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Vermischtes + Wissenschaft

Ist Fritzel ein geborener Sexualverbrecher?

Mittwoch, den 14. Mai 2008 um 22:38 Uhr von Rolf Ehlers
Mehr als 20 Jahre hielt er seine Tochter gefangen. Photo: screenshot (via youtube.com)

Wenn bestialische Straftaten bekannt werden wie die von Kürten, Haarmann, Charles Manson oder jetzt Josef Fritzel, fragen sich Psychologen, Richter und Laien immer wieder neu, ob nicht eine erbliche Anlage der Grund für solch unverständliche Grausamkeiten ist. Wären solch grausige Verbrechen angeboren, könnte das zwar die Schuld der Täters aufheben oder mindern, was der Volksseele und den Konservativen unter den Experten gar nicht behagte. Alle braven Bürger, die diese Erbanlage nicht haben, könnten sich aber mit Wilhelm Buschs Worten aus der Frommen Helene zurücklehnen und sagen: “Da bin ich aber wirklich froh, denn Gott sei Dank ich bin nicht so!”

Die immer neue Beschäftigung mit dem alten Thema der Vererbung krimineller Anlagen ist allerdings alles andere als müßig.

Schließlich sind die Neurowissenschaften der Lösung des Themas auf der Spur. Wo bisher nur die Philiosphie oder psychologische Hypothesen zum Zuge kamen, werden heute konkrete naturwissenschaftliche Phänomene ins Spiel gebracht wie die Macht der Gene und der Einfluss der Hormone auf das organisch und funktional immer überschaubarer gewordene zentralnervöse Organ des Menschen, den Sitz allen Wahrnehmens, Denkens, Fühlens und Handelns: das Gehirn.

Und schon hat die Wissenschaft den Übeltäter erwischt: es ist das Mao-A-Gen, das auf einem der beiden X-Chromonsome unserer DNA liegt. Ein Drittel aller Menschen haben ein schwächeres Mao-A-Gen, das weniger erfolgreich sein soll in der Herstellung eines Enzyms, das angeblich für die Kontrolle von Hormonen wie Adrenalin, Dopamin und Serotonin zuständig sein soll (Mao= Monoaminooxidase). Das Mao-A-Gen mit kürzerem Molekülschwanz soll zu wenig von diesem Enzym bereitstellen. Dadurch erhöht sich angeblich der Spiegel der Hormone Adrenalin, Dopamin und Serotonin, wodurch die Impulsivität und die Bereitschaft zur Gewalt erhöht werde. Frauen haben damit wohl weniger zu tun, weil sie auf ihrem zweiten X-Chromosomenstrang ein “normales” weiteres Mao-A-Gen haben, das den Schaden begrenzt. (vgl. Forschung aktuell: dradio.de vgl. auch: science.orf.at.)

Aber irgend etwas stimmt an der Erklärung nicht, denn fast allgemein wird in der Endokrinologie angenommen, dass ein Absinken des zerebralen Hormonspiegels beim Serotonin der Auslöser für Aggressionen ist. (vgl. uni-koeln.de)

Das Neurohormon Serotonin ist nach sicherem Wissen das Anti-Stress-Hormon, ohne das es dem Menschen in Stressituationen einfach nicht gelingt, die sog. Stresskaskade aus den sich aufschaukelnden Stresshormonen Adrenalin, CDH, Cortisol und Noradrenalin zu beenden. Serotonin wird auch das “Sozialhormon” genannt, weil nach umfangreichen Boobachtungen die Verbesserung über seine Verfügung zu mehr Besonnenheit und Toleranz führt. Schließlich ist Serotonin auch das Anti-Suizid-Hormon. In den Ländern des hohen Nordens, in denen die Dunkelheit im Winter der natürlichen Synthese von Serotonin entgegensteht, registriert man daher auch eine viel höhere Suizidalität.

Gleich wie man es erklärt, gesichert ist, dass die kurzschwänzige Version des Mao-A-Gens unverhältnismäßig häufig bei gewalttätigen Kriminellen gefunden wurde.

