Interview: “Die Physik steht unmittelbar vor ihrer größten Entdeckung”

- Dr. Rolf Froböse
Mit seinem Beitrag “Quantenphysiker behaupten: Es gibt ein Jenseits“, hat der Chemiker und Publizist Dr. Rolf Froböse eine Mine losgetreten, wie die nachfolgende Diskussion in aller Deutlichkeit gezeigt hat. Bei dem Artikel handelt es sich um einen Auszug aus dem gerade erschienenen Buch des Autors mit dem Titel: “Die geheime Physik des Zufalls. Quantenphänomene und Schicksal“.
Eine der sensationellen Aussagen des Werks: Ein universeller Quantencode könnte unser Leben nach dem Tod bestimmen! Readers Edition wollte wissen, wie Rolf Froböse als ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter der Max-Planck-Gesellschaft eigentlich darauf gekommen ist, in seinem Buch derart revolutionäre Thesen zu vertreten.
Readers Edition: Herr Froböse, gibt es eine Kernbotschaft, die Ihnen besonders am Herzen liegt?
Froböse: Ja – ich vertrete die Auffassung, dass es keine Übernatur gibt beziehungsweise nicht geben kann. Vielmehr gibt es unentdeckte Bereiche, an die sich die Forschung erst jetzt heranwagt. Und ich bin fest davon überzeugt, dass die Physik unmittelbar vor ihrer größten Entdeckung steht.
Readers Edition: Und die wäre?
Froböse: Es gibt moderne Wissenschaftler, die zum Phänomen des Zufalls höherer Ordnung heute bereits Revolutionäres sagen. So gibt es unzählige Beispiele von gut dokumentierten Visionen, die Menschen beim zeitgleichen Tod eines nahen Verwandten hatten. Ich habe in zwei Jahrzehnten solche Quellen gesammelt und auf ihre Zuverlässigkeit gecheckt. Während solche Geschichten in der Vergangenheit schlicht als Spinnerei abgetan wurden, gibt es heute namhafte Wissenschaftler, die solche Erscheinungen mit dem Verschränkungsprinzip der Quantenmechanik verbinden.
Readers Edition: Geht es in Ihrem Buch demnach um so genannte Psi-Phänomene?
Froböse: Das Wort „Psi-Phänomen“ taucht in meinem Werk überhaupt nicht auf. Ich habe auch keine Parapsychologen interviewt. Vielmehr stützen sich meine Thesen ausschließlich auf die Aussagen renommierter Naturwissenschaftler, insbesondere von Quantenphysikern.
Readers Edition: Wie sind sie auf das ungewöhnliche Thema gekommen?
Froböse: Die ersten Gedanken in dieser Richtung hatte ich bereits vor rund 20 Jahren. Beim Kaffee diskutierte ich eines Tages mit einem neuen Kollegen, der unmittelbar nach der Wende aus der ehemaligen DDR in unser Team kam. Er war promovierter Physiker und hatte unter anderem auch in Russland studiert. Da ich Chemiker bin, wollte ich von ihm als Physiker wissen, ob die Vorstellung eines menschlichen „Quantengeistes“, mit dem sich mühelos „übernatürliche Phänomene“ erklären lassen, gegen irgendwelche physikalischen Gesetze verstößt. Er verneinte dies und teilte mir mit, dass sich in Russland bereits hochrangige Wissenschaftler im stillen Kämmerlein über dieses Thema Gedanken gemacht hätten. Dennoch: Irgendwie hielt mich etwas davon ab, mich zu diesem Thema öffentlich zu äußern. Zu groß war die Angst, als Wissenschaftler in die esoterische Schublade zu geraten. Heute sehe ich es völlig anders.
Readers Edition: Wie kam es zu diesem Meinungswechsel?
Froböse: Weil bekannte Wissenschaftler dieses Thema heute nicht mehr tabuisieren und die Diskussion den Elfenbeinturm verlassen hat.
Readers Edition: Dann benennen Sie uns doch bitte Ross und Reiter!
