“Wirr, konfus, chancenlos – Und ihr wollt Europameister werden”, hat die Schweizer Boulevardzeitung “Blick” am 27. März nach der 0:4-Niederlage gegen Deutschland getitelt. Seither zweifeln die Eidgenossen mehr denn je an ihrer Nati, die am 11. Juni wohl bereits ausgeschieden ist.
Sollte die Elf von Jakob Kuhn nicht nur am 7. Juni das Eröffnungsspiel gegen Tschechien verlieren, sondern vier Tage später auch die Begegnung mit der Türkei, wäre Aus für den EM-Gastgeber besiegelt.
Durch-Blick statt nur Blick
Leserinnen und Leser der “Berliner Morgenpost” haben seit heute den Durch-Blick, der die Augen öffnet für die Ursachen der Schwächephase der Schweizer, die wohl kein Ende mehr nimmt und somit zu einem fußballerischen Dauerzustand werden könnte.
Ganz offensichtlich spielt die Schweizer Nati nicht wirr, konfus und chancenlos, weil sie es nicht besser kann, sondern weil sie gesetzestreu ist. Dem deutschen Hauptstadt-Blatt war an diesem Mittwoch zu entnehmen, dass der Schweizer Bundesrat vor zehn Jahren eine Eidgenössische Ethikkommission für die Biotechnologie im Außenhumanbereich eingesetzt hat, die vor drei gut Wochen in einem Abschlussbericht die Würde der Kreatur bei Pflanzen bejahte. Philosophen, Theologen, Mediziner, Biologen und ein (!) Jurist forderten die “moralische Berücksichtigung von Pflanzen um ihrer selbst Willen”.
Frei kann noch so frei stehen
Wer wundert sich jetzt noch darüber, dass Alexander Frei als Kapitän der Schweizer Nati immer häufiger vor dem Tor den Ball verstolpert? Bevor der 28-Jährige zum Schuss ansetzt, muss der sich doch erst einmal vergewissern, dass keine Pflanze zwischen ihm und dem Netz zu Schaden kommt – und der Rasen auch nicht…
Doch es kommt noch schlimmer für alle Fußballerinnen und Fußballer in der Schweiz, denn am 11. Juni sollen die Anhörungen zum neuen Tierschutzgesetz beendet sein. Wie es aussieht, steht dann jedem Tier ein Gefährte zu.
Dann können sich also in jedem Stadion Regenwürmer und Maulwürfe zusammenrotten und das Grün dermaßen schädigen, dass niemandin und niemand mehr die Pille geradeaus schlagen kann.
Was bleibt: ist Eishockey!
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