Statistische Untersuchungen haben zudem ergeben, dass bei Gewalttätern regelmäßig zu der ungünstigen erblichen Veranlagung frühkindliche traumatische Erlebnisse hinzukamen. Die durch die Genschwäche ausgelösten Abweichungen funktionaler Natur im Verein mit den traumatischen Erlebnissen haben zweifellos in der Entwicklung des Menschen zu ungewöhnlichen neuronalen Verknüpfungen geführt. Bei offenbar gefühlskalten Schwerverbrechern wie Josef Fritzel, die ihre ruchlosen Taten akribisch planen, ist mit messbaren Veränderungen von Teilen des Stirnhirns wie auch der limbischen Region zu rechnen. Beispielsweise führen Fehlfunktionen in der Amygdala, dem uralten Schreckensgedächtnis des Menschen im Limbischen System, dem Ort der Gefühle, zu der Unfähigkeit, Mitleid mit anderen Menschen zu empfinden. Bei ihnen ist die Kommunikation zwischen dem oberen und dem unteren Teil des Stirnhirns reduziert.

“Der obere, dorsolaterale Teil, der Verstand und Intelligenz steuert, hat beim Gewalttäter nur eine schwache Verbindung mit dem unteren, orbitofrontalen Teil, in dem soziale Kompetenz und moralisches Empfinden sitzen. Es findet keine Kontrolle der Intelligenz statt”, erklärt der Bremer Hirnforscher Prof. Dr. Roth. “Man könnte auch sagen, ein Bereich des Hirns plant mit hoher Intelligenz und Raffinesse die grausamsten Taten. Während der für die Moral zuständige Teil dazu schweigt und keinen Einspruch erhebt, wie es bei jedem normalen Menschen der Fall wäre.” (vgl.berlinonline.de)

Es ist anzunehmen, dass die fehlende Verfügung über das zerebrale Serotonin ein maßgebender Grund ist für die fehlende Koordination dieser beiden wichtigen Hirnbereiche. Um das zu verstehen, muss man wissen, dass unser Gehirn nicht hierarchisch organisiert ist. Zwar haben wir ein zentrales Bewusstsein, das uns an ein einheitliches kohärentes Ich glauben lässt. Das Gehirn besteht aber aus vielen autonomen lokalen Zentren mit jeweils eigener Steuerung und nur unvollständiger Anbindung an andere solcher lokalen Zentren, z.B. arbeiten Wahrnehmungszentren, Sprachzentren und Mobilitätszentren jedes für sich. Nur durch übergreifende Systeme, allen voran das serotonerge System als das effektivste von ihnen, kommt es zu einer Vereinheitlichung des ganzen Gehirngeschehens. Ausgehend vom Mittelhirn ziehen sich die Fortsätze seiner Nervenzellen wie ein riesiger
“Projektionsbaum” in alle Areale des Gehirns. An ihren Enden, den serotonergen Praesynapsen, schütten sie drei bis fünf Mal in der Sekunde ihren Botenstoff Serotonin aus, der den Erregungszustand der nachgeschalteten Nervenzellen beeinflusst. Damit übt das serotonerge System einen jederzeit präsenten großen Harmonisierungseffekt auf alle Aktivitäten in den getrennt operierenden lokalen Netzwerken. Nur während des Traumschlafes ruht die Aktivität dieses serotonergen Systems. (vgl. Prof. Dr. Gerald Huether in cyberdoktor.de)

Leichte Defizite in der Verfügung über diesen wahrlich wunderbaren Stoff Serotonin führen beim “Normalmenschen” schon dazu, dass er schlecht drauf ist, unfreundlich, unleidlich, intolerant und ungerecht. Die volle Verfügung über das “Wohlfühlhormon” Serotonin dagegen zeigt uns in allgemein freundlicher Grundstimmung, aufgeschlossen, belastbar und leistungsbereit. Niemand kann voraussagen, auf welche Weise ihn ein erheblicher Mangel an diesem Neurohormon trifft. Dem einen bringt es eine Depression ein, dem anderen eine Migräne, Panikattacken, eine Zwangs- oder Angststörung oder eine Fibromyalgie. Aggression liegt dabei oft nahe, meist besonders gegen sich selbst.

Den erblich und frühkindlich traumatisch Vorbelasteten führt sie in die Abgründe der schauerlichsten Verbrechen.

