist. Das lässt nichts Gutes erwarten…“
Dr. Hellweg hat sich nach dem Abschluss seines Physik- und Medizinstudiums am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie jahrelang mit der Erforschung der Hirnfunktionen beschäftigt. Für mich ist er ein qualifizierter Wissenschaftler. By the way: Was haben Sie eigentlich in die Waagschale zu werfen???
„…der Name Wheeler macht sich wohl einfach gut zwischen Froböses Textzeilen…John Archibald Wheeler ist übrigens sechs Tage nach Veröffentlichung von Froböses Artikel verstorben. Einen ursächlichen Zusammenhang vermuten wir nicht…“
Diesen Zynismus hätten Sie sich nun wirklich sparen können!
Fazit: „Der liebe Gott hat uns zwei Ohren und einen Mund gegeben, und in diesem Verhältnis sollten wir sie auch benutzen.“
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Rolf Froböse
Claus Fritzsche
Hallo Herr Froböse,
zur Entspannung und -krampfung der Situation:
Das Sie kritisierende Weblog ist laut Impressum (Inhalt und Links) ein Medium der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP).
Ich habe mich mit diesem Skeptiker-Verein lange und intensiv auseinandergesetzt und bin dabei zu dem Fazit gekommen, dass es sich hier um eine streng dogmatische Gruppierungen mit irrationalen religiösen Zügen handelt, in der sich viele frustrierte und emotional unausgeglichene Menschen artikulieren. Hier ein paar interessante Links:
GWUP & Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Fossa/GWUP
Wikipedia, Agitprop und Nina Gerlach:
http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=84
Der Heidelberger Soziologe Edgar Wunder (GWUP-Gründungsmitglied) über das Skeptiker-Syndrom und die GWUP:
http://www.psychophysik.com/html/re-061-skeptizismus.html
Fallstudien von mir über vermeintlich “wissenschaftliches Arbeiten” in der GWUP … so z. B. der pseudowissenschaftliche “Heiler-Test” von GWUP-Mitglied Prof. Martin Lambeck:
http://www.psychophysik.com/html/ak03-gwup051.html
Stephan Matthiesen (Ex-Redaktionsleiter der GWUP-Postille “SKEPTIKER”) über die GWUP:
http://xweb.geos.ed.ac.uk/%7Estephan/text_SkeptikerPosition.de.html
GWUP-Insiderbericht von Rudolf Henke über die GWUP:
http://www.skeptizismus.de/henke.html
“Zwischen Wissenschaft und Demagogie” … Blogbeitrag von mir:
http://birnehelene.blogspot.com/2007/02/gwup-zwischen-wissenschaft-und.html
Die GWUP ist nach meiner Einschätzung eine Karrikatur ihres eigenen Feindbildes (”Esoterik”) mit umgekehrten Vorzeichen. Sie dürfen hier alles … nur keine ernsthaften, rationalen und von Höflichkeit im menschlichen Umgang geprägten Diskussionen erwarten.
Nichtsdestotrotz hat der Club auch eine faszinierende Seite. Es kann (in kleinen Dosen) sehr unterhaltsam sein, sich mit dem Skeptiker-Syndrom als starrem Glaubenssystem auseinanderzusetzen.
Herzliche Grüße… :-)
Claus Fritzsche
Rolf Froböse
Hallo Herr Fritzsche,
vielen Dank die große Mühe, die Sie sich gemacht haben. Ja - die Quellen sind wirklich sehr aufschlußreich. Ich habe mich über Herrn Bergers Kommentar auch nicht geärgert, fühlte mich wegen der darin geäußerten Mutmaßungen und Behauptungen aber genötigt, diesen nicht unkommentiert stehen zu lassen.
Ich habe auch erwartet, dass das Thema kontrovers diskutiert wird. Bisher überwiegen ganz klar die positiven Kommentare, negative gibt es nur Wenige. Aber die haben in der Tat zum Teil einen hohen Unterhaltungswert. Die bisherige Krönung war der in einem Weblog geäußerte Verdacht, dass mein Buch vom Vatikan finanziert worden sei!!!
Das brachte mich gleich auf die nächste Buchidee: In Anlehnung an Tom Clancys Bestseller “Der Kardinal im Kreml” wäre “Der Protestant im Petersdom” kein schlechter Titel ;-)
Beste Grüße und nochmals vielen Dank
Rolf Froböse
Christian Mizera
Sg. Hr. Froböse,
ich bin ein - wie Sie so trefflich in einem anderen Blog formulierten - ‘Tellerwäscher’, also jemand, der es aufgrund seines (Schul)bildungsgrades nicht wert ist, von jemandem wie Ihnen (von der Natur oder Gott oder was auch immer mit hohem Intellekt ausgestattetem Gehirn) als gleichwertiger Gesprächspartner akzeptiert zu werden. Aber wir ‘Tellerwäscher’ sind eigentlich nur interessiert an Fakten: wirken jetzt homöopathische Mittel oder nicht? Ist es egal an welcher Stelle Nadeln bei der Akupunktur in die Haut gepiekt werden oder spielen gewisse Meridiane eine Rolle usw.
DAS interessiert uns einfach gestrickte Menschen und nicht ob jemand Sym- oder Antipathie für einen anderen ‘Wissenschaftler’ empfindet!
