Der Blaue Salon (III) - ein Plädoyer für den Rauchgenuss

- Alkoholverbot im öffentlichen Raum - nach dem Rauchen nun das Trinken - was folgt danach?: Photo: DG Jones
In der aktuellen Ausgabe des „Blauen Salons“ möchte ich den Blick mal weg von der zu verteidigenden Rauchkultur auf ein anderes Thema lenken, welches meines Erachtens aber im direkten Zusammenhang mit der gegenwärtigen Tendenz zur Gängelung und Bevormundung freier Bürger steht. Die Rede ist vom aufkommenden Verbot des Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit. Dieser nächste Schlag des radikalen Gutmenschentums zeigt deutlich auf, dass die Debatte um den Nichtraucherschutz keineswegs übertrieben oder unnötig aufgebauscht ist.
Die Kampagne gegen das Rauchen war nur der erste Schritt. Zu verlockend ob der Einfachheit des Unternehmens. Hier konnte man mühelos latente Abneigungen von Nichtrauchern gegen irgendwann einmal erlebte Intoleranz von Rauchern ausspielen und mit zahlreichen Studien über die Gefährlichkeit des Tabakgenusses unterfüttern. So entstand schnell eine aufgeheizte Atmosphäre, welche nach Regeln, Gesetzen und Strafen gierte, obwohl dies vor kurzem noch durch Gewohnheitsrecht, unreglementierte Regeln der Höflichkeit und der Selbstverständlichkeit zwischenmenschlicher Kommunikation geregelt war.
Ähnliche Tendenzen offenbaren sich langsam in den Bestrebungen mehrerer Städte und Gemeinden in Deutschland, welche mit einem Verbot des öffentlichen Alkoholkonsums vorpreschen. Es sind unter anderem Freiburg, Hamburg, Marburg und Dresden, die sich vorerst in die Parade derer einreihen, welche vorhaben, die Erfüllung eines menschlichen Grundbedürfnisses zu verbieten: Trinken in der Öffentlichkeit. Die Gründe für die Neo-Prohibition klingen vertraut und gehören zum Basis-Arsenal eines jeden aufmerksamkeistsüchtigen Bürgerschutz-Tribuns: Randale, Verschmutzung, und, natürlich Jugendgewalt. Man traue sich, so hört man von den stets präsenten Tugendwächtern, kaum noch abends in die Innenstädte, ganze Viertel würden zu No-go-Areas wenn nichts gegen das Freilufttrinken unternommen wird.
Es ist die gleiche fadenscheinige und heuchlerische Argumentationsweise, welche von manchen Nichtraucherschützern nur sattsam bekannt ist. Man nehme einen gesellschaftlichen Missstand, der im Zusammenhang mit einem Genussmittel steht, verweise mit selbstlosem Habitus auf den notwendigen Schutz der zahlreichen Nichtgenießer aber umso mehr betroffenen hin und fordere ein striktes Verbot der vermeintlichen Ursache des Übels. Selbstverständlich steht dieses Mal nicht der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund. Und doch ist es der selbe muffigen Duft kleinlicher Spießigkeit, die nun vorgibt, mit einem solchen Verbot der Jugendgewalt und dem Vandalismus zu Leibe rücken zu wollen. Nach einer Studie aus Baden-Württemberg, das Land, welches den nächtlichen Verkauf von Alkohol flächendeckend zu verbieten plant, wäre fast jeder dritte Jugendliche bei der Ausübung von Gewalt betrunken gewesen. Ja und?! Was sagen solche Studien aus? Geht man hier wirklich davon aus, dass dieser Jugendliche nicht zugeschlagen hätte wenn er nüchtern gewesen wäre wie die anderen zwei Drittel?! Und wie gedenkt man dem heimischen Alkoholgenuss, und dessen Folgen, bzw. dem klassischen Fall, Trinken in der Kneipe und dem möglicherweise folgenden gewalttätigen Heimgang zu begegnen? Auch verbieten?