Es ist bekannt geworden, dass Josef Fritzel kein Ersttäter ist. Er ist wegen eines sexuellen Gewaltverbrechens vorbestraft, weil er mit Gewalt in eine Wohnung eingedrungen war und dort eine junge Frau vergewaltigt hatte. Man muss abwarten, ob er nicht frühkindlich selbst ein Opfer schlimmen Tuns oder großer Vernachlässigung war. (vgl. welt.de)

Die Kombination böser Erfahrungen in der Zeit der Reifung des Menschen mit unglücklicher erblicher Veranlagung führt weit in die Bereiche der Schuldunfähigkeit oder der Minderung der Schuld nach § 20 StGB. In ,”Tatort Gehirn”, vgl. Hans J. Markowitsch, Werner Siefer: Tatort Gehirn - Auf der Suche nach dem Ursprung des Verbrechens, Campus-Verlag 2007, haben Markowitsch und Siefer besonders die Gruppe der gefühlskalten Mörder unter die Lupe genommen. Josef Fritzel und Seinesgleichen weisen danach nicht die gleichen Hirndefizite auf wie Impulsivtäter, sondern offenbaren eine außergewöhnliche Gefühlsarmut und einen Mangel an Empathie. Sie sind häufig sehr intelligent. Fritzel hat immerhin eine kaum vorstellbare logistische Leistung vollbracht, indem er mehr als zwanzig Jahre lang zwei Familien unterhielt und auseinanderhielt - eine ganz normal nach außen und eine in den Katakomben seines Hauses - eine Rolle ganz nach den schauerlichen Figuren des Vincent Price. Höhere Intelligenz bedeutet aber nicht auch ein höheres Maß an Schuldfähigkeit, auch wenn unsere Gerichte in der Praxis das oft so beurteilen.

Radikale Konstruktivisten wie Prof. Dr. Roth, die glauben, dass es außer der in unserem Gehirn selbst gebildeten Vorstellung von der Welt keine Wirklichkeit gibt, tendieren dazu, den freien Willen zu negieren und mit ihm jede Fähigkeit, sich schuldig zu machen. (vgl. de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Roth_(Biologe)

Schon aus neurobiologischer Sicht ist es aber nicht gerechtfertigt, solche Sprünge zu machen. Denn in der wissenschaftlichen Diskussion muss eine neuere neurobiologische Erkenntnis erst noch verarbeitet werden: Wir wissen nämlich heute, dass es kein Zufall ist, dass ungünstige Mao-A-Gene keineswegs ohne besondere traumatische Erlebnisse kriminelle Aktivitäten begünstigen. Unsere Gene werden nämlich durch an ihnen haftende Proteine regelrecht an- und abgeschaltet. Wie das im Einzelnen gescheiht, wissen wir nicht. (vgl. mpg.de)

Ob und wieweit wir durch einen willentlichen Eingriff einen Einfluss auf diese Ansteuerung haben, ist eine offene Frage.

Vieles spricht dafür, dass wir im Zuge der Ausbildung des eigenen Charakters gar nicht nur ein Spielball der Anlagen und äußeren Einflüsse sind. Wie eine Gesellschaft aussehen sollte, die einmal ernsthaft jeden willentlichen Einfluss des Menschen selbst auf seine eigene Verfassung und sein Verhalten leugnete, mag ich mit nicht vorzustellen. Der heutige Stand der Wissenschaft jedenfalls gibt keinen Anlass, eine übermächtige biologische Determiniertheit des Menschen anzunehmen. Bei der Frage danach, was Schuld ist und wie man Gesetzesverstößen begegnen sollte, sind die schwer zu kontrollierenden biologischen inneren und von außen eindringenden Wirkungen aber gewiss korrekter einzuordenen als nach unserem überholten System von Schuld und Strafe.


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12 Reaktionen zu “Ist Fritzel ein geborener Sexualverbrecher?”

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  1. oskar U.

    am 15. Mai 2008 um 09:21 Uhr | Link | Kommentar melden

    So gesehen kann frau/man(n) aber WIRKLICH ALLES entschuldigen. Und so gesehen gäbe es nur Anarchie, denn:

    “Sorry, bei mir ist der Serienmörder genetisch bedingt”, was fuer ein Schwachsinn.

    OFFTOPIC fuer die Kommentierenden: es ist durchaus möglich, Comments zu formatieren, dienst der Lesbarkeit, danke….

  2. oskar U.

    am 15. Mai 2008 um 09:46 Uhr | Link | Kommentar melden

    Nachtrag:

    angenommen, es gäbe den “?geborenen Straftäter”, wie verfahren wir mit den Kindern oder deren Eltern? Zwangssterilisation, Zwangsabtreibung, Lobotomie? Klingt sehr nach Lebensborn, der NAZI Supergermanen-Produktion und sehr nach UNWERTEM LEBEN und EUTHANASIE.

