Placeblog-Rundschau: Die Wochenendtipps

Wenn es denn tatsächlich so ist, dass der “April macht was er will”, so hat er offensichtlich dieser Tage recht einseitige Bedürfnisse. Feinstes Regenwetter allerorten, durchsetzt mit eisigen Winden. Nunja, Wetter ist nicht alles und so befinden sich auch die meisten, der von den deutschsprachigen Placeblogs empfohlenen Ausgehtipps in geschlossenen,

april8.jpgWenn es denn tatsächlich so ist, dass der “April macht was er will”, so hat er offensichtlich dieser Tage recht einseitige Bedürfnisse. Feinstes Regenwetter allerorten, durchsetzt mit eisigen Winden. Nunja, Wetter ist nicht alles und so befinden sich auch die meisten, der von den deutschsprachigen Placeblogs empfohlenen Ausgehtipps in geschlossenen, wohlbeheizten Räumlichkeiten.

Wie gewohnt starten wir mit dem Überblick aus dem Hause fudder: “Wo rockt’s? Alle Partys und Konzerte fürs Wochenende”

Natürlich stellen nicht nur fudder und Readers Edition kleine Zusammenstellungen der Wochenendhöhepunkte zusammen. Auch in Augsburg und Attendorn pflegt man, dieser Angewohnheit nachzugehen.

Aus Augsburg ereilt uns der Rat, bei schlechtem Wetter doch mal im Glaspalast vorbeizuschauen. Dort gibt es zur Zeit eine Ausstellung von Natalija Ribovic, der Augsburger Kunstförderpreisträgerin 2007 in der Sparte “Bildende Künste” zu besichtigen. Und sollte das Wetter mitspielen, wird angeraten, unseren aufkeimenden Frühlingsgefühlen nachzugehen und hinaus in die Kissinger Heide zu radeln, um nachzuprüfen, ob die Küchenschelle (ihres Zeichens immerhin Blume des Jahres 1996) ihrem Frühlingstagewerk nachgegangen ist und fleißig vor sich hin blüht.

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Die Attendorner Empfehlungen sind ebenfalls für jegliche klimatische Bedingung gewappnet. Bei schlechtem Wetter empfiehlt man dem Genießer auf die Burg Schnellenberg zu eilen, um an einem Weinabend mit dem Schwerpunkt Österreich teilzunehmen. Selbstredend wird aus gebotenem Anlass auch die kommendeEURopameisterschaft “vinifiziert”. Außerdem steht am Sonnabend wie Sonntag in der Stadthalle Attendorn ein Antik- und Trödelmarkt zur Verfügung. Auch Musikfreunde werden reichlich verwöhnt. Und zwar mit zwei Sonntagskonzerten. Ein Konzert für Orgel und Sopran in der Aula des Collegium Bernadinum und “Frühlingsgefühle im Himmelreich um Viertelvorzwölf” und eine Sonntagsmatinée im Restaurant Himmelreich mit dem Aachener Gesangsensemble “Achtcapella”. Der Knaller aus meiner Sicht ist jedoch die Eröffnung der Märkischen Museumseisenbahn – ab Bahnhof Plettenberg-Hüinghausen rollen dann wieder die Züge der “Sauerländer Kleinbahn” gemütlich durch die Landschaft des Elsetals. Im Falle eines Frühlingsausbruchs wird am Sonnabend eine Wanderung mit dem SGV Repetal angeboten. Eine 12 km lange Strecke von Wenholthausen nach Oesterberge kann hier absolviert werden.

Oberhausen:

Doch auch die Einzeltipps haben es, wie üblich in sich. Dass Polen nicht nur aus Polenmärkten besteht, habe ich ja nun schon hinlänglich hervorzuheben versucht. Daher nun hier auch der Tipp, ruhrgebiet-für-lau entnommen, sich die “Lange Nacht der Polnischen Literatur” zu Gemüte zu führen. Dabei sein wird unter anderem: Janusz Anderman, Ignacy Karpowicz und Wojciech Tochman. Die Veranstaltung findet am Sonnabend ab 20 Uhr in deutscher und polnischer Sprache statt.

Lübeck:

Eine weitere Mußestunde im literarischen Sinne kann man in Lübeck genießen. Hier wird sich am kommenden Sonnabend, den 19. April, um 18.00 Uhr im artika kulturkontor getroffen, um Lyrisches zum Besten zu geben. Außerdem wird es erstmals ein Straßenfest geben. Noch ist zwar nicht klar, was und wie viel stattfinden wird, feststeht allein, dass es den ganzen Tag gehen wird.