Wir wollen einfach nur wissen, kann uns jemand bei einer schweren Erkrankung mit einer Methode unterstützen oder nicht - dann soll er/sie es aber auch EHRLICH sagen!!!
mfg
Rolf Froböse
Sehr geehrter Herr Mizera,
es tut mir leid, dass Sie wegen einer sarkastischen Bemerkung, die ausschließlich an die Adresse von Herrn Prof. Berger gerichtet war, auf die falsche Fährte gelockt worden sind. Ich persönlich habe große Hochachtung vor allen aufrechten Menschen - ganz gleich, welche Ausbildung sie absolviert haben. Sämtliche Menschen, die mich einigermassen gut kennen, werden dieses bestätigen. Nun zu ihrer eigentlichen Frage: Zum Thema Homöopathie werde ich mich niemals äußern, weil ich nicht “vom Fach” bin. Ich weiß von vielen Menschen, die davon überzeugt sind und auch von Erfolgserlebnissen zu berichten wissen. Als Chemiker bin ich persönlich da eher etwas skeptisch eingestellt, andererseits aber darauf erpicht, mir andere Meinungen anzuhören.
Claus Fritzsche
Hallo Herr Froböse,
wenn Sie von Seiten der GWUP auf den Index gesetzt werden (d. h. in einem Vereinsmedium polemisch kritisiert werden), dann spielt es für sehr viele GWUP-Mitglieder und -Anhänger keine Rolle, ob Sie je zur Homöopathie Stellung genommen haben.
Sie sind in diesem Fall ein “Feind der GWUP”, ein “Esoteriker” und damit automatisch pro UFO’s, Marsmännchen, Homöopathie, Radionik, Astrologie, Akupunktur, Bermuda-Dreieck, Turiner Grabtuch, Kreationismus und Verschwörungstheorien aller Art.
Der Übergang zur Psychopathologie ist hier - zumindest nach meiner persönlichen Erfahrung - fließend. Was nicht ausschließt, dass es wie z. B. im Falle von Prof. Jürgen Windeler auch einige - an einer Hand abzuzählende - Persönlichkeiten gibt, die in ihrem jeweiligen Fachgebiet (Windeler = Biometrie) zu Recht über Reputation verfügen.
Wikipedia-Admin “Fossa”…
http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Fossa/GWUP
…bringt es m. E. auf den Punkt, wenn er die GWUP in einem Atemzug mit weltanschaulichen Gruppen à la Scientology nennt und bereits in einer winzigen Stichprobe dokumentiert, dass dieser Club es mit Zahlen, Daten, Fakten nicht so ernst nimmt.
Aussagen aus diesem Umfeld müssen nicht zwangsläufig falsch sein. Sie können jedoch sicher sein, dass die große Mehrzahl der GWUP-Protagonisten die “Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis” der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) noch nicht einmal im Ansatz einhält. Gewöhnlich scheitert es wie z. B. im Falle des “Heiler-Tests” von Prof. Martin Lambeck an einer wissenschaftliche Kriterien erfüllenden Dokumentation.
Gruß… Claus Fritzsche
Rolf Froböse
Hallo Herr Fritzsche,
haben Sie abermals vielen Dank für Ihre Hinweise, die ich mir gerade zu Gemüte geführt habe. Ich habe mich auch gerade aus der Diskussion auf dem Blog der “Gesellschaft für kritisches Denken” verabschiedet. Solche Sachen bringen nichts und halten nur von der Arbeit ab. Und die mögliche Nähe dieser Gruppe zu Scientology kann einem ja nur eine Gänsehaut einjagen.
Fazit: Bei mir kommt nur Sekt ins Haus - aber keine Sekte!
Ein frohes Schaffen wünscht
Rolf Froböse
Christian Mizera
Sg. Hr. Froböse,
vielen Dank für Ihre rasche und klärende Antwort! Verzeihen Sie auch meinen rüden Umgangston, war auch sarkastisch gemeint [im Herzen bin ich immer noch Humorist:-) ].
Abschließend möchte ich nur bemerken, dass es wirklich schade ist, dass heutzutage quer durch alle Branchen/Schichten/Milieus/Generationen …. nur noch verhärtete Fronten anzutreffen sind und es nur wenige - aufgrund Ihrer Antwort schließe ich Sie ein - gibt, die offen für jegliche Fragen/Antworten sowohl im Bereich der Medizin/Ernährung/Spiritualiät etc. sind. Gegenseitiger Respekt und eine gesunde Portion Toleranz sollten doch eine positive Grundlage für ein humanes DA-SEIN genügen.?
lg
Christian aus Wien
Nicole Wernig
Hallo Herr Froböse!
Die “mögliche Nähe dieser Gruppe (Gesellschaft für kritisches Denken) zu Scientology” ist aber jetzt ein Witz, oder? Die haben z.B. den Scientologen Wilhelm Mohorn ganz schön in die Mangel genommen und schreiben vom “Scientology-Jesus und verurteilten Betrüger L. Ron Hubbard”. Klingt nicht nach Sympatisanten von dieser Sekte!
hier:
http://kritischgedacht.wordpress.com/2007/12/04/mohorn-und-die-menschenrechte/
Grüße, Nicole
PS: Herr Fritzsche, ich glaube Sie mögen die GWUP echt nicht ;-)
(Aber das ist alles ein bisschen OT.)