    Aber soweit zu denken ist ne Kunst, die nicht jeder beherrscht.

    Danke

  3. Kristan

    am 15. Mai 2008 um 10:45 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wieso versucht man, in den Genen und im Gehirn nach Ursache zu suchen die in der Seele und den Verstrickungen zwischen Seelen zu finden sind?

    Und den kranken Ausdruck der durch einem Mangel an Herzensqualitäten sowie persönlicher Reife im Extremfall in solchen Kellergeschichten gipfelt.

    Würde man die Familiengeschichte durchleuchten und dabei auch die letzten 2-3 Inkarnationen und die dadurch erfolgten Verstrickungen miteinbeziehen, käme man schnell auf die Kernursachen wodurch das Drama entstanden ist.

    Klar bedeutet ein Inkarnationstrauma nicht das es so enden muss, aber eine Lösung kann es sein, hier mal hinzuschauen. Nicht nur bei den Schwerkalibern, auch bei sich selbst.

    Alles Liebe

  4. Koboldt

    am 15. Mai 2008 um 11:25 Uhr | Link | Kommentar melden

    Natürlich kann es angeboren sein - aber das entschuldigt das VERBRECHEN in KEINSTER Weise.

  5. Tony

    am 15. Mai 2008 um 12:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    glaube kaum das sich sowas derart pauschalisieren lässt. dennoch sehr netter artikel!

    viele grüße

  6. Jan van Winried

    am 15. Mai 2008 um 14:56 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ganz schön beunruhigend, dass ein Drittel der Gesellschaft potentiell so starke hormonelle Defizite aufweist, dass soziale Empathie nur noch eingeschränkt möglich ist. Das erklärt aber auch das Verhalten von Konzernmanagern, Börsenspekulanten, neoliberalen Politikern, amerikanischen Folterknechten, Bombengürtelterroristen und vergleichbaren Geistern, die sich nicht in die Gefühlswelten anderer Menschen hineindenken können und somit auch keinerlei Leistungen für eine Gemeinschaft erbringen können.

    Eine amerikanische Psychiaterin hat vor geraumer Zeit schon einen Test entwickelt, der diese Charaktäre zu 100% identifizieren kann. Es soll Menschen, die über diese sozialen Defizite verfügen, nicht möglich sein, den Test zu betrügen. In großen Dax-Unternehmen und Kapitalbeteiligungsgesellschaften werden diese Tests vermutlich bereits eingesetzt. Wer durchfällt wird eingestellt!

  7. Kovar

    am 16. Mai 2008 um 18:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    Genauso könnte man fragen, sind die Deutschen geborene Massenmörder, angesichts ihrer geschichtlich herausragendende Massenvernichtungsstrategien.

  8. Readers Edition » BEST OF READERS EDITION – eine Wochenbilanz

    am 17. Mai 2008 um 03:04 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Österreich vor wenigen Wochen: Die Geschehnisse in Amstetten lassen die Erinnerungen an den Fall “Natascha Kampusch” vor zwei Jahren erneut hoch kochen. Ein 73 Jahre alter Rentner hielt seine Tochter und drei der insgesamt sieben gemeinsam gezeugten Kinder 24 Jahre lang im Keller des eigenen Hauses gefangen. Josef Fritzel ging als der “Inzest-Vater” durch die Medien – als Monster, der unvorstellbar Grausames begangen hat. Auch unser Autor Rolf Ehlers hat sich mit dem Fall befasst und fragt am vergangenen Mittwoch: “Ist Fritzel ein geborener Sexualstraftäter?“. Doch psychologisierend geht Ehlers, wie vielleicht auf den ersten Blick vermutet werden könnte, nicht vor. Der Schwerpunkt seiner Ausführung: die Vererbung krimineller Anlagen. Schließlich seien, so Ehlers, die Neurowissenschaften der Lösung des Themas bereits auf der Spur. Wo bisher die Philosophie oder psychologische Hypothesen zum Zuge kamen, würden heute konkrete naturwissenschaftliche Phänomene ins Spiel gebracht wie etwa die Macht der Gene und der Einfluss der Hormone auf das organisch und funktional immer überschaubarer gewordene zentralnervöse Organ des Menschen, das Gehirn. Und es scheint, als hätte die Wissenschaft den Übeltäter erwischt – sein Name: das Mao-A-Gen. Doch ist das der Weisheit letzter Schluss? Ehlers ist davon jedenfalls nicht völlig überzeugt, gibt er doch zu bedenken: “Der heutige Stand der Wissenschaft (…) gibt keinen Anlass, eine übermächtige biologische Determiniertheit des Menschen anzunehmen. Bei der Frage danach, was Schuld ist und wie man Gesetzesverstößen begegnen sollte, sind die schwer zu kontrollierenden biologischen inneren und von außen eindringenden Wirkungen aber gewiss korrekter einzuordnen als nach unserem überholten System von Schuld und Strafe.” […]

