Von der Zweitliga-Maloche zum Erstliga-Job: 22 Kilometer südöstlich von Heidelberg, 28 Kilometer nordwestlich von Heilbronn wird auch auf den offiziellen Internet-Seiten der Kreisstadt Sinsheim ein „Fußballwunder“ gefeiert, das von dem Software-Milliardär Dietmar Hopp teuer bezahlt worden ist.
Hoffenheim auf Erstliga-Karte
Der 68-Jährige, Gründer der SAP AG und einer der reichsten Deutschen, hat sich auf seine alten Tage eine Mannschaft gekauft, dazu mit Ralf Rangnick einen „Fußball-Professor“ und ein Betreuerteam – und es stimmt in diesem Aufstiegsfall eben doch: Geld schießt Tore. Auf der Erstliga-Karte gibt es jetzt die TSG Hoffenheim, einen Verein aus einem der sieben Stadtteile von Sinsheim, 3272 Einwohnerinnen und Einwohner.
Schlagzeilen-Macher dürften sich darüber freuen, als Fußballfan sieht man nach „Bayern unter Haching“ schon solche Überschriften vor dem geistigen Auge: „Beckenbauer: Nach Niederlage sins heimgefahren“, „Hopp-la – was für ein Eigentor“, „Hoffen heimlich auf UEFA-Cup“. Also: Schaun mer mal, ob die TSG in einem neuen Stadion Fußballfeste feiert.
Von Russland lernen
Vom Pop-Himmel in die Grand-Prix-Niederungen: Beim Eurovision Song Contest sind die Popel-Punkte gar nicht mehr angesagt, sondern nur noch eingeblendet worden. So sind die „No Angels“ immer schnell darüber im Bilde gewesen, dass eine Casting-Band bei solchen Veranstaltungen aus der Wertung verschwindet. Es ist in Belgrad alles “disappear” gewesen.
Nächstes Jahr nimmt sich Grand-Prix-Deutschland ein Beispiel an Russland, von Dima Bilan, der bei seinem Song „Believe“ von Eiskunstlauf-Olympiasieger Jewgeni Pluschenko umkreist worden ist, lernen, heißt siegen lernen. Auf der Bühne steht 2009 Herbert Grönemeyer mit einer Currywurst in der Hand, Udo Lindenberg steigt aus dem Sonderzug nach Pankow und Ich und Ich trällern: „Ein paar Punkte, ein bisschen Beifall, so soll es bleiben, ich steh gern hier oben.”
Daum hohl im Kopf
Vom Kokain-Konsum zum Homo-Tabu: Christoph Daum (Motto „Spiele werden im Kopf gewonnen“) zieht immer noch gern eine gerade Linie. Das Deutsche Sportfernsehen strahlt die TV-Dokumentation „Das große Tabu – Homosexualität und Fußball“ zwar erst am 28. Mai 2008 aus, aber wie sich der 54-Jährige von bestimmten Männern abgrenzt, weiß Fußball-Deutschland bereits: „Es wird sehr deutlich, wie sehr wir aufgefordert sind, gegen jegliche Bestrebungen, die gleichgeschlechtlich ausgeprägt sind, vorzugehen.“
Damit meint der Haarproben-Trainer und Calmund-Beschwindler keinesfalls die gleichgeschlechtliche Bestrebung von männlichen Wesen, das gegnerische Tor zu treffen, sondern Sexuelles, vor dem schon die Kinder geschützt werden müssen.
Dann doch lieber Kokain? Christoph Daum hat Deutsch und Englisch studiert, er bestand das Examen zum Lehramt, doch jetzt ist allen klar, dass der ehemalige Fußballprofi Jimmy Hartwig Recht hatte, als er vor gut sieben Jahren in einem Interview mit SWR 3 sagte: „Hör auf zu koksen. Es macht die Birne total hohl. Ich weiß, wovon ich rede.“
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