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Politik + Vermischtes

Anne Will und die Armut: Mehr Stammtisch geht nicht. - Ein Kommentar

Dienstag, den 27. Mai 2008 um 10:36 Uhr von Uwe Zankl
Screenshot von der offiziellen Sendungs-Seite der ARD

Seit der öffentlichen Bekanntmachung des dritten “Armuts- und Reichtumsberichts” der Bundesregierung durch Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) in der vergangenen Woche (mehr…), werden die von Armut betroffenen und bedrohten Menschen in Deutschland (insgesamt 26% der Bevölkerung) wieder einmal durch die Polit-Talkrunden diskutiert. Die Runde von Anne Will am vergangenen Sonntag zum Thema Armut in Deutschland schlug allerdings dem Fass den Boden aus.

Die Provokation steckte schon im Titel der Sendung „Hungern muss hier keiner – Ein Land redet sich arm“. So hatten es der altersweise Christdemokrat Heiner Geißler und der Armutsforscher Christoph Butterwegge schwer, der Entwürdigung von Arbeitslosen und Hartz IV Empfängern durch die polarisierende Stimmung der Sendung etwas entgegen zusetzen.

Armut ist relativ oder anderen geht es noch viel schlechter.

Schon die Anmoderation und der Einspieler dazu sollten klar machen, dass “bevor man sich aufregt” es sich oft lohne, die Zahlen genauer anzuschauen. Was Anne Will unter “genauer anschauen” versteht entpuppte sich dann als plumper Versuch einer Relativierung: So kann sich nach Ansicht von Michael Hüther vom IW Deutschland in Sachen Armut “im EU- oder sogar im OECD-Vergleich sehr gut sehen lassen”, schon die “Ausgangsarmutsquote” läge unter dem Niveau der skandinavischen Länder. Fazit des unternehmernahen ökonomischen Sachverstandes: “Wir sind hier nicht in einer dramatischen Situation”.
Schließlich stammen die Zahlen des Berichts noch aus dem Jahr 2005, seitdem gebe es berechtigte Hoffnung, dass sich die Situation gebessert habe, so Hüther weiter.

Armut ist relativ, noch ein Beispiel.

Richtig angeheizt wurde dann die Debatte durch die teilweise hochpolemischen und emotionalisierten Beiträge der Journalistin und Doktorin der Politikwissenschaften Rita Knobel-Ulrich, die kürzlich eine Filmreportage über arbeitslose Hartz IV Empfänger gemacht hat und so offenbar ebenfalls eine ins Konzept passende eigene Vorstellung von Armut entwickelt hat. In Rußland gebe es Kinder, die in Kellerlöchern säßen und nichts zu essen und zu trinken hätten. Angesichts solcher Verhältnisse, sei unser Begriff von Kinderarmut “zynisch”. Was die deutschen Arbeitslosen und Hartz IV Empfänger ursächlich mit den hungernden, durstigen und frierenden Kindern in Rußland oder anderswo in der Welt zutun haben, musste mangels Nachfrage offen bleiben.
Heiner Geissler brachte die Absurdität dieser Argumentation allerdings auf den Punkt: “Ja und, was soll das heißen?” Es gäbe bei uns niemanden der Hungern, oder Frieren müsse und jeder habe ein Dach über dem Kopf, die Grundbedürfnisse seien damit “im Prinzip schonmal abgedeckt”, selbst Ungelernte könnten in einer Putzkolonne oder auf dem Acker, “was weiss ich, was er machen könnte”, sagte Knobel-Ulrich.

Anne Will, peinlich und skandalös.

Nun, derlei krude Relativierungen unvergleichbarer ökonomischer und politisch-sozialer Verhältnisse und offener Forderungen nach noch mehr Repression in der Hartz IV Gesetzgebung wären im politischen Diskurs und in der rationalen Analyse schlichtweg als Stammtisch-Polemik und dem Thema unangemessen zurückzuweisen.
Für die Moderatorin Anne Will waren sie jedoch Gelegenheit in eigentlich zynischer und skandalöser Weise darauf zu reagieren: “Nachdem was Frau Knobel-Ulrich uns gerade geschildert hat, wollen sie also Menschen mehr Geld geben, als sie wirklich brauchen?”, fragte sie den Sozialwissenschaftler Butterwegge nach seiner Position in der Diskussion. Offensichtlich weiß Frau Will (geschätztes monatliches Einkommen um 10.000€), was Hartz IV Empfänger zum Leben brauchen.

Menschenwürde für 8 Millionen Menschen.

Das sind immerhin 10 % der Bevölkerung Deutschlands für die dann auch Heiner Geissler eintrat, indem er klar machte, dass ein Mensch auch bei sitzender Tätigkeit nach Berechnungen des Instituts für Deutsche Ernährung mehr als 2300 Kalorien braucht, das gestehe nichtmal Thilo Sarazin (SPD), Finanzsenator in Berlin, den Hartz IV Empfängern zu. Die Leute, denen es ohnehin nicht gut gehe, müsse man nicht auch noch “verhöhnen”, sagte Geißler. Eine alleinerziehende Mutter, die Hartz IV beziehe, bekomme noch nichtmal das Geld für die Einschulung ihrer Kinder, “der Ranzen, die Buntstifte ..” das alles müsse vom Regelsatz bezahlt werden.

Der Sozialstaat ist nich für “Faule” da.

Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle hatte dafür nur ein süffisantes Lächeln und gab zu Protokoll, daß man auch die Kraft haben müsse, “den Mißbrauch des Sozialstaates” beim Namen zu nennen, der Sozialstaat sei nicht für “Schmarotzer” da, von denen ist viel zuviel gäbe, sondern für die wirklich Bedürftigen, die für Westerwelle Behinderte, Kranke und Waise darstellen, wie er weiter ausführte.

Antreten zum Zählappell.

Mit dem nächsten Einspieler zeigte die Sendung dann noch einmal ein Beispiel, wie man in manchen Kommunen Deutschlands diesem Problem Herr werden will. Darin spricht der Bezirksbürgermeister in Neukölln Heinz Buschkowsky (SPD) von “Hartz IV Dynastien”, von Kindern die angesichts von Forderungen nach Ausbildung und Arbeit, um sich “etwas leisten zu können” in den Schulen gegenüber ihren Lehrerinnen äusserten, “das Geld käme doch vom Amt”. Als Gegenmaßnahmen lässt Buschkowsky jugendliche Arbeitslose in seinem Jobcenter jeden Morgen antreten, um ihre Zuverlässigkeit zu überprüfen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, sei “seit der Bürgermeister durchgreift” um 31% gesunken.

Dieses bewusst gewählte Beispiel realer Repressionspolitik beeindruckt offenbar auch Anne Will, die daraufhin von Heiner Geißler wissen will, ob diese Art von “Druck” nicht das richtige Mittel sei, um zu verhindern, das sich Armut in Deutschland “verfestigt”. Hubertus Heil, der Eingangs noch von Chancen auf mehr Bildung neben der notorischen Forderung der SPD nach gesetzlichen Mindestlöhnen als Lösungsansatz der SPD geschwurbelt hatte, kommt hierzu auch noch mal zu Wort, bemüht aber ähnliche Worthülsen und spricht vom “Durchbrechen” der Armut durch “mehr Lebenschancen”.

Halbes Wahlrecht für Arbeitslose, Renter und … (Studenten)

Schliesslich stellt Will eine weitere “Idee” vor, wie man verhindern könnte, das sich Armut in Deutschland verfestigt. Gottfried Ludewig, Bundesvorsitzender des Ringes Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und CDU-Mitglied wollte bei den Unionsoberen mit der fixen Idee einer Wahlrechtsänderung im Sinne eines Zwei-Klassenwahlrechts eine Diskussion anstoßen. Die “Leistungsträger” des Staates sollen nach seiner Vorstellung für die Finanzierung des Sozialstaates damit belohnt werden, daß sie die doppelte Anzahl von Stimmen bei Wahlen haben sollen als Arbeitslose und Rentner. Als Pausenfüller mögen solche abstrusen politischen Vorstellungen aus dem Unionslager noch durchgehen, einer konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Thema sind sie jedoch abträglich.

“Worauf müssen Sie verzichten, ausser auf Schlaf?”

Am Ende war es die allein erziehende Heilpraktikerin und Mutter von zwei Kindern Tanja Heinrich aus Berlin, die aus der Realität deutscher Niedriglohnarbeit berichtete. Trotz dreier qualifizierter Jobs kann sich Heinrich kaum etwas für Ihre Kinder leisten und nichts für Ihre Altersvorsorge zur Seite legen. Mit betroffenen Minen nahmen die Spitzenverdiener in der Runde diese nüchterne Schilderung der jungen Frau auf. Der Moderatorin Anne Will fiel angesichts der geschilderten Not nichts Besseres ein, als die Frau zu fragen, ob sie auch die Erfahrung in ihrem Bekanntenkreis mache, dass Hartz IV Empfänger nicht arbeiten wollten.
Als ob diese Frage nicht schon - dämlich genug - an den realen Problemen dieser jungen Frau vollkommen vorbeiging, stellte Will dann doch ohne jedes Taktgefühl ganz persönliche Fragen nach den Einschränkungen, die die alleinerziehende Mutter zu tragen hat (”Was machen Sie, wenn Ihre Waschmaschine kaputt geht?”).

Fazit

Von einem sachlich-konstruktiven Umgang mit dem Thema Armut in Deutschland war diese Sendung weit entfernt. Die Stimmung gegenüber Arbeitslosen und Hartz IV Empfängern war von Pauschalisierung und Polarisierung gekennzeichnet. Deren reale Probleme, einen nachhaltigen Arbeitsplatz zu finden und welche fördernden Maßnahmen hierzu ergriffen werden müssten, wurden gar nicht erst besprochen.

Da nutzt auch die Worthülse wenig, die Hubertus Heil immer wieder gerne als Ziel sozialdemokratischer Arbeitsmarktpolitik vorgibt: nämlich Menschen wieder in Arbeit zu bringen, von der sie auch leben könnten. Wie dies mit Hilfe eines gesetzlichen Mindestlohns für Menschen gehen soll, die noch gar nicht in Arbeit sind, ist nicht nachvollziehbar.

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79 Reaktionen zu “Anne Will und die Armut: Mehr Stammtisch geht nicht. - Ein Kommentar”

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  1. gerolsteiner

    am 27. Mai 2008 um 10:42 Uhr | Link | Kommentar melden

    der Begriff relative Armut hat aber an sich, dass er sich selbst relativiert, da braucht es keine Anne Will dazu

  2. Rolf Ehlers

    am 27. Mai 2008 um 10:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    Herzlichen Dank für diesen hervorragenden wichtigen Beitrag! Auch mit dreht sich bei Anne Will immer mehr der Magen um. Man muss blind sein um nicht zu erkennen, dass sie “ferngesteuert” ist. So trat sie nicht an und erntete zu Beginn der Sendungen der “Will Media” im ARD auch gleich heftige Kritik von den “Oberen.” Seit einiger Zeit glänzt sie dadurch, dass sie wie besonders stark in dieser erbärmlichen Sendung mit aller Macht eine vorgefertigte Linie durchbringen will. Da lässt sie Figuren wie Knobel-Ulrich endlos viel Raum, um ihre ungaren gemeinheiten los zu werden und schneidet Kritkern solcher Flachheit mitten im Satz die Rede ab.

    Wer noch nicht genug von solcher Manipulation hatte, konnte gestern im MDR einen noch viel grausameren Abklatsch einer solchen Talk-Runde erleben.

  3. Claus Stille

    am 27. Mai 2008 um 11:31 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich kann Ihnen nur voll zustimmen: All das nun wirklich kaum zu ertragen. Unterstes Niveau! Igitt! Ein Glück, dass Heiner Geißler und Prof. Butterwegge zugegen waren. Aber sie schienen gegen eine Wand anzureden. Die Richtung, in die die Sendung lief, war offenbar von vornherein vorgegeben: die Armen nicht nur vorzuführen, sondern auch noch zu verhöhnen. Mir platzte vorm Fernsehr fast der Kragen. Mein Herz raste, der Puls puckerte spürbar. Am liebsten wäre ich in die “Röhre” gesprungen. Ob soviel an den Tag gelegter Naivität, Dummheit oder Arroganz. Anne Will würgte wieder einmal alles ab, was nicht ins Konzept passte und wurde so ihrer Rolle als Moderatorin alles andere als gerecht. Das müsste eigentlich Konsequenzen haben. Nur welche? So stehen lassen kann man das jedenfalls nicht. Der BILD-Zeitung würde man so etwas womöglich noch durchgehen lassen - sie ist ja gewissermaßen das Zentralorgan des deutschen Stammtisches - da ist man Kummer gewöhnt. Aber wenn sich die ARD nun auf die gleiche Stufe mit Bild begibt, hört aber nun wirklich der “Spaß” auf! Warum lassen sich eigentlich die durch den Kakao gezogenen Menschen so etwas gefallen? Man kann sich’s denken…

  4. Rainhelt

    am 27. Mai 2008 um 12:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    Sehr geehrter Herr Zanki,
    ich habe die Sendung gänzlich anders gesehen. Sie folgen im grossen und ganzen der, in diesem Fall wohl erfolgreichen, Anschuldigung von Attac-Mitgleid Geissler und linksaussen Butterwegge.

    Beide waren nicht im Stande zuzuhören oder zu reflektieren.

    Was war an Herr Westerwelles Aussage “der Sozialstaat sei nicht für “Schmarotzer” da, von denen es viel zuviel gäbe, sondern für die wirklich Bedürftigen” falsch? Er hat dann Beispiele wie “Behinderte, Kranke und Waisen” gebracht kam dann aber nciht weiter, da es schon im Getöse der Herren Heil, Geissler und Butterwegge unter ging. Das war aber gar nicht die Aussage!!! Jeder der tatsächlich Bedürftig ist soll so gut es geht unterstützt werden.

    Der Konsens, dass Familien besser unterstützt oder entlastet werden sollten bestand zwischen allen Beteidigten.

    Dem Studenten wollte keiner zuhören. Auch sie anscheinend nicht. Alleine, dass sie Leistungsträger in Anführungszeichen setzen lässt tief blicken. Ist das verwerflich? Ist das politisch nicht korrekt? Wo ist das Problem? Es wurde eindeutig herrausgestellt, das Leistungsträger nicht Manager, sondern Steuerzahler heißt! Da wird Leistung erbracht. Und diese sollte gefälligst auch gewürdigt werden!

    Ich geben ihnen aber recht: “Von einem sachlich-konstruktiven Umgang mit dem Thema Armut in Deutschland war diese Sendung weit entfernt.”

    MfG
    Rainhelt

  5. Otto-Werner Hinrichs

    am 27. Mai 2008 um 12:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Uwe Zankl

    Hey Uwe,

    mein altes krankes Herz hat nach dem Lesen Deines Artikels die ersten zwei Dutzend Freudenhüpfer als Frühsport geleistet. Toll, einfach Klasse!