  9. Kovar

    am 17. Mai 2008 um 16:11 Uhr | Link | Kommentar melden

    Das Mao-A-Gen? Gibts das auch bei Menschenaffen? Wahrscheinlich- aber die bauen ja keine Keller. Mann sollte vielleicht weltweite den Kellerbau verbieten.

  10. Readers Edition » Die Bestie in uns. Eine Nachbetrachtung.

    am 18. Mai 2008 um 03:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Jan van Winried hat in seiner Leserreaktion auf meinen Versuch des neurobiologischen Verständnisses von Gräueltaten wie denen des Josef Fritzel Bemerkenwertes geschrieben: […]

  11. Earaendil

    am 20. Mai 2008 um 15:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich glaub nicht ,daß es eine wilrkliche Entschuldigung für solche Taten gibt.
    Die meisten dieser grausamen Taten werden von Menschen begangen,die sowohl erwachsen ,als auch nachweislich nicht dumm sind.Ganz imGegenteil:ich glaube diese Menschen verfügen oft über ein ausgesprochen gut funktionierendes Gehirn.
    Diese Menschen haben im Laufe ihres Lebens immer wieder die Erfahrung gemacht,daß sie ,wenn sie sich nur geschickt genug anstellen,fast immer ungescholten davon kommenl.Sie wissen ,daß sie auch noch vom Staat geschützt werden,also zum Beispiel keine Angst vor berrechtigter Selbstjustitz haben müssen.Diese Menschen brauche keine Angst vornem Lynchmord zu haben.Unsere Bevölkerung hier in Deutschland hat garnicht mehr die Möglichkeiten sich gegen solche Monster zu wehren,weil sie sich strafbar machen würden.Kein Vater darf mehr dem Vergewaltiger seiner Tochter die gerechte Strafe zukommen lassen!
    Und selbst wenn diese Leute dann verurteilt werden,wissen sie,daß sie in absehbarer Zeit wieder auf freien Fuss kommen.
    Meiner persönlichen Meinung nach,sind diese Leute schlicht “enorm schlecht erzogen” und haben keine Angst vor Strafe.
    Kein Mensch wird böse oder dumm geboren.Das macht immer die Erziehung!Die Gesellschaft spielt auch eine große Rolle!
    Solang wir in einer männerdominierten Gesellschaft leben,in der es immer noch Frauen gibt,die aus Feigheit oder Angst,aus Dummhiet oder Unterwürfigkeit ihre “Gatten” gewähren lassen,wird sich dieses Problem nicht lösen.
    Solang Frauen und Kinder in dieser Gesellschaft nicht einen anderen Stellenwert bekommen,mehr Rechte (natürlich auch Pflichten!!) und Schutz vor solchen “VIECHERN” wird es immer weiter gehn!

  12. Empörend

    am 18. März 2009 um 22:44 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich finde es einfach unglaublich, wie das eigentlich Opfer-Täter Verhältnis verzerrt wird. Auch hier wird wieder versucht, den Täter als eigentliche Opfer darzustellen und eine Entschuldigung für derart unmenschliches abnormes Verhalten zu finden. Er hatte halt eine schlimme Kindheit und in den Genen hatte er es auch.

    Wenn wir soweit kommen die Gene für alles verantwortlich zu machen, dann ist es praktisch unmöglich einem Menschen Verantwortung für sein eigenes Handeln zuzusprechen. Dann könnte alles mit dem Satz “die Gene sind schuld” gerechtfertigt werden. Soll das dann der Freifahrtschein für alle Gewalltverbrechen sein? Das darf nicht passieren!

    Und bitte, wer kümmert sich endlich mal um die Opfer?

    Ich bin der Meinung, das es für derartige Verbrechen keine Entschuldigung gibt und derartige Unmenschen keine Empathie verdient haben, egal was in ihrer Kindheit passiert ist.

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