Dr. Hilmar Weber
Ich stimme der herben Kritik am Buch von Froböse auf o. g. Seite voll und ganz zu.
Ebenfalls stimme ich dem letzten Kommentar dort von rincewind voll und ganz zu.
Wer das Thema Quantenphysik wirklich verstanden hat und darüber - und über die möglichen Implikationen und Interpretationen - ein Buch schreiben möchte, kann dieses komplexe Thema keinesfalls mit lediglich 114 lächerlichen Seiten abhandeln. Wer anderes behauptet, versteht weder die Quantenmechanik noch deren Interpretationsprobleme.
Im Übrigen ist es in der Physikergemeinde keineswegs eine ausgemachte Sache, dass Quantenkorrelationen sich schneller als Licht ausbreiten. Es gibt unter anderem von David Deutsch aus Oxford, Dieter H. Zeh aus Heidelberg, Wojciech H. Zurek vom Los Alamos Laboratory in New Mexico und vielen vielen anderen - wirklich ernst zu nehmenden FORSCHERN (im Gegensatz zu Autoren wie Froböse, welche ich als Dilettanten auf dem Gebiet der Quantenmechanik bezeichnen muss) - Ansätze, die sämtliche hahnebüchenden Eso-Theorien a la Froböse über den Haufen werfen können (mitsamt des metaphysischen Schlackengepäcks). Nicht zuletzt die Dekohärenztheorie, deren Vorhersagen bereits experimentell teilweise bestätigt werden konnten, hat gezeigt, wie vorsichtig man bei der Interpretation der quantenmechanischen Verschränkungsphänomene sein sollte, wenn man sie auf die menschliche Wahrnehmung o. ä. anwenden möchte.
Der Autor macht sich selbst und dem Leser mit seinem Buch ein x für ein u vor, lediglich um einen Zeitgeist-Bestseller zu landen und die Kröten dafür zu kassieren - und sicherlich auch, um damit (bis zum baldigen Verfallsdatum) in hellem Glanze in der Öffentlichkeit erstrahlen zu können. Dass er das aber nicht kann, wiewohl ihm dafür sowohl fachlich als auch persönlich die nötige Reife fehlt, sieht man hier und an der Reaktion des Autors auf die hier aufgeworfenen Fragen. Einmal mehr bleibt bei der ganzen esoterischen Verbrämung der Quantenphysik ein Buch (ein Büchlein!) übrig, welches lediglich die uninformierten Sensationsleser beeindrucken kann, deren Weltbild aber vielleicht schon bald mit dem nächsten Bild-Artikel über den fatalen Irrtum eines “überlichtschnellen Informationsaustausches” zusammenbrechen wird.
Rolf Froböse
Sehr geehrter Herr Dr. Weber,
Ihr “Beitrag” ist nun wirklich Polemik in höchster Vollendung und normalerweise reagiere ich darauf nicht. Sie sollten aber wissen, dass Sie sich mit solchen Kommentaren bis aufs Hemd blamieren. Und zwar deshalb, weil Sie das Buch ganz offensichtlich nicht gelesen haben. Denn der Kern meines Buches ist der Dialog zwischen zwei Physikern, die genau die jüngsten Ergebnisse der Quantenphysik und ihre möglichen Auswirkungen auf makroskopische Systeme kontrovers diskutieren. Und zwar vorurteilsfrei ohne der Versuchung zu erliegen, die Mystik auf eine wissenschaftliche Plattform zu hieven. Die Entscheidung, welcher der beiden die besseren Argumente hat, überlasse ich hierbei dem mündigen Leser! Anscheinend ist Ihnen dieser undogmatische Denkansatz zutiefst zuwider.
Stefan
Mmmh, ich gebe zu, dass (auch) ich das Buch nicht gelesen habe… Als wissenschaftlich sehr interessierter Zeitgenosse finde ich es aber spannend, sich um solche Dinge auch Gedaken zu machen, wie es Herr Froböse tut. Ich interessiere mich z. b. auch sehr für Quantenphysik und lese da sehr viel. Allerdings habe ich Schwierigkeiten mit der Aussage von Hr. Froböse, die “jüngsten Ergebnisse” der Quantenphysik könnten auf ein Umgestalten unseres Weltbildes hinweisen. Nicht weil das per se schon ablehne, sondern weil ich seit Jahren die experimentelle Bestätigung der Quantenmechanik mitverfolge und jetzt nicht genau weiß, was Sie mit “jüngsten Ergebnissen” meinen, die ich nirgendwo im Web zudem finden kann. Ich bitte um links, da ich sehr interessiert bin.
Claus Fritzsche
“Dr. Hilmar Weber” schrieb:
“Im Übrigen ist es in der Physikergemeinde keineswegs eine ausgemachte Sache, dass Quantenkorrelationen sich schneller als Licht ausbreiten.”
