Der nächste fette Hype kommt aus Ungarn und heißt THE MOOG! Madlen Caßens holt sie nach Leipzig und erzählt ein bisschen mit mir über das Dasein als Organisatora.
Volly Tanner: Ihr macht ja am 12.04.08 im Geyserhaus ein interessantes Konzert. Was soll denn geschehen?
Madlen: Am Samstag haben wir eine junge, aufstrebende Rock’n'Roll-Hoffnung zu Gast, sie hört auf den Namen The Moog. Nein, sie kommt nicht aus England und auch nicht aus Schweden. Sie kommt aus Ungarn! Der Gig wurde ganz kurzfristig angesetzt und hat in dieser Größenordnung zweifelsohne Ausnahmecharakter! Unterstützt wird die Band von den beiden Leipziger Bands Soulscreen und Skump.
Volly Tanner:The Moog gelten in Ungarn ja als die Independent Sensation. Woraus speist sich denn der Ruf der Band?
Madlen: Das was Mando Diao für Schweden, oder die Arctic Monkeys für England sind, das sind The Moog für Ungarn. Beeinflusst von Bands wie den Beach Boys, den Beatles oder The Clash fabrizieren die fünf Jungs Garagen-Punk wie er im Bilderbuche steht. Von der Fachpresse, sei es in den Staaten, hier in Deutschland oder in England, wird die Band in höchsten Tönen gelobt. Die Fangemeinde in der ganzen Welt wächst und wächst. The Moog ist eine Band, welche mit einer unglaublichen Erfolgsgeschichte auftrumpft. In allen Artikeln, die man in letzter Zeit in den Musikmagazinen lesen konnte, nahm diese Erfolgsstory mindestens 70 Prozent des Fließtextes ein.
Von heute auf morgen wurde die Band, die zuvor in den heimischen Kneipen Songs von Nirvana spielte, vom amerikanischen Label “Musick-Records” gesigned. Die Band wurde von keinem geringerem als Jack Endino produziert. Er ist so etwas wie der Godfather of Grunge, saß schon für Bands wie Nirvana, Soundgarden oder Hot Hot Heat am Mischpult. So haben sie nun den Status inne, als erste ungarische Band von einem amerikanischen Label unter Vertrag genommen worden zu sein.
Von Ungarn nach Seattle. Globalisierung mal anders. Alles andere erklärt sich von selbst. Der Erfolg kam quasi wie von selbst. Es wurde ein Indie-Club nach dem anderen gefüllt, Radio- und TV-Stationen geentert. Im letzten Jahr waren die Jungs sogar für den MTVEURope Music Award nominiert. In der Kategorie des besten ungarischen Acts gingen sie allerdings leer aus. The Moog sind zweifelsohne eine Ausnahmeband. Sie beweisen, dass Ungarn nicht nur Edelsalami, sondern auch Rock’n'Roll exportieren kann. Seit diesem Jahr werden die Songs der Band auch in den deutschen Radios gerne gespielt. Zwar bemängeln einige Kritiker, dass die Band ein Abklatsch der skandinavischen oder britischen Indie-Helden ist. Ein eigenes Profil sei nicht zu erkennen, heißt es. Doch diese Nuance Kritik ist beim aktuellen Erfolg nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Trotzdem: Auch in puncto Selbstfindung ist die Band auf einem guten Weg: Ich habe schon zwei, drei neue Songs gehört, bei denen mir viele neue Elemente aufgefallen sind. Man kann also gespannt sein, wie sich die Jungs weiterentwickeln werden.
Volly Tanner: Die Band ist ja gerade aufEURopatour. Wo waren sie den schon und wo geht’s noch hin?
Madlen: IhreEURopa-Tour beginnen die smarten Fünf in Deutschland. Haben The Moog Deutschland gerockt, knöpfen sie sich England vor: Für zwei Gigs machen die Jungs Station in London, was in puncto Resonanz auf jeden Fall sehr interessant wird. Schließlich stellt die Insel mit Bands wie den Arctic Monkeys, Bloc Party oder den Editors eine Vielzahl von Indie-Größen. Von England geht es dann für einen Auftritt nach Frankreich und von dort aus für sechs Mucken nach Spanien. Zum Ende der Tour schauen The Moog nochmal in unserem Nachbarland, der Schweiz, vorbei.