Froböse: Zu diesen gehört unter anderem der Heidelberger Physiker Prof. Dr. Markolf Niemz. Er hat sich nebenbei intensiv mit der Nahtodforschung beschäftigt und vertritt die These, dass es eine physikalisch beschreibbare Seele gibt, die den Körper eines Menschen in der Minute des Todes verlässt. Auch Professor Dr. Hans-Peter Dürr, ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in München und einer der renommiertesten Quantenphysiker der Gegenwart, vertritt ähnliche Thesen. Der Dualismus zwischen Körper und Seele ist für ihn ebenso real wie „Welle-Korpuskel-Dualismus“ kleinster Teilchen.
Readers Edition: Das hört sich ja sensationell an. Aber vielleicht sind Dürr und Niemz auch nur extreme Außenseiter?
Froböse: Nein – eine Reihe von europäischen und amerikanischen Forschern, die ich in meinem Buch zu Wort kommen lasse, ziehen inzwischen an einem ganz ähnlichen Strang.
Readers Edition: Glauben Sie selber auch, dass Phänomene, die an Spuk erinnern, real existieren?
Froböse: Na – der gute Albert Einstein hat ja selber schon bezüglich der Verschränkung von einer spukhaften Fernwirkung gesprochen. Und ich darf an dieser Stelle nochmals Prof. Dürr zitieren. Für ihn existiert ein Quantencode, der sich über den gesamten Kosmos erstreckt. Das, was wir im täglichen Leben wahrnehmen, ist demnach nur ein Teil der Realität.
Readers Edition: Und wie erfahren wir den anderen Teil der Realität?
Froböse: Rein intuitiv, durch Wahrnehmungen, spontane Eingebungen und Gefühle, die wir uns mit unserer herkömmlichen Erfahrung nicht erklären können.
Readers Edition: Herr Froböse, da Sie auch schon Bücher über Zukunftstechnologie veröffentlicht haben: Wann, glauben Sie, werden wir über geeignete Informationskanäle direkt und verlässlich mit der Jenseitswelt kommunizieren können?
Froböse: Eine stabile Kommunikation mit dem Jenseits wird es vermutlich nie geben. Vielmehr werden solche Kontakte immer rein zufällig geschehen.
Readers Edition: Warum?
Froböse: Die Heisenbergsche Unschärferelation spielt sicher eine tragende Rolle. Ob sie letztendlich als Raster nicht zu grob ist, wird sich erst noch zeigen. Vielleicht stellt eines Tages ein pfiffiger Erfinder einen Heisenberg-Kompensator vor. Aber ich glaube es nicht und hoffe es noch viel weniger.
Readers Edition: Weshalb? Eine verlässliche Kommunikation mit der Jenseitswelt wäre doch mit einem ungeheuren Wissenszuwachs verbunden!
Froböse: Sie sehen das zu rational. Überlegen Sie sich einmal die Konsequenzen. Milliarden von lebenden Menschen würden danach dürsten, mit ihren verstorbenen Angehörigen zu kommunizieren. Nein – das darf nicht sein. Eine Standleitung ins Jenseits würde uns hoffnungslos süchtig machen! Ich bin auch davon überzeugt, dass Gott über die Unschärferelation einen Riegel geschaffen hat. Gleichwohl hat er aber ein Hintertürchen für sporadische Kontakte offen gelassen.
Readers Edition: Herr Froböse, wir bedanken uns für das interessante Gespräch, das sicher neuen Diskussionsstoff liefern wird.











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Heiler
Was die Heiler mit ihrem esoterischen Wissen nun schon sehr lange Zeit lehren und in den östlichen Kulturen zu einem selbstverständlichen Gut gehört, dringt nun langsam auch in die Erkenntnisebene der Physik ein. Eine sehr spannende Entwicklung.
hvoel
“So und nicht anders ist es” darf ich hinzufügen. Alles nur Vermutungen bislang. Daß man es auch sehen kann beschreibe ich unter : http://hvoel.blogspot.com/2008/04/sehen-in-einer-anderen-dimension.html
Ich nehme aber nicht an, daß es irgendeinen vom Hocker haut. Auch der Autor des Buches wird damit vermutlich an seine Grenzen stossen.