Klingt irgendwie interessant, ist jedoch grober Unfug:
Eine QuantenKORRELATION kann sich überhaupt nicht ausbreiten. Genauso wenig, wie sich eine TelefonVERBINDUNG ausbreiten kann. Wenn überhaupt, dann kann im Falle verschränkter Quantensysteme nur ein INFORMATIONSAUSTAUSCH (z. B. hinsichtlich des Spins eines Photons) in Überlichtgeschwindigkeit stattfinden. Gegen diese Interpretation spricht jedoch:
Verschränkte Quantenobjekte - z. B. jene Photonen der Experimente von Prof. Anton Zeilinger - werden in der “Physikergemeinde” so interpretiert, als würde es sich hier um EIN KONSTRUKT handeln. Es ist NICHT so, dass eine Information in Überlichtgeschwindigkeit von Photon A zu seinem Geschwister-Photon B transportiert wird. Es ist stattdessen so, dass sich Photon A und das mit ihm verschränkte Photon B (um bei diesem Beispiel zu bleiben) ZEITGLEICH so verhalten, als wären sie beide zusammen EIN KONSTRUKT.
Für die menschliche Wahrnehmung ist dies … wie übrigens weite Teile der Quantenphysik … sicherlich sehr schwer zu verstehen. So wird das Phänomen heute jedoch unter Quantenphysikern interpretiert.
“Dr. Hilmar Weber”, kennen Sie eigentlich “Dr. Ralf Behrmann”?
http://www.psychophysik.com/html/ak03-gwup02.html
Rolf Froböse
Hallo Stefan,
ich möchte jetzt nicht alle “Filetstückchen” aus meinem Buch im Internet veröffentlichen… Aber: Unter den neueren Entwicklungen der Quantenphysik verstehe ich neben den Experimenten auch die zunehmende Bereitschaft renommierter Physiker, sich dem Thema Seele und Jenseits von der physikalischen Seite her zu nähern. Diesen neuen Trend in der Physik empfinde ich als äußerst spannend. Den hoch angesehenen Prof. Dürr habe ich in diesem Zusammenhang mehrfach erwähnt. Wenn dieser aber von einem Vertreter der so genannten Skeptiker als “senil” bezeichnet wird, dann ist das schlicht und ergreifend eine Unverschämtheit, die ein Schlaglicht auf die Geisteshaltung dieser durch und durch unseriösen Vereinigung wirft.
Dr. Hilmar Weber
“Claus Fritsche” schrieb:
“Eine QuantenKORRELATION kann sich überhaupt nicht ausbreiten. Genauso wenig, wie sich eine TelefonVERBINDUNG ausbreiten kann. Wenn überhaupt, dann kann im Falle verschränkter Quantensysteme nur ein INFORMATIONSAUSTAUSCH (z. B. hinsichtlich des Spins eines Photons) in Überlichtgeschwindigkeit stattfinden.”
Aller Erwartung zum Trotz kann sie es (die Quantenkorrelation) aber offenbar sehr wohl, siehe Dekohärenz (Phasenauswaschung, also zeitabhängige Entkoppelung von Phasenkorrelationen). Das ist bereits mehrfach experimentell bestätigt. Das können Sie jetzt Informationsverlust oder im Falle der noch intakten Kohärenz auch Informationsaustausch nennen. Jedenfalls gibt es im mathematisch definierten Hilbert-Raum nicht mehr so etwas wie physikalische Objekte. Weder Telefone noch materielle Teilchen. Ob man eine (noch) verschränkte Entität innerhalb dieses Raumes deshalb als Konstrukt bezeichnen kann/sollte/muss, wird die Zukunft erst zeigen, wenn weitere Experimente folgen werden.
Herr Fritsche, Ihr Statement zeigt mir, dass Sie wesentliche empirische Daten übergehen (oder übersehen), was ich nicht sehr überzeugend finde - leider.
Mal hier bitte anfangen, sich schlau zu machen.
Und, nein, ich kenne ihn nicht, den Dr. xx und wüsste auch nicht, warum das in irgend einer Weise für die inhaltliche Debatte hier relevant sein sollte. Falls Sie darauf anspielen, ich könnte mit dieser Person identisch sein, darf ich Sie beruhigen. Das ist nicht mein Stil. Jedoch habe ich etwas gegen reißerische Veröffentlichungen, die bereits seit Jahrzehnten bekannte experimentelle Befunde als sensationelle Neuentdeckung anpreisen. Unabhängig von der Interpretation solcher Befunde: es gibt abertausende Bücher und Papers, die im Wesentlichen die gleichen weitreichenden Schlussfolgerungen für unser Weltbild ziehen möchten wie Herr Froböse, und die vor allem NICHTS EIGENES UND NICHTS NEUES zum Thema liefern, sondern gebetsmühlenartig nachkauen, was bereits geschrieben wurde.
Wenn Sie Herr Froböse sich also an einer ausgereiften Interpretation der QM versuchen möchten, müssen Sie neben zumindest einem Teilstudium der Physik auch noch ganz neue, EIGENE - und funktionierende - Ideen miteinbringen. Dann könnten wir wirklich von einer kleinen Sensation reden bzw. hätten einen echten Diskussionsgegenstand.
Claus Fritzsche
Lieber Herr Weber,
leider konnte ich im Dokument von Prof. Zeh keine Stelle finden, die mir Ihre These …
“Im Übrigen ist es in der Physikergemeinde keineswegs eine ausgemachte Sache, dass Quantenkorrelationen sich schneller als Licht ausbreiten.”
