Sr. Edgitha Gorges kämpft in Ghana gegen Malaria, Tuberkulose und Aids
Edgitha Gorges ist eine Pionierin. Die in Heiligenwald/Saarland geborene Dominikanerin arbeitet weit weg von ihrer alten Heimat in Afrika. Im Krankenhaus von Battor in Ghana hilft die Gynäkologin den Menschen Im Kampf gegen Malaria, Tuberkulose sowie Aids. Seit sie feststellte, dass die vielfach zur Prostitution gezwungenen Frauen im Land die Immunschwäche zwangsläufig in ihre Familien einschleppten, hat die Saarländerin in ihrer kleinen Klinik ohne Telefon auch dieser tückischen Seuche den Kampf angesagt. In ihren Bemühungen wird die langjährige ärztliche Leiterin der Klinik von der Marienschule in Saarbrücken unterstützt – 1959 zählte sie zu den ersten Abiturientinnen dieses 1950 von Speyerer Dominikanerinnen gegründeten Gymnasiums. Noch im gleichen Jahr trat sie selbst der Gemeinschaft bei. Die Schulschwestern hatten sie vom Leben im Orden überzeugt.
Keine ,”Glanzschülerin” – und doch Medizin studiert
Schon 1957 hatten die Dominikanerinnen mit der Mission in Ghana begonnen, aber für ihren Einsatz in Battor keinen Arzt gefunden. Als Edgitha in der Schule von dem Projekt erfuhr, dachte sie zum ersten Mal daran, Ärztin zu werden – obwohl sie keine “Glanzschülerin” gewesen sei. “Ich wollte mich dafür einsetzen, dass es anderen besser geht. Das ist in der Gemeinschaft leichter”, sagt sie zu ihrer Lebensentscheidung. Im Noviziat lernte die Medizinstudentin eine Mitschwester kennen, die sie mit dem Ghana-Projekt näher bekannt machte.
Die Entscheidung, nach Afrika zu gehen, fiel früh. Schon von Beginn des Studiums an lernte sie “Ewe”, die Sprache der Region. In Battor war Edgitha lange Jahre der einzige Arzt. Heute ist das anders. 2001 legte sie die Leitung des Hospitals nach drei Jahrzehnten in andere Hände – derzeit arbeiten in dem Krankenhaus neun Ärzte. Aids – das sei in Ghana ein soziales Problem und eine “Krankheit der Armut”, wie die Ordensfrau sagt. Deshalb sind die Dominikanerinnen im Bildungsbereich aktiv und fördern kleinere Projekte, die Frauen und Mädchen wirtschaftlich absichern helfen – durch die Produktion von Handarbeiten, Kissen, Matten, Keramik und vielem mehr für den heimischen Markt. Zum Engagement gegen das HI-Virus gehört für Schwester Edgitha auch die Aufklärungsarbeit vor Ort sowie die Unterstützung der Aids-Waisen. Mit messbarem Erfolg: Die Häufigkeit der Krankheitsfälle habe deutlich abgenommen, sagt sie.
Gleichzeitig habe sich in der Entwicklungsarbeit das Arbeitsprinzip verändert: “Wir verwenden heute alles, was im Land gängig ist – und versuchen die Sachspenden aus Europa auf das notwendige Maß zurückzuführen.” Die Ghanaer sollten nicht glauben, dass die Hilfscontainer “alle vom Himmel” kämen – stattdessen wolle man ganz verstärkt eigene Anstrengungen honorieren.
Das Ausland wirbt massiv ghanaische Fachkräfte ab
Die in Mannheim ausgebildete Ärztin ist froh über die Erfolge, die nach und nach sichtbar werden, ist aber zornig, dass viele gut ausgebildete Ghanaer vom Ausland abgeworben werden und so der Entwicklung des Landes fehlen – rund 60 Prozent aller Krankenschwestern gingen nach England und von 1500 ghanaischen Ärzten arbeiteten 900 im Ausland, erklärt die 63-Jährige, die noch nicht daran denkt, aus Ghana wegzugehen – auch wenn sie sich längst sicher sein kann, dass ihre Arbeit dort auch ohne sie weitergehen wird. Für die nächsten Jahre wünscht sich die Ordensfrau, dass das Land weiter stabil bleibt und die Klinik eine solide Zukunft hat.
LEBEN MIT AIDS
Bericht über ein Hausbesuchsprogramm in Ghana
Von Schw. Dr. Edgitha Gorges OP
Mehr unter: www.st-peter-bous.de
Ein ganz herzliches Danke allen, die geholfen haben, und helfen Sie uns weiter, durch Ihre Spenden, damit das Battor Hospital funktionieren kann.Z um Schluss wünsche ich Ihnen, dass Sie die Battortrommeln und das begeisterte Singen hören, dass der Rhythmus vibriert und schwingt in Ihnen zum Tanz und Tücherschwingen. Möge diese Freude und Gottes Segen fühlbar sein an jedem Tag.
Schw. Dr. Edgitha Gorges Adresse: P.0. Box GP 52 AR, Accra e-Mail: cathhbattor@vahoo.com
Liebe Edgitha,
hier ist mein kleiner Beitrag um Deine/Eure wundervolle Hilfe in Ghana auch hier weiter bekannt zu machen. Ich freue mich sehr auf den 20. Juli wenn Du zu Besuch kommst
Herzlichste Grüße nach Battor.
Deine Margareth