Der Versuch, den öffentlichen Raum möglichst risikoarm und steril zu gestalten, folgt nicht nur dem fatalen Ansatz überbordender Fürsorgepflicht und einer Geringschätzung selbstregulierender Kräfte der Gemeinschaft. Hinter ihm steht auch die bedrohliche Geisteshaltung, alles irgendwie Anstößige aus dem öffentlichen Raum zu entfernen. Hierdurch werden Kleingeist und Denunziantentum Tür und Tor geöffnet. Die saufenden Punks in der Einkaufspassage waren dem einen oder anderen schon immer ein Dorn im Auge?! Verbieten wir es einfach anstatt den Dialog zu suchen und den Konflikt irgendwie anders zu beseitigen. Dass wir damit auch das Bier zum Grillen in schon zuvor extra eingerichteten Grillzonen oder den gemütlichen Weingenuss im Park zum Wochenendstart im Park verbieten?! Was soll’s, schließlich kann man dem doch immer noch im Privaten nachgehen. Die Tendenz einer zunehmenden Reglementierung des Öffentlichen würde höchstwahrscheinlich auch auf Meinungsfreiheit verzichten solange man hinter verschlossenen Türen noch sagen könne was man will.
Doch abgesehen davon, dass ein Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit definitiv am Ziel vorbeischießt, ist es auch zutiefst unsozial. Jene, die es sich leisten können werden in Zukunft in den Genuss kommen zu trinken. Jene aber, denen die Preise der Gastronomie zu hoch sind, werden ausgegrenzt. Auch hier also wieder die Perspektive auf eine unnötige Spaltung der Gesellschaft: staatlich geschützte Bessertrinkende und kriminalisierte Low-Budget-Trinker. Ein Szenario, welches der bigotte amerikanischen Gesundheitswahn schon meisterhaft in die Realität umgesetzt hat, doch in europäischen Gefilden erst am Aufblühen ist. Also seid wachsam und wehret den Anfängen!
Aktuelle Splitternotizen:
Bei den aktuellen Meldungen zum Thema Nichtraucherschutz und Raucherverdrängung habe ich dieses Mal versucht, etwas über den eigenen Tellerrand zu lugen und zu schauen, was sich diesbezüglich im Ausland tut.
Niederlande:
Auch die holländischen Coffeeshops müssen ab dem ersten Juli 2008 auf eine strikte Einhaltung des geltenden Tabakrauchverbotes achten. Das geltende Gesetz schützt die Mitarbeiter der Shops vor Tabakrauch, nicht aber vor dem Duft der verbrennenden Marihuanapflanze. Die Rauchentwicklung von Cannabisprodukten sei im Gegensatz zum Tabak geringer und weniger gesundheitsschädlich.
Japan:
Bizarre Wendungen in Hinsicht Gängelung mündiger Bürger ist aus dem fernen Nippon zu vernehmen. Um die Jugend des Landes von der Droge Nikotin fernzuhalten, will man nun auf die faltenerzeugende Wirkung von Rauchen setzen. Der teuflische Plan der Behörden sieht folgendermaßen aus: Nur wer hinreichend Falten im Gesicht hat, soll künftig von den mit Gesichtserkennungs-Software ausgerüsteten Automaten Rauchwaren erhalten - die dürfen ab Juli ihre Produkte nur noch an Käufer ausspucken, die mindestens 20 sind. Die Software soll anhand von Gesichtsmerkmalen des potenziellen Käufers wie Augenfalten, Tränensäcken und Knochenstruktur mit einer Datenbank von 100.000 Musterexemplaren verhindern, dass man sich mit erschwindeltem Ausweis in den Besitz von Zigaretten bringt - angeblich funktioniert die Technologie mit 90%-iger Sicherheit.

- Meinugsäußerung wahrscheinlich zum Thema aus der Schweiz. Vorschläge zur Sinndeutung werden dankend entgegengenommen; Photo: 20min.ch (screenshot)
Eine andere bemerkenswerte Meldung kommt aus den den Randbereichen der Rauchwarenindustrie: Dass das Rauchverbot weite Kreise schlägt, dürfte mittlerweile angekommen sein. Doch dass nun auch das gute, alte Streichholz betroffen ist, war bislang noch nicht ins öffentliche Bewusstsein vorgedrungen. Allein bei Europas größtem Streichholz-Produzenten Europe Match sei der Umsatz in Deutschland nach Einführung der Nichtraucherschutzregeln in den Ländern um 30 Prozent zurückgegangen, zitierte die “Wirtschaftswoche” vorab Match-Firmenchef Rainer Thomas. Das niedersächsische Unternehmen will seinen Angaben zufolge nun verstärkt auf den osteuropäischen Markt ausweichen. Grund für die massiven Einbrüche ist vor allem der Rückgang von Aufträgen für Streichholz-Päckchen und -Heftchen als Werbeträger. Lagen diese bislang in großen Mengen in Bars und Restaurants aus, breche das Geschäft derzeit massiv ein.