    Anne Will ist als Moderatorin auf dem Niveau des gefeuerten Torhüters des VFB Stuttgarts einzuordnen, sie ist absolut unfähig. Bisher war die andere Fernsehtussi, die Maybritt meine “Queen der Unterbrechungen und des abrupten Themenwechsels”.

    Keiner dieser Damen (dabei schliesse ich aber auch die Talkdamen von Phoenix und die Herren aus Deppendorf, von Thann, Frey etc. ein), sind in der Lage aus einer neutralen Ecke ihre Fragen zu Sachthemen zu stellen. Konstruktive und auch provozierende Fragen sind okay, aber herabwürdigend und dem konserativen Block nutzend muss nicht sein. All diese sogenannten Spitzenmoderatoren sollten einmal darüber nachdenken, wer Ihre Gehälter / Honorare zahlt.

    Zum Schluss möchte ich Dir noch den http://insmwatchblog.wordpress.com/insm-watchblog/
    empfehlen. Dort findes Du, interessante Fakten über das Mitmaul Prof. Dr. Michael Hüther und all seine Kontakte, seine Arbeitgeber etc.

    nochmals merci + mfG
    Opa Otti

  6. Querblog.de - Alles Scheiße — Reden wir uns arm?

    am 27. Mai 2008 um 13:20 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Uwe Zankl schreibt bei Readers Edition, über die letzte Sendung von Anne Will, dass mehr Stammtisch nicht gehe. Wie gesagt, ich habe die Sendung nicht angesehen. Seine Schilderungen sind aber auch irgendwie typisch für Talkshows, die sich mit diesen Themen befassen. Wir lernen nichts neues mehr über die Sachverhalte. Und wir begnügen uns mit dem Erkenntnisstand, dass alles Scheiße ist. Unser Land und wir alle sollten es uns wert sein, zu Gunsten unseres Zusammenlebens etwas ambitionierter zu handeln. Wir machen diesen Staat sonst am Ende noch kaputt. Will das einer? […]

  7. Hufeisennase

    am 27. Mai 2008 um 14:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    Vielen Dank Herr Rainhelt,

    mir und meinen (70-Stunden-pro-Woche-arbeitenden) Kollegen ging es genau wie Ihnen beim Verfolgen der Sendung.

    Ich kann kaum glauben, dass irgendwer den Schmonz der Herren Geissler & Co. noch ertragen kann. In jeder zweiten Sendung darf er seinen unqualifizierten Beitrag abgeben. Ähnlich unnötig, wie Gysi oder Lafontaine jedes Mal eingeladen werden.

    Ich bin seit fast 20 Jahren Leistungsträger und Steuerzahler, werde als “Besserverdienende” regelrecht beschimpft und habe keine Lust mehr solchen Menschen, wie im Beitrag von Frau Knobel-Ulrich dargestellt, etwas abgeben zu MÜSSEN (ganz zu schweigen davon, Abgeordneten-Diäten zu bezahlen).

    Es ist zudem absolut korrekt & wünschenswert, dass sich Menschen die “Drittmittel” beziehen, regelmässig bei der auszahlenden Stelle melden müssen. Welch furchtbare Zumutung das in den Augen der Linksaussen zu sein scheint.

    Bloße Wahlkampfpolemik - wenn es an die eigene Tasche gehen würde, wären die Stimmen wohl leiser. Geld anderer zu verteilen, fällt Menschen im Allgemeinen immer leichter.

    Ich muss mich jeden verdammten Morgen bei meinem Chef “melden”, um am Monatsende meinen Scheck zu erhalten. Und ich glaube, bei den meisten arbeitenden Menschen geht es über das blosse Melden hinaus.

    Zynisch betrachtet, glaube ich auch nicht, dass man 2300 kcal braucht, wenn man ansonsten den ganzen Tag vor der Glotze herumhängt…. bei den meisten reicht es, wenn man den Körperumfang betrachtet, wohl dennoch für die dreifache Menge.

    Niemand will alle Hartz IV Empfänger über einen Kamm scheren, was man Westerwelle & Knobel-Ulrich in den Mund legen wollte.

    Aber warum soll man es nicht aussprechen und zeigen - es gibt darunter eben auch genug Schmarotzer, ich persönlich musste mehrfach Äusserungen von Personen ertragen, nach denen ich am liebsten meine Arbeit niedergelegt hätte, um so etwas nicht mitfinanzieren zu müssen. Es ist unerträglich wie viele Menschen es gibt, die sich auf den Schultern anderer ausruhen wollen.

    Aber ich arbeite weiter, bilde mich weiter & muss bei aller Aus- und Weiterbildung dennoch flexibel genug bleiben, mich anderweitig zu orientieren, wenn meine Qualifikationen nicht mehr in dem Maße gebraucht würden. Und wenn ich krank werde etc. dann kann ich meine selbstgetroffene Vorsorge in Anspruch nehmen.

    JEDER ist für sich selbst verantwortlich.

    Zudem sind unsere Strukturen einfach falsch, sonst gäbe es grdunsätzlich mehr finanziellen Spielraum aufgrund der extrem hohen Steuereinnahmen. Diese wären dann aber gar nicht mehr notwendig, wenn man endlich aufhören würde, unsere sauer verdienten Steuergelder zu verschwenden.

    Vielleicht würden dann auch mal ein paar Leistungsträger im Land bleiben und nicht in die Schweiz auswandern !

  8. Jan van Winried

    am 27. Mai 2008 um 15:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    Auf das Medium Fernsehen verzichte ich gerne seit mehr als 25 Jahren. Insgesamt ist der Ton schärfer geworden, insbesondere gegen Menschen, die das System hinterfragen. Das führt zu einer unendlichen “Scheindebatte”, die immer wieder auf falschen Voraussetzungen fusst:

    1. Es gibt z. Zt. nicht genügend vollwertige Arbeitsplätze, die allen arbeitswilligen Menschen angeboten werden können.
    2. Es werden keine alternativen Konzepte mehr zugelassen, die in Konkurrenz mit dem Angebot von Regierung und Großunternehmertum treten können.
    3. Fehler werden nicht mehr korrigiert sondern zementiert.
    4. Die deutschen Leitmedien übertreffen sich gegenseitig bei der Darstellung der Regierungs- und Lobbyarbeit (immer die selbe “Leier”; medialer Einheitsbrei - frei von Visionen).

    Zu 1: Da es nicht genügend vollwertige Arbeitsplätze für alle Nachfrager nach Arbeit gibt, ist der Druck, der auf Arbeitslose ausgeübt wird, unangemessen und unmenschlich. Die ganze Demographiedebatte erübrigt sich, da wir nicht annähernd Vollbeschäftigung haben und unsere Potentiale längst nicht ausgeschöpft werden.

    Zu 2 und 3: Optionen und Gesetze wurden in den letzten Jahren mehr und mehr im Sinne des transnationalen Großunternehmertums ausgestaltet. Das fängt bei Ausschreibungen an, geht über die Fördergelder bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen. Ein kleines Beispiel: der Bundesverband der Versandbuchhändler hat gestern erneut die Regierung aufgefordert, endlich eine rechtssichere Regelung für das Widerrufsrecht bei Onlinekäufen auszuarbeiten. Jeden Tag sind hunderte kleine Gewerbetreibende mit Internetshop schonungslos den Abmahnern ausgesetzt. Große Unternehmen mit eigenen Rechtsabteilungen werden von diesen Schmarotzern natürlich nicht behelligt. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein Ministerium wie das BMWI nicht über die Kompetenz verfügt, ein Gesetz im Sinne kleiner Gewerbetreibender und Verbraucher zu erlassen. Nachdem jetzt einige Jahre der Unsicherheit ins Land gegangen sind und mehrfache Nachbesserungen keine Rechtssicherheit herstellen konnten, kann und muss absichtliches Verhalten unterstellt werden. Vermutlich handelt es sich um ein Arbeitsbeschaffungsprogramm für die wachsende Zahl arbeitsloser Juristen, die Ihre Energien sonst dafür aufwenden könnten, mehr Gerechtigkeit im Lande herzustellen. Eindrucksvoll ist auch das neue Urheberrecht. Mittlerweile gehen täglich tausende Anzeigen bei Staatsanwaltschaften ein, die sich zumeist gegen irgendwelche jugendlichen Tauschbörsennutzer richten. Die Gerichte sind mit diesem Geldbeschaffungsprogramm für die weltweite Rechteindustrie der Medienkonzerne derart überlastet, dass diese Anzeigen nicht weiter verfolgt werden.

    Zu 4: Die o. g. Fernsehsendung scheint ein klassisches Beispiel für den medialen Einheitsbrei zu sein. Eindrucksvoll finde ich persönlich auch das Riesterverdummungsprogramm, das -nach einigen Wochen Ruhe auf dem Höhepunkt der Kapitalmarktkrise- jetzt wieder die Schlagzahl an Artikeln erhöht und Angst und Schrecken innerhalb der Bevölkerung verbreitet. Die Nachteile von Riester wie z. B. die miserable Rendite, fallen immer wieder gerne unter den Tisch. Der Hauptnachteil ist den meisten Menschen ohnehin unbekannt. Wer später eine Riesterrente bezieht, darf nicht im Ausland leben oder muss die Steuervergünstigungen an den Staat zurückzahlen. Wenn aber hier das Leben im Alter so teuer ist, dass die Rente nicht mehr ausreichend ist, um die existenziellen Bedürfnisse abzudecken, werden mich € 180,00 Riestergeld auch nicht retten. Dann rettet mich aber der Altersruhesitz in Bulgarien und mein alternativ angelegtes Geld, während der Riesterrenter in Deutschland so richtig gegängelt wird.

  9. ch.meister

    am 27. Mai 2008 um 15:31 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo Herr “Huffeisennase”,
    Ihre Äußerung “Jeder ist für sich selbst verantwortlich”, finde ich extrem egoistisch, wenn nicht sogar dissozial.
    Sie leben wohl nach dem Motto: “Nach mir die Sindflut”. Na dann hoffe ich nur für Sie, dass sie für Ihr Alter richtig gut vorgesorgt haben. Denn es könnte ja sein, dass sie von einer Altenpflegerin betreut werden, die neben einem zu niedrigen Einkommen auch noch unter zu schlechten Bedingungen, eine super unzufriedene Pflege bei Ihnen leisten wird. Sehen Sie sich vor!!
    Gruß
    ch.meister

  10. Jan van Winried

    am 27. Mai 2008 um 16:08 Uhr | Link | Kommentar melden

    Es ist schlimm, dass Menschen wie CH. Meister und Hufeisennase scheinbar überhaupt nicht mehr zueinander finden können.

    Wenn man sich den Kommentar von Frau Hufeisennase genauer ansieht, schwingt in den Zeilen sehr viel Frust mit oder sogar die Dauerangst vor dem Arbeitsplatzverlust. Ich würde sicherlich keine siebzig Stunden in der Woche “freiwillig” arbeiten, da ich noch gemeinnützige Interessen habe und diesen nachgehe. Es gibt aber auch Menschen die siebzig Stunden in Deutschland wöchentlich arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen. Währen das bei Frau Hufeisennase nach einem selbstgewählten “Hobby” klingt (ein wenig verkrampft glücklich), ist das für andere Menschen reine Überlebensnotwendigkeit.

    Frau Hufeisennase ignoriert leider auch, das Versicherungen Solidarsysteme sind und dass Sie es sicherlich ohne die Fürsorge und Aufzucht durch ihre Eltern alleine nicht sehr weit gebracht hätte. Als Einzelkämpferin besteht immer die Gefahr, innerlich zu verbittern, da überhaupt keine Zeit mehr für ein menschliches gelebtes Miteinander bleibt. An diesem Punkt ist Frau Hufeisennase vermutlich seit einigen Jahren angekommen. Da Sie offensichtlich nicht in der Lage ist, ihre persönliche Situation zu verändern, wird nach Menschen Ausschau gehalten, auf die Sie herabsehen kann. Das ist zwar nicht schön aber nachvollziehbar. Mitschuld trägt der Arbeitgeber, der seit Jahren einen riesigen Druck auf seine Arbeitnehmer ausübt und für ein menschenunwürdiges Arbeitsklima sorgt. Da kann man innerlich fast nur noch verkümmern … .

  11. Hufeisennase

    am 27. Mai 2008 um 16:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo Frau (?) ch.meister,

    Sie sind also der Meinung, dass Sie nicht für sich selbst verantwortlich sind ?
    Wer dann, wenn nicht in erster Linie Sie selbst ?!?

    Ich verstehe nicht, wieso man sich über einen Aufruf zur Eigenverantwortung echauffieren kann.
    Stören Sie sich denn auch an der Durchsage im Flugzeug, im Notfalls zuerst sich selbst die Sauerstoffmaske anzuziehen, bevor man anderen zu Hilfe eilt ?

    Es ist in meinen Augen jedermanns Pflicht (und gutes Recht) zuerst nach sich selbst zu sehen und dann nach den anderen - wie wollen Sie sonst anderen helfen, wenn sie selbst nichts haben !?

    Und glauben Sie mir, ich helfe gerne - wenn sich jemand nicht mehr selbst helfen kann - ich bin aber nicht bereit Faulheit zu unterstützen - und nichts anderes steht in meinem Text.

    Wissen Sie, wäre ich egoistisch, dann würde ich nicht mehr arbeiten gehen und anderen auf der Tasche liegen !

    Ich leiste tagtäglich meinen Beitrag an den Staat, wenn auch nur ein Minimum mehr als der Durchschnitt.

    Und ja, ich habe gut vorgesorgt. Aber glauben Sie mir, es gibt auch Menschen, die eine unzufriedene Pflege leisten würden, wenn man ihnen 10.000 € im Monat zahlen würde. Es ist wohl eher eine Einstellungssache, denn jeder, der eine Berufsentscheidung trifft, kennt die (ungefähren) Aussichten.
    Wenn man sich also für etwas entscheidet - und holla, die ist sie wieder, die Eigenverantwortung - dann ist das meist freier Wille !

    MfG Frau Hufeisennase

  12. Rolf Ehlers

    am 27. Mai 2008 um 18:28 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Frau Hufeisennase: Ihr Motto ist wohl: “Wenn jeder an sich denkt, ist am Ende an alle
    gedacht.” Dieses selbstgerechte Denken klammert alle die aus, die verschuldet oder nicht einfach fremder Hilfe bedürfen. Und wenn Sie so unreflektiert vom freien Willen
    reden und den noch mit der Verantwortung für sein Wohlergehen vermengen, fällt mir nur noch Shakespeare ein: “There is no talk in mixed company.”

  13. Martin Betzwieser

    am 27. Mai 2008 um 20:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    In einem ihrer wenigen klaren Momente brachte Talk-Nudel Anne Will den Anführer der studentischen Burschenschaft in Erklärungsnot; gerade viele Stundierende würden ja nicht arbeiten und hätten dadurch nur das minderwertige Wahlrecht. Und ausnahmsweise musste ich einmal sogar spontan Guido Westerwelle applaudieren: „Man muss nicht aus jedem Studentenwitz eine Staatsaffäre machen.“ Aber so einfach ist es nicht. In zwanzig Jahre ist dieser Studentenwitz - Mitglied im CDU-Bundesvorstand ! - vielleicht in einem hohen Partei- und/oder Politamt: CDU-Vorsitzender? Ministerpräsident? Arbeitsminister? Das ist wirklich beängstigent.

