Africa Festival 2008: “Wir werden uns wiedersehen!”

“Dankeschön, Dankeschön, Dankeschön”, rief Reggae Star No. 1, Alpha Blondy von der Elfenbeinküste zum Beschluss des gestrigen Abends dem Publikum entgegen. Und dieses schallte ebendiesen Dank unter frenetischem Jubel lauthals zurück. Das 20. Africa Festival in Würzburg ist nun zu Ende. Doch schöner als mit einem solch charismatischen Sänger und

afru2.JPG“Dankeschön, Dankeschön, Dankeschön”, rief Reggae Star No. 1, Alpha Blondy von der Elfenbeinküste zum Beschluss des gestrigen Abends dem Publikum entgegen. Und dieses schallte ebendiesen Dank unter frenetischem Jubel lauthals zurück. Das 20. Africa Festival in Würzburg ist nun zu Ende. Doch schöner als mit einem solch charismatischen Sänger und politischen Propheten des Reggae hätte das fulminante Geburtstagsspektakel wohl kaum ausklingen können.

Rund 100.000 Menschen haben in den vergangenen vier Tagen – begleitet von meist strahlendem Sonnenschein – die Mainwiesen bevölkert. Jung und Alt aus allen Erdteilen waren zusammengekommen, um die Jubiläumsausgabe des traditionsreichen Festivals der Schwarzen Musik und Kultur, gebührend zu feiern. “Es war ein grandioses Erlebnis”, resümierte da auch Pressesprecher Christian Raith die Erfahrungen der zurückliegenden Ereignisse, die sogar ein Fünftel mehr als im vergangenen Jahr anlockten. Wie stets bei diesem Treffen, das nunmehr insgesamt 1,5 Millionen Menschen in die unterfränkische Weinstadt zog, sei es auch diesmal äußerst friedlich zugegangen. Entspannt und fröhlich haben die Besucher den farbenfrohen Basar und die 43 Einzelveranstaltungen des Festivals genossen und alle vier Abende im jeweils ausverkauften Zirkuszelt zu außergewöhnlichen Momenten werden lassen.

“Das 20. Africa Festival war ein großer Erfolg, betrieben mit viel Aufwand (die Kosten lagen bei rund 1,2 Millionen Euro. Anm. d. Verf.). Wir bedanken uns bei unserem Publikum, das uns seit 20 Jahren die Treue hält und natürlich auch bei unserem Team, das wieder einmal wesentlich dazu beigetragen hat dem Festival ein Gesicht zu geben”, erklärte Raith in der Abschlusskonferenz mit leuchtenden Augen. Immerhin sorgten 300 Mitarbeiter, die die Veranstaltung in jedem Jahr zu einem “großen Familientreffen” werden lassen, 300 Basarhändler und knapp 250 Musiker auf 600 Quadratmetern Bühnenfläche dafür, dass es auch in diesem Jahr für viele Besucher sicherlich heißen wird: “Wir werden uns wiedersehen!

“Die Menschen waren vom ersten Schlag an dabei.”

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Ähnliches müssen wohl auch die vielen hochkarätigen Künstler wie Manu Dibango, Youssou N’Dur, Lokua Kanza, Habib Koité oder Hugh Masakela nach ihren Auftritten gefühlt haben. Denn neben den zahlreichen Geburtstagsglückwünschen war allen Musikern ein Eindruck gemeinsam: In Würzburg herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Die meisten unter ihnen kamen entsprechend überrascht aus ihren Konzerten, fasste Raith die durchwegs positiven Reaktionen zusammen. Denn eigentlich für Europa gänzlich unüblich waren “die Menschen vom ersten Schlag an dabei.”

Doch nicht nur das Team hinter den Kulissen sowie die Künstler auf der Bühne brachten ihr Lob für dieses kulturelle Großereignis zum Ausdruck. Auch Würzburgs neuer Oberbürgermeister, Georg Rosenthal, der bereits am Eröffnungstag den Africa Festival Award stellvertretend für das Engagement der Kommune entgegennahm, sparte nicht mit anerkennenden Worten: “Das Afrika-Festival hat sich in 20 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und konnte, gerade durch den Besuch des Außenministers Dr. Frank-Walter Steinmeier, der seine Botschaft an die afrikanischen Diplomaten richtete, seine internationale Bedeutung unterstreichen.” Das Engagement aller Beteiligten sei daher nicht hoch genug einzuschätzen. Das Festival könne gerade in politischer Hinsicht weiteren Stellenwert bekommen. Die Stadt Würzburg jedenfalls will sich hier gerne mit einbringen und gemeinsam mit dem Event, welches in diesem Jahr erneut seine thematische Stärke zum Beispiel bei den äußerst gut besuchten Podiumsdiskussionen zeigte, in die nächste Sphäre vordringen.

“Back to the Roots”

“Musik und Kultur kommen nicht zu kurz”, fasste er das Konzept zusammen, dass im kommenden Jahr eine spannende Fortsetzung erfahren wird. Schon jetzt befinde sich, nach Angaben von Dr. Stefan Oschmann, Initiator des Festivals, die 21. Ausgabe in der Entstehung. Vom 29. Mai bis 1. Juni 2009 solle dann die “traditionelle Musik Afrikas” zum Beispiel der Pygmäen oder der Buschleute Namibias, die gerade am Verschwinden ist, im Mittelpunkt stehen.

Noch hat das Publikum sicherlich Alpha Blondys Klänge von “Cocody Rock“, “Peace in Liberia” oder “Wish you where here” im Ohr, doch schon jetzt kann es sich auf ein Ereignis ganz im Zeichen von “Back to the Roots” freuen.

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Sehenswertes gibt es darüber hinaus auch bei Kollege Hans Will unter kitziblog.de.

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