Der Blaue Salon (I) - ein Plädoyer für den Rauchgenuss

- “Falls das Zigarrenrauchen im Himmel nicht erlaubt ist, möchte
ich nicht hinein.” (Mark Twain); Photo: mkorsakov
Tabak, Alkohol, Fleisch – immer stärker spüren wir in den letzten Jahren wie der Staat mit immer härteren Verboten in die Privatsphäre der Bürger einzudringen versucht. Doch die staatliche Gängelung ist höchst willkommen. Statt Widerstand herrscht allgemeines Einverstandensein. Die Lustfeindlichkeit, so scheint es, triumphiert über den Individualismus. Schild und Schwert der fürsorglichen Gesetzesflut ist der Schutz seiner Bürger. Rauchen ist hier ein Paradebeispiel. Es stinkt, ist ungesund und oft sogar tödlich, das beweisen unzählige Studien.
Selbstverständlich sind hier gewisse gesetzliche Einschränkungen angebracht, wiewohl man darüber streiten kann, ob Verbote und entmündigende Regelungen, selbstgetroffenen Lösungen und dem gesunden Menschenverstand entsprungene Kompromisse vorzuziehen sind. Keinesfalls gerechtfertigt ist aber die pauschale Bevormundung erwachsener, mündiger Bürger, die sich bewusst für den Tabakgenuss entschieden haben. Die Debatte um den Nichtraucherschutz ist ohne Frage eine hitzig und emotional geführte. Um Missverständnissen oder den üblichen Beißreflexen vorzubeugen: Es geht hier nicht um eine kategorische Ablehnung des Nichtraucherschutzes. Zweifelsohne ist es zu begrüßen, dass der öffentliche Raum rauchfrei ist und Nichtraucher demzufolge ausreichend geschützt sind. Doch das rigorose Verbot des Rauchens in allen gastronomischen Einrichtungen unseres Landes ist nicht hinnehmbar.
Dem Tabakgenuss das Wort reden
Denn es geht auch um etwas anderes, es geht ums Prinzip, es geht um die Verteidigung der persönlichen Freiheit, das zu tun oder lassen, was einem gefällt, auch wenn es schadet. Und es geht darum, was der Staat uns vorschreiben darf und was nicht. Es handelt sich also, im Foucaultschen Sinne, um eine körperpolitische Maßnahme der Macht, mit dem Ziel, das zivile Leben zu vereinnahmen, es zu verwalten und zu kontrollieren. Es soll daher in dieser Kolumne dem Tabakgenuss das Wort geredet werden. Eine so wundervolle Angelegenheit, die aus der öffentlichen Debatte nahezu verschwunden ist. Die mußevollen Stunden mit einer guten Zigarre am Abend mit Freunden. Der würzige Duft eines edlen Pfeifentabaks, der nach einem guten Essen wie ein sanfter Traum in alle Nasen steigt. Oder die selbstgedrehte Kippe, die nach einem Tag in der Natur am Lagerfeuer genüsslich in die Sterne geblasen wird.
Der “Blaue Salon” soll fortan in verlässlicher Regelmäßigkeit Rauchern eine Stimme geben und ihrem Genuss ein Anwalt sein.
Einerseits soll hier über aktuelle Entwicklungen hinsichtlich des “Raucherschutzes” informiert werden wie auch andererseits die Vorzüge des Rauchgenusses in all ihren Facetten dargestellt werden. Als roter Faden wie Motivation eine Überlegung Georg Simmels im Hinterkopf: Dieser sah einst schon den Ersatz der behäbigen Zigarre durch die schlanke Zigarette als Symptom der buchstäblichen Kurzatmigkeit der modernen Welt. Was hätte dann erst die angestrebte, komplette Auslöschung jeglicher Tabakwaren aus dem öffentlichen Leben zu bedeuten?
Diese Kolumne möchte auch ihren Teil dazu beitragen, dass wir eines Tages folgenden Sätzen nicht irritiert und ratlos gegenüberstehen: “Ich verstehe nicht, wie jemand nicht rauchen kann, er bringt sich doch, sozusagen, um des Lebens bestes Teil und jedenfalls um ein ganz eminentes Vergnügen! Wenn ich aufwache, so freue ich mich, dass ich tagsüber werde rauchen dürfen, und wenn ich esse, so freue ich mich wieder darauf, ja ich kann sagen, dass ich eigentlich bloß esse, um rauchen zu können.” (Thomas Mann, Der Zauberberg)
Inspiration und Ansporn für diese Kolumne ist ein Kreis von Liebhabern des Tabaks in all seinen Spielarten, welcher sich wöchentlich zum Plaudern und Rauchen trifft und an dem ich seit Längerem regelmäßig teilnehme. So auch diese Woche. Das Gespräch drehte sich dieses Mal hauptsächlich um relevante Seiten im Netz zum Thema Rauchen. Ob aktuell zum Thema des Widerstands gegen den Nichtraucherschutz oder ganz allgemein, das Angebot an hervorragend aufbereiteten und aktualisierten Seiten ist reichhaltig. Grund genug, einige von ihnen hier mal kurz vorzustellen.
“Blendlife” versteht sich als “Informationsportal für Raucher” und setzt demgemäß den Schwerpunkt auf eine Vernetzung raucherfreundlicher Lokale, Hotels und Clubs in ganz Deutschland. Mittels einer einfach zu bedienenden Suchfunktion kann man hier ganz schnell fündig werden wenn man auf der Suche nach einem Tipp in der Fremde ist.
Interessant mag hier der Umstand erscheinen, dass Baden-Württemberg mit 320 Etablissements eindeutig die Führung innehat. Außerdem verfügt “Blendlife” auch über eine “Raucherzeitung”, die mit Urlaubsberichten und jeglichen Gedanken zum Thema Rauchen zu überzeugen sucht.
Tolerantes Zusammenleben von Rauchenden und Nichtrauchenden
Ein Stück weit allumfassender begreift sich das “Netzwerk Rauchen”. Bestimmendes Motto ist hier sich “gegen die Diskriminierung von Raucherinnen und Rauchern zu engagieren.” Im Vordergrund steht demnach “ein tolerantes Zusammenleben von Rauchenden und Nichtrauchenden”. Hier findet man, nach Bundesländern geordnet, die verschiedenen Unterschriftenlisten gegen gesetzliche Rauchverbote, das Thema betreffende Neuigkeiten und viele weitere Informationen.
Eine aufreizend provokativ gestaltete Seite (allein der Begleitsong der Seite ist ein Genuss!) findet sich in “Smoking Rebels”. Die Macher dieser Seite gehören nicht direkt zu den vermittelnden und nach Ausgleich suchenden Kandidaten unter den Rauchern. Hier hat sich offensichtlich aufgestaute Wut und Ungeduld ihren Bann gebrochen. Die Rede ist von “Gesundheitsdemagogen und Gefahrenpsychose” – die Aussage von “Smoking Rebels” ist eindeutig: “Wie diskutieren nicht. Wir handeln. In einer emotionalisierten Debatte helfen keine Argumente.”
