Ein guter Anwalt hat immer noch ein As im Ärmel.
Der Ort: Amtsgericht Mönchengladbach, Hohenzollernstraße 155, 1. Etage, Sitzungssaal C 115
Der Termin: 9. April 2008, 9 Uhr
Das Aktenzeichen: 4 C 70/08
Die Anwälte: Stefan Wimmers, Dozent der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach (für den Kläger Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch, Gerichtspsychologisches Institut Duisburg)
Nicole Walters, Essen (für die Beklagten Sabine und Frank Müller, Mönchengladbach, Eltern von Jessica Müller, die seit vier Jahren im Schloss Dilborn lebt)
Darum geht es laut Klageschrift vom 11. Februar 2008:
Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch fordert vom Ehepaar Müller 500EURo Schmerzensgeld und klagt zudem auf Unterlassung. Die Beklagten sollen nicht mehr “behaupten, der Kläger habe Unterlagen unterschlagen, der Kläger übe seinen Beruf als gerichtspsychologischer Gutachter nicht hinreichend sorgfältig aus, dem Kläger damit drohen, in seinem häuslichen Umfeld zu erscheinen”.
Die Gründe laut Klageschrift: “Die soziale Anerkennung des Klägers wird durch die Beklagten beeinträchtigt und gefährdet. Der Kläger wird darüber hinaus von den Eheleuten Müller dahingehend bedroht, dass er in seinem häuslichen Umfeld aufgesucht wird und mit Nöten zu rechnen hat. Durch das Inaussichtstellen dieses Übels wird erheblich in die Privatsphäre des Klägers eingegriffen, so dass das Leben des Beklagten (Anmerkung: ?) in seinem häuslichen und Familienkreis einer andauernden Gefahr ausgesetzt ist.”
(Beweismittel: ein Brief von Familie Müller an Dr. Dr. Dr. Zoch vom 19. November 2007. Anmerkung: In diesem Brief wird der Gutachter um die Herausgabe eines Ordners mit Unterlagen über Jessica Müller gebeten, die Familie bietet an, den Ordner notfalls auch persönlich abzuholen und bei einer Tasse Kaffee ein Gespräch über Jessica zu führen.)
Er hat sein Haus auf Sand gebaut?
Auf die Klageerwiderung reagiert Rechtsanwalt Stefan Wimmers am 25. März 2008 gegenüber dem Amtsgericht mit einem neuen Vorwurf, dem er dies voranstellt: “Den Beklagten mangelt es ganz offensichtlich an der Fähigkeit, sich mit gerichtlichen Entscheidungen abzufinden”
Der neue Vorwurf lautet: “Im Rahmen eines Symposiums an der Hochschule Niederrhein zum Thema Kindeswohl. Als der Kläger das Podium verlassen hatte und sich auf dem Weg zum Ausgang befand, wurde dieser durch den Beklagten bedrängt, bedroht und angegriffen, so dass er von weiteren Anwesenden geschützt und in Sicherheit gebracht werden musste.”
Dieses Symposium hat am 12. Oktober 2007 stattgefunden, auf dem Podium saßen acht Experten, darunter Dr. Gerhard Schomburg als Vertreter des Bundesjustizministeriums und Professor Dr. Walter Röchling, Richter am Amtsgericht Mönchengladbach-Rheydt. Dieser Richter wird in dem Schreiben von Rechtsanwalt Stefan Wimmers als Zeuge benannt.
Manche Anwälte haben doch kein As im Ärmel?
Im Rahmen meiner Artikelserie “Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken” habe ich Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch per Fax vom 12. Januar 2008 Fragen gestellt zur Entwicklung von Jessica und zur Heimsituation.
Diese Fragen beantwortete der Gutachter am 13. Januar 2008 ebenfalls per Fax. In diesem Schreiben ging Dr. Dr. Dr. Hans-Dieter Zoch auch auf den Ordner über Jessica Müller ein: “Wichtige Unterlagen waren nach meiner Erinnerung auch nicht drin; es waren Kinderzeichnungen; Termine zum Elternabend und Ähnliches.”
Es folgten die Punkte 8 bis 11, bei denen es um das angebliche Verhalten von Frank Müller ging: “8. Herr Müller bedrohte mich mehrfach mit unsinnigen Vorwürfen. Das wurde von mir dem zuständigen Gericht auch mitgeteilt. Da Herr Müller stationär und ambulant seinerzeit mehrfach psychiatrisch behandelt werden musste, ergibt sich natürlich die Frage seiner Schuldfähigkeit. 9. Das Gericht wandte sich an den damaligen Rechtsanwalt der Eheleute Müller, um hier Mäßigung zu erreichen. Erfolglos. 10. Herr Müller bedrohte mich weiterhin. 11. Derzeit wird aus diesen Gründen eine Anklage bei der Staatsanwaltschaft gegen Herrn Müller vorbereitet.”
Da ich seinerzeit über diese angeblichen Drohungen keine Informationen hatte, wunderte ich mich über den Schreibfluss des Gutachters, den angeblichen tätlichen Angriff erwähnte er aber nicht, obwohl er bei der Beantwortung meiner Fragen ganz offensichtlich richtig Fahrt aufgenommen hatte
- Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken (XXVIII)
- Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken (XXIX)
- Papa, böse Kinder kommen in böse Kliniken (XXX)
Hier zieht sich die Schlinge zusammen.
Was wird hier aufgedeckt? Wird der Ring des „Kindeswohls“ nun endlich zerschlagen?
Dürfen auf einer kostenlosen öffentlichen Veranstaltung (Symposium) die geschädigten Eltern nicht teilnehmen?
Dürfen Podiumsmitglieder nicht freundlich dabei angesprochen werden?
Ein Familienrichter aus Rheydt als Zeuge, der die Beschwerde von Familie Müller über seine Kollegin im Zimmer gegenüber entgegengenommen hat?
Ein Gutachter der die Unterlagen nicht wieder rausrückt und nicht in Mönchengladbach wohnt?
Ein Anwalt des Klägers (Podiumsmitglied) der im Vorstand “K!DS in MG” sitzt?
Dürfen nur die Spiogentengutachter in die Wohnungen um Kaffee zu trinken?
Ein Familiengericht das keine Zeugen mehr zulässt?
Eine Polizei die keine Anzeigen entgegennimmt und “K!DS in MG” auf den Autos spazieren fährt?
Und warum müssen Menschen sterben wenn sich dieser Freundeskreis an Ausländer versucht?
Müssen wir deswegen 3% mehr Mehrwertsteuer zahlen?
Mein Demokratieverständnis sieht da etwas anders aus!