Rauchertipps:
Und selbstverständlich wurden all diese Gedanken und Überlegungen auch diese Mal von Premieren und Kostproben umsäumt.

- So gehts doch auch; Photo: welt.de (screenshot)
Zunächst testeten wir, wie üblich gemütlich in unserem üblichen Lokal „Filmrisz“ platznehmend, ein paar verlockend daher kommende Zigarillos aus dem Hause Planta. Ein Tabakunternehmen, welches seinen Sitz tatsächlich in Berlin hat, umso stärker also unsere Erwartungen in die zu genießenden Produkte.
Besagte Zigarillos tragen den Namen FINKA (Länge ca. 9cm, Durchmesser ca. 0,9 cm) und sind in der Brasil- und Sumatraausführung erhältlich. In einer kleinen Holzkiste geliefert, präsentieren sich beide Sorten rein optisch in jedem Falle äußerst ansprechend. Vom Geschmack her sei gleich vorweg gesagt, dass sie speziell unsere Sinne nicht erobern konnte. Auch wenn das dezent-feinem Pfeifentabak-Aroma und das Brennverhalten überzeugten, weder das süßliche Vanille-Aroma der Sumatra-Variante noch der an Irish Coffee erinnernde Begleitduft, ließen uns vollends frohlocken.
Ganz anders dagegen ein Pfeifentabak namens „Petersen&Sørensen - 34th Mixture“. Hallelujah! Hier muss einfach mal geschwärmt werden dürfen. So muss ein Pfeifentabak sein, war die einhellige Meinung. Selbst diejenigen unter uns, die dem Pfeifenrauchen eher mit Distanz gegenüberstehen, zogen ob unseres frenetischen Jubelgeschreis interessiert an den gefüllten Rauchgeräten und stimmten sogleich in ide angestimmten Lobgesänge mit ein. Es handelt sich um eine mittelkräftige Mischung (ungewöhnlich breit geschnitten, aber dennoch gut brennbar), welche hauptsächlich aus dunklen Virginia-Tabaken besteht. Das Geheimnis des Geschmacks scheint das Verfahren zu sein, bei dem die dunklen Virginias und die hinzukommenden speziellen Latakia-Tabake im Cavendish-Verfahren aufbereitet werden. Worin aber auch das Geheimnis genau liegt, war uns schlussendlich egal, da wir einzig dem Genuss verpflichtet sind und daher selig schmauchend zufrieden waren.
Zum Abschluss noch zu etwas, was wir sorgsam für eventuellen Frauenbesuch unserer Runde zurückgelegt hatten. „Excellent Zigaretten Mango/ Lemon-Mint“. Hier liegt wahrlich keine tiefsitzende Respektlosigkeit vor dem weiblichen Geschlecht zu Grunde. Allein, an die farblich vor sich hin schreienden Zigarettenpackungen mit dem schon durchs Zellophan sickernden süßlichen Duft wollte sich von uns zunächst keiner rantrauen. Dafür brauchten wir starke Frauen. Und sie kamen, probierten und gingen wortlos wieder. Nein, bei allem Respekt, ich weiß über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, aber eine vorsichtige Warnung sei zumindest erlaubt.
Photo Quelle/ Copyright: DG Jones, cc creative commons Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung 2.0 (via flickr), welt.de, 20min.ch











Wolfgang Weege
Rauchverbote mögen Raucher “gängeln” aber so wie bisher, daß jeder gezwungen wird, in verqualmter Atmosphäre sein Bier zu trinken, gehts nicht mehr.
Ein Raucher ist nicht per se ein “freier Bürger” sondern zuerst einmal ein Suchtkranker.