  14. Andy

    am 27. Mai 2008 um 20:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    @JVW, RE, etc.

    Ja, ja. Mal wieder alles absichtlich falsch verstanden.
    Gleich mal wieder einen Leistungsträger ins Abseits gerückt und niedergemacht.
    Ja, man kann 70 Stunden arbeiten und Spaß daran haben (wenn man z.B. gemeinnützige Aufgaben mit einrechnet, denn dies ist auch Arbeit).

    Ja, jeder ist erstmal für sich selbst verantwortlich.
    Das heist nicht, dass die Allgemeinheit hier niemals nicht Hilfe leistet.
    Aber eben nur in Notfällen und dann i.d.R. nur zeitlich begrenzt.

    JVW
    Es gibt nicht genug vollwertige Arbeit?
    Da muss ich aber mal Lachen!
    Die Samstagszeitungen quellen über von Stellenangeboten (für qualifizierte Arbeitskräfte).
    Und wenn man dort lebt, wo dies nicht der Fall ist, muss man eben mal seinen A… hoch bekommen und sich dorthin bewegen, wo es Arbeit gibt.
    EBEN EIGENVERANTWORTLICH!
    Wenn man nicht qualifiziert ist, muss man sich um eine Qualifizierung bemühen.
    EBEN EIGENVERANTWORTLICH!
    Wenn man geistig nicht in der Lage ist eine qualifizierte Arbeit auszuführen, muss man eben eine unqualifizierte Arbeit annehmen. Das es dafür nicht das gleiche Gehalt gibt, wie für eine qualifizierte Arbeit ist wohl nicht Erklärungsbedürftig.
    –> Keine dauerhaften Sozialleistungen für Arbeitsfähige!

    Und für die, die Aufgrund von Krankheit, Alleinerziehend und (kleinen) Kindern oder ähnlicher Schicksalschläge wirklich auf die Hilfe der Allgemeinheit angewiesen sind, muss alles getan werden, dass Ihnen ein “würdevolles” Leben ermöglicht wird (würdevoll ist nicht gleichbedeutend mit allem üblichen Luxus).

    Das Armutsrisiko ist bei Haushalten von Alleinerziehenden und Hartz4-Empfängern am höchsten.
    Wie kann ich als Hartz4 Empfänger auch nur im entferntesten erwarten, dass ich ohne 179h/Monat einer Arbeit nachzugehen zu den “Reichen” gehöre ??????

  15. Rainhelt

    am 27. Mai 2008 um 21:19 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Andy: Im Prinzip volle Zustimmung.

    Den folgenden Satz würde ich umformulieren ;)

    (kleinen) Kindern oder ähnlicher Schicksalschläge

    Ich schätze das wird falsch verstanden…

  16. Zitat des Tages - Unappetitliches zu Anne Will | F!XMBR

    am 27. Mai 2008 um 23:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Ich überlege nun seit Sonntag, ob ich etwas zur Sendung von Anne Will schreiben soll. Doch habe ich es mir verkniffen, etwas zu diesem von Anne Will geförderten, nicht geforderten elitär-faschistischem Hetztiraden zu schreiben, die dort meiner Meinung nach verbreitet wurden. Das gäbe evtl. Ärger mit den Rechtsanwälten. Also greift hier eine Selbstzensur. Jegliche Tutti Frutti-Sendung auf RTL - jegliche Call In-Show auf 9Live hat(te) mehr Niveau als diese sogenannte Sendung am Sonntagabend. Man kann nur hoffen, dass die ARD-Intendanten endlich die Reißleine ziehen und Anne Will von der Mattscheibe verbannen - verglichen mit dieser Sendung war Sabine Christiansen das Wort zum Sonntag. Doch wie das so ist, wenn man selbst das Thema nicht behandelt, gibt es anderweitig gute bis sehr gute Artikel zum Thema. Ordentlich reingehauen schreibt schon fast diplomatisch, was mir auch alles durch den Kopf gegangen ist: Muss ganz schön hoch hergehen in Wills Gesprächen mit den Vorgesetzten, wenn sie mittlerweile so weit heruntergekommen ist, mit sowas Programm zu machen. Und selbst die Readers Edition lässt sich nach dieser Sendung mal wieder verlinken: Die Stimmung gegenüber Arbeitslosen und Hartz IV Empfängern war von Pauschalisierung und Polarisierung gekennzeichnet. Fast schon brav diese Kritik. […]

  17. Hufeisennase

    am 28. Mai 2008 um 07:36 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Andi - Merci

    @ Jan van Winried - Sie sind wohl Hobbypsychologe ;) ?

    Was wissen Sie von meiner Aufzucht ?
    Aber schön, dass Sie es selbst schon sagen - wenn ich jemandem etwas schuldig wäre, dann doch in erster Linie meinen Eltern & der Familie oder !?

    Bezeichnend ist, dass hier jetzt auf jemanden eingeprügelt wird, der a) viel arbeitet und b) überproportional davon abgibt.

    Ja, solche Menschen gibt es eben auch - genauso wie es das Gegenteil davon gibt.

    Und das finden Sie dann alle, so wie es aussieht, besser ?!

    Wenn hier jetzt ein Arbeitsunwilliger getextet hätte - was hätten Sie alle (bis auf wenige Ausnahmen) dazu wohl geschrieben ?

    “Ach, kein Problem, bleib ruhig zuhause, es gibt genug Doofe wie z.B. die Hufeisennase, die für dich mitarbeiten - auch wenn sie darüber frustriert zu sein scheint”.

    Und genauso habe ich es formuliert - aber dieser Satz scheint für die meisten hier durchsichtig zu sein :
    “Und glauben Sie mir, ich helfe gerne - wenn sich jemand nicht mehr selbst helfen kann - ich bin aber nicht bereit Faulheit zu unterstützen …” –> siehe oben

    Aber man liest nur, was man lesen will und macht die üblichen Schubladen auf - und die Hufeisennase passt doch ins Klischee der “frustrierten Karrierefrau”, die aus Angst vor dem Jobverlust ungewollt viel Stress in Kauf nehmen muss. Jetzt, da ich es schreibe, tue ich mir auf einmal auch total leid.
    Ich werde heute wohl eine Auszeit nehmen und auf Kosten aller Mitversicherten meiner Krankenkasse mein verletztes Ego pflegen *schnief*

    Wo bleibt hier das allgemeine Bedauern, wenn ich Arme doch schon nichts dafür kann, weil es keine Eigenverantwortung gibt und wir doch alle Hand in Hand solidarisch in den Sonnenuntergang laufen.

    ;-)

    PS: Ich warte noch auf die Kekse, die mir jemand vorbeibringt, ich bin zu schwach, um aus dem Haus zu gehen…

  18. NachDenkSeiten - Die kritische Website » Hinweise des Tages

    am 28. Mai 2008 um 09:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Fazit: Von einem sachlich-konstruktiven Umgang mit dem Thema Armut in Deutschland war diese Sendung weit entfernt. Die Stimmung gegenüber Arbeitslosen und Hartz IV Empfängern war von Pauschalisierung und Polarisierung gekennzeichnet. Deren reale Probleme, einen nachhaltigen Arbeitsplatz zu finden und welche fördernden Maßnahmen hierzu ergriffen werden müssten, wurden gar nicht erst besprochen. Quelle 1: Readers Edition […]

  19. Jan van Winried

    am 28. Mai 2008 um 11:11 Uhr | Link | Kommentar melden

    Mögliche Gründe, warum Menschen siebzig Stunden in der Woche arbeiten:

    - mangelhafte Arbeitsorganisation
    - Arbeitssucht (gierig nach mehr Geld und Anerkennung)
    - keine anderen Interessen
    - fehlgeleitete Unternehmenskultur
    - das Unternehmen beutet seine Mitarbeiter aus
    - falsch verstandener Leistungsgedanke
    - niedrige Bezahlung (bei Mehrfachjobbern)

    und zu guter letzt: Fehlende Alternativen!

    Selbstverständlich sind die Zeitungen voll mit teilweise miserablen Arbeitsangeboten. Diese scheinbare Angebotsvielfalt steht in keinem Verhältnis zur Nachfrageseite. Es gibt wesentlich mehr Arbeitssuchende als Arbeitsstellen.

    Ich vermute, dass man mit einer Wochenarbeitsleistung von siebzig Stunden und mehr keine Zeit mehr hat, Informationen die außerhalb der Arbeitsaufgabe liegen, aufzunehmen und zu verarbeiten. Anders kann ich mir die (mit Verlaub) “hohlen Phrasen”, die hier häufig gedroschen werden, nicht erklären.

  20. Rainhelt

    am 28. Mai 2008 um 11:43 Uhr | Link | Kommentar melden

    JvW: Anerkennung, Karriere, Gestaltungs- und Leistungswille ist also ein frevelhaftes Bedürfnis?

    Na dann….

  21. Josef Martin

    am 28. Mai 2008 um 12:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich amüsiere mich immer mehr über solche Sendungen wie die von Anne Will.
    Es ist doch erheiternd, wenn Leute wie H.Heil und Guido. der Gewerkschaftstöter, Wörter gebrauchen wie “hart arbeiten”, “verdienen”, Leistung”.
    Das erinnert mich an Dokumente über die Zeit vor der Französischen Revolution, wo der Adel und der hohe Klerus mit solchen Wörtern hantierten.
    Meine Hoffnung: Der Lümmel, das Volk räumt mal wieder wie damals auf.
    Zumindest unsere “Eliten”, die Auserwählten, sind immer noch nicht in der Aufklärung angekommen.
    Im übrigen, pflege ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Frauen wie Anne Will und die übrigen Moderatorinnen als Marketenderinnen zu betiteln.
    Ein Letztes: zumindestens in meinen beiden Stammkneipen würden Leute, die solchen Stuss reden , beim zweiten Mal deutlich gebeten, den Raum nicht mehr zu betreten. Ich behaupte schon jahrelang, dass das Niveau der Stammtischgepräche meilenweit über dem der Politiker- und Journalistengespräche liegt.
    Mut, wir schon Schlimmeres überlebt.

  22. Hufeisennase

    am 28. Mai 2008 um 12:42 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Jan van Winried

    Ungern nur unterstelle ich Menschen mangelnde Phantasie, da man selten in ihre Köpfe sehen kann - doch bei Ihnen mache ich eine Ausnahme.

    Schon mal daran gedacht, dass man sein Hobby zum Beruf machen kann - Arbeit also Spass machen kann - und das Geld, welches man damit verdient, eine nette Beigabe ist ?

    Aber stop - “Hobby zum Beruf machen” ist ja auch wieder nur eine hohle Phrase ;).

    Auch wage ich es kaum, Ihre Aufnahmefähigkeit ausserhalb von 70 Wochenstunden zu beurteilen. Da sie sich aber nicht scheuen, dies im Gegenzug zu tun, ein kleiner Hinweis am Rande - das menschliche Gehirn nutzt im allerbesten Fall 10% seiner Kapazität.

    Wir alle haben also noch eine Menge Potential zur Aufnahme von Themen ausserhalb unserer täglichen Arbeit - und ich wünsche Ihnen, dass Sie da keine Ausnahme darstellen.

  23. Rainhelt

    am 28. Mai 2008 um 13:39 Uhr | Link | Kommentar melden

    Meine Hoffnung: Der Lümmel, das Volk räumt mal wieder wie damals auf.
    Zumindest unsere “Eliten”, die Auserwählten, sind immer noch nicht in der Aufklärung angekommen.

    Wenn ich sowas lese könnte ich heulen. Das in diesem Land keiner die Position Deutschlands in der Welt , die ausschließlich aus dem Unternehmergeist , technischem Fortschritt und der Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer erwachsen ist, wahnimmt ist ein einziges Trauerspiel!!! Aufklärung? Das ich nicht lache. Aufwachen ist hier wohl eher angebracht!

  24. Jan van Winried

    am 28. Mai 2008 um 14:21 Uhr | Link | Kommentar melden

    Das Einzige was an Menschen wie Hufeisennase, Reinhelt und Co. spannend ist, sind die Lehrer, denen es gelungen ist, berufliche Karriere und Überstunden bei Hufeisennase und Co. als Lebensinhalt und erstrebenswertes Ziel zu verankern. Faszinierend - das war es aber dann auch schon.

    Frau Hufeisennase klingt immer unglaubwürdiger. Im ersten Beitrag musste Sie sich noch jeden Morgen beim Chef melden; im letzten Beitrag ist die Arbeit bereits ihr Hobby.

    Ich kenne tatsächlich einige Menschen die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Ein guter Freund von mir gehört auch dazu. Er arbeitet 3 bis max. fünf Tage im Monat, ist Eigentümer eines topsanierten Altbaus, Eigentümer von drei Fahrzeugen (Porsche 911, G-Mercedes und neuer VW-Polo) und genießt es sich weiter zu entwickeln und einen großen Teil seiner Zeit mit seinem Sohn und seiner Frau zu verbringen. Klingt für mich ganz schön ausgeschlafen. Wenn so jemand noch an Karriere denkt, bleibt ja für den Rest der Menschheit keine Arbeit mehr übrig. Aber da er ja mein Freund ist, hat er schließlich auch die Vorzüge des Lebens kennen gelernt.

    Was ich damit sagen möchte? Die Lebensentwürfe von A, R und H sind für mich -gääähn- nicht besonders beeindruckend.

  25. Hufeisennase

    am 28. Mai 2008 um 14:52 Uhr | Link | Kommentar melden

    @JvW

    Ich ahnte ja bereits, dass bei Ihnen keinerlei Potential existiert.

    Schade eigentlich - aber nur für Sie selbst.
    Dem Rest der Menschheit geht damit nichts verloren.

    Sie überschätzen sich ja mächtig, aus wenigen Sätzen ganze Lebensentwürfe herauslesen zu wollen.

    Und was ist an meiner Aussage unglaubwürdig ? Sie haben es wirklich immer noch nicht kapiert oder ? Aber ich denke, so verbohrt & vor allem so oberflächlich wie Sie sind, wird das auch nichts mehr. Daher war die Frage eher rhetorisch gemeint, da ich auf eine Antwort Ihrerseits verzichten kann.

    Zitat JvW: –> “Aber da er ja mein Freund ist, hat er schließlich auch die Vorzüge des Lebens kennen gelernt”

    - sie bezeichnen sich & ihre Gesellschaft also als Vorzug. Na das klingt aber mal bescheiden. Es wäre wohl an der Zeit, dass sie sich mal weiterentwickeln, als lediglich ihrem Freund dabei zuzusehen.