Nun ja, so sehr ich den Zorn der Betreiber nachvollziehen kann, hier war ich dann doch ein wenig ratlos. Stehen wir kurz davor, die Geburt einer “Tabak Armee Fraktion” mitzuerleben? Doch ein paar Sätze später ist der Parlamentarismus wieder in trockenen Tüchern: Die Wahlstimme wird als stärkste Waffe angenommen, die neuen Medien als beste Propagandaform ausgerufen. Zielsicher werden die aktuellen Feinde ausgemacht: “Kleingeist, Massenhysterie, Gesundheitswahn und geheucheltes Gutmenschentum.” Da bleibt kaum noch was hinzuzufügen, außer: Venceremos und “Lebensqualität geht vor Lebensquantität”!
Als weitere regionale Empfehlung sei noch Raucherlokale in Berlin genannt. Dies ist eine reine, ständig erweiterte, Liste an Kneipen und Clubs in Berlin, welche mit Rauchen keinerlei Probleme haben. Und daher hier die banale Frage: Warum kann man sich nicht auf diese Weise einigen? Es gibt Raucherkneipen und es gibt Nichtraucherkneipen. Punkt. Aus.
Und natürlich wurde diese Woche auch wieder geraucht.
Gemäß der Devise des “Raucherclubs” an diesem Abend neue Sachen in aller Ruhe und mit gemeinschaftlichen Geschmackssinnen zu goutieren, nahmen wir dieses Mal einen “Öko-Tabak” unter die Lupe. Diese Art von Tabaken erobert seit geraumer Zeit die urbanen Räume der Republik. In unserem Freundeskreis waren sie immer häufiger vertreten, während sie uns nicht so recht mundeten. Zu säuerlich oder trocken, lautete das einvernehmliche Urteil. In diesem Falle wagten wir uns an eine Sorte mit dem Namen “Pueblo” heran. Es gibt sie als normale Filterzigaretten wie auch als Drehtabak. Der Hersteller weiß zu berichten, dass sie “unter natürlichen Bedingungen auch (sic!) von Indianern angebaut werden”.
Der Vorteil ist also, dass dieser Tabak ohne jegliche Zusatzstoffe auskommt, was unter anderem seine Trockenheit erklärt. Nach eingehender Prüfung bleibt unser Urteil jedoch zu bestehen: Der Geschmack welcher sich auf der Zunge entfaltet, ist uns definitiv zu dünn und im Abgang zu säuerlich. Die Filterzigarette verliert noch zusätzlich im Vergleich zum Drehtabak. Nichtsdestotrotz mag diese Art von Tabak mit Berechtigung seine Liebhaber besitzen. Unserer Sache ist es dagegen nicht.
Ein weiteres Testobjekt dieses Abends ist die “Premium A”-Zigarre von Villiger (Länge: 165 mm - ø 17 mm). Dem unteren Preissegment zugehörig, überrascht sie fraglos durch würzigen Stand auf der Zunge. Die Mischung von kubanischer Einlage mit dem Sumatra Deckblatt kann als grundlegend gelungen betrachtet werden. So erzeugt sie in unserer abendlichen Runde dann auch mühelos jene Stimmung, die wie Franz Liszt es so schön umschrieb, “jeglichen Gemeinheiten dieser Welt die Tür verschließt”. Einzig zu bemängeln ist vielleicht eine gewisse, im Abgang bemerkbare Kraftlosigkeit der Würze, die den Rauchgenuss dann doch nicht ganz auf die Spitze treibt. Alles in allem aber eine elegante und empfehlenswerte Zigarre.
In diesem Sinne wünsche ich erlesenste Genüsse und entspannte Stunden!
Photo Quelle/ Copyright: mkorsakov, cc creative commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 (via flickr)













Werner Niedermeier
Ein schön und ehrlich geschriebener Artikel. Lediglich der Satz “Zweifelsohne ist es zu begrüßen, dass der öffentliche Raum rauchfrei ist und Nichtraucher demzufolge ausreichend geschützt sind.” macht mir etwas Kopfzerbrechen. Vor was sollen Nichtraucher geschützt werden müssen? Dass die Passivrauchlüge eine Erfindung ist, sollte jedem denkenden Menschen klar sein. Sie beruht auf Schätzungen, zwei Drittel der dort angegebenen Toten sind älter als 75 Jahre, ein Drittel sogar älter als 85 Jahre. Es ist bisher noch kein einziger Mensch aufgrund von Passivrauch gestorben. Die von der Antitabaklobby DKFZ genannten 3301 Passivrauchtoten sind eine reine Erfindung und schlechte Hochrechnung. Zu diesem Thema gibt es genug Informationen und seriöse Studien, die sich nicht auf Hochrechnungen und Annahmen stützen wie die des DKFZ, auf der das deutsche Rauchverbot sich gründet.
Wenn die Passivrauchgefahr also nicht vorhanden ist: Wozu dann ein Schutz der Nichtraucher? Ohne Frage: Manche Menschen können Tabakrauch nicht riechen. Ich kann manche Parfüms nicht riechen. Fordere ich deshalb ein Parfümverbot in öffentlichen Gebäuden?
Bisher gab es ein Miteinander. Man hat selbstverständlich mit der Zigarette nach dem Essen gewartet, bis alle am Tisch fertig gegessen haben. Jetzt gibt es ein Gegeneinander, angeheizt von militanten Antirauchern und ihren Parolen. Lassen wir uns von den wenigen militanten Antirauchern nicht in einen Bürgerkrieg hetzen. Die meisten Menschen, ob Raucher oder Nichtraucher, wollen dies nämlich nicht.
Rolf Ehlers
Was für ein Kult und ein Getue mit einem der gefährlichsten Genussmittel der Welt!
Aber der Autor geht über den Grundfehler seiner Verteidigungsrede schnell hinweg.
” . . . es geht auch um etwas anderes, es geht ums Prinzip, es geht um die Verteidigung der persönlichen Freiheit, das zu tun oder lassen, was einem gefällt,
a u c h w e n n e s s c h a d e t.” Dass es gegenüber dem, der nur sich selbst
schadet, nur den erhobenen Zeigefinger des Gesetzgebers gibt, erwähnt der Autor nicht. Aber, dass das Rauchen den in geschlossenen Räumen mit anwesenden Nichtrauchern und ganz besonders den dort Bediensteten schadet und dass alle
statlichen Bemühungen allein diesen Schutz meinen, erwähnt er nicht. Zur Schädlichkeit des Nichtrauchens gibt es nicht nur alberne Statistiken, s. z.B.
http://www.gefaesschirurgie.net/fragen/rauchen.htm. Selbst wenn Passivrauchen
nicht schwer gesundheitsschödigend wäre, es ist eine Dreckigkiet von den Rauchern, anderen Menschen die Luft zum Atmen vollzuqualmen! Das Sauzeug stinkt doch erbärmlich und setzt sich in den Klamotten fest! Raucher können überall dort ihrem seltsamen Hobby nachgehen, sie andere nicht stören. Sie dürfen sich
aber auch nicht öffentliche Räume besetzen, die für jedermann, der andere nicht
stört, gedacht ist.
Raucherwirt
@Rolf Ehlers
Es gibt auch kein Recht, Gäste und Kellner gegen Ihren erklärten Willen zwangszubeglücken! Es scheint derzeit ein kleiner Trend bei der Politik “en vogue”, verfassungswidrige Eingriffe in die Rechte der Bürger vorzunehmen. - Solche Bestrebungen sind typisch für Bevormundungssüchtige, die glauben, die Weisheit “mit Löffeln gefressen zu haben” und sich immer weiter in unsere Gesellschaft breit machen!
Kein Passivrauchvermeider wie Herr Ehlers muss in einer klar gekennzeichneten Raucherkneipe geschützt werden! Herr Ehlers muss simpel und einfach dort nicht hinein, wenn ihm die Rahmenbedingungen eines Wirtes, der seinen Gästen das Rauchen gestattet, nicht zusagen. Würde man mir wenigstens bis hierhin gedanklich folgen, dass das Nichtraucherschutz-Argument schon mal aus Gästesicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist?!
Darüber hinaus gilt, dass jeder Beruf seinen berufsspezifischen Rahmenbedingungen und möglicherweise auch Gesundheitsgefahren unterliegt - vom Kohlekumpel bis zum Bildschirmarbeitsplatz. Wer als Bedienung seinen Arbeitsplatz in einer Raucherkneipe antritt, weiß ganz genau, was ihn dort erwartet. Es ist schon absurd, dass Bedienungen zwar rauchen dürfen (um sich selbst zu schädigen), vom Gesetzgeber aber zwangsgeschützt werden “müssen”. Warum traut der Staat seinen “Untergebenen” keinen freien Willen zu?
Es ist weiterhin erlaubt, Gaststätten an den Bedürfnissen von Nichtrauchern ausgerichtet zu betreiben und sich an diesem Markt dumm und dämlich zu verdienen! Diese oberlehrerhaften Bürgerbevormundungen sind ein absolutes Gräuel!
Ricci Riegelhuth
@Rolf Ehlers
Ganz speziell für Sie Herr Ehlers, hier ein Zitat von Herrn Davila aus Südamerika:
“Die Regierenden, die nur eine Minderheit repräsentieren, müssen die Zivilisation erfinden, um nicht unterzugehen.
Die Delegierten einer Mehrheit hingegen können ungestraft obszön,plump, grausam sein.
Je größer die Mehrheit ist, die sie stützt, umso unvorsichtiger, intoleranter, rücksichtloser gegen die menschliche Vielfalt ist die Regierung.
Wenn die Regierenden sich für die Sachverwalter der ganzen Menschheit halten, nähert sich der Terror.”
Sie Herr Ehlers, weisen uns mit ihrer unzweifelhaften Belehrungshaltung noch auf die Möglichkeit hin, das Wort Menschheit durch “Gesundheit” zu ersetzten.
Lesenswert ist auch dieser Text:
Gedanken für eine stigmatisierten Randgruppe (Editorial aus smokersnews.de)
(…)So schwierig es ist, den Auslöser einer Krebserkrankung – einige wenige ausgenommen (z.B. Asbestose) - mit lebensbedrohlichem Verlauf, sozusagen den status nascendi, zu rekonstruieren bzw. nach oft vielen Jahren eindeutig zu ermitteln, so unmöglich ist es, sämtliche begleitenden Lebensumstände und die einhergehenden sonstigen Risikofaktoren über den gesamten Zeitraum aufzuzeichnen und in ihrem Einfluss auf den Krankheits-verlauf zu bewerten. Ohne die vom DKFZ errechneten Mortalitätsraten auch nur im geringsten in Zweifel zu ziehen, kann jedoch der Feststellung nicht widersprochen werden, dass zum Beispiel bei 150 tödlich endenden Herz-Kreislauferkrankungen sich möglicherweise nur in 1 -2 Fällen eine relevante Überlagerung durch Passivrauchen beweisen ließe. Und noch eine Tatsache ist bei dieser Betrachtung verwunderlich: Trotz der vielen hundert Studien und Veröffentlichungen über den tödlichen Effekt des Passivrauchens wird in keiner, soweit dem Verfasser bekannt, ein einziger Todesfall konkret beschrieben bzw. der ursächliche Zusammenhang zweifelsfrei dokumentiert. Trotz allem stellen die Sozialmediziner in ihrer aufrüttelnden Publikation fest, dass Passivrauch erheblich zur Sterblichkeit hierzulande beiträgt.
Nur zum Vergleich: das Statistische Bundesamt meldete für das Jahr 2006 exakt 9.765 Selbstmordfälle, womit also Selbstmörder einen dreimal „erheblicheren“ Anteil an der Sterblichkeitsrate in Deutschland haben. Und diese „erschreckende“ Zahl wird vermutlich noch ansteigen, denn in Frankreich liegen die Suizidversuche (in Prozent der Bevölkerung) bereits doppelt und in den USA sogar dreimal so hoch wie hier. Wenn also anfängliche Zweifel an der Umsetzung eines generellen Rauchverbotes in Deutschland damit vom Tisch gefegt wurden, dass das, was in Frankreich oder in Amerika so toll geklappt hat, auch bei uns möglich sein muss, dann dürfte auch diese traurige Entwicklung nicht an den deutschen Grenzen Halt machen. Aber das ist kein Thema für Epidemiologen.(…)
Vom Tabak-Angstschleier, der den Menschen einsuggeriert wird, und Morbidität sowie Mortalität
(…)Auch wenn die Menschen in unserem Land durch die von Gesundheitsexperten und Tabaksrauchgegnern vorgetragenen Argumente bereits total verängstigt sind und in einem Päckchen Zigaretten tatsächlich nur noch die Büchse der Pandora sehen, so dürfte ein Blick auf viel lebensbedrohlichere Risiken im Alltag die Befürchtungen vielleicht relativieren. Statt eines Tabakwölkchens müssten Nichtraucher weitaus mehr die schicksalhaften, ohne eigenes Handeln eintretenden, aber sehr viel realistischeren tödlichen Ereignisse des Lebens fürchten: In einer Studie hat das amerikanische „Institute of Medicine“ für die USA die Zahl der Patienten, die jährlich an den Folgen von Behandlungsfehlern sterben, mit 50.000 bis 100.000 angegeben. Derartige Studien sind in Deutschland bislang nicht vorgelegt worden. Experten gehen aber von vergleichbaren hohen Todesraten (6.000 bis 12.000) aus.
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin hat sich 2006 auf einem Kongress mit dem Thema „Sepsis“, im Volksmund Blutvergiftung genannt, befassen müssen. Hintergrund sind 150.000 Vergiftungsfälle pro Jahr, wovon etwa 60.000 tödlich verlaufen – und das Schlimme, die meisten Opfer haben sich die Vergiftung erst während eines notwendigen Krankenhausaufenthaltes zugezogen. Rechnet man nun noch die bereits erwähnten Grippe-Toten hinzu, so dürften zwischen 70.000 und 90.000 Menschen in Deutschland jedes Jahr vorzeitig ihr Leben verlieren, obwohl sie sämtliche gesundheitlichen Empfehlungen und Ratschlägen der „Apotheken Umschau“ uneingeschränkt befolgt hatten. Das sind ungefähr 10 Prozent von den insgesamt vom statistische Bundesamt für 2006 genannten Sterbefälle (821.627) oder 30-mal mehr als die vom DKFZ angeführte und als erheblich eingestufte Todesrate bei Passivrauchern. Die Hoffnung, dass sich diese tragischen Vorkommnisse deutlich reduzieren, ruht vor allem auf den Bemühungen der Ärzteschaft sowie der Krankenhausträger. Das Rauchverbot kann jedenfalls keinen Beitrag leisten.(…)
…mal so zwischendurch, wann dürfen wir uns mal ein Interview ansehen oder hören bzw. lesen:
Nur eins verwundert schon die ganze Zeit.
Während sonst das Fernsehen nicht gerade zimperlich ist, vom Schicksal getroffene Menschen – Opfer wie Täter – ausfindig zu machen und zu oft peinlichen Interviews ins Studio zu holen, hat man noch nie einen tragischerweise durch Passivrauchen an Lungenkrebs Erkrankten vor die Kamera gebracht, obwohl an diesem Krebsleiden angeblich und schätzungsweise 45.000 Menschen in diesem Land pro Jahr neu erkranken und nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums darunter immerhin 283 Passivraucher sein sollen.
Oder sind die identisch mit den Massenvernichtungswaffen in Bagdad?
Beste Grüße aus Ricciland
Dem Freund das Herz, dem Feind die Stirn!
Ricci Riegelhuth
Gedanken für eine stigmatisierten Randgruppe / Folge 8: Die Restlaufzeit des Rauchverbotes hat bereits begonnen
Und zum Fazit der Serie ein zeitgerechter Satz von Helmut Schmidt(hinter dem Link ist ein Artikel über ihn):
“Das geht vorbei wie die Prohibition in Amerika”
Verbote ziehen, wenn sie das Verhalten oder die persönliche Lebensweise und -einstellung der Menschen betreffen, z.B. ihre hergebrachten Sitten und Gebräuche, ihre individuelle Überzeugung, ihre Weltanschauung oder ihren Glauben, immer gleiche Folgeerscheinungen nach sich: Heimlichkeiten, Übertretungen und Widerstand. Auf der anderen Seite folgen ihnen: selbsternannte Tugendwächter, professionelle Moralapostel und scheinheilige Denunzianten. Verbote waren schon immer bei Herrschern und den herrschenden Klassen ein sehr beliebtes Zuchtmittel, das leider nicht immer sinnvoll eingesetzt wurde. So sind bösartige, manchmal auch kuriose Auswüchse anzutreffen. Beispielsweise gilt heutzutage in einigen US-Bundesstaaten das Verbot, Wäsche für Anwohner oder Straßenpassanten sichtbar zum Trocknen ins Freie zu hängen. Polizeistreifen und ambitionierte Ordnungshüter kontrollieren regelmäßig die Wohngebiete und drohen Uneinsichtigen mit Bußgeld.
Nachdem die Verbotsregelung beim Rauchen anscheinend so gut funktioniert hat, werden schon die nächsten Verbotsmöglichkeiten in Bezug auf Alkohol, Fett- und Zuckergehalte, Holzbrand, „gefährliche“ Sportarten usw. diskutiert. Schließlich brauchen auch die Medien wieder neue Zielobjekte.
Noch werden solche Absichten von politischer Seite heftig dementiert, um nicht tatsächlich in den Ruf einer Verbotsrepublik zu geraten. Wenn es aber die Umstände verlangen und wenn es auch nur der Zeitgeist ist, dann sind Verbote notwendig, unumgänglich, berechtigt – ja, unvermeidbar. Sollten sich jedoch diese Umstände ändern oder verflüchtigen, ist ihr Fortbestehen obsolet.
Ganz gleich, wie es kommt, die Restlaufzeit des Rauchverbotes hat bereits begonnen.
Gunther Grabowski
Langgöns, Frühjahr 2008
stefan
Warum soll man Menschen, die das atmen genießen, das atmen verbieten? Klar, das ruft Rebellion hervor, wenn manche meinen anderen vorschreiben zu wollen was sie zu atmen haben. Ob daran 3000, 300 oder sonstwieviele sterben ist vollkommen unerheblich. Oder legitimiert sich ein rauchfrei-genuß nur dann, wenn Menschenleben gerettet werden? Sicher nicht.
Genauso wie jeder Zigarrenliebhaber das Recht hat zu rauchen (entweder draussen oder in abgetrennten, unbedienten Raucherzimmern) hat der NR das Recht nicht mitzurauchen. Ganz einfach. Mehr nicht.
Und man sollte sich immer wieder ins Auge rufen, das nicht die NR Ursache der Gesetze sind, sondern eben Raucher, die weder freiwillig Fumoirs aufsuchten, noch Toleranz aufwiesen. Und wenn sich jetzt die jenigen, die ein Gesetz erst nötig machten, darüber aufregen das es ein eben solches gibt, ist das nur zynisch!
Die Raucher waren es doch die eine freiwillige Regelung ablehnten, immer und überall rauchten, der Toleranz und Rücksicht keine Chance gaben.
mirakel
@HerrManz
Niemand zwingt sie als Wirt tätig zu sein wenn sie Nichtraucherschutzgesetze ablehnen. Der Kumpel im Tagebuch hat ein Berufsrisriko - es ist unverhinderbar. Der Rauch in Kneipen hingegen ist nicht nur kostenlos vermeidbar, er ist auch noch vollkommen unnötig, und meines wissens benötigt keine Kneipe auf der Welt Rauch um zu existieren. Der Verweis auf ein Arbeitsrisiko ist also unzulässig weil es eben kein Rauchberufsrisiko gibt.
Die Argument man “kennzeichne” eine “Raucher”gaststätte ist ebenso absurd. Analog dazu dürfte jeder Alkohliker sein Auto kennzeichnen, und hätte an Folgeunfällen keine Schuld da ja jeder, der sich auf die Straße begibt, “wusste” was es dort für eine Gefahr gibt. Nein, Freiheit und Selbstbestimmung sind hier wichtiger als irgendwelche Totschlagideologien der Raucherfraktion. Wer eine öffentliche (!) Kneipe betreibt, die ja nicht privat ist, hat sich gewissen Regeln einzuhalten. Wem dies nicht passt, der wird nicht gezwungen eine Kneipe zu betreiben, sondern kann doch ganz einfach bei sich zu Hause Raucherparties feiern. Wer aber einen öffentlich Gewerbebetrieb führt, sogar Angestellte hat, muss eben grundsätzliche Regeln einhalten. Wenn sich ein paar Nörgler dagegen wehren, müssen sie halt in die Tabakbranche wechseln wenn ihnen der Rauch wichtiger ist als das trinken, das gesellige Zusammsein und Spaß in einer Kneipe.
Zora
Mirakel, ich kann mich wirklich nur wundern, wie in dieser Debatte immer wieder mit scheinbar logischen Argumenten herumgewedelt wird, die alles andere als Argumente, geschweige denn logisch sind.
Nehmen wir Ihren Vergleich mit dem Alkoholiker, der Auto fährt und sich mit einem Schildchen als Alkoholiker kennzeichnet. Ich kann hier beim besten Willen keine Analogie zur Kneipe eines Herrn Manz oder irgend einer anderen Raucherkneipe sehen. Eventuell leben sie in einer besonders gefährdeten Ecke der Bundesrepublik, wo die Wirtschaften tatsächlich durch die Gegend fahren und harmlose Passanten plattmachen. Alle Kneipen, die ich kenne, sind fest an ihren angestammten Orten verankert.
Aber um bei ihrem Beispiel zu bleiben, leihe ich es mir gerne einmal aus, um etwas anderes deutlich zu machen. Sie und einige ihrer extremen Gesinnungsgenossen sind es, die darauf warten, bis ein Alkoholiker zu seinem gekennzeichneten Fahrzeug geht, um sich davor zu werfen und “Hilfe, ich werde bedroht!” zu rufen.
Dass sie Ihr Bedürfnis, immer und überall rauchfreie Räume vorzufinden, mit allen Mitteln durchsetzen wollen, ist eine menschliche Schwäche - wir alle haben ab und zu mal Allmachtsphantasien. Dass Sie scheinheilig vorgeben, Bedienungspersonal schützen zu wollen, die Logik beugen und auch noch vorgeben, etwas von Spaß zu verstehen, beweist aber nur eines: Sie haben keine Ahnung von der Situation der Bedienungen (denn auch unter diesen Menschen gibt es zahlreiche Raucher), keine Ahnung von Logik und schon gar keine von Spaß
mirakel
Zora, sehr wohl besteht dort eine Analogie. Herr Manz argument das man Gesetze bzw. Schädigung Unbeteiligter damit aufheben könnte das man die Schädigung “kennzeichnet”. Beim alkoholisierten Autofahren gilt das gleiche: sie wird nicht dadurch besser das man sie kennzeichnet!
Das Raucher fordern das überall wo sie sich befinden das rauchen erlaubt ist, und nicht zu akzeptierren. Jetzt mit allem Mitteln durchzusetzen das Bedienungen oder Gäste mitberaucht werden ist inakzeptabel. Nochmal: kein Wirt wird gezwungen sein Lokal weiterzuführen wenn er mit Hygiene- oder Rauchregeln nicht einverstanden. Auch keine rauchende Spaßbremse wird gezwungen in eine rauchfreie Kneipe einzukehren.
Die extreme Forderung überall rauchen zu wollen ist zu hart. Die jetzige Regelung – freie Entscheidung für alle – NR müssen nicht mitrauchen, Raucher können draussen rauchen oder suchen sich einfach Raucherzimmer ist am liberalsten.
Ob es unter Bedienungen auch Raucher gibt spielt überhaupt keine Rolle. Oder wird das trinken in Bussen erlaubt weil “manche Busfahrer gerne Alkohol trinken”. Und, geht es bei der Frage um die Sucht der Angestellte, oder um die Gäste bzw. den Schutz der Angestellten? Die Angestellten arbeiten ja schließlich für die Gäste.
Oliver Kopp
Passivdenken - ein unterschätztes Gesundheitsrisiko
Heidenheim(dqa). Die gesundheitlichen Gefahren des aktiven Denkens sind allgemein bekannt. Traurige Berühmtheit erlangte der Fall des hemmungslosen Suchtdenkers Max Weber, der seine von Kennern noch heute gerühmten Denkexzesse mit jahrelangen Sanatoriumsaufenthalten bezahlen musste. Jedes Jahr sind es Tausende von Denksüchtigen, die ihrer krankhaften Gewohnheit, meist durch Selbsttötung, zumOpfer fallen, ganz zu schweigen von den vielen anderen, die an geistig bedingten körperlichen Erkrankungen dahinsiechen. Mit modernen bildgebenden Verfahren können Neurophysiologen heute nachweisen, dass beim Denken bestimmte Neurotransmitter in übergrossen Mengen ausgeschüttet werden und dadurch krankhafte Überreizungszustände des Gehirns auslösen. Völlig unterschätzt wurden jedoch bislang die Gesundheitsrisiken des Passivdenkens.
Wenn Nichtdenker unfreiwillig die Emissionen von Denkern aufnehmen, vergrössert
sich ihr Erkrankungsrisiko erheblich gegenüber anderen Nichtdenkern, die in einer völlig denkfreien Umgebung leben. Häufige Folgen sind schwere Schwindelanfälle, Orientierungsverluste und Verwirrtheitszustände, die nicht selten tödlich enden. Das belegt eine Studie, die unlängst vom Deutschen Hirnforschungszentrum(DHFZ) in Heidenheim veröffentlicht wurde. Marotta Plattke-Laber, die Leiterin des dort angesiedelten Kollaborationszentrums Denkkontrolle derWeltgesundheitsorganisation, zeigt mit überzeugendenStatistiken, dass jährlich1217Nichtdenker an den Folgen des Passivdenkens sterben. Das sind annähernd 20% der jährlichen Verkehrstoten!
Deutschland muss handeln, fordert darum das DHFZ und empfiehlt, dem Nichtdenkerschutz höchste Priorität zugeben. Insbesondere müssen in allenVerkehrsmitteln, Gaststätten und öffentlichenGebäuden, sofern es dort überhaupt noch nötig ist, umfassende Denkverbote erlassen werden. Das DHFZ geht mit gutem Beispiel voran: Im Interesse des Nichtdenkerschutzes sollen die wenigen im Zentrum noch verbliebenen Denker in den Vorruhestand entlassen werden und ihren nicht denker schädlichen Gewohnheiten in den persönlichen Bereich verlegen. Denken ist eben Privatsache. In der Öffentlichkeit kann es nur Schaden anrichten. Endlich sind gesunde Lebensbedingungen für die Nichtdenker zuschaffen, verlangt
Plattke-Laber: Deutschland muss denkfrei werden! - aha -
Ricci Riegelhuth
Das soziologische Raucher-Profil,
oder auch: TÄTER-PROFIL
(Auszug: Rauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft von Imre von der Heydt, Dumont, ISBN 10:3-8321-7931-3)
Bereits der legendäre “Terry-Report” hatte festgestellt, daß Raucher nicht nur bei den allgemein verdächtigen Erkrankungen wie Lungenkrebs eine höhere Sterberate aufweisen. Nein, die Raucher hatten erstaunlicherweise auch in fast allen anderen Kategorien - inklusive Selbstmord - die höchsten Todesraten aufzuweisen.
Andere Studien ergeben, daß Geschiedene(mit 44%) weitaus häufiger rauchen als Verheiratete(26%). Auch die Angaben zu den Arbeitslosen werden bestätigt:
Mit 47& rauchen sie weitaus häufiger als Erwerbstätige.
In unzähligen weiteren Studien wird belegt, daß Raucher häufig auch mehr trinken, sich häufig schlechter ernähren, fettreicher und vitaminarmer essen, nicht richtig frühstücken, weniger Sport treiben, weniger schlafen und viele andere Verhaltensweisen an den Tag legen, die ebenfalls im Verdacht stehen,
das Risiko für bestimmte Erkrankungen zu erhöhen.
Noch völlig unberücksichtigt sind hier die psychischen bzw.psychologischen Komponenten. So hat man festgestellt, daß Raucher generell eine höhere Risikoneigung haben. Raucher sind extrovertierter, sprunghafter,risikofreudiger. Raucher haben auch häufiger Sex. Raucher schnallen sich sogar beim Autofahren tendenziell weniger an (ganz böse,böse)
Man möchte fragen:
Raucher - sind das alles VERÜCKTE denen ohnehin nicht zu helfen ist ?
Reden wir hier tatsächlich noch über die Gefahren des Rauchens ?
Oder geht es nicht vielmehr generell um die gesundheitlichen Risiken in den Lebensgewohnheiten bestimmter sozialer Gruppen oder Charaktertypen ?
Haben wir womöglich kein Tabakproblem, sondern in Wahrheit ein generell menschliches Problem ?
Denn mit etwas Ruhe und Abstand könnten wir auch zu dem Schluss kommen, daß Raucher Menschen sind wie jeder andere auch- mit Stärken, Schwächen, Träumen, Ängsten. Zu ihnen gehören Akademiker und Arbeiter, Frauen wie Männer, Beamte wie Lehrer,Künstler, Träumer und Exzentriker; und nicht zu vergessen die unüberschaubare Zahl von im Lande verstreuten Alltagsneurotikern und kleinbürgerlichen Psychopathen.
Kurz: ganz normale Leute.
Bei jedem von ihnen sprechen wir über einen einzigartigen Entwurf eines menschlichen Lebens - mit einer Zeitspektrum, die vielleicht 70 Jahre umfaßt, vielleicht nur 50, die vielleicht im nächsten Augenblick vorüber ist.
Und jeder von ihnen lebt etwas anders:
Der eine raucht viel, trinkt gerne Bier, lebt in der Stadt, hat einen stressigen Beruf und Übergewicht. Er ist Feuerwehrmann oder Gesamtschullehrer. Der andere raucht auch, treibt aber viel Sport und achtet auf seine Ernährung. Er ist Schriftsteller oder Krankenpfleger.
Welche gesundheitspolitische Richterinstanz will sich hier anmaßen, ein pauschales Urteil über die eine oder andere Lebensweise zu fällen ?
Im Zweifel handelt sich es um Menschen, die nicht auf die Welt gekommen sind, um als Gesundheitswunder statistische Rekorde zu brechen, sondern um zu leben, so gut sie können und so gut es geht. Mit all den Sehnsüchten und Ängsten, Traurigkeiten und Träumen, die zum menschlichen Dasein dazugehören.
Gilt es nicht, dies zu respektieren, diese Freiheit zu verteidigen ?
(Im Buch zu finden auf Seite 98-100)
Ricci Riegelhuth
Während DEHOGA und Freunde nur wegen Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit klagen hat der VEBWK es gleich richtig gemacht und die komplette Grundlage für das Rauchverbot in Frage gestellt. Nun kommt endlich die überfällige Diskussion in Gang:
Die vom VEBWK eingereichte Popularklage befasst sich neben der für viele Wirte existenzbedrohenden Auswirkungen des totalen Rauchverbots (Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit) insbesondere mit der Grundlage, auf der das GSG aufbaut. Dem GSG liegt eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg zu Grunde. Diese Studie wurde von der Anwaltskanzlei Scheele und Partner einer wissenschaftlichen Untersuchung durch Experten unterzogen. Das 40-seitige Ergebnis dieser Untersuchung zeigt, dass die Studie des DKFZ der notwendigen Kausalität entbehrt und somit als äußerst fragwürdig angesehen werden muss. Die Untersuchung der DKFZ-Studie ist Bestandteil der Popularklage und soll im Laufe des Sommers im Rahmen eines Symposions öffentlich diskutiert werden. Der VEBWK weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf seinen Willen hin, zu einem funktionierenden Nichtraucherschutz beizutragen. Als Voraussetzung fordert der VEBWK jedoch die Gleichbehandlung und Gewährleistung der Existenzsicherheit von Gastwirten.
Quelle: smoking rebells
Den Link anclicken und jeder erfährt wer der Vebwk ist!
Ricci Riegelhuth
28.04.2008 20:40
Kampfansage von Karl-Heinz Florenz: EU verstärkt Druck für totales Rauchverbot
Das Ziel der EU-Kommission ist klar: Das totale Rauchverbot bis 2010, getarnt als Arbeitnehmerschutz
Die EU will immer mehr Einfluss auf die Lebensbereiche der EU-Bürger direkt nehmen, doch das Thema Gesundheit bleibt Sache der Nationalstaaten. Nicht ganz. Beim Vorgehen gegen das Rauchen haben EU-Parlament und EU-Kommission nun eine Hintertür geöffnet, durch die sie totale Rauchverbote in allen Lokalen Europas bringen wollen. Diese Hintertür heißt “Arbeitnehmerschutz”. Darunter fallen etwa der Schutz vor zu viel Lärm, verpflichtende Ruhepausen oder die Helmpflicht auf Baustellen.
Nun basteln zwei EU-Kommissare an einer Ergänzung, nämlich dem Schutz von Arbeitskräften vor dem Passiv-Rauchen. Das würde nichts anderes bedeuten, als das komplette Rauchverbot in allen Gaststätten und im gesamten Europa. Gegenüber dem “Wiener KURIER” erläutern die Gesundheits-Kommissarin Androulla Vassiliou und der Kommissar für Arbeit und Soziales, Vladimir Spidla.
Eine Kostprobe davon, wie radikal Nichtraucher im Parlament sein können, gab der deutsche Abgeordnete Karl-Heinz Florenz, der sich um die Nicht-Raucher-Gesetze kümmert. Sollten es Österreich und Deutschland in den kommenden zwei Jahren nicht schaffen, die Vorgaben des Parlaments selbst umzusetzen, dann “falle die Guillotine”, sprach er und fügt hinzu: “Und in der Regel ist eine Guillotine unangenehm.”
Quelle:smokersnews.de
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Readers Edition » Weg mit dem Glimmstengel, ran an die Tasten – Rauchfrei 2.0
[…] Genüsslich wird an der Zigarette gezogen, der blaue Dunst tief in die Lungen geholt und anschließend, fast meditativ, durch Mund oder Nase wieder in die Freiheit entlassen. Nicht nur Kollege Günthers Kolumne “Blauer Salon – Ein Plädoyer für den Rauchgenuss” inspiriert an dieser Stelle so manchen Freund der “aromatischen Lebenskultur”, sondern auch die kleine unscheinbare Schachtel, die vielleicht gerade neben dem Rechner liegt. Flugs eine angezündet und weiterlesen… […]
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Ricci Riegelhuth
Im Verboten steckt eine Menge Soziologie. Und Unterschicht wird jetzt erzogen.
Nur wo ziehen wir sie denn hin?
Ein eingepflegter Link zum Thema : “Das Rauchverbot verdrängt die Unterschicht.”
Ricci Riegelhuth
“CIGARRENGENUSS IN ZEITEN DER PROHIBITION” von Heinrich Villiger
Ansprache anlässlich der Eröffnung von “Zigarren Herzog am Hafen” (Berlin)
Heinrich VilligerAm vergangenen Samstag(31.05.2008), bei nahezu cubanischen Temperaturen, hat Dr. Maximilian Herzog seine neue Cigarren-Genussinsel am Osthafen in Berlin eröffnet. Mit zwölf cubanischen Botschafterinnen, landestypischen Produkten und jeder Menge Cigarren-Prominenz – und dies alles am sogenannten „Weltnichtrauchertag“ – platzierte Dr. Herzog sein drittes unternehmerisches Engagement im Tabakwarenfachhandel in der Hauptstadt.
Mit dabei Heinrich Villiger, der (wieder einmal) eine besonders pointierte Ansprache hielt.
Ansprache (voller Wortlaut) von Heinrich Villiger (Vorsitzender des Verwaltungsrats der Villiger Gruppe)anlässlich der Eröffnungsfeier des Geschäftes “Zigarren Herzog am Hafen” in Berlin am 31. Mai 2008:
Lieber Herr Dr. Herzog, sehr verehrte Damen und Herren!
Herzlichen Dank, lieber Herr Dr. Herzog, für Ihre Einladung nach Berlin zur Eröffnung Ihres stilvollen neuen Cigarrengeschäftes. Ich bin sehr gerne gekommen und freue mich, einige Worte an Ihre Gäste richten zu dürfen. Den Titel für meine Ansprache haben Sie mir vorgegeben, sicherlich auch unter Berücksichtigung der Bedeutung des heutigen Tages für jene unserer Mitmenschen, die uns Cigarrengenießern nicht unbedingt zugetan sind: der 31. Mai ist nämlich auch der sogenannte “Nichtrauchertag”, möglicherweise sogar der “Weltnichtrauchertag’. Inzwischen ist dieser Tag ja schon fast vergangen - es ist 19.00 Uhr - und er verlief wie jeder andere Tag auch ohne jegliche Resonanz in der Öffentlichkeit, ohne Demonstrationen gegen die Raucher, ohne Aufrufe der notorischen Tabakgegner.
Wir dürfen uns jedoch nicht in Sicherheit wiegen. Es stellen sich zwei Fragen: leben wir bereits in einer Zeitphase der Prohibition oder steht uns diese erst noch bevor? Ich würde sagen, dass wir uns zur Zeit in einer Interregnum-Phase befinden, oder anders ausgedrückt: das Ende der Fahnenstange in diesem Krieg gegen den Tabak ist noch nicht erreicht. Ich sage das nicht, um etwa Trübsal zu blasen, sondern um alle jene aufzuwecken, die etwa der Meinung sind, dass die jetzigen Einschränkungen, mit denen wir bereits leben müssen, eigentlich tragbar sind. Aber darum geht es nicht. Sie kennen das Sprichwort, dass einem die ganze Hand genommen wird, wenn man dem Gegner einen Finger reicht.
Es geht um mehr als nur um eine Auseinandersetzung zwischen Rauchern und Nichtrauchern, es geht schlicht und einfach um die soziale Akzeptanz des Rauchens und damit des Tabaks. Und es werden nicht einmal “Schlupflöcher” wie zum Beispiel Schnupf- oder Kautabak - also der so genannte “rauchlose” Tabakgenuss - akzeptiert, sondern die militanten Gegner wollen den Tabakgenuss insgesamt ausmerzen. Das ist keine Erscheinung der Neuzeit. Im Laufe der Jahrhunderte seit Kolumbus den Tabak nach Europa brachte, war der Tabakgenuss immer wieder die Zielscheibe von Fanatikern. Als Beispiel möchte ich lediglich den türkischen Sultan Mürad IV. (1612 - 1640) zitieren, der das Rauchen zum Kapitalverbrechen erklärte.
Der Unterschied zur heutigen Situation ist der, dass Mürat die modernen Kommunikationsmittel unserer Zeit nicht zur Verfügung standen. Der neue Sultan heißt WHO, die Weltgesundheitsorganisation, die dem Tabak den absoluten Krieg erklärt hat, und dies ohne formelle Kriegserklärung. Die WHO gibt damit dem Druck der zahllosen NGO’s - Non Gouvernemental Organisations - nach, die politisch überwiegend von linken und grünen Organisationen unterwandert sind. Das ist keine Kritik, sondern eine Feststellung, die auch nicht umstritten ist.
Ich erinnere mich an ein Hearing, ein Anhörungsverfahren der WHO in Genf, zu diesem Thema, zu dem alle so genannten “interessierten Kreise” eingeladen waren. Ich erinnere mich nicht mehr an das genaue Datum, es ist gut 10 Jahre her, zu Wort kamen meiner Erinnerung nach etwa 550 Organisationen aus aller Welt. Jedem Vertreter dieser Organisationen - überwiegend NGO’s - wurde eine Sprechzeit von 5 Minuten eingeräumt. Ich war damals Vorsitzender der ECMA, der European Cigar Manufacturers Association, und ebenfalls als Speaker dieses Verbandes eingeladen. Als “Streithelfer” kamen auch die Zigarettenhersteller, die Tabakpflanzer, die Handelsverbände unserer Branche, usw. zu Wort. Wir waren ein kleines Grüppchen von vielleicht 20 oder 30 Befürwortern des Tabakgenusses. Uns standen jedoch mehr als 500 Vertreter der anderen Seite, der Tabakgegner, gegenüber. Darunter war sogar eine Cubanerin, die eine cubanische Nichtraucherorganisation vertreten hatte. Dies bleibt mir als großem Freund der cubanischen Tabakkultur unvergessen.
Damit wurde mir damals schon klar, wohin der Zug läuft. Aber mit den Auswüchsen der heutigen Zeit hatte ich nicht gerechnet. Die WHO verfolgt heute kompromisslos die Durchsetzung ihrer “Framework Convention on Tobacco Control” - kurz FCTC genannt, die ihr ganzes Spektrum der umzusetzenden Maßnahmen gegen den Tabakkonsum umfasst:
- Steuererhöhungen
- Werbeverbote
- Rauchverbote
- Warnhinweise auf den Packungen (einschließlich der sogenannten “Pictorials”, den abstoßenden Farbbildern )
- Jugendschutz (z.B. Verbot von Zigarettenautomaten)
- Regulierung bis zum Verbot von Zusatzstoffen zur Aromatisierung von Tabakfabrikaten
- Gestaltung der Packungen von Tabakfabrikaten (alle einheitlich grau oder schwarz und mit überdimensionierten Warnaufdrucken)
- Einschränkung der Verkaufsflächen für Tabakwaren
- Vorschriften für die Platzierung von Tabakwaren an den Verkaufsstellen (zum Beispiel nur noch hinter einem Vorhang oder unter der Theke)
- Einschränkung des zollfreien Verkaufs und des Internet-Verkaufs von Tabakfabrikaten usw.
Das sind keine Utopien. Mir liegt eine aktuelle Information über die “Tobacco Related Legislation” in den acht Regionen in Australien vor. Es ist mehr oder weniger ein Flickenteppich, aber die von mir vorstehend aufgelisteten Einschränkungen sind in Australien bereits weitgehend umgesetzt.
Die Welt ist klein geworden, und solche so genannten “Regulierungen” weiten sich aus wie Krebsgeschwüre. Empfänglich sind vor allem Staaten aus der Dritten Welt, die damit dokumentieren wollen, dass sie eben keine Bananenrepubliken sondern der “Moderne” gegenüber aufgeschlossen sind.
Geschürt wird diese Hysterie leider auch von den Medien, dies auch nach dem Grundsatz “Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten”. Sie brauchen sich nur die Schlagzeilen der Boulevard-Presse anzusehen. In der Schweizer Presse erschien im Juli 2007 eine Meldung mit der Schlagzeile “Rasanter Anstieg der Tabak-Toten” mit folgendem Kommentar der WHO: “Bis zum Jahr 2030 würden jedes Jahr 8,3 Millionen Menschen durch Tabakkonsum sterben. Dies sei 53 Prozent mehr als heute, sagte
Douglas Betcher, Direktor Anti-Tabak-Initiative der WHO, gestern bei einer internationalen Gesundheitskonferenz in Bangok.” Und solchen Unsinn ohne jegliche Beweisführung druckt dann die Weltpresse unbesehen ab.