Bielefeld/ Gütersloh:

Auch für Kinder wird in Sachen Literatur etwas geboten. Bereits zum dritten Mal veranstalten die Stadtbibliotheken Gütersloh und Bielefeld die Kinder-Literaturtage. Die Kinder-Literaturtage 2008 finden dieses Jahr vom 14. April – 9. Mai 2008 statt. Das Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 4 – 13 Jahren. Die 12 Lesungen in der Stadtbibliothek Gütersloh und der Stadtbibliothek Bielefeld widmen sich in diesem Jahr dem Schwerpunktthema “Zeitreisen”.

Pforzheim:

Der Pforzheimer Wildpark benötigt ja eigentlich keinerlei gesonderte Einleitung. Deshalb kommt hier auch keine. Ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass enz.info dessen Feier zum 40-jährigen Bestehen publik macht.

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Mühlacker:

Eine weitere Kurznotiz zum Sonnabend entnahm ich ebenfalls enz.info. Die “Kultrockband” Puhdys, eine “Band”, die uns schon in den 80ern versprach, BIS zur “Rockerrente” zu spielen, hat es nun endgültig geschafft und darf am 19. April 2008 im Mühlehof in Mühlacker auftreten.

Berlin:

Ein klein wenig mehr bietet mal wieder die Hauptstadt, denn am Sonnabend findet, wie Stadtkind BLN bemerkt, die “Europäische Clubnacht”, früher mal “Clubnacht Berlin” statt. Das Konzept, wie gehabt: 1x Eintritt (12EUR) = 34 Clubs. Mehr Infos und komplette Liste der Clubs bei der veranstaltenden Clubcommission.

Kassel:

Oh heiliger Wortwitz! “Das Musikschutzgebiet klatscht INDIE Hände” Angesichts einer Schlagzeile wie dieser ist man instinktiv versucht, schnell weiter zu klicken. Doch nach ein paar Sekunden des geduldigen Lesens möchte ich die, dahinter stehende Veranstaltung, dann doch weiter geben: “Im Rahmen der monatlichen Klatsch INDIE Hände Party wird am 19. April das Line-up für das Musikschutzgebiet-Festival präsentiert. Besucher sind ab 23 Uhr im ARM in Kassel herzlich willkommen, wenn es heißt Klatsch INDIE Hände meets Musikschutzgebiet. Der Musikschutzgebietverein bringt den Künstler Escapehawaii als Gastgeschenk mit. Sein Liveauftritt auf dem Musikschutzgebiet-Festival 2007 überzeugte das Publikum und auch 2008 wird er mit seinen Elektrosongs Besucher des ARM und des Festivals in Bewegung bringen.”

Meißen:

Zweimal im Jahr laden die Meißner Gastronomen und der Meißner Gewerbeverein zur Meißner Kneipennacht. Am 19.April ist es mal wieder soweit: urige Kneipen, Gaststätten, Restaurants und mittelalterliche Weinkeller öffnen Ihre Tore. Viel ist zu erleben in der an Dresden gekuschelten Elbschönheit: Vielfältige Livemusik aus verschiedenen Musikstilen wird versprochen und das alles bei einem Glas Wein oder einem Glas Bier aus der ältesten Privatbrauerei Sachsens. Was will man mehr?!

Weinähr:

“Die Hexe und das Feuerzeug” lautet der Titel der 65. Obernhofer Vollmondnacht am kommenden Sonntag, 20. April, um 20 Uhr im Gasthaus Bingel in Obernhof. Das Shamrock Duo präsentiert ein “märchenhaftes Frühlingskonzert”, das angereichert wird mit Texten von Diethelm Gresch und Gaby Fischer. Der Eintritt ist frei, allerdings wird um eine Spende gebeten.

München:

Einen musikalischen Leckerbissen bietet uns dieses Wochenende München: “Wenn Sie ‘Vitello Tonnato and the roaring Zucchinis’ lieben, werden Sie ‘Marty and his Rockin´ Comets’ lieben!” So vollmundig wird jene achtköpfige Formation angepriesen, die unter anderem mit “Die Jungen Tenöre” auf Ihrer letzten Weihnachts-Tournee tourten und im Kino-Film “Das Wunder von Bern” zu hören sind. Die Band spielt tanzbarsten Swing, Rock´n Roll und die Hits der 5oer und 6oer.