    In diesem Sinne, ein schönes Leben noch, Herr van Winried

  26. Rainhelt

    am 28. Mai 2008 um 15:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    Oh ha, hätte ich auf meine Lehrer gehört sähe es ganz anders. Die dort verkaufte sozialromantische Utopie existiert real nicht.

    Je früher man das erkennt, desto besser läufts.

    Im übrigen muss und will ich sie nicht beeindrucken. Ich mache was mir Spaß macht und was ich für Richtig halte. Machen sie was sie wollen. Das ist ja das tolle an Freiheit.

    Aber ich lasse mir nicht von Ihnen erzählen ob das richtig oder falsch ist, was und vor allem wie und wielange ich etwas tue. Ich laß mir nicht von Ihnen sagen ob ich glücklich bin, ob ich sozialen und familieren Rückhalt habe.

    Gruß
    Rainhelt
    P.S.: Zu “musste Sie sich noch jeden Morgen beim Chef melden”. Das war wohl eher ein Bild für “Arbeiten gehen”, als Anspielung auf das in der Sendung gebrachte Beispiel, in dem ein Bürgermeister (?) die arbeitlosen Jugendlichen seiner Stadt jeden morgen antanzen läßt, was zu dramatischen Senkungen der Jugendarbeitslosigkeit geführt hat.
    Dabei geht es um Punkte wie Zuverlässigkeit, Tages-Rythmus, der immer mehr Menschen in diesem Land flöten geht. Der Witz: Das Arbeitsleben kann nur so funktionieren.

  27. Die neue deutsche Ethik nach Christiansen (post Chr.). Jetzt verbessert durch Anne-Will-Zusatz.

    am 28. Mai 2008 um 15:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] http://www.readers-edition.de/2008/05/27/anne-will-und-die-armut-mehr-stammtisch-geht-nicht-ein-kommentar/ […]

  28. Jan van Winried

    am 28. Mai 2008 um 15:38 Uhr | Link | Kommentar melden

    Oh je - jetzt bin ich aber offensichtlich doch zu weit gegangen. Da legen sich R und H jeden Tag krumm und ich kann darin keine Leistung erkennen. Die R´s und H´s habe ich in meinem Leben schon einige Jahre hinter mir gelassen (so viel zu Potential und Weiterentwicklung).

    Dann mal alles Gute für Ihre Lebensentwürfe und immer schön gesund bleiben, damit bloß kein sozialer Abstieg stattfindet. Toi, toi, toi.

  29. Rainhelt

    am 28. Mai 2008 um 16:46 Uhr | Link | Kommentar melden

    Gehts bitte noch hochnäsiger?

    Mir ist schnuppe was sie für Leistung halten. Ich definiere Leistung als Arbeit pro Zeit.

    Und nochmal: Es geht nicht um krumm legen. Ich brauche mich dafür nichtmal zu verbiegen. Es geht schlicht um die Einstellung!

  30. Otto-Werner Hinrichs

    am 28. Mai 2008 um 17:15 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Jan van Winried

    Hey Jan,

    ich habe in Sachen Anne Will und die aufgekommenen Diskussionen an all die Streithähne aus dem rechten Club einen offenen Brief als Artikel geschrieben und ihn vor gut zwei Stunden eingegeben. Scheinbar gibt es nicht nur technische Probleme, wahrscheinlich sind die Moderatoren überlastet, oder gehen ihren eigentlichen Jobs nach.

    Ich denke aber, das wir “Sozialromantiker” aktiv werden müssen. Vorstellbar wäre eine grössere Mail-Aktion an die Verantwortlichen (Intendanten) der ARD. Ich bin z. B. Mitglied in einer Rentnergang, insgesamt sind wir mehr als 190 Aktive in BW. Dann bin ich auch noch Mitglied in einem Verband der Herzpatienten (Bypass operierte). Ich glaube ich könnte einige Leute von der Notwendigkeit einer Mailing Aktion überzeugen.

    Was meinst Du - brauchbare Idee - oder in die Tonne kloppen!

  31. Jan van Winried

    am 28. Mai 2008 um 17:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo Otto-Werner,

    ich fürchte, dass eine Mailingaktion über den Spamfilter ausgefiltert wird. Suche doch mal auf den Seiten der ARD das Kontaktformular (zur Sendung von Frau Will?). Eine Verlinkung auf das Kontaktformular wäre bestimmt effektiver.

    Ansonsten gebe ich Dir Recht. Wir “Sozialromantiker” sollten so schnell nicht aufgeben. Ich habe heute schon mehrfach den “gefühlten Kühlschrank” erlebt, obwohl ich hier bei 30 Grad sitze. Ich freue mich schon auf Deinen offenen Brief.

    Viele Grüße J. v. W.

  32. Margareth Gorges

    am 28. Mai 2008 um 17:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo O.W. Hinrichs :))

    gibt schon ne Aktion bitte MITUNTERZEICHNEN !

    Offener Brief an Dr. Rita Knobel-Ulrich zur Sendung “Anne Will” vom 25.05.2008

    Am 25. 05. 2008 wurden von Frau Dr. Knobel-Ulrich offensichtlich falsche Behauptungen bezüglich des Hartz-IV-Regelsatzes gemacht. Wir als Betroffene, verwahren uns gegen derartige Falschmeldungen im öffentlichen Fernsehen, die uns erneut in ein falsches und schlechtes Licht rücken sollen.

    Wir haben hierzu einen offenen Brief an Frau Dr. Knobel-Ulrich verfasst, der neben der Adressatin auch an Die Deutsche Welle - Anstalt des öffentlichen Rechts, den Deutschen Journalistenverband, ver.di, Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie und die WILL MEDIA GMBH, sowie die Redaktionen von ARD, WDR und SWF geht.
    Quelle: Aktive Erwerbslose in Deutschland (AEiD)

    Bitte MITUNTERZEICHNEN
    http://www2.digital-attack.de/

  33. Alisha Franzis

    am 28. Mai 2008 um 19:31 Uhr | Link | Kommentar melden

    Schön @ Hinrichs werde das später auch noch tun, ich habe mir diese Sendung da auch angetan und das war ein Glanzstück an low Niveau.

    Ich gehöre zu den sogenannten Besserverdienenden oder- um mal das Sprachniveau von Hufeisennase zu vewenden- eine sogenannte Leistungsträgerin.

    Was für ein Wort, was ist ein Leistungsträger?
    Der Spargelstecher ist ein Leistungsträger, der bringt mein Essen auf den Tisch.

    Menschen wie Hufeisennase sind keine Leistungsträger, sie spalten die Gesellschaft und vergiften das Klima.
    @Hufeisennase
    Ich habe ihre Sprüche aufmerksam gelesen, sie sind einfach zu durchschauen.
    Ich mag das Wort Leistungsträger nicht, aber auf sie trifft es eh nicht zu.

    Wer so schreibt, daß er sich 70Std die Woche krumm legt- hat einfach nur Frust.

    Und Angst selber sozial unter die Räder zu kommen.

    Sie müssen sich 70 Std krumm legen und trauen sich nicht aufzubegehren, aus Angst um ihren Job.

    Klar das sich Frust anstaut, also ziehen sie über die her, die noch weiter unten stehen.

    Als sie merkten, daß hier einige sie durchschauen, haben sie schnell die Rolle gewechselt, wie von Geisterhand wurde ihr Job plötzlich von der Knochenmühle zum Traumberuf- erstaunlich diese Wandlung.

    Also ich möchte mit keinem Erwerbslosen tauschen, wenn sie auf diese Gruppe so eine Wut haben, warum schmeißen sie dann nicht einfach ihren 70Std Job und machen sich von HartzIV ( wird das noch so genannt??) ein tolles Leben?

    Auch wenn ich Besserverdienende bin , so distanziere ich mich von dieser sogenannten Neoliberalen Linie.

    Weil diese ein ganzes Volk spaltet und einen Staat ohne Not an die Wand fährt.

    Deutshland ist ein High-tech Land in denen sich die Mitarbeiter mit ihrem Betrieb identifizieren.
    Dann ist ein Mitarbeiter auch bereit Leistung zu bringen.

    Meine Mitarbeiter sind mein bestes Kapital auf die kann ich mich verlassen, selbst in Krisen.

    Schade das Menschen wie Hufeisen leider jedes Thema mit ihren Phrasen torpedieren.

    Denn auch in den Kreisen der Besserverdienenden kommt langsam Bewegung, es macht keinen Sinn die Schere zwischen arm und reich noch weiter aufgehen lassen.

    Die Frage müßte lauten was ist uns sozialer Frieden wert.

    Wo muß angesetzt werden um das Armutsprob in den Griff zu kriegen, und da müssen alle sozialen Schichten an einem Tisch.

    Nur Menschen wie Hufeisennase wären dort überflüssig.

    Mfg
    Alisha

  34. Andy

    am 28. Mai 2008 um 20:23 Uhr | Link | Kommentar melden

    Oh…die ganze MG-Lobby taucht auf um mit endlosen Texten alles zu ersticken.

    Liebe “Sozialromantiker” Ihr scheint es einfach nicht zu kapieren:
    JA zu Sozialleistungen für Leute die in Not sind.
    NEIN zu Sozialleistungen für Leute die keiner geregelten Arbeit nachgehen WOLLEN.

    @JVW
    So , der Freund mit der topsanierten Immobilie….mit drei Autos (2 davon braucht die Welt nicht). Joh, dass ist Understatement!
    Haben wir hier nicht das typische Feindbild?
    Kapitalist, Abschreiber = Steuersparer, Unterdrücker = Vermieter…

    Wo bleiben die Reflexe MG?
    Reichensteuer!
    Enteignen!
    Leistungsträger!
    Vermögenssteuer!
    Erbschaftssteuer!
    Mieterrechte!
    Wuff, Wuff, hechel, hechel….

    JVW…
    Woher kam denn das Geld um so eine Immobilie zu erwerben und sanieren?
    Entweder wurde es geerbt (MG : pfuibah) oder es wurde erarbeitet (MG : pfuibah)
    Ihr Freund zeigt hier ein hohes Maß an Eigeninitiative und Selbstverantwortung und wartet nicht darauf, dass die Sozialsysteme es schon für ihn richten werden (seine Rente ist jedenfalls sicher und der “Job” krisenfest…es sei denn, dass Ding steht in Kreutzberg….)
    Für diesen Lebenstiel muss das gute Stück ca. 80.000€ Jahresnettomiete abwerfen und hat damit in der Anschaffung zwischen 900.000€ und 1.600.000€ gekostet.
    (MG : pfui, dafür darf man mindestens 15.000 bis 30.000€ im Jahr abschreiben)

    JVW…so gesehen ein ziemlich blödes Beispiel….

    JVW…
    ich stimme Ihnen voll zu, dass es Workaholics gibt, die nach den von Ihnen gezeichneten Klischee arbeiten. Aber lange nicht so viele wie die Hartz4-Familien vor den Fernsehern….

    Sicherlich gibt es auch Regionen, in denen die Arbeitssuchenden die offenen Stellen übertreffen…da könnte man seinen Allerwertesten ja auch mal in die Gegenden bewegen, wo es anders ist….
    Sicherlich sind dort auch teilweise miserable Arbeitsangebote….das passt gut zu den teilweise miserablen Leistungs- und Intelligenzangebot der Suchenden.

    Eine Frage JVW, wie finanziert sich eigentlich Ihr Lebensunterhalt?
    (Soll keine persönliche Frage sein…)

  35. Julie Engel

    am 28. Mai 2008 um 21:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    Hallo, zusammen !

    Die Initiative “Aktive Erwerbslose” hat eine Aktion gestartet und einen offenen
    Brief an Frau Knobel-Ulrich geschrieben. An folgende Adressen wird der Brief
    geschickt:

    Dr. Rita Knobel-Ulrich,
    Die Deutsche Welle - Anstalt des öffentlichen Rechts,
    Deutscher Journalistenverband,
    ver.di, Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie,
    WILL MEDIA GMBH,
    ARD,
    WDR,
    SWR

    Hier der Link zum Brief. Dort kann er dann von jedem ausgefüllt werden.

    http://www2.digital-attack.de/

    Viele Grüße
    Julie

  36. Alisha Franzis

    am 28. Mai 2008 um 21:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Andi i

    Nur haben sie bei ihrer Aufzählung etwas vergessen es gibt noch, mal umgangssprachlich ausgedrückt, das abgezockte Geld.

    Z Bspl. daß Geld der Gewinner der HartzIv Gesetze.
    Die, die sich mit billigsten Arbeitskräften eindecken, die Beschäftigungsträger der sog. € Jobs.
    Die für jeden bis zu 500€ pro Monat kassieren und Arbeitskräfte haben die pro Std einen € kosten.
    So viel zum Thema Mitnahmeeffekt, denn diese Glückritter greifen da mehr Geld ab.

    Und bringen die anständigen Unternehmer ins Schlingern, weil die bei den Dumpinggehältern nich mithalten können.

    Und sind sie sicher das so viele HartzIV Familien vor dem TV sitzen.

    Bei mir arbeiten jetzt 3 Ehemalige HartzIv Empfänger.
    Top motiviert und sehr gut qualifiziert.
    Ihr Makel– sie waren zu alt.

    Die Biographie 30 Arbeitsjahre ausgemustert, und nach einem Jahr in HartzIV.
    Und das darf einfach nicht sein.

    Ich gebe Ihnen recht, Sozialschmarotzertum nein, aber zuvor muß für jeden eine Arbeit da sein, und eine von der der Mensch leben kann.

    Und es geht hier nicht um 10000€ im Monat, aber auch eine minder qualifizierte Arbeit muß wenigsten 950€ netto einbringen.

    ————————————————————————————–
    das passt gut zu den teilweise miserablen Leistungs- und Intelligenzangebot der Suchenden.
    ————————————————————————————————–

    Finden sie den Satz oben nicht ein bißchen daneben?
    Jeder Mensch sollte einem jeden Mensch ein Minimum an Grundrespekt entgegenbringen.

    Und ihrem Satz entnehme ich ja, daß sie ihr Intelligenzangebot als höher einstufen :-)), dann könnten sie ja mal selbiges dazu nutzen, sich ein wirklich unvoreigenommenes Bild machen.

    Ich habs auch getan und habe meine Ansichten revidiert.

    Ja es gibt Armut in Deutschland, HartzIV ist nicht geeignet die Menschen in Arbeit zu bringen und vor allem eine Zone wo das Grundgesetz irgendwie nur noch eingeschränkt gilt.

    Eine Sozialromatikerin bin ich nicht, nur mag ich nicht in das Horn tuten, daß die Schwächsten an allem Schuld sind.
    Und ich mag keine mittelmäßige Elite, Mittelmaß würgt Visionen ab und aus dieser Ecke kommt der Stillstand.