… bestätigt. Zunächst einmal ist Herr Zeh nicht identisch mit “die Physikergemeinde”. Es handelt sich um eine einzelne Stimme auf einer privaten Homepage. Wenn ich an den “Heiler-Test” von Prof. Martin Lambeck (ZEITWissen) denke, dann lerne ich daraus, dass auch ein Professoren-Titel und die Verwendung von Fachtermini nicht viel über die Qualifikation des Titel-Trägers und seine Reputation in der Scientific Community aussagen. Darüber hinaus habe ich keine Stelle gefunden, die sich als Bestätigung Ihrer oben zitierten These interpretieren lässt.
Stand der Physik ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Quantenverschr%C3%A4nkung
“Die Quantenverschränkung (engl. quantum entanglement, selten Quantenkorrelation) ist ein quantenmechanisches Phänomen. Dabei können zwei oder mehr verschränkte Teilchen nicht mehr als einzelne Teilchen mit definierten Zuständen beschrieben werden, sondern nur noch das Gesamtsystem als solches.”
Im Sinne dieser Definition ist die Aussage, Quantenkorrelationen würden sich ausbreiten, Unfug. In EINEM IDENTISCHEN SYSTEM breitet sich nichts aus, da es miteinander verbunden “eins” ist.
Wird in den Teleportations-Experimenten der Spin eines Photons verändert, so dass sich zeitgleich der Spin des räumlich entfernten Geschwister-Photons anpasst, so könnte man theoretisch von einer “Informationsübertragung in Überlichtgeschwindigkeit” sprechen, würde man im Sinne der Newton’schen Mechanik sozusagen “mechanisch” denken und von lokalen Objekten ausgehen.
In der Quantenphysik gelten jedoch genau diese (unserer intuitiven Wahrnehmung entsprechenden) Gesetze nicht mehr, nach denen ich Objekte vereinzeln und sie physikalisch (Ort, Impuls) beschreiben kann. Für die Quantenphysik gilt das Konzept der “Nichtlokalität” und man betrachtet die “vermeintlichen Objekte” als EIN SYSTEM, dessen Eigenschaften darüber hinaus auch noch von der Art und Weise der Beobachtung abhängen … also nicht beobachterunabhängig sind.
Demnach kann sich auch nichts in Überlichtgeschwindigkeit ausbreiten. Der in Dimensionen der Newton’schen Mechanik denkende Beobachter kann allerdings zum dem “gefühlten Eindruck” kommen, als würde sich hier etwas ausbreiten. Er beschreibt dann jedoch nicht mehr das originäre empirisch beobachtete Phänomen, sondern stattdessen seine subjektive Wahrnehmung und Interpretation des Phänomens.
Richtig spannend wird das Thema übrigens dann, wenn ich dem Konzept von Quantenphysikern wie z. B. Anton Zeilinger oder dem kürzlich verstorbenen John Archibald Wheeler folge und davon ausgehe, dass es MATERIE überhaupt nicht gibt … sondern nur INFORMATION, die sich dem Beobachter als Wirkung (Kraft, Lichtreflexion etc.) präsentiert. Siehe hierzu meine plakative Darstellung unter…
http://www.psychophysik.com/html/re022-illusion-materie.html
Und noch spannender wird es, wenn ich wie der französische Physiker Bernard d’Espagnat oder wie John Archibald Wheeler davon ausgehe, dass es eine vom Beobachter unabhängige Realität nicht gibt…
http://www.psychophysik.com/html/ak0106-newsletter034.html
Welche Interpretationen und Thesen hier richtig und welche falsch sind, dass lässt sich objektiv nicht beurteilen. Prof. Anton Zeilinger sagte dazu:
“Letztlich ist es so, dass wir in der Quantenphysik über die Wirklichkeit an sich keine direkten Aussagen machen können. Wir können nur darüber reden, welche Information, welches Wissen wir haben. Wir können uns eine Wirklichkeit dann konstruieren, wenn mehrere Physiker in der gleichen Situation die gleichen Eindrücke, die gleichen Informationen haben. Dann werden wir sagen, dass dies wahrscheinlich der Wirklichkeit entspricht.”
Und der renommierte Bewusstseinsforscher Christof Koch äußert sich zu dem, was die Scientific Community angeblich weiß (in einem anderen Kontext) wie folgend:
http://www.psychophysik.com/html/re020-quantenphysik-hirnforsch.html
“I couldn’t agree more. I try not to be dogmatic about QM in the brain. I mean 5 years ago we didn’t even know about dark energy acting to push galaxies apart so our knowledge is shallow and our ‘Unwissen’ is profound.”
Vor diesem Hintergrund gibt es viele Gründe, alle diese Aspekte gelassen zu studieren, abzuwägen, kritisch zu hinterfragen und zu diskutieren. Emotionale Erregung, die ich hinter Ihren Zeilen … und hinter jenen von Dr. Ralf Behrmann (zwei verschiedene Personen, gleiche emotionale Erregung) wahrnehme, ist grundsätzlich nicht nötig.
Sonnige Grüße aus dem Rheinland…
Claus Fritzsche
franky
Herr Fritzsche,
Wenn ich ihre Beiträge hier lese kriege ich denn Eindruck das sie gewisse Denkansätze
und Interpretationen von diversen Forschen selektiert von der Gesamtmenge herausfiltern um ihr eigenes Weltbild zu rechtfertigen.
