Wochenrückblick I/IV: Das Glück ist nicht jedem Politiker hold

Dieser Politiker ist ein Glückspilz: Konrad Schlier aus dem unterfränkischen Bergtheim. Dieser CSU-Kandidat verlor ersten Meldungen zufolge die Kommunalwahl gegen Robert Kremling von den Freien Wählern. Da aber die Amerikaner bei Wahlen vornehmlich in Florida gute Erfahrungen mit dem Nachzählen gemacht haben, taten es ihnen die Unterfranken nach und erklärten

odjet.jpgDieser Politiker ist ein Glückspilz: Konrad Schlier aus dem unterfränkischen Bergtheim. Dieser CSU-Kandidat verlor ersten Meldungen zufolge die Kommunalwahl gegen Robert Kremling von den Freien Wählern.

Da aber die Amerikaner bei Wahlen vornehmlich in Florida gute Erfahrungen mit dem Nachzählen gemacht haben, taten es ihnen die Unterfranken nach und erklärten eine Stimme für ungültig.

Nun stand es 898 zu 898 – laut Wahlordnung musste deshalb das Los entscheiden – und das entschied sich für Konrad Schlier. Der Name der Glücksfee, die dieses Los gezogen hat, wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Dieser Politiker ist kein Glückspilz: Kurt Beck aus dem goldenen Mainz. Jüngsten Umfragen zufolge trauen ihm nur noch seine Frau und seine Verwandten eine erfolgreiche Kanzlerkandidatur zu, deshalb sagte er vorsichtshalber laut “Hamburger Abendblatt” vom 5. April 2008 über Franz-Walter Steinmeier schon einmal: “Der kann Wahlen gewinnen. Die Tatsache, dass man es noch nicht gemacht hat, ist nicht gleichzusetzen damit, dass man es nicht kann.”

Den Kandidatenvorschlag will Kurt Beck weiterhin erst im Herbst 2008 machen, aber fair sein wird er, kann man aus einem Interview mit der “Rheinischen Post” heute ebenfalls herauslesen. Die SPD stehe für Aufstiegs-, nicht für Ellbogenmentalität.

Deswegen ist auch Sigmar Gabriel kein Glückspilz – aber ganz konsequent eine Fehlbesetzung. Ob als niedersächsischer Ministerpräsident oder als Bundesumweltminister, der inzwischen 48-Jährige wird als ewiges politisches Talent in die Geschichte eingehen, zu den Grabbeigaben gehören jetzt schon Rußfilter und Biokraftstoffe.

Ob er unter diesen Umständen eines Tages noch in seinem Geburtsort Goslar beerdigt werden darf, ist aus Umweltschutzgründen bereits mehr als fraglich.

Auch dieser Politiker ist kein Glückspilz: Seit heute ist Roland Koch Geschäftsführer von Hessen, die Firma gehört ihm also nicht mehr. Doch das hat auch Vorzüge: Falls wieder einmal ein Politiker der Grünen mit doppelter Staatsbürgerschaft als “Kameltreiber” beschimpft wird, kann er sagen: “Ich bin gerade in der Kantine und habe nichts gehört.”

Unseren Kindern sagen wir trotzdem weiter, dass sich solche Ausdrücke nicht gehören.

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