    Und ich nehme an sie sind Unternehmer und von daher auch in der Lage mal wirklich tief in die Materie einzudringen, auch wenn diese uns beide wohl eher nicht betreffen wird.
    MFG
    Alisha

  37. Ralf

    am 28. Mai 2008 um 21:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    Beim kalten mathematischen Zynismus des Herrn Hüther gefriert einem das Blut in den Adern. Dieser Herr und viele andere sind Repräsentanten von Verhältnissen, in denen fast die komplette Legislative zum Lobbyistentum geradezu zerfressen wurde.
    Beispiel: Hartz IV, Geundheitspolitik, Verbraucherinfromationsgesetz.
    Im übrigen hat sich dieses Sendeformat überlebt, ohne dass die Verantwortlichen
    dies wahrhaben wollen. Es ist deutlich spürbar, daß zum Problemkern (z. B. Armut) zu kommen auch die Frage nach den Verteilungsmechanismen aufwirft. Genau dies
    ist nicht gewollt, weil durch die Auswahl der Gesprächsteilnehmer kein Risiko eingegangen werden soll. Für solch einen weichgespülten Jounalismus ist mir meine Zeit zu schade.

  38. jws

    am 28. Mai 2008 um 22:40 Uhr | Link | Kommentar melden

    liebe leute.
    lasst euch von den vermassten funktionssubjekten und dem verhausschweinten humankapital nicht hochbringen. die sind gehirngewaschen.

  39. Hufeisennase

    am 28. Mai 2008 um 22:54 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Alisha Franzis

    Sie sind ja wirklich ne´ ganz putzige :-). Man könnte fast meinen, eine betroffene Hartz IV Empfängerin sitzt im Internet-Café & verteidigt wild tippend Ihre Ehre.

    Spargelstecher ?? Sollte das witzig sein ? Netter Versuch. Aber dabei ist es wohl geblieben.

    Aber was reden Sie eigentlich sonst noch für einen Quatsch ??

    Grundsätzlich schön ist, dass wir uns einig sind - ich würde mich in die von Ihnen gezeichnete Welt gar nicht einladen lassen.

    Ich bin bestens ausgebildet und habe weder Angst um meinen Job, noch fürchte ich sozialen Abstieg. Ich habe bestes Vertrauen in mich selbst und bin äusserst flexibel, wenn es darum geht, meine Existenz zu sichern. Dass ich frustriert bin, existiert glücklicherweise nur in ihrem Kopf, witzig, dass hier beinahe jeder glaubt, über meine Motive und die vieler anderer “arbeitswütigen” Bescheid zu wissen.

    Dann dürfen wir das aber auch oder gilt das nur von links nach rechts ? Und rechts sind wir Artikelgegner ja schliesslich alle in ihren Augen.

    Ich arbeite in erster Linie für mich & mein mir nahestehendes Umfeld.
    Dabei gibt es auch Momente, in denen man lieber Lottogewinner oder pensionierter Politiker, gerne Hans Eichel / 27.000 Euro p.M., wäre.
    Und bevor jetzt jemand unbedingt Neid herauslesen will - nein, das ist kein Neid, sondern Verärgerung, dass die Politik solche proportionslosen Regelungen weiterhin zulässt.

    Wir, die arbeitende & zahlende Bevölkerung fahren den Staat also an die Wand ?! Das kann “der Staat” schon ganz allein. Scheinbar sind sie der Meinung, dass wir alle noch mehr bezahlen sollten, statt zur Abwechslung mit den bestehenden Einnahmen sinnvoll & umsichtig umzugehen.
    Und die meisten hier ?

    Statt ein solches Ungleichgewicht ebenso in ihre Sozialromantik aufzunehmen, werden Teile der arbeitenden Bevölkerung, die sich wehren, wie blinde & taube Herdentiere unreflektiert jegliche Beitragserhöhungen bezahlen zu müssen, zu Hauptverantwortlichen der sozialen Kälte (brrrr) gemacht und sollen bitteschön fröhlich pfeifend weiterhin dafür aufkommen, dass Arbeitsunwillige (und nochmal für alle Legastheniker - um die Unwilligen geht es hier !!) weiterhin Vera am Mittag gucken können.

    Zitat: “Ich habe ihre Sprüche aufmerksam gelesen, sie sind einfach zu durchschauen.”

    So, haben Sie also Sprüche entdeckt und gar durchschaut ?? Dann tun Sie wenigstens so, als hätten sie sie verstanden. Sonst könnte der Eindruck entstehen, Sie würden eine Ameisenkolonie leiten.

    Aber auch diese können u.U. gute Mitarbeiter sein, ich weiss ja nicht in welcher Branche sie tätig sind - ach ja Spargelstechen ?

  40. Hufeisennase

    am 28. Mai 2008 um 23:09 Uhr | Link | Kommentar melden

    Und als Ergänzung - meine Grossmutter hat ihr Leben lang verdammt hart gearbeitet, hat kaputte Knochen und eine Rente von 1100 Euro. Mein Opa ist tot - Lungenkrebs, weil er im Uranabbau gearbeitet hat - zu Lebzeiten eine Rente von 1300 Euro und anfänglich die Behandlungen erbetteln musste !

    Ich kenne also schlechte Zustände, finde es lediglich falsch, dass man permanent die falschen Leute dafür abzockt, während verbeamtete Berufspolitiker auf ein gemütliches Pensionskissen fallen !!

  41. Alisha Franzis

    am 28. Mai 2008 um 23:42 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Hufeisennase
    Wir wollen doch nicht persönlich werden.
    Aber schön das ich ihren Nerv getroffen habe :-).

    Hm Internet-Cafe, brauche ich glaube ich nicht, wär wie einen Baum in den Wald tragen.

    Sie verteidigen doch wie wild ihre Ehre *sss*

    Und ich bin auch bereit einen echten kritischen Dialog zu führen und lasse mich soagr eines Besseren belehren.

    Aber sie sind so durchschaubar, grad eben wieder ihre Sprüche, werden Teile der arbeitenden Bevölkerung etc……., das läßt nicht auf das schließen was sie vorgeben.

    Wo habe ich sie in die rechte Ecke gestellt?

    Ich habe doch selber auch geschrieben Sozialschmarotzertum nein - oder etwa nicht?

    Da sind wir doch einer Meinung.
    Meine ist eben in dem Punkt krass anders, als das erst mal für jeden Arbeit da ist, von der man leben kann.

    Ach wo habe ich geschrieben, daß die arbeitende Bevölkerung den Staat an die Wand fährt.
    Ihre Behauptung entbehrt da ja wohl jeder Grundlage, es ist unwahr was sie da behaupten.

    So jetzt muß ich mich um meine Ameisenkolonie kümmern:-))), wenigstens das war etwas, daß mir dann doch ein Schmunzeln abrang.
    Und sie haben es gar nicht mal so schlecht getroffen- nur noch viel, viel kleiner als Ameisen, so klein daß nicht mal ein Lichtmikroskop ausreichen würde die sichtbar zu machen.

    Aber das soll jetzt gereichen, an einer ernsthaften Diskussion sind sie meines Erachtens ja eher nicht interessiert.
    MfG
    Alisha

  42. Rainhelt

    am 29. Mai 2008 um 09:39 Uhr | Link | Kommentar melden

    @JWS:

    lasst euch von den vermassten funktionssubjekten und dem verhausschweinten humankapital nicht hochbringen. die sind gehirngewaschen.

    Verstehe ich nicht. Was soll das denn heißen?

  43. Hufeisennase

    am 29. Mai 2008 um 16:33 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Alisha

    Ich bin seit Anbeginn der Diskussion nur blöd angemacht worden, weil ich u.a. schrieb, ich arbeite 70 Std. pro Woche. Seither habe ich lesen dürfen, dass “Menschen wie Hufeisennase” sinngemäss eine Leere zu füllen hätten, sonst nicht besseres zu tun hätten, dass ich Angst um meinen Job hätte, mich dafür krummlegen würde & frustriert wäre.

    Auch nicht gerade alles so sachlich und vor allem ebenso unwahr. Ich schrieb, dass MAN sein Hobby zum Beruf machen kann, ich habe also unpersönlich geschrieben und würde mir nun widersprechen. Ich weiss gar nicht, mit welchen meiner Aussagen ein Problem entstanden ist, was mit der eigentlichen Diskussionsüberschrift zu tun hat. Ich nehme keinem Armen etwas weg.

    Vieles wird hier aufgegriffen, verdreht und es wird eben leider persönlich.

    Das ist schade, da der Eindruck entsteht, dass Menschen, die ohne Not viel arbeiten, aus welchen Gründen auch immer sie das tun, dafür noch belächelt oder sogar persönlich angegriffen werden.

    Wenn ich viel arbeiten würde und geschrieben hätte, dass ich das tun muss, weil mir das Geld sonst nicht reicht - was wäre dann passiert ?

    –> für jeden Arbeit, von der man leben kann –> grundsätzlich ja

    Aber:
    Das ist leider nicht unbedingt für jeden Arbeitssuchenden ein Kriterium. Manchmal genügt es, dass die angebotene Stelle einen Umzug erfordern würde.

    Und hier kenne ich einige Menschen persönlich, die nicht bereit waren, umzuziehen.
    O-Ton war, ich warte bis man mir eine Stelle in meinem Dorf & Umgebung anbietet, ich will nicht nach Bayern umziehen und auch nicht nach Frankfurt/M..

    1.5 Jahre war dieses Beispiel anschliessend noch arbeitslos, hat noch zwei vom AA bezahlte Computerkurse besucht, (obwohl sie Schneiderin war & bleiben wollte).
    Dann gab es noch eine Weiterbildung für den Bürobereich. Und dann Hartz IV…. aber umziehen geht gar nicht. Da hinterlässt man lieber berechnend einen schlechten Eindruck in einem arrangierten Vorstellungsgespräch.

    Manchmal muss man die Leute eben auch zwingen dürfen. Solche Beispiele liegen der Gesellschaft / dem Staat auf der Tasche.

    Und das dieses Verhalten auf alle zutrifft, habe ich nie geschrieben und auch nie gedacht. Es muss differenziert werden - aber es müssen beide Seiten angesprochen werden dürfen, ohne dass man von Leuten beschimpft wird, die einen für sozialkalt halten. Es wäre auch mehr für die echten Bedürftigen da, gäbe es weniger Schmarotzer.

    Für jeden Arbeit - aber wer soll das verantworten ? Hier müssen Bedingungen geschaffen werden, die es einem Unternehmer ermöglichen, Arbeitsplätze zu schaffen & vor allem auf Dauer zu sichern, aber eben auch einem Kleinunternehmer.
    Hier kommt meines Erachtens nur Blabla aus der Politik und umgesetzt werden nur halbdurchdachte Gesetzgebungen. Es geht immer nur um Wählerstimmen, so kommt kein Land voran.

  44. Jan van Winried

    am 29. Mai 2008 um 17:40 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Andy

    der Mann arbeitet als Kameramann und hat diese “Karriere” seit seiner ersten Berufsausbildung konsequent vorangetrieben. Vom Kabelträger zum Kameramann.

    Ich selbst habe ein sehr buntes Berufsleben hinter mir, inklusive der Gründung eines großen gemeinnützigen Vereins und einer IT-Aktiengesellschaft und sorge heute dafür, dass junge Menschen in den Beruf kommen.

    Gruß J. v. W.

  45. Otto-Werner Hinrichs

    am 29. Mai 2008 um 18:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Jan van Winried
    @ Margarteth Gorges

    hey Margareth, hey Jan,
    Deine Nachricht von gestern 17:29habe ich gerade erst zur Kenntnis genommen. Mein Artikel wird nun auf dieser Plattform nicht erscheinen. Hatte im letzten jahr schon einmal dies Problem,. Die Moderatoren mögen meine “deftige Ausdrucksweise” nicht. SAie meinen glaube ich auch, dass man den einen Altkanzler - nicht mit “Schwartenmagenfan” betiteln darf, den anderen darf man nicht als den Bolzer “Acker” bezeichnen. Na, ja jedenfalls beleidige ich angeblich zu viele Leute.

    Nun gut, wie sagte der erste protestantische Pastor: … hier stehe ich, ich kann nicht anders. - und ich bin halt auch so stur. Ich hatte mich schon einmal mehr als ein halbes Jahr zurück gezogen. _ nun verlasse ich diese Plattform endgültig, suche mir ein neues zuhause. Meine “Rentnergang” sind schon in ganz BW mehr als 190 alte Sä … haben mir für den Wechsel freie Hand gelassen. Am Samstag werden im Sportheim am Stammtisch die Situation (an meinen Artikeln wird meistens von drei oder vier Alkoholikern (Vierteles Schlotzern) ausdiskutiert.

    Jan hab Dank für Deine Idee, die ist echt Spitze, wenn man den ganzen Internetkrams noch nicht so beherrscht kann man immer dazu lernen. Wir werden das umsetzen.

    Margareth habe mich auch um Deinen Hinweis gekümmert. Zu gerne möchte ich Dich dem “Knobelbecher” den Marsch blasen, aber ich bin dagegen 150 mal oder mehr denselben Brief zu versenden.

    Mal sehen, was ich in den paar Wochen bis zum 16.07 noch verbiegen kann.

    Gebt nicht auf, zeigt den Freunden aus der konserativen, rechten, dunkelschwarzen Ecke, den Wahrheitsverbiegern wo der Bartel den Moscht holt!!!

    Bis die Tage - hat Spass gemacht.
    O. W. Hinrichs

  46. Martin Betzwieser

    am 29. Mai 2008 um 18:31 Uhr | Link | Kommentar melden

    Da in der Diskussionsrunde Hufeisennase gegen den Rest der Welt offensichtlich niemand die eigene Meinung ändern dürfte, schlage ich vor, dass die Beteiligten die E-Mail-Adressen und/oder Telefonnummern austauschen und das ab jetzt unter einander ausmachen.
    Nix für ungut.

  47. Margareth Gorges

    am 29. Mai 2008 um 21:08 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ein sehr guter Vorschlag Herr Betzwieser, denn @Hufeisennase gegen den Rest der Welt langweilt mich solangsam.

    Lieber O.W. Hinrichs meine Mail Adresse : Frau M aus Hom @ Aol.com
    Ich freue mich auf weiteren Gedankenaustausch mit Dir , und ich “zensiere” Deine Mails auch nicht :))

    P.S Frau Hufeisennase @ Rainhelt und @ Andy möchte ich höflich bitten mir KEINE Mails zu senden
    Danke

  48. Alisha Franzis

    am 29. Mai 2008 um 21:37 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Hufeisennase, ihr letzter Post liest sich da schon anders.

    Jetzt wird das Ganze für mich nachvollziehbarer.
    Und ok- es gibt da in der Tat auch Transferleistungsbezieher die sich gut durchhangeln können.

    Aber eben auch andere, und diese müssen meiner Meinung erst mal eine Chance bekommen auf einen angemessenen Arbeitsplatz.

    Dazu gehört natürlich gegebenenfalls auch ein Umzug, für ein gutes Arbeitsangebot.
    Davon sollte man nur von den Älteren absehen.
    Aber da haben sie Recht, für einen 30 Jährigen sollte ein Umzug wirklich zumutbar sein.
    Ich schrieb ja, Sozialschmarotzertum nein, aber dennoch hat jeder ein Anrecht auf Würde.
    Und die ist nicht immer gewährleistet, daß war nämlich bei den 3 Ex HartzIV- Beziehern die bei mir in der Firma arbeiten nicht der Fall.