Wir Nichtraucher “gieren” nicht nach Strafen, genauso wenig, wie bis jetzt die “Höflichkeit zwischenmenschliche Kommunikation regelt.”
Wir haben es halt nur hingenommen, nach einem Kneipenbesuch zu husten und die Kleider zu waschen weil sie stanken.
Die von Herrn Günter beschworene “selbstregulierende Kräfte der Gemeinschaft”
hat es nie gegeben.
Sonst gäbe es in Deutschland ja auch keine Knöllchen für Falschparker.
Der gute Mann verschweigt auch, wie er vom Rauchverbot auf das Verbot der Meinungsfreiheit kommt.
Es ist nicht nur legitim - der Staat ist (wäre) verpflichtet, das Rauchen einzudämmen, genauso wie die bestehenden Einschränkungen der Abgabe von Heroin, Kokain und Cannabisprodukten.
Bevor jemand das Wort “Raucherverdrängung” in den Mund nimmt, sollter er sich in die Lage seiner Mitmenschen versetzen, z. B. ein Asthmakranker, der auch gern einmal draußen essen möchte.
Zigarettenautomaten gehören abgeschafft! Vor allem in Deutschland bedienen sich Kinder immer noch - und trotz “Altersnachweis” - an den Automaten.
Bestrebungen, Kinder vom Kauf von Zigaretten abzuhalten, sind nicht “Bizarr.”
Abschliessende Frage: Mit wieviel wird so ein Plädoyer für das Rauchen so in der Regel von der Zigarettenindustrie vergütet?
Ricci Riegelhuth
@Herr Wege
“Ein Raucher ist nicht per se ein “freier Bürger” sondern zuerst einmal ein Suchtkranker.”
Damit ist Ihnen, Herr Wege, also genügend unter die moralischen Füsse gelegt worden, um sich in dankbarer Erhabenheit bei Herrn Lauterbach und Frau Lauterbach zu bedanken. Der Wikipediaeintrag vor einem Jahr war noch mit dem Hinweis versehen, dass die Abhängigkeit bei 90 % läge. Also 10 entscheiden sich freiwillig: Das hat endlich ein Ende, denn, es wird wirklich überall gedreht:-)
Das hier haben ich gestern irgendwo im Netz gefunden und diese Zeilen zeigen sehr dezidiert unsere weiteren Aussichten auf.
Klar Herr Wege, sie sind auch mit dabei:
“Dieses Gesetz hat zwei wichtige Ziele: Das erste Ziel ist es, die Vielzahl an Kneipen stark zu reduzieren, ähnlich dem Tante - Emma - Laden - Tod. Man kann das Volk besser überwachen in grossen, kapitalstarken Vergnügungstemp?eln mit Türstehern und Videoüberwachun?g. Das zweite Ziel ist, die Gesellschaft zu vereinzeln, Nichtraucher gegen Raucher, um sozialen Zusammenhalt zu zerstören. Dann lassen sich Einzelpersonen leichter ungerecht behandeln ! Gemeinsamkeit muss zerstört werden,
die Gesundheit ist ein ehrenwertes Vorschiebeargument, um beide Ziele zu erreichen!
Die Geselligkeit, Gruppenbildung muss mit allen Mitteln verhindert werden, geht auch über den Bierpreis und das Rauchen.
Vereinzelung der Gesellschaft ist das Wichtigste !”
PS: Tabaklobby heisst korrekt übrigens “Philip Morris” , denn die machen 40% des “Steuermarktes” für unsere Regierung aus. Die haben auch kein Problem mit dem Rauchverbot, sondern nur mit der Verpackungsgröße!
Das schreibt einer, der im Jahr 1974 ein komplettes Rauchverbot in seiner damaligen Schule umgesetzt hat.
Innerhalb von drei Tagen mit der Methode der direkten Demokratie.
Warum:
Für mich bestand kein Lebenszusammenhang zwischen Schule und Rauchen.
Der Besteht allerdings sehr wohl bei den Kneipen, dem Eigentum ihrer Besitzer und Gästen.
…mal voraus gedacht, statt nachgedacht: könnten öffentliche meinungen nicht doch auch private faulheiten sein?