Was ich bei ihnen vermisse ist eben die kritische Hinterfragung. Ein Beispiel,
Sie geben auf ihrer Homepage Literaturangaben zu den Arbeiten von Penrose, Hammerhof und Stapp et al erwehen aber nicht die Arbeit von Max Tegmark
http://arxiv.org/abs/quant-ph/9907009 der behauptet die Annahmen von Penrose und Hammerhof wiederlegen zu können.
Oder die Debate zwischen Stapp und Alwyn Scott
(siehe http://personal.riverusers.com/~rover/qtm.pdf
und http://personal.riverusers.com/~rover/stapp.pdf )
Ist es nicht Selbstbetrug wenn mann nur das für Wahr hält was die eigene Meinung bestätigt und Gegenargumente ignoriert ?
Was jetzt die ganze Aufregung um Herrn Froböse betrifft,
ich habe in im weblog von Ulrich Berger gebeten mir eine einzige wissenschaftliche Arbeit zu nennen die seine skurrile Behauptung vom Zusammenhang zwischen dem Tot naher Verwandten und das herunterfallen von Bildern oder was auch immer bekräftigt. Ich warte noch immer drauf. Und da er selber weiß das es keine solche Quellen gibt verschwindet er aus der Diskussion mit der Ausrede das er die Wertvollen Inhalte (”Filetstückchen”) nicht im Internet preisgeben will.
Herr Froböse das ist nicht nur unehrlich und intellektuelle Feigheit sondern auch schlechte Promotion. Sie wären besser davongekommen wenn sie uns ein Filet serviert hätten über das man diskutieren würde.
Tja ich gehe halt woanders essen.
Claus Fritzsche
Hallo Franky,
wenn Sie auf den Artikel »Hirnforschung und Quantenphysik - Kommt die moderne Neurobiologie angesichts der Fülle ungelöster Probleme auf Dauer ohne die Quantenphysik aus?« von Prof. Dr. Günter Ewald anspielen, dann sind Sie herzlich eingeladen, Ihre Bedenken mit Herrn Prof. Ewald zu diskutieren.
Ich bin zwar Herausgeber des Online-Magazins psychophysik.com, welches diesen Beitrag publiziert hat, nicht jedoch Verfasser des Artikels.
Entscheiden Sie sich für diesen Weg, dann könnte es hilfreich sein, zuvor die von Ihnen zitierten Werke beider Seiten tatsächlich vollständig gelesen zu haben und in der Lage zu sein, die wesentlichen Aspekte der Kontroverse mit eigenen Worten wiederzugeben.
Der renommierte Bewusstseins-Forscher Christof Koch hat übrigens betont, dass er das von Prof. Ewald in die Diskussion geworfene Konzept der “chaotischen Attraktoren” in seinem gemeinsam mit dem Physiker Hepp publizierten Nature-Artikel (Nature 440, 611-612, 2006) übersehen hat. Heute und im Widerspruch zu seinem Nature-Artikel stimmt er dem folgenden Fazit von Ewald zu:
»Ob in Anknüpfung an diese Arbeiten oder mit neuen Denkmodellen, man kann damit rechnen, dass die anlaufende Erforschung nichtlinearer Hirnvorgänge, insbesondere eine Weiterentwicklung der von Singer und Gray 1987 entdeckten 40 Hertz-Schwingungen im Gehirn über chaostheoretische Probleme oder auch direkt in quantenphysikalische Überlegungen, insbesondere Quantenkohärenz und Nichtlokalität hineinführen werden.«
Von dort aus ist es dann auch nicht mehr weit zu Professor Hans-Peter Dürr, Dr. Christian Hellweg, John Archibald Wheeler und zum Buch von Herrn Froböse. Das meine ich nicht im Sinne einer Bestätigung aller Thesen (Konstruktive und insbesondere kompetente Kritik ist willkommen!), sondern zunächst nur einmal im Sinne eines unaufgeregten Zulassens der Diskussion.
Dass die Skeptiker-Vereinigung GWUP e. V. (siehe Links im Kommentar vom 22.04.08) hier eine andere Sichtweise vertritt, wird Herrn Ewald nicht verwundern. Als wissenschaftlicher Beirat der Gesellschaft für Anomalistik e. V. kennt er Ihren Club (Spitzname: “Wissenschafts-Scientology”) sehr gut.
Vor dem Hintergrund bisheriger Erfahrungen kann ich allerdings lobend feststellen, dass Sie und Vereinskollege Weber sich hier (relativ) gewählt und gemäßigt ausdrücken. Dafür herzlichen Dank!
Franky
Herr Fritzsche,
Ich bin in keinster Weise mit der GWUP verbunden und mich interessiert auch ihre Feindschaft mit der GWUP kaum. Allerdings muss ich sagen dass ich den weblog von Ulrich Berger sehr gerne lese und manchmal auch dort poste. Und um ehrlich zu sein
die GWUP als eine Art Wissenschafts-Scientology darzustellen finde ich lächerlich.