    Was haben wir das Arbeitsamt bekniet sie mögen uns Mitarbeiter schicken, auch Ältere.
    Nichts kam, bis wir eine Anzeige schalteten.
    Und darauf haben sich die 3 beworben, obwohl sie bei dem Amt gemeldet waren an daß ich meine Anfrage gerichtet hatte.
    Aber dort hat man sie lieber mit sogenannten € Jobs und Sinnlosmaßnahmen drangsaliert.
    Wäre da besser gewesen. das Amt hätte sich mehr auf die Stellenvermittlung konzentriert.
    Da kann man den Erwerbslosen in diesem Falle nichts vorwerfen.
    Daß war für mich der Anlaß, mir auch mal die andere Seite anzuschauen ohne Sozialromantikerin zu sein.
    Und von daher sage ich -Recht so @ Hinrichs, sie sollen ihren Unmut kundtun, obwohl diese mich wohl eher den Ausbeutern zurechnen.

    Aber in diesem Punkt haben Hinrichs und co Recht, daß was am Sonntag im TV lief ging einfach zu weit.

    Ok dich wegen deiner 70Std Woche anzumachen ist so nicht korrekt, aber ich gebe zu, daß ich dich da wohl in Folge deiner ersten Posts falsch eingeschätzt habe, aber es kam eben anders rüber als jetzt im letzten Post.

    Die 70 Std Woche habe ich auch oft, da bin ich wohl eher n bissel Workoholik, aber es liegt natürlich auch daran, daß ich es nicht als Streß sehe oder besser ausgedrückt als gesunden Streß empfinde.

    Aber war dennoch eine ganz interessante Diskussion mit Ihnen, mein erster Eindruck war da doch nicht so ganz der richtige.

    Aber man muß dem auch Rechnung tragen, das auf sie zum Teil doch heftige Breitseiten abgefeuert wurden.

    Und gut daß sie sich die Mühe gemacht haben auf meine Posts einzugehen, ich sehe sie jetzt doch mit anderen Augen.

    Wir haben da eben verschiedenen Meinungen, aber uns diese auch sachlich um die Ohren gehauen ( oder zumindest ziemlich sachlich :-)) ).
    MfG
    Alisha

  49. Hufeisennase

    am 29. Mai 2008 um 22:53 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Margareth Gorges & M.Betzwieser

    Adieu :-)

    Wie kommen Sie auf das schmale Brett, dass ich das Bedürfnis hätte, ihnen auch noch emails zu senden ?
    Ihre altkommunistischen Kumpels nehmen sie glücklicherweise ja auch gleich mit -
    Peace

    @Alisha - danke für die Antwort, ich bin ja froh, dass ich mich am Ende doch noch verständlich artikulieren konnte.

    Ich habe die Sendung am Sonntag als nicht soo schlimm empfunden, da ich vermute, dass man sich manchmal etwas bildlicher & provokativer ausdrücken muss, um Dinge zu verdeutlichen.

    Selten genügen Zuschauern die feinen, leisen Töne, weil sie nicht verstanden werden. Und da ist es egal, auf welcher Seite diese stehen, da beide Parteien um sich getreten haben, um sich jeweils Gehör zu verschaffen. Hier empfand ich eben die Ausdrucksweise von Westi noch am sozialverträglichsten - da ich die andere radikale Seite auch nicht ertragen kann. Es gibt eben neben schwarz & weiss noch viele Grautöne.

    Daher, Ihnen viel Erfolg, gerade ältere Arbeitnehmer sind leider nur allzu oft benachteiligt, ich finde es sehr traurig, dass niemand ihre Berufserfahrungen zu schätzen weiss.

    MfG Hufeisennase

  50. Rainhelt

    am 30. Mai 2008 um 07:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Margareth Gorges: Genau, ich spam die Adresse jetzt einfach voll. Vielleicht verkauf ich auch den Datensatz. Mal schaun…

    Im ernst, warum sollte ich ihnen schreiben?

    Schneiden sie sich lieber mal ne Scheibe von Alisha ab. Die versucht wenigstens sich in ihr Gegenüber zu versetzen…

  51. Arbeitsscheu

    am 30. Mai 2008 um 09:53 Uhr | Link | Kommentar melden

    70 Stunden Woche?
    Mir kommen die Tränen.
    Und da Sie mir so unendlich leid tun gehe ich heute Abend ihr hart erarbeitetes Steuergeld versaufen:-)

  52. Jasn van Winried

    am 30. Mai 2008 um 10:26 Uhr | Link | Kommentar melden

    Irgend etwas läuft da in Ostdeutschland aus dem Ruder. Wir hatten kürzlich eine bestqualifizierte Bewerberin aus den sog. neuen Ländern und bei der Überprüfung der sozialen Kompetenzen musste das Bewerbungsgespräch abgebrochen werden. Das war unerträglich. Die Frau machte zunächst einen sehr gewinnenden Eindruck vertrat dann aber ähnliche Ansichten wir Frau Hufeisennase. Da zu befürchten war, dass sich eine solche Mitarbeiterin negativ auf das gesamte Arbeitsklima auswirkt, kam eine Einstellung nicht in Frage.

  53. Otto-Werner Hinrichs

    am 30. Mai 2008 um 10:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    Anne Will und der rechte Flügel der Kommentatoren

    wie sieht denn eigentlich Eure Lösung des Problemchens “vorhandenes Präkariat” aus. Dabei gehe ich davon aus, dass auch Ihr nicht leugnen könnt, dass es zumindest eine Millionen “Menschen” oder ein paar mehr in unserem schönen Land gibt, die tatsächlich arm sind.
    Ihr solltet einmal in Hamburg in die dort sogenannte “Billbronx” fahren, – ich garantiere Euch den Schock Eures Lebens. Ihr werdet an diesem Staat verzweifeln. Oder fahrt doch nach Steilshopp und seht Euch dort ein paar Stunden um. Es macht Euch sicher Spass, die Jugendbanden zu beobachten, die sich streng nach Ethnien sortiert ihre “Hochachtung” voreinander bekunden. Mit Sicherheit werdet Ihr darüber nachzudenken haben, wie lange es wohl noch dauert, bis bei uns französische Verhältnisse herrschen, bis bei uns die Vorstädte und viele, viele Autos brennen. Nur nicht bange sein, das alles gibt es nicht nur im reichen Hamburg, fahrt doch auch einmal in das Land des Arbeiterführers. In Rüttgers „own country“ gibt es die Problemzonen in einem halben Dutzend Städte, … and still growing!
    Ihr fragt was ist falsch an der Aussage des ehemaligen Kanzlerkandidaten Guido dem 18ten. Unser künftiger Aussenminister betreibt Stimmungsmache, um am rechten Rand und bei der ausgeplünderten Mitte der Gesellschaft Stimmen zu fischen. Sprecht doch selbst mit all den Schmarotzern – redet mit diesen “Schlampen” von Müttern, die versuchen Ihre Kinder durchzubringen. In der Regel haben diese “weiblichen Schmarotzer“, die natürlich alle saufen und auf Deibel komm raus qualmen, mittags noch im Bett liegen und in die Glotze starren, - diese furchtbaren Weiber haben die Erzeuger Ihrer Kinder aus dem Haus gejagt. Diese “Hyänen” (frei nach Schiller - oder war´s der Andere) haben ihre Kerlen, so mit Frust und Alkohol geimpft, dass Sie keinerlei Verantwortung mehr für Ihre Brut zu tragen bereit sind. Es bleibt nur festzustellen, all diese blöden Tussi´s haben selber Schuld - erst rumbummsen, Kinder in die Welt setzen und dann noch jammern. Dieses Land braucht Knete, Maschinen Fabrikanten, Millionäre, …… wer braucht schon Kinder!
    Welche Lösungen habt Ihr auf dem rechten Flügel anzubieten. Nur stänkern und auf die Anklagen des linken Flügels und auf die Aufzählungen von Ungerechtigkeiten zu schimpfen, bringt auch keinen Sonnenschein.
    Habt Ihr schon einmal über die britische Lösung nachgedacht? - Die Tommies haben 1700 Weisskohl ihr gesamtes Präkariat aus allen Winkeln des Landes und aus den Knästen zusammen gekarrt, - haben die sogenannte “First Fleet” ins Leben gerufen Kapitäne angeheuert, - alle “nutzlosen Fresser und Schmarotzer” auf die morschen Pötte verladen und ins nahezu menschenleere Australien verschifft.
    Wie man hört, soll es dort im Outback noch reichlich freie Flächen geben und das kleine Wasserproblem, wird unsere Spitzenkraft unsere im hohen Masse aussenpolitisch geschulte Fachkraft mit „die Lebenserfahrung aus die Zone“, die Frau Bundeskanzlerin, mit die Aussis schon regeln.
    Vielleicht kann aber auch unsere andere ehemalige Fachkraft unser “Gazprom Direktor” mit seinen heissen Drähten zum Zaren einen Deal machen. Hat doch bei der anderen grossen deutschen Dame, „bei die Katharina“ schon einmal mit den Wolgadeutschen geklappt. - Nur schreibt bitte in die Verträge, geschenkt ist geschenkt - wir wollen sie nicht zurück, behaltet all diese Faulpelze, Schmarotzer, dieses Lumpengesindel.
    Solange er noch da ist, könnte aber auch der gute George in Wahington eine Lösung sein. Wir haben doch eine ganze Menge klamme Landesfürsten. In den alten Zeiten also damals bei „the tea krieg“ und danach haben diese unsere Landesherren, Kurfürsten und wie unsere Chefs damals auch immer betitelt waren - all ihre damaligen “Schmarotzer” an die aufstrebende Macht auf der anderen Seite des Teiches als Kanonenfutter verkauft. Bush unnd seine Truppe können mit Sicherheit ein paar tausend junge kräftige, gut genährte „Hartz – IV soldiers“ gebrauchen – vollkommen gleichgültig ob Männlein oder Weiblein.
    Oder wir wählen im nächsten Jahr alle den “Guido - den 18 ten” - der ist eh der Klügste, der coolste und er kann am besten leere Worthülsen aneinander reihen dem fallen bestimmt ausser „verhungern lassen - das ganze Gesindel“, - noch ein paar Lösungen ein.
    Na klar, jetzt werden Sie alle wieder aufheulen, die Herren Kommentarkünstler aus der „rechten Ecke“ – die Mitte unserer Gesellschaft, die arbeitenden Menschen, die morgens um ½ sechs aus dem Bett fallen, sich zur Arbeit schleppen, die den Karren am Laufen halten. Ja es ist wahr und auch beabsichtigt, das nach der „Willschen Propaganda Sendung“ - “alle `nen dicken Hals kriegen auf dies Lumpengesindel, auf diese Schmarotzerbrut“, haben oder kriegen sollen. Diese arbeitsscheue Gesindel, das all die Abgaben auf den sauer verdienten Lohn verursacht – sollen Sie doch wie in Indien, Ägypten oder sonstwo zum Naschen an die Mülleimer gehen.
    Liebe rechtsgerichtete Kommentatoren akzeptiert doch zur Abwechslung mal die Wahrheit über den tatsächlichen geschichtlichen Hintergrund z. B. der ungeheuren Staatsverschuldung, akzeptiert doch, dass niemand daran zweifelt, dass es 1, 2, 4 oder sogar 5 % und von mir aus sogar 10 % tatsächlicher Sozialschmarotzer gibt, akzeptiert doch bitte, dass es nicht die Ärmsten der Armen sind, die die Finger in eurem Geldbeutel haben. Die durch unfähige Politiker verursachten fiskalische Fehlentwicklungen der gigantischen Umverteilungsmaschinerie Staat schröpfen die Mitte unserer Gesellschaft.
    1982 schrieb der bundesdeutsche Wirtschaftsminister aus der sozial-liberalen Koalition, der vorbestrafte Graf aus der FDP, einen Brief an „Ernte 23 - olle Schmidt“ natürlich in Absprache mit seinem Parteichef, dem unvergesslichen reiselustigsten Aussenminister aller Zeiten. Er schrieb dem Kanzler – „ … hör mal Alter, … du machst nur Scheisse, … wir haben jetzt 800.000 Arbeitslose, …. wir haben eine enorme Staatsverschuldung von mehr als 1, 2 Milliarden Deutsche Märker – …. Alter mach dich mal vom Acker.
    So kam es, wie es mit all unseren politischen Koryphäen, unseren Schmiergeld- und Steuerakrobaten unseren Wirtschaftsfürsten nicht anders kommen konnte, es gab einen rasanten Kanzlerwechsel mitten in der Legislaturperiode, die kleine feine Braut FDP wollte auch einmal aus einer anderen Schüssel saufen. Es folgten 16 grossartige Jahre unter dem Zeichen des Schwartenmagens.
    Am Ende dieser glorreichen Zeitrechnung hatten wir eine Staatsverschuldung von 1,3 Billionen. Wir hatten 3,5 Millionen Arbeitslose, ausgeplünderte Rentenkassen, ein marodes Gesundheitssystem, den Maastricht Vertrag (Euro, … ick hör dir trapsen).
    Aber wir waren ein Volk, zwar haben wir auch mit mehr als 60 Milliarden unserem guten Freund „Gorbi“ den Arsch nicht retten können, aber wir haben den Türken riesige Bauaufträge in der russischen Pampa beschafft, … aber Freunde, die russischen Panzer und Raketen sind jenseits von Oder und Neisse und wir sind immer noch an George`s Seite sind in der „NATO“. Außerdem hatte uns der Herr der “blühenden Landschaften” in die Hand versprochen, Steuern, - “ne, ne im ganze lebbe net” die Steuern werden nicht erhöht.
    Auf jeder Veranstaltung, auf jeder Feier und im Bundestag, da stand er, unser bester Futterverwerter, eine Hand zum Schwur gereckt, die andere Hand mit den gekreuzten Fingern hinter dem Rücken versteckend . - Ne, ne, ja niemals nicht, - keine Steuererhöhungen, hört bloß nicht auf diese rote Socke, den bekloppten Oskar, der quasselt vom Zusammenbruch der gesamten ostdeutschen Wirtschaft, von Arbeitslosen und von Ausgleichszahlungen (Soli) über Jahrzehnte, der Kerl ist hohl in die Birne!
    Wie all die Jahre zuvor, wir haben’s unserem dicken Chefchen geglaubt, sind an die Wahlurnen gestürmt haben gewählt und auf die blühenden Landschaften gewartet. Zu jener glückseligen, schönen Zeit kannte man so hässliche Worte wie “Wahlbetrug” überhaupt nicht.
    Dann nach der Überwindung der Anfangsprobleme, den runden Tischen, den Vorschlägen der Arbeitsgruppe “Demokratie Jetzt” zur umgehenden Bildung einer “Treuhandgesellschaft” (Holding) zur Wahrung der Anteilsrechte der Bürger mit DDR-Staatsbürgerschaft am Volkseigentum der DDR und all seinen Aufgabenstellungen, gründeten die beiden Spitzenkräfte Schäuble & Krause und all ihre Hilfskräfte tatsächlich eine Treuhandgesellschaft.
    Heute kann man im Klartext nur noch feststellen, diese Gesellschaft schaffte es, die komplette DDR zu verschenken. Dazu spendierte sie aus der Portokasse des Dicken mindestens 350 Milliarden Deutsche Märker Fördermittel an westdeutsche und ausländische Unternehmer. Das Alles um ein Heer von Arbeitslosen in Ost und West zu schaffen.
    Wie auch immer, aus all den gekonnten Einzelleistungen der Herren aus CDU/CSU und FDP haben wir, die verarmende Mittelschicht unseres Landes, wir haben das Erbe aus all den politischen Fehlleistungen der Herren Wirtschaftsminister, aus der FDP, Lambsdorff, Friedrich, Bangemann, Hausmann und Rexrodt, der Sozialminister aus der CDU das war immer nur das „Blümchen“ (die Renten sind sicher), Gesundheitsminister war ein gewisser Seehofer aus der CSU, - zu verkraften, wir alle haben die Verpflichtung Jahr für Jahr 48 Milliarden Euro (nicht Deutsche Märker) Zinsen zu zahlen. Ja, ja es stimmt der Kanzler mit dem schönen Spitznamen „Acker“ und seine Truppe haben auch noch ein paar Mark Schulden - man spricht von 300 bis 350 Milliarden - oben druff gepackt, mir haben´s ja.
    Da wir all die Wiedervereinigungsmassnahmen dem Willen unseren Dicken entsprechend aus den Sozialkassen und nicht durch fiskalische Massnahmen finanziert haben, ist in all den Jahren jede Arbeitsstunde jede Produktionsminute immer teurer geworden. Natürlich haben unsere Wirtschaftsbosse über den Zaun nach anderen Bräuten geschaut und sind zu Dutzenden mit Sack und Pack fahnenflüchtig geworden. Die Arbeitslosen wurde „uns der breiten Mitte“ vor die Füsse gekippt, und nun haben wir halt immer noch real mindestens 4,5 Millionen Schmarotzer an der Backe.
    Aber zur schlimmsten aller Folgen, der Kohlschen Wiedervereinigungsfehler entwickelte sich, dass der vom Staat zu leistende Zuschuss in die Rentenkassen nun bei jährlich 80 Milliarden angekommen ist. Liebe konserative Kommentatoren, was denkt Ihr, aus wessen Taschen die Gelder für Zinsen und Renten kommen.
    Na gut, 1998 entschloss sich unsere Volksgeneinschaft, das Bluffpaket „Acker Schröder“ den Bolzer aus der Kreisliga in die 1. Liga zu befördern, ihn als Bundeskanzler anzustellen. Wie gründlich das in die Hose gegangen ist, wissen wir heute alle.
    Schröderchen setzte erst einmal seinen Chefstrategen und Steuerexperten vor die Tür, (ich verweise auf meinen Artikel: die Wahrheit über den fahnenflüchtigen Oskar) zauberte eine Steuerreform vom Feinsten für die Herren aus den Chefetagen der deutschen Wirtschaft und Finanzwelt aus dem Hut. Dunkel erinnere ich, dass diese Reform, die Einnahmeseite des Staates schlagartig um ca. 120 Milliarden verkürzte. In den Gemeindenfehlte ab sofort, das Geld um Strassen zu sanieren. Notwendige Bauliche Massnahmen an den Schulen wurden gestrichen. Die Gemeindekassen waren durch unseren Bolzer aus der Kreisliga von einem Tag auf den anderen blitzeblan, keine Maus noch nicht einmal ein Mäuschen war noch zu holen.
    Natürlich war unserem frisch verliebten Kanzlerchen klar, dass die Löcher, die durch die Reform der Körperschaftssteuer gerissen worden waren und die sich ja durch die enormen Rückzahlungen an Industrie und Wirtschaft in den nächsten Jahren noch vergrössern würden gestopft werden mussten.
    So beschloss er mit seinem Küchenkabinett, Münte, Clement, Struck und Consorten, eine Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz Kommission) ins Leben zu rufen. Drei Monate vor der Bundestagswahl 2002 traf die rot-grüne Regierung in Berlin die Entscheidung, mit einem ausgesprochen rechten, unsozialen, gegen die Mehrheit der Bevölkerung gerichteten Programm in die Offensive zu gehen. Darin besteht die Bedeutung der Vorabveröffentlichung der Kernthesen der Hartz-Kommission.
    Ursprünglich sollte die Kommission bis Ende August arbeiten und ihre Vorschläge sollten der kommenden Bundesregierung nach den Wahlen als Orientierungshilfe dienen. Im Frühjahr hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Regierungsmitglieder noch ausdrücklich angewiesen, alle Reformvorhaben und damit verbundenen weiteren Angriffe auf das Sozialsystem zu drosseln und unter der Decke zu halten. Für die Zeit des Wahlkampfs sollten vielmehr die Frage der sozialen Gerechtigkeit in den Vordergrund gestellt werden.
    Nun dampft die Kacke schon ein paar Jahre vor sich hin. Die Schuldigen aus der SPD und den Grünen haben sich verpisst, haben lukrative Posten übernommen, schreiben Bücher oder geniessen mit hervorragenden Pensionsbezügen den Ruhestand. Niemand klagt sie wegen Ihren grandiosen Fehlleistungen an. Die SPD weiss sowieso von gar nichts, ich glaub der Beck weiss noch nicht einmal dass seine Partei mindestens die Hälfte Ihrer Mitglieder verloren hat.
    Was mach ich mir eigentlich nen Kopf, wir sind doch Papst. - Benedikt und all die anderen Knechte des Herren aus der Mitte unserer Gesellschaft, die vor Hunger kaum in den Schlaf kommen - die Herren Kannengiesser, Hundt, Rodenstock; all die Volksverdummer, die gelehrten Herren wie z. B. Herr Prof. Dr. Sinn (genannt von Sinnen), Herr Prof. Dr. Michael Hüther, Herr Prof. Dr. Raffelhüschen, Herr Prof. Dr. Miegel; die verarmten Herren aus der produzierenden Wirtschaft, der Finanzwirtschaft und aus der Industrie – sie alle werden es schon regeln. Sie werden aufpassen, das alles was erwirtschaftet wird, auch gerecht verteilt wird; werden dafür sorgen, dass genügend Steuern an den Staat gezahlt werden. Sie werden auch weiter dafür sorgen, dass die richtigen “Voksvertreter (-dummer)” in die Parlamente gewählt werden; sie werden dafür sorgen, dass „ihre Meinung in ihren Medien von ihren Journalisten, Moderatoren, Schreiberlingen“ unter das Volk gebracht wird, sie werden dafür sorgen, dass das Volk dusslig bleibt und dusllig stirbt ….. “AMEN”