Volly Tanner:Wie vieleEURonen kostets denn pro Band am 12.04.?
Madlen: Der Eintritt liegt bei 2EURo pro Band.
Volly Tanner: Ihr habt ja eigentlich ein wunderbares Openair-Gelände. Warum geht’s denn nicht an die frische Luft am 12.04. – gibt’s Stress mit Anwohnern?
Madlen: Ja, das Gelände ist wirklich wunderschön. Aber leider können wir Rockkonzerte nicht mehr auf der Bühne veranstalten, da sie zu laut sind und von den Anwohnern als störend empfunden werden. Leider haben wir als GeyserHaus schon seit Jahren mit dieser Problematik zu tun. Also sind wir auf die Anwohner zugegangen und haben beschlossen eben keine lauten Rockkonzerte mehr auf der Außenbühne zu veranstalten Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Es gibt ja noch das Gebäude hinter der Bühne, welches sich hervorragend für Konzerte im kleinen und kuscheligen Rahmen eignet.
Volly Tanner: Bringen The Moog auch ein Album mit?
Madlen: Ja, das tun sie. “Sold For Tomorrow” heißt das gute Stück. Auf die Scheibe wurden zehn atemberaubende, mitreißende und tanzbare Songs gepresst, die vor Rock’n'Roll nur so strotzen. Songs wie “Survive” oder “I like you” bleiben im Ohr kleben, wie Fett in der Bratpfanne. Das Album ist eine gelungene Mischung aus Garage-Punk, Rock’n'Roll und Powerpop. Das Debutalbum steht schon seit letztem Jahr in den ungarischen Regalen, seit diesem Frühjahr kann man die Platte auch hierzulande erwerben.
Volly Tanner: Was machst Du, liebe Madlen, eigentlich neben der Organisiererei des 12.04.?
Madlen: Oh da gibt es einiges. Zum einen arbeite ich als Sozialpädagogin im GeyserHaus. Ist wirklich ein toller Job. Nebenbei schreibe ich an meiner Diplomarbeit zum Thema “Musikerziehung im Grundschulalter”. Ja und dann bin ich noch Vollzeitmitglied beim KulturLounge e. V., mache die Buchhaltung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Bandbetreuung während des Band Clash, dem sachsenweiten Schulbandwettbewerb. Als Verein versuchen wir sehr eng mit den regionalen aber auch überregionalen Bands zusammen zu arbeiten. Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sind Bandcoachings. Aber auch das Organisieren von Konzerten fällt in unseren Aufgabenbereich.
Volly Tanner: Was kommt nach The Moog als nächstes Großes auf Leipzig zu?
Madlen: Wir bleiben international, denn wir haben eine Band aus Amerika (The Underwater) die auch eineEURopatour macht. Die Gigs vom 01. – 04.05.2008 in Chemnitz, Leipzig, Dresden und Berlin organisieren wir von der KulturLounge. Am 02.05.08 spielen sie in Leipzig im Werk II / Halle 5.
Als Support holen wir: The Bianca Story aus der Schweiz und Lounge Act, den Publikumssieger des diesjährigen Band Clash auf die Bühne. Das wird auf jeden Fall auch wieder eine spannende Geschichte.
Volly Tanner:Danke, Madlen, für das angenehme Gespräch – möchtest Du unseren Lesern noch irgendwas mit auf den Weg geben?
Madlen: Ja, den Rat, sich dieses Konzert unter keinen Umständen entgehen zulassen. Wer nicht bis zur nächsten Mando Diao-Tour warten kann, hat mit The Moog mehr als nur ein Trostpflaster. Mal davon abgesehen darf man The Moog auch anfassen: Sänger Tonyo unternimmt während den Performances gerne den ein oder anderen Ausflug ins Publikum. Stars zum Anfassen also!
Hier nun The Moog mit…
I Like You
möchte auch sängerin werden hab voll geile stimmeeeeeeeee ich möchte auch säNGERIN WERDENNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN