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Klimawandel + Nachhaltigkeit

Buchauszug: Prima Klima - Wie sich das Leben in Deutschland ändert

Dienstag, den 29. April 2008 um 12:01 Uhr von Vlad Georgescu
Deich unter - die Belastung der Küstenschutzbauten wird zunehmen. Photo: H. Kosin

Das auf investigative Sachbücher spezialisierte Autoren-Duo Marita Vollborn und Vlad Georgescu nimmt in seinem neusten Werk den Klimawandel in Deutschland unter die Lupe. Auf mehr als 300 Seiten analysieren die beiden Journalisten die Auswirkungen und Folgen der globalen Erwärmung auf das Leben hierzulande. Die Wissenschaftsjournalisten erklären, wie sich unsere Gesellschaft den klimatischen Bedingungen anpassen wird. Deutschland muss jetzt sein Forschungs-Know how einbringen - oder massive Umwälzungen und noch größere Landverluste in Kauf nehmen. Lesen Sie dazu einen Buchauszug an dieser Stelle:

“Den Klimawandel zu leugnen ist kriminell.” Mit solch harschen Worten geißelte der Exekutivsekretär der Vereinten Nationen, Yvo de Boer, die Auffassung derjenigen, die den Klimawandel noch immer für ein Hirngespinst von Industrienörglern und Technikfeinden halten. Dabei wird niemand mehr ernsthaft abstreiten können, dass die Erde in den kommenden Jahrzehnten von drastischen klimatischen Veränderungen heimgesucht werden wird, Veränderungen, die vom Menschen gemacht, “anthropogen” verursacht sind. Um es pathetisch auszudrücken: Der Mensch hat ein Verbrechen an Mutter Natur begangen – und er begeht es noch immer.

Aber kann man die Erdbevölkerung in Kollektivhaft nehmen?

So einfach ist es nicht. Die ökologische Schuld tragen in erster Linie die Industrienationen und damit wir. Wir setzen das Gros an Treibhausgasen frei, aus Kraftwerken und Fabriken, Heizungen und Autos. Doch Bodenschätze wie Erdöl, Erdgas, Kohle oder Uran sind nicht unerschöpflich, und die Lebensgrundlagen für den Menschen wie saubere Luft, klares Wasser oder unbelasteter Boden sind nicht grenzenlos ausbeutbar. Mittlerweile stehen wir vor dem Scherbenhaufen des Raubbaus, dessen Gipfel noch nicht einmal abzusehen ist. Wir sind in der Pflicht, das unliebsame Erbe anzutreten, das uns in erster Linie Mühe und Geld kosten wird, aber auch Chancen bietet: Denn die Vision von einer emissionsfreien, Ressourcen schonenden Zukunft ist umsetzbar.

Auch Deutschland kann sich dieser Verantwortung nicht entziehen. Die klimaschädlichen Pro-Kopf-Emissionen sind hierzulande dreimal so hoch wie in China und rund achtmal so hoch wie in Indien. Rund 885 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid setzte die Bundesrepublik allein im Jahr 2006 frei und rangiert damit an fünfter Stelle auf der Liste der globalen Klimakiller. Am Ausstoß jener Gase, die die Erdatmosphäre unseres Planeten unaufhaltsam aufheizen, tragen nahezu alle Wirtschaftsbereiche und Mitglieder der Gesellschaft bei. Zusätzlich lässt unsere Sucht nach uneingeschränkter Mobilität das Klima leiden; der Spaß am Fahren und Fliegen verschlechtert die Bilanz pro Kopf um zusätzlich 1,8 Tonnen Kohledioxid. Mit weiteren 3,4 Tonnen schlagen Heizen, Warmwasser und Elektrogeräte zu Buche. Konsum wiederum führt zu 5,4 Tonnen CO2-Emmission je Einwohner, so dass, rein statistisch betrachtet, jeder von uns durch sein Verhalten alle zwölf Monate rund 10,40 Tonnen Kohlendioxid freisetzt.

Die Folgen des anthropogenen Einflusses auf das globale Klima sind unverkennbar – und sie sind so beunruhigend, weil sie in einem extrem kurzen geologischen Zeitraum ablaufen. Seit Beginn des Industriezeitalters hat sich die durchschnittliche Lufttemperatur um 0,76 Grad erwärmt. Infolge dessen schmilzt das Eis der Erde. Es verschwinden nicht nur die Gletscher in allen großen Gebirgsketten, auch an den Polen hat das große Tauen eingesetzt. 20 Prozent des arktischen Meereises ist seit 1979 verloren gegangen, um das Jahr 2050 wird es gänzlich zerronnen sein. Gleichzeitig gehen die Eisschilde Grönlands und der Antarktis zurück und tauen die Permafrostböden der Welt. Auf Grund von Rückkopplungseffekten, die wir im Buch ansprechen werden, dreht sich die Spirale von Treibhausgasemissionen und Temperaturerhöhung immer schneller.

Auch wenn es Mitteleuropa nicht so heftig treffen wird wie die südlichen Regionen der Welt – Deutschland wird die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren bekommen. Um 1,1 Grad – und damit fast doppelt so viel wie im globalen Mittel – hat sich der Raum über Deutschland aufgeheizt. Während die bodennahen Temperaturen im weltweiten Durchschnitt voraussichtlich um 0,1 Grad je Dekade zunehmen, wird in Deutschland diese Erwärmungsrate mit 0,27 Grad Celsius im gleichen Zeitraum doppelt so hoch ausfallen. Im Juni 2007 meldete das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, dass es seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen 1893 in Deutschland keine wärmere Zwölf-Monats-Periode als zwischen Juni 2006 und Mai 2007 gegeben habe – die bundesweite Durchschnittstemperatur für diesen Zeitraum lag drei Grad über dem bisherigen zwölfmonatigen Mittelwert. Das Jahr 2007 war nach 2000 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der flächendeckenden Wetterbeobachtung in Deutschland. Falls sich die Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) und der Klimaforscher bewahrheiten werden, steht der Bundesrepublik bis 2100 eine Erhöhung der Jahresmitteltemperatur zwischen zwei und drei Grad bevor.

Die Szenarien der Wetterexperten enthalten einige Überraschungen.

So rechnen die Forscher zum Beispiel mit starken saisonalen Unterschieden: Den größten Temperaturanstieg erwarten sie ausgerechnet im Winter und nicht im Sommer.

Ebenso erstaunlich sind die regionalen Unterschiede im neuen Deutschland-Wetter. Wollte man die zukünftige deutsche Wetterküche in einer Landkarte darstellen, so ergäbe sich ein Bild der klimatischen Kleinstaaterei. Inwiefern Hamburger mit einem völlig anderen Wetter rechnen müssen als Berliner, zeigen wir im Kapitel “Wetterfrosch im Schwitzkasten” an Hand von Analysen des Umweltbundesamtes (UBA). Exklusive und detaillierte Übersichtskarten in Farbe veranschaulichen die klimatischen Veränderungen in jedem einzelnen Bundesland. Sie beruhen auf Modellen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) Hamburg.

Besonders offensichtlich sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern bei den Niederschlägen. Während es vor allem in den Wintermonaten in den Gebirgsgegenden mehr Niederschläge geben wird, wird das ohnehin schon trockene norddeutsche Tiefland mit einem Rückgang von bis zu 50 Prozent rechnen müssen. Überhaupt treffen die trockeneren Verhältnisse den Nordosten und den Südwesten Deutschlands am heftigsten. Dort werden in hundert Jahren nur noch zwei Drittel der bisher gewohnten Niederschläge fallen. Zudem wird Deutschlands Klimazukunft durch Wetterextreme gekennzeichnet sein wie anhaltende Trockenheitsperioden, die Landwirtschaft, Gartenbau und Forst in Mitleidenschaft ziehen, Rekordniederschläge, die zu “Jahrhundertfluten” führen oder Stürme, die die norddeutschen Küsten mit meterhohen Wellen traktieren. Ohnehin zählen die Küsten zu den klimasensibelsten Zonen Deutschlands. Das ist auch der Grund dafür, warum wir ihnen in diesem Buch mit den Kapiteln 2 (”Neue Küsten”) und 3 (”Ökosystem Meer im Wandel”) besondere Aufmerksamkeit schenken. Einerseits durch Sturmfluten in Mitleidenschaft gezogen, geraten die Küsten andererseits durch den Anstieg des Meeresspiegels unter Druck: In den vergangenen 3000 Jahren stieg der Meeresspiegel nur langsam, 0,1 bis 0,2 Millimeter pro Jahr - in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts dagegen erheblich schneller, zwischen einem und zwei Millimeter jährlich und seit 1993 sogar um drei Millimeter pro Jahr. Für die Zukunft geht der Weltklimarat IPCC von einem globalen Meeresspiegelanstieg bis zu 58 Zentimetern bis 2100 aus. In dieser Angabe nicht berücksichtigt ist der mögliche Kollaps der Eisschilde. Es steht daher zu befürchten, dass es sich um eine sehr zurückhaltende Schätzung handelt, und eher die Prognose anderer Forscher eintritt. Anstiege zwischen einem und fünf Meter werden diskutiert.

Mit jedem Zentimeter, den das Meer steigt, verliert die Küste einen Meter Land. Aufgrund seiner Lage und Beschaffenheit wird die Nordsee stärker von den Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs betroffen sein als die Ostsee. Schon heute würden ohne den Schutz der Deiche große Teile küstennaher Binnenflächen überspült werden – und das bei üblichen Tiden. Das ist auch der Grund, warum Fachleute Alarm schlagen. Dabei geht es nicht nur um Sylt, das allein durch den Schutz der Dünen und der künstlichen Sandvorspülungen in seiner heutigen Form überlebt, die Halligen, die wenig über Meeresspiegelhöhe liegen, die Gebiete des Dithmarschen oder die Leybucht Frieslands. In Gefahr ist die gesamte Nordseeküste. Die Reaktion der Menschen auf das, was die Küste erwartet, steht allerdings in keinem Verhältnis zur Bedrohung. Bleibt alles beim Alten, ist die derzeitige norddeutsche Küstenlinie nicht zu verteidigen.

Dass die heutigen Küstenschutzbauten über ihre Grenzen hinaus belastet werden, steht außer Frage. Bereits seit Jahren sprengen die Kosten für Reparaturen oder Erweiterungen vielerorts den eng gesteckten finanziellen Rahmen, und selbst technisch ist nicht alles umsetzbar, was notwendig erscheint. Dem Einsehen muss ein Handeln folgen, denn wenn der Prozess des Meeresspiegelanstiegs auch in seinen konkreten Ausmaßen ungewiss ist, so ist er doch unumkehrbar. In diesem Buch präsentieren wir Konzepte von Wissenschaftlern, die Möglichkeiten zur Rettung der Küstenlandschaft beschreiben, und wir zeigen, dass der Abschied von Traditionen zwar schmerzlich sein mag, doch zugleich den Grundstein für die Zukunftsfähigkeit der Region legen kann.

Weniger dramatisch sind die Folgen der klimatischen Veränderungen für die deutsche Landwirtschaft.

Dessen ungeachtet sollte der lange Atem des Klimawandels niemanden in falscher Sicherheit wiegen, denn Temperatur und Niederschlag gehören auch in den von Menschenhand kultivierten lebenden Systemen zu den limitierenden Faktoren. So müssen Landwirte auf die klimawandelbedingt verlängerte Vegetationsperiode mit entsprechenden Maßnahmen zur Fruchtfolge, Sortenwahl und Bodenbearbeitung reagieren. Andererseits können Extremereignisse wie Hagel, Stürme, sintflutartige Regenfälle oder lange Perioden mit Trockenheit oder übermäßigen Niederschlägen zu empfindlichen Ertragseinbußen führen. Zwar legen einige wissenschaftliche Untersuchungen nahe, dass sich das Plus an CO2 in der Atmosphäre positiv auf das Pflanzenwachstum auswirken kann. Doch lassen sich solche Studien nicht unmittelbar auf die landwirtschaftliche Produktion übertragen – sie sind unter Laborbedingungen zustande gekommen. Vielmehr scheint durch immer mehr CO2 in der Luft die Rohstoffqualität mancher Arten zu leiden, was für die Lebens- und Genussmittelindustrie ein ernstes Problem ist. Wie Landwirte und Unternehmen der Herausforderung Klima begegnen, zeigen wir im Kapitel 5 (”Landwirtschaft – alles im grünen Bereich”).

Auch für einheimische Pflanzen und Tiere, die es eher kühl mögen, verheißt der Klimawandel nichts Gutes. Die Bundesrepublik, mitten im Herzen Europas gelegen und bislang unter dem Einfluss feuchter, gemäßigt temperierter atlantischer Luftmassen stehend, wird unter dem Diktat des Klimawandels zwischen fünf und dreißig Prozent aller heimischen Arten verlieren. Eine bestürzende Annahme, denn schon ohne Klimawandel sind viele Pflanzen und Tiere in ihrer Existenz bedroht. Immer mehr Straßen, Wege und Siedlungen zerschneiden ihre Lebensräume, die Landschaft wird versiegelt, die Gärten werden überpflegt, Böden, Wasser und Luft mit Schadstoffen belastet. Der Klimawandel trifft vor allem die “Spezialisten” unter den Arten, die Bewohner der Küsten, der Moore, der Hochgebirge. Weil es wärmer und in vielen Regionen im Sommer trockener wird, versuchen manche Arten ein Ausweichmanöver Richtung Norden oder in noch höher gelegene Bergregionen – was natürlich nicht endlos möglich ist. Auch vollzieht sich der Klimawandel zu schnell, als dass die einzelnen Arten adäquat reagieren könnten. Sie werden damit konfrontiert, dass der Frühling immer früher einsetzt, sich Blattentfaltung und Blühbeginn immer weiter an den Anfang des Jahres verschieben: Auf diese Weise geraten die sensiblen Gefüge der Nahrungsketten durcheinander, was die negativen Effekte noch verstärkt. Was der Mensch dagegen tun kann, dass sich die Roten Listen nun auch noch auf Grund des Klimawandels füllen, berichten wir im Kapitel 7 (”Arten in der Klimafalle”).

Ein vielfach unterschätztes Problem sind Krankheiten für Mensch, Tier und Pflanze, die im Zuge des Klimawandels entweder verstärkt oder in unseren Breiten neu auftreten. Denn mit der Erhöhung der Temperatur geht eine Verschiebung der Verbreitungsgrenze von Erregern einher: Solche, die bei uns aufgrund der frostigen Winter bislang kaum eine Chance hatten, können nun überleben. Weil für viele Pilzkrankheiten längere, mildere und feuchtere Winter von Vorteil sind und die steigenden Temperaturen einer ganzen Reihe von Viruskrankheiten zusagen, werden sich Land- und Forstwirtschaft neuen Herausforderungen stellen müssen. Für den Menschen besonders relevant sind die vektorübertragenen Leiden.

Noch vor wenigen Jahren waren es lediglich Urlauber oder weltreisende Manager, die – sehr selten – Krankheiten wie die Leishmaniose oder das Dengue-Fieber mit nach Hause brachten. In Zukunft ist eine Infektion im eigenen Land nicht mehr unwahrscheinlich. Erschreckend ist die Entwicklung deshalb, weil das deutsche Gesundheitssystem nur unzureichend gewappnet ist: Es gibt kaum Ärzte, die eine tropenmedizinische Ausbildung haben; nur wenige können die Symptome richtig deuten. Die Gefahr lauert aber auch in heimischen Badegewässern. Hitzeperioden verwandeln die mit Nährstoffen überfrachteten deutschen Seen und Teiche in Brutkästen für giftige Blaualgen und gesundheitsgefährdende Larven und Keime. Mit der Quecksilbersäule klettert zudem die Zahl derjenigen Menschen, die unter Kreislaufproblemen leiden. Wissenschaftler sagen für die Zukunft eine wachsende Anzahl von Hitzetoten voraus, die höher liegen wird als die derjenigen, die in strengen Wintern ums Leben kamen. 150.000 zusätzliche, weil hitzebedingte Einweisungen ins Krankenhaus und Zusatzkosten von 300 bis 700 Millionen Euro wird das deutsche Gesundheitswesen verkraften müssen. Was der Klimawandel für Ihre Gesundheit bedeutet, lesen Sie im Kapitel 8 (”Gesundheit unter Temperaturbeschuss”).

Die Beispiele in Prima Klima zeigen, dass die Vorboten des Klimawandels in allen Lebensbereichen spürbar sind, und es sich eigentlich niemand leisten kann, sie zu verharmlosen.

Wir haben die wichtigsten Fakten über die klimatischen Veränderungen in Deutschland zusammengetragen, denn wir sind der Überzeugung, dass Wissen die Voraussetzung für ein verantwortungsbewusstes Handeln ist: Nur wer weiß, kann etwas ändern. Die Aufgabe, den Klimawandel als Herausforderung des neuen Jahrhunderts zu meistern, ist ehrgeizig genug – Einsicht, Überzeugung und Beharrlichkeit können dabei helfen, sie zu stemmen.

Deutschland ist keineswegs zu klein, um etwas zu bewegen, wie mancher glauben mag. Was das Land auszeichnet, ist seine Innovationskraft und seine Fähigkeit zu technischem Fortschritt, wie wir im Kapitel 9 (”Unser Leben im Wandel”) dokumentieren. Auch die Frage nach der Finanzierbarkeit der Klimaschutzmaßnahmen stellt sich anders als vermutet. Schätzungen zufolge kostet die Eindämmung des Treibhauseffekts zwischen 0,1 bis 1 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts pro Jahr. Keine Gegenmaßnahmen zu treffen und einen ungebremsten Temperaturanstieg in Kauf zu nehmen, kann Berechnungen des Weltklimarats IPCC zufolge dagegen bis zu 20 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts verschlingen. Der IPCC hält sogar für möglich, dass innovative Technologien das Wirtschaftswachstum leicht beschleunigen könnten. Wir zeigen Beispiele, die diese Behauptung untermauern.

Ein Wermutstropfen allerdings trübt den Optimismus: Selbst drastische Klimaschutzmaßnahmen werden den Klimawandel nicht gänzlich aufhalten können. Sich darauf schon heute einzustellen und Entscheidungen zu treffen, die kommenden Generationen den Umgang mit den von uns geschaffenen Problemen erleichtert, ist Anliegen dieses Buches.

Literaturangaben (Fußnoten im Buch zum obigen Text):

1) Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND): Stellungnahme des BUND zum Nationalen Allokationsplan 2008-2012 vom 4.5.2006
2) ADAC Motorwelt, Heft 4, April 2007
3) Bundesverband Die Verbraucher Initiative e.V. “Klimafreundlich einkaufen”, Themenheft Juni 2007
4) Volker Mrasek: SPIEGEL ONLINE - 12. Oktober 2007: PROGNOSE Klimawandel heizt Deutschland besonders ein
5) Claudia Kempfert Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung
6) Pressemitteilung des Umweltbundesamtes 2/2007
7) Environmental Science Published for Everybody Round the Earth (ESPERE), Das Klimainformationsprojekt für Schule und Bevölkerung
http://www.atmosphere.mpg.de/enid/2rv.html
8) dpa vom 3.1.2008: Bundesamt für Naturschutz warnt vor drastischem Artenschwund durch Klimawandel.
9) OTZ vom 9.Februar 2007
http://www.uni-erfurt.de/maxwe/aktuelles/ws06_07/joas_interview_oz.pdf

Auszug mit freundlicher Genehmigung des Gutsav Lübbe Verlags

Marita Vollborn, Vlad Georgescu
Prima Klima. Wie sich das Leben in Deutschland ändert.

Gustav Lübbe Verlag
ISBN-13: 978-3785723197
ISBN-10: 3785723199
Hardcover/Festeinband

Mehr zum Thema:

- Klimawandel: Norddeutschland droht auf 430 Kilometern Länge in den Fluten zu versinken

Photo Quelle/Copyright: H. Kosin, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

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10 Reaktionen zu “Buchauszug: Prima Klima - Wie sich das Leben in Deutschland ändert”

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  1. Rainhelt

    am 29. April 2008 um 19:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    So eine Volksverdummung… Ich könnte kotzen!

  2. Moosgeist

    am 29. April 2008 um 21:40 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hier wird jedes Klischee bedient und sei es auch noch so fragwürdig. Nichts als Sprechblasen, die irgendwann von irgendwem abgesondert wurden.
    Bei soviel Dummfug fällt es schwer sachlich zu bleiben. Würde man auf den verquirlten Unsinn tatsächlich eingehen, müsste man ebenfalls ein Buch füllen. Ich mach’s kurz: „Schade um Papier und Druckerschwärze“.
    Höchstens als Brechmittel verwendbar.

  3. Spreewälder

    am 29. April 2008 um 22:47 Uhr | Link | Kommentar melden

    Werter Herr Vlad Georgescu

    Sie bedienen mit ihren Artikel/Buch aber auch sämtliche Klischees der Konsens-Forscher und Panikmacher.
    Die Pole tauen ab, da sind Sie leider nicht ganz auf den laufenden, die Antarktis nimmt immer mehr an Mächtigkeit zu und die Tiefsee davor beginnt sich abzukühlen.
    Krankheiten werden eingeschleppt und Dank der Impfverweigerer zu einer Epidemie, siehe neueste Masern Ausbrüche.
    Die Tierwelt ist Anpassungsfähiger als Sie denken, unsere Kleinstadt ist Nächstens wirklich von Fuchs und Hase besiedelt, eine wahre Pracht wenn man Abends mit dem Hund unterwegs ist.
    Wenn der Klimawandel eh nicht zu stoppen ist, warum schmeißen wir unser Geld für den CO2 Handel raus, anstatt in Schutzmassnahmen zu investieren?
    Zunahme des CO2 Ausstoßes von 2001 bis 2006 um 5,29 Milliarden Tonnen weltweit.
    Im selben Zeitraum hat Deutschland gerade mal 0,027 Milliarden Tonnen CO2 eingespart.
    Selbst Russland gedenkt sich nicht mehr an ein Nachfolgeprogramm zu Kyoto zu beteiligen, die wollen Ihre Wirtschaft aufpäppeln und lassen sich von uns nichts mehr sagen.
    Das einzige, was wir bis jetzt erreicht haben, den Hunger auf der Welt noch mehr zu vergrößern mit unseren Bio-Sprit und das ist verdammt ärgerlich.
    Lasst uns ab jetzt endlich sinnvolle Schutzmassnahmen ergreifen, anstatt das Geld für Vermeidung zu verplempern.
    MfG

  4. Vlad Georgescu

    am 30. April 2008 um 08:44 Uhr | Link | Kommentar melden

    Werter Unbekannter,

    bleiben wir doch sachlich: Schon der Blick auf die Satellitenbilder der NASA zeigt, dass die Eiskappen in den vergangenen 30 Jahren massiv abgeschmolzen sind, was übrigens auch für Gletscher gilt - die es teilweise nicht mehr gibt.

    Wenn Sie unser Buch lesen (kann man sich in jeder gut sortierten Bücherei auch kostenlos ausleihen) werden Sie feststellen, dass eine der Kernaussagen jene ist: Der Klimawandel lässt sich nicht mehr aufhalten, und Deutschland kann da ohnehin nur wenig bewirken. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten sieht es schon anders aus. Es sind hiesige Technologien, die fossile Brennstoffe im Grunde für große teilbereiche vollkommen überflüssig machen. Brennstoffzellen-Autos fahren heute schon auf deutschen Straßen, wenn acuh in geringer Zahl. Doch was der Umwelt- oder Wirtschaftsminister kann, sollte auch Otto Normalverbracuher dürfen - nur sind die Automobile leider weder erschwinglich, noch in Serie gebaut worden.

    Ähnlich sieht es beim Küstenschutz aus. Den Menschen in Norddeutschland vorzumachen, dass alles gut würde, ist reiner politischer Populismus und ebenso galubhaft wie der Slogan “Die Rente ist sicher”. Auch dazu gibt es zahlreiche Pläne und Überlegungen namenhafter Institute (die wir im Buch erwähnen) - und die zeigen, dass der schlichte Bau eines Deiches das Problem kaum lösen würde. Doch, auch das sei gesagt, nihct einmal der steht aus Kostengründen auf der Agenda.

    Bio-Sprit: Da gebe ich Ihnen absolut Recht, aber diese Lösung müsste gar nicht sein (siehe Brennstoffzellen oben). Ohnehin kann und wird die Energieversorgung umgestellt werden, doch nur, wenn es gelingt, die Macht der großen Konzerne zu brechen und diese zum Abschied vom Öl und Gas zu bewegen. Dass AKW entgegen der politischen Äußerungen eben NICHT so klimafreundlich sind wie von Politik und Industrie dargestellt, schildern wir anhand der Gesamtenergiebilanzen.

    Im Grunde liegen wir, denke ich, auf der gleichen Wellenlänge mit Ihnen als kritischer Leser. Dass ein Buchauszug keinesfalls die restlichen 300 Seiten samt Grafiken und farbigen simulationstabellen wiedergeben, ist sicherlich ein Nachteil - aber kein Grund, das mir Klischees in Verbindung zu bringen. Hoffe ich jedenfalls.

  5. Rainhelt

    am 30. April 2008 um 09:14 Uhr | Link | Kommentar melden

    Da ist sie wieder die Brennstoffzellenutopie…

    Eine kurze Anmerkung: Wasserstoff ist KEIN ENERGIETRÄGER. Es ist nur ein Energiespeicher. Somit verschieben sie die Problematik nur, lösen sie aber nicht.

    Ihre indirekte Kritik an der deutschen Fahrzeugindustrie ist haarstreubend. Die Brennstoffzelle ist nicht neu. Die war schon mit auf dem Mond. Das sie immernoch nicht einsetzbar ist, hat rein rechnische Gründe. Das hat nichts mit dem “Willen” der “Bösen deutschen Industrie” zutun…

    Zu ihrem Rentensprüchlien: Ich weiß, auch das ist populär. Aber bisher hat Blühm doch recht! Es geht den Rentnern obwohl ihre Zahl stark ansteigt besser denn jeh. Und die Rente kommt jeden Monat aufs Konto. Sie ist also defacto derzeit sicher…

    Mir reichen schon diese hier wiedergegebenen AUszüge des Buches um eindeutig zusehen, dass es ideologisch verblendet ist.

    Trotzdem viel Erfolg, sie surfen die grüne Welle halt wie sie ist.

  6. Rolf Froböse

    am 30. April 2008 um 13:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    Es ist schon bemerkenswert, mit welchen Pauschalurteilen Möchtegern-Autoren, die über das Verfassen von Weblog-Kommentaren niemals hinauskommen werden, hier ihren Frust ablassen. Ich habe mir das Buch gleich nach dem Erscheinen besorgt und musste nach der Lektüre fesstellen, das es sich wegen der Faktenfülle WOHLTUEND von den auf dem Markt befindlichen Büchern über den Klimawandel abhebt. Mein dringender Ratschlag an alle: Erst das Buch lesen, dann diskutieren.

    Dennoch: Ich wünsche allen einen schönen ersten Mai!

    Rolf Froböse

  7. waswirtun.de Logbuch » "Prima Klima"

    am 14. Mai 2008 um 23:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Bei Readers Edition finden Sie eine Buchbesprechung zu Prima Klima - Wie sich das Leben in Deutschland ändert". Die Autoren Vollborn und Georgescu zeigen an vielen Beispielen auf, welche Veränderungen zu erwarten sind und was wir noch bewegen können. […]

  8. Heinrich

    am 27. Mai 2008 um 21:13 Uhr | Link | Kommentar melden

    Das Buch baut auf der vollkommen falschen These auf, daß die Klimaveränderung vom Menschen verursacht ist.

    Dem ist wohlweissich nicht so, und somit können wir allen Anstrengungen zum Trotz auch keine Veränderung in die andere Richtung herbei führen, geschweige denn überhaupt ein Land wie Deutschland alleine.

    Ich halte es für ausgeschlossen, daß die Autoren in der heutigen Zeit so wenig informiert sind, und vermute, daß sie mit dem Buch eher propagandistische Zwecke verfolgen.

    mfg

  9. Markus Retzlaw

    am 6. Juli 2008 um 13:04 Uhr | Link | Kommentar melden

    “Das Buch baut auf der vollkommen falschen These auf, daß die Klimaveränderung vom Menschen verursacht ist.”

    Ich halte es für ausgeschlossen, dass ein Mensch, der seiner fünf Sinne mächtig ist, noch daran zweifeln kann, dass wir Menschen, nachdem wir die CO2-Konzenmtration der Atmosphäre um mehr als 35% erhöht haben, NICHT für einen Teil des globalen Temperaturanstiegs verantwortlich sein könnte.

    Die Diskussionsbeiträge der KLimaskeptiker in ALLEN Forem zeigen allzu deutlich, dass diese Zeitgenossen einen geradezu pathologischen Hang zu Verschwörungstheorien haben.

  10. Krishna Gans

    am 7. Juli 2008 um 00:53 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Markus Retzlaw
    Die Postings der Klimahysteriker in allen Foren belegen, daß sie total unter Realitätsverlust leiden

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