Ricci Riegelhuth
Pardon, Herr Weege,
ich werde manchmal von meinen Mitbürgern “Geringelt” und dies finde ich auch nicht soo doll.
Ricci Riegelhuth
Wolfgang Weege meint:
01.03.2008, 18:30 Uhr
“Wieviel hat Herr Bewersdorff für sein Gejammere pro Zigarre bekommen?
Der Artikel ignoriert total, warum Rauchverbote erlassen werden.
Außerdem stinken Zigarren fürchterlich.”
In den letzten 10 bis 12 Wochen hat sich nicht viel in den existenziellen Argumenten bei Ihnen getan. Vielleicht war Ihre Zurückhaltung unter anderem auch darin begründet, dass von Ihrer Seite nichts nachgelegt werden konnte. Na, wo wohl- ein Link ist hinter meinem Namen komfortabel eingepflegt.
PS: Das Posting steht auf Seite 5.
Beste Grüße aus Bad Vilbel
Ricci R.
Wolfgang Weege
Hallo Ricci,
ich will die Anzahl der Kneipen nicht reduzieren (in Irland arbeiten heute über 10% mehr Leute in der Gastronomie als vor dem Rauchverbot, weil der Umsatz stieg),
noch will ich “kapitalstarken Vergnügungstempeln” Zulauf bescheren - warum sollte ich? Ich hätt doch nix davon.
Von Türstehern bekomme ich auch keine Kick-backs und am allerwenigsten will ich “die Gesellschaft vereinzeln!”
Rauchen ist nicht gleich Geselligkeit. Wie ich schon andeutete, muß ich auf den Kneipenbesuch (noch) verzichten, weil ich nicht gewillt bin, mich vollqualmen zu lassen.
Die Vorwürfe sind allesamt absurd! Ich will nicht mehr und nicht weniger, dass das Rauchen aus meinem Leben und dem Leben der nächsten Generation verschwindet.
Rauchen ist krank und macht krank. Wir Deutsche (ich vergeneralisiere jetzt stark) wollen immer so schlau sein, aber 17 Mio. sind so dumm, sich stinkenden, krankmachenden Qualm als “Genuß” und “Lebensfreude” aufschwatzen zu lassen!
Übrigens: Von den leitenden Angestellten der Tabakindustrie raucht so gut wie niemand, auch die neue Chefin der Tabaklobby (und Grüne) Marianne Tritz ist Nichtraucherin.
Ricci Riegelhuth
Lieber Herr Weege,
“Rauchen ist krank und macht krank. Wir Deutsche (ich vergeneralisiere jetzt stark) wollen immer so schlau sein, aber 17 Mio. sind so dumm, sich stinkenden, krankmachenden Qualm als “Genuß” und “Lebensfreude” aufschwatzen zu lassen!”
iDies ist Ihre Meinung, soweit gut und schön.
Wie konnten wir in den letzten Jahren nur die höchste Lebenserwartung erzielen die je erlebt gelebt wurde?
Wer sind Sie eigentlich, daß Sie wiederholt Ihre überaus fragwürdige Erhabenheit an Menschen verteilen die Sie gar nicht kennen können und mit der Suchtpatsche billig um sich schlagen?
Auch das ist natürlich über Wikipedia gut lanciert. Vor einem halben Jahr stand dort noch zu lesen ca. 90 Prozent wären von Tabak bzw. Zigaretten Abhängigkeit, also von der Sucht betroffen. Seit neuestem sind es 100 Prozent. Wie komfortabel für Sie Herr Weege, das ist dann die Absolution Ihrer persönliche Fürsorglichkeit für Ihre geächteten, aber dann auch doch zu dummen Mitbürger. Mann, geht es Ihnen doch blendend gut und dann noch das Gefühl von mitmenschlichen Einsatz während Sie die Erwachsenen-Erziehung ankurbeln können.
Sie haben übrigens recht, bei Philip Morris wird in der Chefetage auch nicht
geraucht!
Warum nicht?
Das erfahren Sie hinter dem eingepflegten Link!