Es ist inzwischen ja auch nachgewiesen, dass die seinerzeitige Studie des DKFZ (Deutsches Krebsforschungs-Zentrum) in Heidelberg vom Vorjahr über die Anzahl der Passivraucher-Toten in Deutschland gravierende Fehler aufweist. Diese Studie wurde anfangs dieses Jahres (2008) von der Berufsgenossenschaft (BGN, in Deutschland) widerlegt. In der BGN sind die Mitarbeiter von 40 Branchen versichert – Anzahl der versicherten Betriebe: 373.806. Insbesondere stellte die BGN aufgrund der ihr zur Verfügung stehenden Daten fest: “Passivrauchen in der Gastronomie ist kein relevantes Risiko für die Bedienung”. Diese Richtigstellung wurde von den Medien kaum registriert. Aber die DKFZ-Zahl von 3.300 Passivraucher-Toten per anno ist nicht mehr auszurotten. Sie wird unbesehen von der Politik nach wie vor kolportiert.
Es ist traurig, aber wahr: eine Drogenbeauftragte der Bundesregierung wie Sabine Bätzing muss ja immer wieder ihre Leistungen unter Beweis stellen. Dazu bietet sich die Verteufelung des Tabakgenusses in idealer Weise an. Gerade vor wenigen Tagen hat der “Nationale Drogen- und Suchtrat” unter seiner Vorsitzenden Sabine Bätzing wieder einen Rundumschlag gegen den Tabakgenuss gestartet - mit weiteren Einzelheiten dazu will ich Sie nicht langweilen.
Erstaunlich ist, dass sich nach neuesten Umfrage- und Forschungsergebnissen des anerkannten Instituts für Demoskopie Allensbach, diese ganzen Antitabak-Aktivitäten nicht entscheidend auf das Konsumverhalten der Raucher ausgewirkt haben (Veröffentlichung im Februar 2008). Die Zahl der Raucher würde nämlich erheblich überschätzt. Der “gefühlte” Raucheranteil an der Bevölkerung – 46 Prozent - liege nämlich erheblich über dem tatsächlichen Raucheranteil von heute 29 Prozent. Mitte der 90er Jahre (1996) sei dieser noch bei 39 Prozent gelegen und 1950 waren es noch 51 Prozent. Die Frage bleibt offen, ob die so genannte “soziale Akzeptanz” des Rauchens abnimmt oder ob andere Gründe dafür verantwortlich sind.
Aber die Zahl der Raucher in Relation zur Bevölkerung ist rückläufig. Dies wird jedoch kompensiert durch die wachsende Weltbevölkerung. Wenn dem tatsächlich so ist, dann sind die ganzen Maßnahmen gegen das Rauchen überzogen und nicht gerechtfertigt, weil eine Minderheit der Bevölkerung davon betroffen wird und eine ganze Industrie, die Tabak produzierende Landwirtschaft und die ganzen Handelsstrukturen, wirtschaftlich geschädigt werden. Das ist ein nicht mehr gut zu machender Schaden, den in erster Linie die Politik zu verantworten hat.
Dabei ist zu berücksichtigen - und jetzt komme ich zur Cigarre und zum Genussrauchen zurück - dass rund 98 Prozent der Welttabakproduktion zu Zigaretten verarbeitet wird. Und deshalb ist es auch verständlich, dass die ganzen Aktivitäten der WHO, denen sich insbesondere auch die EU “gierig” angeschlossen hat, gegen die Zigarette gerichtet sind. Und trotzdem ist wegen der wachsenden Weltbevölkerung der weltweite
Zigarettenkonsum nicht rückläufig. Aber Tabak ist Tabak und Rauch ist Rauch, und weil die bedeutenden Cigarrenmärkte die USA und Westeuropa und nicht die Länder der Dritten Welt sind, ist die Cigarrenbranche durch die Antitabak-Kampagnen und die grassierenden Verbote stärker betroffen als die Zigarette.
Das Absatzvolumen von Cigarren und Cigarillos beläuft sich heute in den USA und in der EU auf rund je etwa 10 Milliarden Stück, insgesamt also 20 Milliarden. Davon entfallen auf die HANDMADE Longfiller PREMIUM-Cigarren schätzungsweise rund 150 Millionen Stück auf Havanna-Cigarren bzw. HABANOS und rund 350 Millionen Stück auf Fabrikate aus anderen karibischen Ländern und aus Zentralamerika, insgesamt rund 500 Millionen Stück. Das sind vom gesamten Konsum von Cigarren und Cigarillos 2,5 Prozent. In Relation zum Zigarettenkonsum ist das bescheidene Volumen von Cigarren und Cigarillos gesundheitspolitisch irrelevant, und die 500 Millionen PREMIUM-Cigarren für uns Genussraucher, die hier versammelt sind, unbedeutend und stellen absolut kein gesundheitliches Risiko dar, dies ganz abgesehen von den im Vergleich zur Zigarette völlig unterschiedlichen Rauchgewohnheiten eines Genussrauchers.
Letztlich noch einige Worte zur Prohibition. Ich lese gerade eine Studie des wissenschaftlichen “Institute of Economic Affairs”, London, zum Thema “Prohibitions” . Behandelt werden die Bemühungen zur Prohibition von ‘Recreational drugs’, ‘Boxing’, ‘Firearms’, ‘Advertising’, ‘pornography’, ‘Medical drugs and devices’, ‘Prostitution’, ‘Gambling’, ‘Human body parts for transplantation’ und ‘Alcohol’ während der letzten beiden Jahrhunderte. Die Studie kommt zum Schluss, dass alle diese Bemühungen letztlich kontraproduktiv waren und die damit beabsichtigten Ziele nicht erreichten. Und dasselbe Schicksal werden die Bemühungen um die Prohibition des Tabaks und des Rauchens erleiden.
Die entscheidende Rolle spielt die Politik. Die WHO hat vor kurzem verkündet, dass sie bis zum Jahre 2010 - das ist schon in zwei Jahren ein generelles Rauchverbot am Arbeitsplatz durchsetzen will. Wenn ihr das gelingen sollte, dann ist das Thema Rauchverbote in der Gastronomie „ja oder nein“ kein Thema mehr, es sei denn, der Eigentümer des Gastronomiebetriebes bediene die Gäste selbst.
Das kann nur die Politik verhindern. Erste Ansätze haben wir in der Schweiz. Es hat sich vor wenigen Tagen eine Gruppe von zwanzig maßgeblichen Industrie- und Branchenverbänden und von vier politischen Organisation, davon von drei unserer vier größten Parteien - nur die Sozialistische Partei fehlt (und natürlich auch die “Grünen”) gebildet, mit dem Ziel, der Reglementierungswut des schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit einen Riegel vorzuschieben. Sie nennt sich “Allianz der Wirtschaft für eine maßvolle Präventionspolitik”.
Gefordert ist der Bürger, gefordert sind insbesondere auch wir Genussraucher, damit wir uns auch zukünftig, wie hier in dieser Raucheroase von Herrn Dr. Herzog, unserem harmlosen Genussvergnügen hingeben können, allem Unbill und dem aktuellen Zeitgeist zum Trotz. Und so bleibt mir zum Schluss nur, diesem wunderschönen Geschäft “Am Hafen” den ihm gebührenden Erfolg zu wünschen.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!
Soweit die Rede Heinrich Villiger-Rede im Originaltext, die wir in Absprache mit dem Unternehmen zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt bekamen.
http://www.smokersnews.de/x/?cid=3&id=5304