Ob Quanteneffekte wichtig sind zum Verständnis von Gehirnaktivität und Bewusstsein
wird sich noch zeigen. Ich tendiere dazu zu denken das man mit der nichtlinearen Dynamik besser dran ist vor allem weil mich Tegmarks Rechnung überzeugt.
Sie schreiben:
“Von dort aus ist es dann auch nicht mehr weit zu Professor Hans-Peter Dürr, Dr. Christian Hellweg, John Archibald Wheeler und zum Buch von Herrn Froböse. Das meine ich nicht im Sinne einer Bestätigung aller Thesen (Konstruktive und insbesondere kompetente Kritik ist willkommen!), sondern zunächst nur einmal im Sinne eines unaufgeregten Zulassens der Diskussion.”
Dürr ist Quantenphysiker also versteht er auch was davon, genauso wie es Wheeler tat. Von Hellweg habe ich keinen einzigen Artikel gefunden der etwas mit Quantenphysik zu tun hat.
Und zu Froböses Buch ist es dann tatsächlich ein Quantensprung ;)
Ich bin auch gerne bereit mit ihm hier unaufgeregt zu diskutieren aber er hat ja wichtige Termine ;)
Weder Sie noch Herr Froböse sollten sich wundern wenn kritische Leser von
außergewöhnlichen Behauptungen (die immer nach außergewöhnlichen Belegen verlangen) harsch reagieren.
Vor allem Herr Froböse soll froh sein das er nie über sein Buch vor jemanden wie Lev Landau oder Wolfgang Pauli referieren wird (außer vielleicht im jenseits).
Mit großer Wahrscheinlichkeit hätte Pauli nach nicht mal 5 Minuten “Das ist nicht einmal falsch” geschrien und Landau hätte Froböse vom Hörsaal verwiesen.
Rolf Froböse
Franky schrieb: “Tja ich gehe halt woanders essen. ”
Ja - bitte tun Sie dies!
Ich bedauere zutiefst, mich anfangs überhaupt auf eine Diskussion mit der GWUP eingelassen zu haben, in deren Satzung es wörtlich heißt: “Die GWUP ist ein wegen Förderung der Volksbildung als gemeinnützig anerkannter Verein…”
Es ist für mich blanker Hohn, dass eine Vereinigung, die gegen Andersdenkende ein gezieltes Internet-Mobbing betreibt, sich gemeinnützig nennt!!! Vorläufiger Höhepunkt Ihrer Aktionen war ein gegen mich gerichtes Pamphlet, das vom “Humanistischen Pressedienst” verbreitet wurde. Von meiner Seite aus werde ich gegen die GWUP das Höchstmaß der Strafe verhängen. Die Nichtbeachtung! Ein Verhalten, das mir nach telefonischer Rücksprache auch von einem Redakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd) empfohlen wurde.
@Herr Fritzsche: Vielen Dank für Ihren weiteren Kommentar. Mit Ihrer Anmerkung, Dinge einfach unaufgeregt zu diskutieren, haben Sie mein Anliegen genau auf den Punkt gebracht. Allerdings musste ich erst lernen, dass man mit starren Dogmatikern nicht diskutieren kann. Zum Glück gab und gibt es überall auf der Welt Menschen, die nicht “im eigenen Sud schwimmen” sondern über den Tellerrand blicken. Und das ist gut so! Die Erde wäre sonst noch eine Scheibe.
Claus Fritzsche
Herr Froböse, ich teile Ihre Sichtweise, dass eine aktive Auseinandersetzung mit den Internet-Mobbern der GWUP destruktiv ist und wenig Sinn macht.
Wenn ich hier trotzdem Stellung bezogen und Zeit investiert habe, dann mit dem Ziel, jene Leser zu erreichen, welche diesem streng dogmatischen, aggressiven und Andersdenkende verachtenden Verein auf den Leim gehen. Nicht aus Dummheit, sondern mangels Erfahrung und Hintergrundwissen.
Immerhin konnte diese weltanschauliche Vereinigung in den letzten Jahren immer wieder Kampagnen in den Medien platzieren, ohne dass den Redaktionen bewusst war, mit wem sie es zu tun hatten. Sie glaubten tatsächlich an den mit viel PR-Aufwand und akademischen Titeln verbreiteten Mythos einer wissenschaftlichen Vereinigung.
Nach meinem Kenntnisstand wird die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP e.V. inzwischen jedoch von journalistischer Seite (SPIEGEL, Focus, Stern & Co.) überwiegend durchschaut und man lebt primär von alten Seilschaften oder ahnungslosen Redaktionen.
Wie das Beispiel von Christof Drösser zeigt, kann es für Journalisten auch ausgesprochen karrierehemmend sein, mit GWUP-Protagonisten à la Prof. Martin Lambeck unreflektiert und unkritisch zusammenzuarbeiten:
http://www.psychophysik.com/html/ak03-gwup051.html
Nochmals zu Ihrem Buch:
Ist Ihnen bekannt, dass das ORF aktuell einen Film zur Thematik “Bewusstsein” produziert und noch mediengerechte Inhalte sucht? Bei Interesse bitte über meine Homepage vial E-Mail melden. Ich vermittel Ihnen gerne einen Kontakt.
Franky
Guten Tag Herr Froböse,
Jetzt jammern sie nicht so sehr über die “böse” GWUP die es gewagt hat sie zu kritisieren.