  54. Hufeisennase

    am 30. Mai 2008 um 14:06 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Jasn van Winried –> wer seinen Namen nicht richtig schreiben kann, sollte grundsätzlich davon absehen, Bewerbungsgespräche zu führen.

    Vielleicht ist jemand wie sie auch nicht gerade geeignet, Sozialkompetenzen zu beurteilen. Das sollte jemand tun, der selbst welche hat.

    Und nachdem sie meine Ansichten bisher weder verstanden haben, noch es geschafft haben, diese überhaupt wiederzugeben, ohne sie vorher um 180° zu verdrehen, fordere ich sie dazu auf, davon abzusehen, nochmals meinen Namen bei ihren dämlichen & zusammenhangslosen Beispielen anzuführen.

  55. tar

    am 30. Mai 2008 um 15:32 Uhr | Link | Kommentar melden

    schade, dass diese diskussion mal wieder völlig am ursächlichsten dilemma vorbeigeht und nur symptome bekämpft, die noch dazu die gesellschaft spalten.

    so heißt es wieder einmal:
    - reiche gegen arme
    - arbeitgeber gegen arbeitnehmer
    - arbeitnehmer gegen arbeitslose

    das resultat: entzweiung der gesellschaft. aber wem nützt denn das?

    so wird hier nicht gesehen, dass die eigentlichen schmarotzer die sind, die jeden morgen leistungslos (!) mit mehr geld auf ihren konten aufwachen, als vorher. und ich rede nicht von den almosenempfängern, den sog. arbeitslosen, sozialfällen usw., sondern von jenen, die nur aufgrund ihrer fülle an kapital anspruch auf mehr erwirken. und das ist nur eine seite von vielen, die hier nicht beachtet wird.

    ich möchte mal ein paar denkanstöße geben:
    - kann es das langfristige ziel einer gesellschaft sein, vollbeschäftigung zu erreichen oder ist es nicht vielmehr so, dass man aufgrund des fortschrittes menschliche arbeit vereinfachen und nunnötig machen möchte?
    - es kann auf grund des produktivitätsfortschrittes (technisierung) keine vollbeschäftigung geben ohne irrsinnige zwangsbeschäftigung, die keinen vernünftigen zweck erfüllt
    - ebenso kann es im kapitalismus keine vollbeschäftigung geben, da dann das druckmittel für die löhne fehlen würde
    - wie kann in einer wirtschaft, die 60 jahrelang gewachsen ist (und damit auch die produktivität) es plötzlich an allen ecken und enden an geld und mitteln fehlen?
    - das geld, welches ärmere erhalten, wird nahezu augenblicklich in den wirtschaftskreislauf weitergereicht. wie sieht es nun mit dem geld der reicheren aus?

    die misere ist:
    die ursachen aller sozialen probleme liegen in unserem geldsystem begründet und eine öffentliche diskussion darüber vermisse nicht nur ich sehnlichst. man wird sich aber hüten, dies in sendungen wie anne will zu tragen, die leistungsträger mit schlipsträger verwechselt.

  56. Anne Will und die Armut: Mehr Stammtisch geht nicht. - Pax Aeterna

    am 30. Mai 2008 um 15:42 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] · tar, den 30.05.08 in Deutschland, Liberalismus, Medien, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft Quelle: readers-edition.de […]

  57. Jan van Winried

    am 30. Mai 2008 um 16:12 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ TAR

    Vollkommen richtig. Die eigentlichen Inhalte gehen aufgrund persönlicher Befindlichkeiten einzelner Diskutanten weitgehend unter. Ansonsten kann ich Ihnen inhaltlich nur zustimmen. Es ist immer einfacher die Sachverhalte zu verdrehen und sich auf dem Rücken der sozial Schwachen auszutoben, als auf Augenhöhe argumentieren zu müssen. In meinem ersten Posting zu dem gelungen Kommentar von Herrn Zankl habe ich mich bemüht, inhaltlich noch etwas beizutragen. Anschließend habe ich leider den Fehler gemacht, die Sachebene zu verlassen und eine Anmerkung zu persönlichen Äußerungen einer Schreiberin zu tätigen. Das war nicht besonders klug, da nun viele Buchstaben die Zeilen füllen, die für einen Großteil der Leser stellenweise noch unterhaltsam, ansonsten aber weitgehend wertlos sind.

    @ O. W. Hinrichs

    Schade, dass Deine Beiträge hier künftig nicht mehr zu finden sind. Bitte poste hier doch mal die neue Adresse …

    Alles Gute und bis bald

    J. v. W.

  58. Otto-Werner Hinrichs

    am 30. Mai 2008 um 17:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Jan van Winried

    Hey Jan,

    eine richtige Heimat habe ich bzw. wir noch nicht, wir haben ein paar Muster unsres “Geschreibsels” als Muster versandt, es wird noch ein paarmal hin und her gemailt werden. Morgen naczhmittag haben wir grosse Sitzung die Rentnergang Enzkreis tagt. Ausserdem haben sich Freunde der Rentnergangs aus Baden/Baden und aus Bad Krotzingen die Herzgang)und aus Rasstatt angesagt, die begleiten alle Ihre Enkelkinder zum Landesturnfest nach Bretten. (ist nur 8 km vonb meinem Standort)

    Na ja, ich feue mich, dass alle meine Mitstreiter derselben Meinung sind wie ich. - Du kannst meinen Artikel, die angeblichen Beleidigungen und meine Fäkalsprache selbst einwerten. Leider ist das ganze etwas umständlich … Du wirst schon klar kommen. Also hier die Anschrift:

    www.webnews.de/neu/11_Politik/neue-artikel

    Dann musst Du ein bisschen runter scrollen, der Artikel heisst: Anne Will und der rechte Flügel der Meinuingsmacher (kleines Bildchen mit “ZUKUNFT”. Man hat mir allerdings von der Redaktion auch schon gegen das Bein getreten, … Artikel ist viel zu lang, … liest kein Mensch. Scheint zu stimmen, .. nach zwei Stunden null Kommentar und null Bewertungspunkte.

    Aber vielen Dank ür Deine Unterstützung, vielleicht können wir auf der anderen Plattform Mailanschriften austauschen. - Das gilt auch für Margareth, di übersandte Anschrift funzt nicht

    merci + mfG
    Opa Otti

    Viel Spass, Du kannst auch dort direkt kommentieren.

  59. Andy

    am 30. Mai 2008 um 23:48 Uhr | Link | Kommentar melden

    @jvw 29.05.

    Aha, der Mann (und auch Sie) haben sich konsequent auf ein Ziel konzentriert und sich nach oben gearbeitet.
    Das nennt man Eigeninitiative. Sie beide haben für sich gesorgt, sich weitergebildet und entwickelt und sind damit soweit gekommen, dass Ihr Freund nur ein paar Tage im Monat arbeiten muss und 3 Autos hat und Sie sich auf Ihr soziales Engagement konzentrieren können.
    (Und wenn Sie dabei zwischendurch Hilfe von der Allgemeinheit erhalten hätten, geben Sie diese nun auf Ihre Art zurück. Gut so!)
    Sie haben es damit sogar geschafft Ihre Schäfchen weit genug ins Trockene zu bringen. Das schaffen nur die wenigsten.

    Aber (fast) jeder kann für sich sorgen, sich weiterbilden und entwickeln. Aus Eigeninitiative. Und das ist genau das, was ich verlange.

    Es ist auch völlig richtig, dass man sich von dem Lohn einer Vollzeittätigkeit ein angemessenes Leben leisten können muss (wobei die Meinungen was angemessen ist, sicherlich nicht einheitlich sind). Das bedeutet aber keineswegs, dass man für - nennen wir es ruhig mal “niedere Tätigkeiten” die gleiche Bezahlung erwarten kann, wie für einen Ausbildungsberuf. An dieser Erwartungshaltung scheitert vieles.

    @Alisha
    Ich glaube wir sind nicht wirklich weit auseinander.