Gruss hvoel
Jenseitige Quantenphysiker oder wie Rolf Froböse sein Buch besser verkaufen will « Kritisch Gedacht - Der Wissensblog
[…] Das klappt also schon einigermaßen, aber dann legt Froböse nocheinmal nach und lässt sich zu der Sache, die er da verbrochen hat, auch noch interviewen. Bei wissenschafts-news lautet der Titel und Kernsatz des Interviews Ein Quantencode bestimmt unser Leben nach dem Tod. Unter der Headline Die Physik steht unmittelbar vor ihrer größten Entdeckung lässt sich Froböse auch von Readers Edition interviewen. Und auch von ExtremNews. Seltsam, dass ExtremNews im Interview genau dieselben Fragen stellt wie Readers Edition. Wahrscheinlich eine quantenmechanische Verschränkung der Fragesteller, total geheime Physik! Aber das war auch schon bei diesem anderen Interview der Fall, wo Froböse zu seinem Buch befragt wurde. Etwa von LifeGen.de, oder von OZ24.de, wieder mit unterschiedlichen Fragestellern aber identischen Fragen und Antworten. Seltsam, diese Quantenwelt… […]
Rolf Froböse
Herr Berger macht in seinem Weblog Aussagen über mich, die ich nicht umkommentiert lassen möchte.
„Froböse kopiert bei Readers Edition einen Auszug aus seinem Buch hinein, der wie ein echter Artikel aussieht - die Keimzelle der ganzen Aufregung in den Blogs.“
Am Ende des Artikels wird klar darauf hingewiesen, dass es sich um einen Buchauszug handelt. Und was verstehen Sie hier unter Aufregung? Ich habe außergewöhnlich positive Resonanz erfahren – der Einzige, der sich hier aufregt, sind Sie!
„Zum Glück findet sich auch ein anonymes Helferlein, das den Froböse-Artikel flugs bei Wikipedia als Weblink zum Begriff “Quantenverschränkung” einträgt. (Eine Zumutung, hab ich natürlich gelöscht.)“
Davon war mir absolut nichts bekannt! Wenn ein anderer User dort aber einen Link für angebracht hält, dann finde ich es völlig in Ordnung. Ich persönlich schätze Wikipedia als Informationsquelle sehr und habe große Hochachtung vor sämtlichen Wikipedianern, die ehrenamtlich für den weiteren Aufbau des Online-Lexikons sorgen. Eine Sicherheitslücke im System besteht aber darin, dass die Inhalte vor willkürlichen Löschungen, sprich Vandalismus, nicht ausreichend geschützt sind.
„Das klappt also schon einigermaßen, aber dann legt Froböse noch einmal nach und lässt sich zu der Sache, die er da verbrochen hat, auch noch interviewen.“
Donnerwetter! Welch ein Verbrechen, ein Buch zu schreiben und sich dann auch noch interviewen zu lassen!!!
„…im Gegensatz zu dem von Zeilinger und Dürr ist der Bekanntheitsgrad von Hellweg in der Physikergemeinde gleich null. Das liegt vielleicht daran, dass er zwar auch Physik studiert hat, eigentlich aber HNO-Arzt ist und laut Google Scholar mit Quantenphysik nichts am Hut hat. Der link führt uns diesmal auf eine Seite, wo ein Vortrag Hellwegs mit dem Titel “Quantentheorie des Geistes” angekündigt ist. Das lässt nichts Gutes erwarten…“
Dr. Hellweg hat sich nach dem Abschluss seines Physik- und Medizinstudiums am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie jahrelang mit der Erforschung der Hirnfunktionen beschäftigt. Für mich ist er ein qualifizierter Wissenschaftler. By the way: Was haben Sie eigentlich in die Waagschale zu werfen???
„…der Name Wheeler macht sich wohl einfach gut zwischen Froböses Textzeilen…John Archibald Wheeler ist übrigens sechs Tage nach Veröffentlichung von Froböses Artikel verstorben. Einen ursächlichen Zusammenhang vermuten wir nicht…“
Diesen Zynismus hätten Sie sich nun wirklich sparen können!
Fazit: „Der liebe Gott hat uns zwei Ohren und einen Mund gegeben, und in diesem Verhältnis sollten wir sie auch benutzen.“
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Rolf Froböse
Reiner H.
Oh Gott, wenn schon Quantenphysiker behaupten: es gibt ein Jenseits und mit einer logischen Gewißheit dahin gehend argumentieren, dass der “liebe Gott” dies und das getan hätte, dann haben wir wahrhaftig einen Quantensprung getan … zurück ins Mittelalter.
Vielleicht erreicht jetzt, nach den Sozialwissenschaften, die Junksciencewelle die “seriösen”, naturwissenschaftlichen Fächer?