Wären sie in den Interviews nicht so Hochmütig bzw. mit ihrem Behauptungen eher am Boden der Tatsachen geblieben dann hätten sie auch nicht so viele verbale Ohrfeigen einkassiert.
Und jetzt mal ehrlich wer hat sich von der jeweiligen Diskussion verabschiedet jedesmal wenn sachliche Argumente gefragt waren ?
Aber sie können noch etwas retten von ihrem angeschlagenen Image. Bringen sie sachliche Argumente
die ihrer Meinung nach ihre Behauptungen untermauern. Oder geben sie endlich zu das sie mit esoterischer Spekulation einfach Leser für ihr Buch gewinnen.
uli Borsch
Hallo, Diskussionsteilnehmer,
es ist schon in höchstem Maße nachdenkenswert, wie leichtfertig und oberflächlich hier einige Teilnehmer lesen und dann ebenso urteilen. Ihnen scheint das Denken, welches uns erlaubt, über gewisse Dinge eben nachzudenken, abhanden gekommen zu sein. Als Psychologe sehe ich das Werk von Herrn Dr. Froböse als eines der wenigen erschienenen Grundlagen, um sich intensiver mit der Materie „Zufall“ auseinanderzusetzen. Das Rezitieren von irgendwelchen mehr oder minder wichtigen oder unwichtigen Wissenschaftlern mag der wissenschaftlichen Diskussion dienen, doch es gibt da noch die emotionelle Seite des Menschen, die scheint bei gewissen Herren einer Vereinigung verkümmert zu sein. Diese GWUP ist mir nicht bekannt, scheint auch keine besondere Bildungslücke dar zustellen, denn der Herr, der sich dort als Vertreter darstellt, klingt wenig überzeugend und ohne nennenswerten bildungspolitischen Hintergrund.
Ich erachte das Buch als ein Seil, an dem sich der Interessierte entlang hangeln und sich verständliche Informationen zu diesem Thema erlesen kann.
Ein Ereignis ist zufällig, wenn es nicht mit Notwendigkeit aus einer gegebenen Gesamtheit von Bedingungen folgt. Dies bedeutet nicht, dass ein zufälliges Ereignis nicht kausal bedingt ist. Nun könnte man sicher weiter über die Kausalität zwischen Zufall und Notwendigkeit lange diskutieren, und jeder würde sicher zu einem differenzierten Ergebnis kommen, doch dass erspare ich mir, diese Diskussion führe ich mit dem Autor persönlich, denn ich bin sicher, dass auch diese „unphysikalische“ Seite des Themas Interesse findet.
Was ich mit dieser kurzen Andeutung zum Ausdruck bringen möchte, ist, dass der Autor mit seinem Werk etwas ins Leben (zurück)gerufen hat, mit dem sich ein Jeder schon in irgendeinem Zusammenhang beschäftigt hat, was auch bedeutet, sich mit sich selber und seiner Umwelt intensiver auseinander zusetzen und mögliche Zusammenhänge zu erkennen. Ich bin der Auffassung, dass wir selber die Ursachen für Zufälle sind, dass wir selber Richtungen mit Handlungen oder Äußerungen angegeben haben, deren Auswirkungen wir nach einem längeren Zeitraum nicht mehr erfassen.
Ich kann Herrn Dr. Froböse nur gratulieren zu dem Buch, für mich und meine Kollegen hier vor Ort, haben sich neue Aspekte und Diskussionspunkte und eröffnet.
Uli Borsch
Wolfgang Horch
Sehr geehrter Herr Dr. Froböse,
danke für Ihre schön zu lesenden Erschließung eines Themas, welches für die zeitgenössische Wissenschaft durchaus von Bedeutung ist, wie die Arbeiten von Harald Atmanspacher, Robert Bishop, C. A. Meier u. v. a. zeigen:
http://www.solid.ethz.ch/pauli-conference/
http://www.imprint.co.uk/books/atmanspacher.html
http://press.princeton.edu/chapters/s7042.html
Lassen Sie sich von den so genannten Skeptikern - Soziologen sprechen auch von “Spöttern” - die gute Laune nicht verderben. Diese publizieren mit gutem Grund nicht in wissenschaftlichen Medien, sondern anonym und vulgär im Internet.
Mit besten Grüßen
Wolfgang Horch
P. S. Die Deklaration als “Wissenschafts-Scientology” von Herrn Fritsche habe ich zuvor zwar noch nicht gehört. Ich finde sie jedoch treffend!
Markus Nicolaus
Sehr geehrter Herr Froböse, sehr geehrter Herr Fritzsche,
Ich möchte mich an dieser Stelle für Ihre Ausführungen bedanken. Als interessierter Leser dieses Themenkomplexes habe ich mir das Buch heute bestellt und freue mich darauf es zu lesen.
Herrn Fritzsche kenne ich bereits aus dem Forum der Gesellschaft für Anomalistik, wo er mir als kritischer und aufgeschlossener Diskussionsteilnehmer mit hohem Sachverstand in Erinnerung ist. Das bezeugt auch seine Homepage.
Lassen Sie sich von Spöttern und Neidern nicht beeindrucken und gehen sie ihren Weg weiter.
Viele Grüsse
Markus Nicolaus