Philip Morris vs. Tabakbranche - eine Übersicht auf dem Cigar Blog
Beste Grüße aus Ricciland
Ricci Riegelhuth
Das an der Passivrauch Lüge etliches gedreht wurde, wird hinter dem Link klarer…
Ricci Riegelhuth
Im Himmel wird Zigarre geraucht
Gottesmänner attackieren “Gesundheitspolizei”, die das Rauchen und den Weihrauch verbieten will
“Bruder Elmar von der berühmten bayerischen Benediktinerabtei Niederaltaich plagten wegen seines Lasters niemals Skrupel. Genüsslich zog der Mönch schon vor dem frugalen Frühstück an seiner Zigarette, er verbarg dies weder vor Mitbrüdern noch vor den weltlichen Gästen seines Klosters. Und wer ihn erstaunt fragte, wie sich seine Nikotinleidenschaft mit den strengen Ordensregeln vertrage, bekam augenzwinkernd zur Antwort: “Der heilige Benedikt sagt: Der eine braucht dies und der andere das.”
Die aktuelle, gelegentlich ins Fanatische ausartende Anti-Raucher-Kampagne würde Bruder Elmar ebenso wenig verstehen wie der 2006 verstorbene Beichtvater der Bonner Politprominenz, Heinrich Basilius Streithofen. Der temperamentvolle Dominikanerpater war passionierter Zigarrenraucher. Sein nicht minder streitlustiger Ordensbruder Wolfgang Ockenfels, als Professor für Sozialethik in Trier tätig, hat jüngst, auch unter Berufung auf Streithofen, zu einer Philippika gegen fanatische Nichtraucher jeder Couleur ausgeholt.
Die “Gesundheitspolizei” wolle demnächst auch den Weihrauch in der Kirche abschaffen, orakelte der Pater im “Smokers Club”, einem Organ der Raucherlobby. Eine “Art von Apartheid zwischen Rauchern und Nichtrauchern” entstehe. Doch der Professor im Dominikanerhabit will dann doch noch nicht ganz schwarzsehen. Schließlich gebe es “ein leuchtendes Vorbild”: den Münchner Erzbischof Reinhard Marx. Der gab schon vor Jahr und Tag zu Protokoll, was ihm das Leben lebenswert macht: ein gutes Glas Rotwein und eine dicke Zigarre. Marx paffte selbst bei Visitationen in seiner Diözese. Für ihn wurden sogar neue Aschenbecher angeschafft.
Professor Ockenfels raucht täglich, und zwar sechs halbe Zigarren. Das Rauchen, so zitiert ihn die Katholische Nachrichtenagentur, habe für ihn eine “symbolhaft-religiöse Bedeutung”. Selbst im Paradies, meint er, müsse die Zigarre eine große Rolle spielen. Denn ein Himmel ohne gute Zigarre sei “fast ein Fegefeuer”.
Quelle:http://www.welt.de/welt_print/article2003963/Im_Himmel_wird_Zigarre_geraucht.html
Ricci Riegelhuth
Gerade habe ich folgende E-Mail von “flying cigars” Nino Munoz erhalten:
“Hallo,ich bekam gerade einen Anruf vom SWR 3 Mainz mit der Information dass der Beitrag über unseren ApothekenNotdienstSmoke HEUTE Abend in der Landesschau RLP zwischen 18h45 und 19h45 gesendet wird !! Der Beitrag wird eher gegen Ende der Sendung kommen. Bitte also vormerken : Heute Abend 18h45 -19h45 SWR 3 schauen ! Lieben Gruss Nino”
Isch bin begaistärt, gelle, mein liebär NinO!!!
Ricci Riegelhuth
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über das
Kiosk-Riegelhuth.
Wohlan, Freude herrscht
und einen schönes Wochenende
Ricci R.
Readers Edition » Der Blaue Salon (IV) - ein Plädoyer für den Rauchgenuss
[…] - Der Blaue Salon (III) - ein Plädoyer für den Rauchgenuss - Der Blaue Salon (II) - ein Plädoyer für den Rauchgenuss - Der Blaue Salon (I) - ein Plädoyer für den Rauchgenuss […]
Ricci Riegelhuth
…wie geschmeidig und elegant die CSU plötzlich daherkommt:
In der ganzen bayrischen Rauchverbotsgeschichte liegt eine gehörige Portion Schlitzohrigkeit,gelle?