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Nußdorf:

Wer Lust auf “einen weiten Bogen durch die konzertante Blasmusik” hat ist am Sonnabend ab 20 Uhr beim Schneiderwirt in Nußdorf gut aufgehoben. “Die Kompositionen reichen von Tradition über Klassik bis hin zur modernen Blasmusik. Höhepunkte des Konzertabends werden wieder ein Auftritt der Jungmusikanten und die Übergabe der Leistungsabzeichen des Musikbundes von Ober- und Niederbayern sein.”

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Bonn:

An diesem Sonnabend wird in Bonn der erste Rheinau-Flohmarkt 2008 eröffnet. “Von 8 bis 18 Uhr kann gefeilscht werden was das Zeug hält. Alljährlich finden sich hier zwischen April und Oktober an jedem 3. Samstag im Monat je nach Wetterlage 1.000 bis 1.800 Anbieter ein. Die Stadt geht von jährlich rund 200.000 Besuchern aus.”

Kröpelin:

Und endlich mal wieder Kröpelin! Lange hörte man eher weniger aus dem hedonistischen Mecklenburg, bzw. nichts was an die sonst gewohnten Feste erinnerte. Schließlich war Wahl in Kröpelin und da ist ein wenig seriöse Zurückgezogenheit mehr als angebracht. Doch nun, nachdem die Urnen ordnungsgemäß ins Meer geworfen worden sind, herrscht wieder brachiale Lebensfreude am Diedrichshagener “Berg”. Kein Wunder, schließlich wurde das Sprachrohr der Region kroepeliner.de, dieser Tage zwei Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch auch von uns hierzu. Bescheiden wie man ist, lobt man selbstredend keine eitle Feier zu diesem Zweck aus, sondern verweist auf das pulsierende Partyleben Kröpelins, wo man dann entspannt ein paar Pilsken auf das Jubiläum heben kann. Ein Anlass hierfür wäre beispielsweise das traditionelle Osterfeuer, welches man diskret in Frühlingsfeuer umbenannt hat. Der Kröpeliner Reit und Fahrverein Kühlung gibt sich die Ehre und lädt am Sonnabend ab 16 Uhr ein. Hier gibt es für alle Personen ein “buntes Programm” (Pferdeschauprogramm, Springturnier, Kutschfahrten, Ponyreiten). Und schon um 19.00 Uhr soll dann schließlich das Feuer entfacht werden.

SUPERTIPP:
Für die Kategorie “Ganz was Besonderes” zeichnet dieses Mal Österreich verantwortlich. Das “Wilderermuseum St. Pankraz” ist eine inEURopa einzigartige Einrichtung. Doch lassen wir das autnet-blog zu Wort kommen: “Besonders originell ist dabei der Standort, nämlich der ehemalige Heustadel des benachbarten Gasthauses Steyrbrücke. In der heimeligen Atmosphäre des renovierten Gebäudeteils eröffnet sich auf 500 m² eine umfassende Schau zur Jagd und Wilderei – gezeigt werden über 250 Exponate darunter viele originale Wildererwaffen. Vom Wilderer als galanten Liebhaber bis zum ‚Helden der kleinen Leute‘, der sich erbitterte Kämpfe mit dem Jäger liefert – es sind viele Klischees und verklärte Wahrheiten, die sich um das Wildern ranken. Das ‚Wilderermuseum St. Pankraz‘ bietet darüber hinaus noch einige Attraktionen, die den Besuch zum Erlebnis machen: Ein Schießstand, wo jeder Besucher seine “Wilderertauglichkeit” testen kann, eine Fotowand (hier kann man sich als Wilderer fotografieren) und ein Wilderer-Shop, der u.a. originelle Souvenirs wie selbstgegossene Kugeln, ‘Wildererblut’ und Wildschützensekt bereithält. Ergänzt wird das Ausflugserlebnis durch den direkt beim Museum beginnenden, 10 km langen Flötzersteig. Entlang des Steyrflusses und der beeindruckenden Bergkulisse des Toten Gebirges führt er zum Alpineum in Hinterstoder, am Weg liegen die Naturschauspiele Kreidelucke, Strumboding-Wasserfall, Schiederweiher und Steyrursprung.” Ja, also wenn das nichts ist, dann weiß ich auch nicht.

Mehr zum Thema:

Placeblogs: Regional, Stadt-, Lokal und Kiez-Blogs
Placeblog-Rundschau: Das war 2007
- Placeblog-Rundschau: Die Wochenendtipps (10.4.)
- Placeblog-Rundschau – Die Wochenendtipps (3.4.)
- Placeblog-Rundschau: Das Oster-Spezial
- Placeblog-Rundschau: Die Wochenendtipps (13.3.)
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