Mittwoch, 13.08.2008
Georg Schmid in Siegerlaune
CSU-Fraktionschef: Bayern Vorbild für ganz Deutschland
Hier ein Auszug:
“Schmid, der im Oktober 2007 das Rauchverbot in der Gastronomie in der Fraktion durchgesetzt hatte, meinte sichtlich zufrieden, die bayerische Regelung könnte Vorbild für ganz Deutschland sein. Alle offenen Fragen seien nun geklärt, sagte er.
Auch CSU-Chef Erwin Huber hatte am Vorabend des Karlsruher Urteils gegenüber den „“Rieser Nachrichten” erklärt,
“Raucherclubs” seien in Ordnung, wenn sie entsprechend den gesetzlichen Vorgaben gegründet und betrieben würden. Huber: “Darum müssen sich aber die Verwaltungsbehörden vor Ort kümmern. Das ist nicht Aufgabe der Staatsregierung.”
Quelle:smokersnews.de
Gigantomatisch, die Batzis drücken alles ab, das Unangenehme drauff auf die Gemeinden und Ordnungsämter! Pro-Rauchfrei übernimmt eventuell die Blockwart-Ausbildung und ich lass mir auch was Nettes einfallen:)
Gruß aus Bad Vilbel
Ricci
Ricci Riegelhuth
…es geht darum Haltung gegen diese Tendenzen im Diskurs zu zeigen.
Bei der Zigarre es geht um ein Naturprodukt mit 500 Jahre alter Kultur und Geschichte in Europa. Massen haben schon oft schnell mal was entsorgt oder
absichtlich zerstört. Deshalb hier ein Text über Gustave Le Bon:
Der negative Einfluß von Kollektiven
In unseren Genen bewahren wir das Erbe unserer Vorfahren, von unseren hominiden Vorläufern bis zu unseren tierischen Ahnen. In der Entwicklungsgeschichte der Menschheit dominierte bis in die allerjüngste Vergangenheit das Kollektiv. Die Zugehörigkeit zu Sippe und Stamm ermöglichte erst das Überleben. Dementsprechend sind wir alle tief von der Sehnsucht nach der Geborgenheit der Gruppe geprägt. Das Bewußtsein einer eigenständigen Existenz, der Gebrauch einer individuellen Vernunft, ist in der menschlichen Entwicklung sehr neu. Es ist daher zu erwarten, daß der Individualismus bei den meisten Menschen weniger ausgeprägt ist als der Kollektivismus. In der Massenbildung zeigt sich die Sehnsucht nach der Urhorde. Die Masse ist Urhorden-Ersatz.
“Der Gebrauch der Vernunft ist für die Menschheit noch zu neu und zu unvollkommen, um die Gesetze des Unbewußten enthüllen zu können und besonders, um es zu ersetzen. Der Anteil des Unbewußten an unseren Handlungen ist ungeheuer und der Anteil der Vernunft sehr klein.” Gustave Le Bon
“An der Vernunft haben die Götter und nur sehr wenige Menschen Anteil.” Platon
Jeder von uns ist anfällig für eine “Regression der seelischen Tätigkeit auf eine frühere Stufe”. Einige wenige Menschen zeigen sich in dieser Hinsicht widerstandsfähiger als der Rest der Bevölkerung, aber gefährdet sind wir alle.
Eine hohe Intelligenz oder eine gute Ausbildung bieten keinen Schutz gegen einen Rückfall in archaische Verhaltensmuster. Gerade auch Intellektuelle zeigen eine hohe Bereitschaft zur Massenbildung.
“Menschen von verschiedenartigster Intelligenz haben äußerst ähnliche Triebe, Leidenschaften und Gefühle. In allem, was Gegenstand des Gefühls ist: Religion, Politik, Moral, Sympathien und Antipathien usw. überragen die ausgezeichnetsten Menschen nur selten das Niveau des gewöhnlichen einzelnen.” ..wieder Gustave, wie oben!
Die Angehörigen einer Masse müssen nicht alle an einem Ort versammelt sein. Die Massenbildung kann sehr gut über die Massenmedien erfolgen. Die totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts wären ohne das Rundfunkwesen nicht möglich gewesen und heutzutage ist das Fernsehen das wirkungsvollste Instrument zur Herstellung und Steuerung von Massen.
Auch kleinere Gruppen können Massen bilden. Le Bon nennt unter anderem Geschworene bei Schwurgerichten und Parlamentsversammlungen als Beispiele für Massen. Nicht die Größe einer Gruppe ist entscheidend für den Massenstatus, sondern deren Beschäftigung mit Fragen, die außerhalb der fachlichen Kompetenz und der Erfahrung der Gruppenmitglieder liegen. Eine Gruppe ist als Masse erkennbar, wenn sie folgende Kennzeichen hat:
* Schwinden der bewußten Persönlichkeit;
* Vorherrschaft des unbewußten Wesens;
* Beherrschung der Gedanken und Gefühle von außen durch Suggestion und Ansteckung.
Das Problem der Massenbildung läßt sich nicht durch institutionelle Reformen lösen. Le Bon ist vorgeworfen worden, daß es ihm nur darum gehe, Argumente gegen das allgemeine Wahlrecht zu finden. Dieser Vorwurf ist völlig unbegründet.
“Darf man nun annehmen, die Abstimmungen der Massen würden durch die Beschränkung des Stimmrechts auf die Fähigen … eine Besserung erfahren? Ich kann es keinen Augenblick annehmen, und zwar aus Gründen, … die in der geistigen Bedeutungslosigkeit aller Gesamtheiten liegen, wie sie auch immer zusammengesetzt sein mögen. Ich wiederhole: in der Masse gleichen sich die Menschen stets einander an, und die Abstimmung von vierzig Akademikern über allgemeine Fragen gilt nicht mehr als die von vierzig Wasserträgern.” Gustave Le Bon
Mehr über und von Herrn Le Bon gleich hier:http://www.mehr-freiheit.de/idee/lebon.html#k1]
Gruß aus Bad Vilbel
El Kioskiero
…die haben alle zur Abwechslung was wichtiges zu tun (Weltwirtschaftkrise! ! !) und vielleicht hat ja der eine oder andere Europa-Parlamentarier mit Cigarrengenuss begonnen.
Herr Spidla findet kein Gehör und kein Interesse, doch ich rauche öffentlich weiter.
Auch und gerade auf Videos, gelle!
PRIMA NACHRICHTEN aus Ricciland!
EU-Kommissar Spidla findet für sein Konzept kein Interesse
geschrieben von Ricci “Cigar” Riegelhuth, 12 Januar 2009
…Europa und die Welt hat andere Sorgen. Na endlich!
Montag, 12.01.2009
EU-weites Rauchverbot vorerst vom Tisch
EU-Kommissar Spidla findet für sein Konzept kein Interesse
Bedeutet dies wirklich eine Verschnaufpause für die Raucher und Tabakwarenbranche, wie es in den ersten Medienberichten am vergangenen Samstag dargestellt wurde? Fakt ist: Ein EU-weites Rauchverbot, wie es noch vor kurzem angekündigt wurde, ist erst einmal zum Leidwesen der Verbotsaktivisten vom Tisch.
Dem von der EU-Kommission geplanten EU-weiten Rauchverbot in Kneipen, Bars und Restaurants droht demzufolge womöglich ein vorzeitiges Aus. Dies berichtete das Nachrichtenmagazin “Focus” am Samstag vorab unter Berufung auf EU-Experten.
Sozialkommissar Vladimir Spidla hatte vor kurzem eine Richtlinie zum Schutz der Nichtraucher am Arbeitsplatz, mit den bekannten Auswirkungen für die Gastronomie, angekündigt. Doch dem Magazin zufolge zeigten die betroffenen Parteien in ersten Gesprächen “kein großes Interesse”.
Es sei “völlig unklar, ob und wann ein solches Verbot kommt”, sagte eine Kommissionssprecherin dem Blatt. Spidla plane “definitiv” keinen Gesetzesvorschlag in seiner Amtszeit bis November 2009. “Zurzeit befragen wir Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Das Ziel ist offen”, hieß es.
Dem Magazin “Focus” zufolge erwägt die EU auch nichtgesetzliche Möglichkeiten wie Leitlinien und freiwillige Abkommen.
Quelle:smokernews.de