    Das 50jährige aufs Abstellgleis geschoben werden (bzw. auf unsere Kosten Frühverrentet) ist eine der Katastrophen.
    Diese Leute sind i.d.R. Arbeitswillig und Arbeitsfähig, aber logischerweise oft nicht mehr so Leistungsfähig wie ein 20jähriger.
    Diese Leute trotzdem ins Unternehmen einzubinden und die reduzierte Leistungsfähigkeit (die meist durch hohe soziale Kompetenz und Erfahrung kompensiert wird) in Kauf zu nehmen.
    Das solche Menschen auf Hartz4 rutschen ist eine Schande.
    (Allerdings muss man hier auch im Auge behalten, ob mangelnder Umzugswille nicht auch ein Grund für eine andauernde Arbeitslosigkeit ist.)

    @MG
    Da Sie immer nur Floskeln produzieren erwarte ich mir von einem Mailkontakt mit Ihnen auch keine produktive Erkenntnissbereicherung und lehne daher dankend aber bestimmt ab….
    (Hey, wollen Sie Ihr Geschreibsel nicht ganz auf E-Mail zwischen Ihren Ihnen und Ihren Anhängern beschränken? Wir würden von den Dauerwerbesendungen der Nachdenkseiten verschont und Ihre Jünger fühlten sich geehrt….)

    @TAR
    Mich würden Deine Quellen/Antworten Deiner Denkanstösse interessieren.

  60. BEOBACHTER

    am 31. Mai 2008 um 00:58 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Hufeisennase

    Wie nett…

    Nachdem sie ganze Blogs vollgespammt haben, fangen sie jetzt auch schon an hier Blödsinn zu verzapfen… -_-

  61. Readers Edition » BEST OF READERS EDITION – eine Wochenbilanz

    am 31. Mai 2008 um 04:28 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Inspiriert von Ehlers Ausführungen scheint da auch Uwe Zankl, der am Dienstag mit “Anne Will und die Armut: Mehr Stammtisch geht nicht. – Ein Kommentar” auf den Plan tritt. Denn nach Ansicht des Autors schlug diese Sendung mit dem Titel “Hungern muss hier keiner – Ein Land redet sich arm”, “dem Fass den Boden auf”. Und in der Tat, auch auf der Readers Edition folgte eine heftige Diskussion, die derzeit durch mehr als 50 Kommentare begleitet wird. Denn schon Eingangs der Talkrunde wurde auf Relativierung gesetzt: Im Vergleich zu anderen gehe es uns doch noch richtig gut – so die These. Armut sei relativ, ein Blick auf Russland etwa zeige dies ganz deutlich. Angesichts solcher Vergleiche hat sicherlich nicht nur so manch Zuschauer vor dem heimischen Fernsehgerät den Kopf geschüttelt. Auch Heiner Geissler konnte im Hinblick solcher Absurditäten nur noch verwundert fragen: “Ja und, was soll das heißen?” “Peinlich und skandalös” ging es denn auch weiter. Menschen, denen es ohnehin nicht gut geht, wurden verhöhnt. Ihre Bedürfnisse in Frage gestellt. Das Fazit des Autors fällt entsprechend hart aus: “Von einem sachlich-konstruktiven Umgang mit dem Thema Armut in Deutschland war diese Sendung weit entfernt.” Pauschalisierung und Polarisierung kennzeichneten die Runde. Reale Probleme kamen dagegen gar nicht erst zur Sprache. Da können wir nur hoffen, dass dies wenigstens hier auf der Readers Edition geschieht. […]

  62. Roger Beathacker

    am 1. Juni 2008 um 17:17 Uhr | Link | Kommentar melden

    Guter Artikel.

    Wer trotzdem noch mehr Will will kann ja mal hier drauf klicken.

    Wuensche gute Unterhaltung

    ;-)

    R.B.

  63. Wolferich

    am 2. Juni 2008 um 00:11 Uhr | Link | Kommentar melden

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Hetzsendungen durch irgendwelche Mails verhindert werden können. Die Hetzerei ging ja schon bei der schönen Sabine los.

    Wer sich noch das Gelaber von Politikern antut, der hat mein tiefstes Mitgefühl :)
    Und dann noch die Hoffnung, mit Briefen irgend etwas bewirken zu können….

  64. Hufeisennase

    am 2. Juni 2008 um 09:02 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Beobachter

    Hä, welche Blogs ?!?

    Nur weil ich eine andere Meinung habe als Sie - und davon gehe ich mal aus - müssen Sie die meine nicht als Blödsinn abtun.

    Und wer nur beobachtet, kann sich mit nutzlosen Auswürfen über andere dann bitte auch zurückhalten.

  65. Otto-Werner Hinrichs

    am 2. Juni 2008 um 11:09 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Wolferich

    Aus irgendeinem Grund hast Du den Weg auf diese Seite der “Readers Edition” gefunden. Ich bin nicht so vermessen zu hoffen, dass Du meinen elendslangen Kommentar (den die Moderatoren dann doch noch veröffentlicht haben) gelesen hast.

    Aus irgendeinem Grund bist Du an dem Thema interessiert. - Aus irgendeinem Grund hast Du aufgegeben und bist der Meinung bringt alles “NICHTS”.

    Aus irgendeinem Grund habe ich die Hoffnung, das es etwas bringt, wenn die Bosse der Sendeanstalten, die Medienmächtigen jeden Tag belästigt und bedrängt werden.

    Aus irgendeinem Grund bin ich der Meinung, dass eine ansteckende Krankheit, wie die zigtausendfache Verweigerung der Gebührenzahlungen (GEZ) Unruhe in die Chefetagen bringen würde.

    Aus irgendeinem Grund habe ich die Hoffnung, dass Frau Will und all die anderen Moderatoren dann die Protagonisten, dem Zuschauer nicht mehr als “kompetente” und vor allem “unabhängige” Gutachter vorgestellt werden. Sondern das uns die Herren Volkswirtschaftsprofessoren, als das vorgestellt werden, was sie wirklich sind die Propagandamaschine der INSM wie z. B.:

    Ganz ohne Zweifel steht in der ersten Reihe der Herr Professor Sinn (gerne wird er auch als der Herr von Sinnen bezeichnet) vom Ifo-Institut in München. Einer der ausgemachten „Marktradikalen“, der innerhalb der INSM zu den Frontkämpfern gezählt wird.

    Einen ausgesprochen guten Job im Sinne des INSM macht aber auch der Herr Prof. Dr. Raffelhüschen. Ursprünglich engagiert um die Frisur von “Tante Käte” auch Rudi Völler genannt aufzutragen, dient sein Institut nun nicht nur in der Propaganda Abteilung des INSM sondern ist im ganz besonderen Masse in der Nahkampfausbildung der „Riester-Rente-Verkaufstruppen“ tätig.

    Es gibt noch mindestens ein Dutzend weiterer solcher Spitzenkandidaten die Ihr Honorar vom Wirtschaftsverband Gesamtmetall und von den Wirtschaftsverbänden der Eisen und Elektroindustrie bekommen und deren Auftrag es ist nicht, soziales Gedankengut zu verbreiten. sondern die von den Neoliberalen geforderte Deregulierung und die Aushöhlung des Staates zu betreiben. Nicht in der eher plumpen Art eines Herrn Rogowski oder Hundt, sondern mit pseudowissenschaftlicher Argumentation und subtiler Agitation.

    Deshalb sage ich es nochmals: KAUFT KÄMME, ES KOMMEN LAUSIGE ZEITEN!

  66. Wolferich

    am 3. Juni 2008 um 00:05 Uhr | Link | Kommentar melden

    Lieber Otto-Werner,

    hab ich irgendwo behauptet, das ALLES nichts nutzt?
    Nur, Briefe schreiben, macht in meinen Augen irgendwie keinen Sinn mehr.
    Wenn dur verstehst was ich meine. Und die GEZ nicht zu zahlen ist auch nicht der Bringer, oder? So einfach und mit solchem Kinderkram wird man nichts erreichen, auser dass man ausgelacht wird.

    Aber wahrscheinlich sehnen sich die Deutschen, die ihre Pickelhaube zwar unsichtbar aber dazu umso fester aufm Kopf haben, mal wieder nach nem starken Mann? Jedenfalls kenne ich nur wenige, die ihren Kopf für andere hinhalten wollen. Da glauben die Meisten doch lieber gerne, was Blöd und Co ihnen jeden Tag erzählen. Und zahlen sogar noch dafür! Soviel Doofheit, das muss ja wehtun.

    Und, dass die lausigen Zeiten in kürze auf uns zukommen, das steht ja wohl ausser Frage. Kein Wunder, dass der Innenminister schon mal vorsorgen will und die Bundeswehr auch im Innern einsetzen möchte! Und die die ausufernde Dauerüberwachung jeden Bürgers dient natürlich auch nur der Terrorbekämpfung? Welchen Terror meint der Kerl eigentlich damit?

  67. Jens Lauter

    am 3. Juni 2008 um 06:49 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Hufeisennanse

    Anscheinend sind Sie eine der Frauen, die -kinderlos- Karriere machen, mit Partner ggf. sogar kinderlose Doppelverdienerin.

    Was ist mit den Frauen, die der Kinder wegen auf Karriere verzichten - müssen- und so in die Armutsfalle trappen?

    Die Kinder dieser Frauen sind es, die Ihnen in Ihrem Alter Ihre Rentenbezüge sichern! Die Mütter selbst erhalten für ihre Erziehungsleistung dann nicht mehr als ein Almosen. Dabei arbeiten sie rund um die Uhr!

    Sind diese Mütter keine Leistungsträger in der Gesellschaft oder warum erkennt man deren Arbeit nicht an?

  68. Rainhelt

    am 3. Juni 2008 um 08:54 Uhr | Link | Kommentar melden

    Jens Lauter:
    Da hängt sich die gesamte Diskussion am Thema alle über einen Kamm (Sozialschmarotzer), was keiner gemacht hat. Und dann kommt so eine bescheuerte Antwort.

    Wer hat hier irgend etwas zu Müttern geschrieben? Wer hat geschrieben, dass man Mütter nicht wertschätzt?! Es besteht sogar breiter Konsens, dass Familien stärker gestützt werden müssen. Was soll denn so eine Nebelkerze?

  69. tar

    am 3. Juni 2008 um 10:34 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Andy

    quellen zu meinen denkanstößen?

    ich schlage vor, du startest auf meiner seite und arbeitest dich dann weiter durch die link in der rechten spalte, ganz unten. es taucht dann vieles genanntes doppelt auf.

    antworten? von wem? den politikern?

    nun, ich kann dir nur die reaktionen zu meinem offenen brief geben, und zwar hier.

    viel spaß beim stöbern.

  70. Otto-Werner Hinrichs

    am 3. Juni 2008 um 12:09 Uhr | Link | Kommentar melden

    @Wolferich

    Wenn ich über die Politik und die Politiker meckere sagem meine Enkel immer zu mir, … mach Dich mal locker Opa, wir werden das schon regeln, unsere Generation wird sich nicht zwanzig oder mehr Jahre verarsc… .. lassen!

    Ich will das wirklich mit aller Kraft hoffen, denn ich bin davon überzeugt, dass dieses Land mit dieser Obrigkeit und mit dem grossen Teil unseres Volkes das immer noch mit dem “Pickelhaubendenken” (Du hast vollkommen recht) infiziert ist, es nicht noch einmal schafft eine friedliche Revolution zu vollziehen.

    Allerdings mag ich auch die Hoffnung nicht aufgeben, dass viele kleine Aktionen und bürgerlicher Ungehorsam es schaffen, das bei den herrschenden Kasten aus Politik, Wirtschaft und bei den Medienmächtigen der Wecker klingelt.

  71. ch.meister

    am 4. Juni 2008 um 14:18 Uhr | Link | Kommentar melden

    Frage mich ernsthaft, warum es immer noch Menschen gibt, welche 70 Std/Wo. arbeiten und sich dabei nicht überlegen wie sie sich diese 70 Std. mit einer arbeitslosen Person teilen könnten. Es gibt sie, die da draußen… die noch Arbeit suchen und genügend Qualifikation besitzen. Diesen Menschen fehlt vielleicht nur eine Chance und der Mut sich wieder in das, doch manchmal sehr inhumane, Arbeitsleben zu stürtzen.

  72. Altersvorsorge-123.com » Re: Vielleicht mal was objektives - IT-Gehälter: Selbstständige legen etwas …

    am 10. Juni 2008 um 10:03 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] altersvorsorgest auf hohem Niveau. Ich habe vor ca. 8 Jahren für 5000 DM gearbeitet. Mit 900 km Fahrt/Woche und auswärtiger Wohnung. Ok, 8 Jahre her, das Ganze im Osten Deutschlands (mit deinem Nick verstehst du das). Relativiert einiges. Ich hielt das trotzdem fuer gutes Geld. Vorher hatte ich noch weniger. Auch bei deinem Ansatz würden meine Bekannten im Osten wohl sagen … na ja, der hat es nötig zu jammern. > Lebenshaltungskosten von rund 2000,- EUR (Miete, Essen für 2 > Erwachsene Kind). Dazu kommen rund 1000,- EUR Versicherung (Private > KV, Private Altersvorsorge). Dazu kommen rund 500,- EUR für sonstige > Ausgaben. Jetzt bin ich schon bei 3500,- EUR. Bitte das ganze nicht > mit einem Angestellten vergleichen! > > Also 42.000,- EUR private Ausgaben pro Jahr. 2000 EU für eine ziemlich gute Freundin von mir mit 2 Kindern, eine andere mit 3 Kindern - die wären glücklich ! 500 EU sonstige Ausgaben, die würden es nicht glauben. Ich zahle ca 250 EU Privat-KK Pflegevers.. Das wären 750 EU für Altersvorsorge Nicht schlecht für viele Leute. Das alles ist aber nicht der Punkt. Ich habe 5 Jahre studiert (Mathematiker) und noch weitere 5 Jahre als Akademiker zugebracht. Ich bin jetzt 10 Jahre im Geschäft. Das oben genannte Bsp. war mein letzter Auftrag für wenig Geld. Ich bin es auch wert. Und DESWEGEN will ich das Geld auch haben. Leben kann man für viel weniger. Aber warum ? Onsager […]

  73. Jens Lauter

    am 10. Juni 2008 um 13:05 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Rainheld

    Ich habe mich nur über die Selbstdarstellung einger “Leistungsträger” hier geärgert. Hierbei wird grob missachtet, dass es auch viele Leistungsträger in der Gesellschaft gibt, die trotz ihrer Leistung in die Armutsfalle trappen. Das Wort Leistungsträger sollte daher anders definiert und nicht nur am Nettogehalt festgemacht werden.

    “Es besteht sogar breiter Konsens, dass Familien stärker gestützt werden müssen.”

    Soll das ein Witz sein?

    Man fördert ALLEIN die Fremdbetreuung und entzieht den Familien mehr und mehr das Geld. Man diffamiert kindererziehende Eltern als “hinterweltlerisch” und “Heimchen am Herd”, anstatt ihre Arbeit tatsächlich anzuerkennen und wertzuschätzen. Das einkommensunabhängige Erziehungsgeld wandelt man in ein einkommensabhängiges Elterngeld um. Kann man noch deutlicher die Missachtung der Erziehungsleistung kundtun?

    Man definiert ein Kind allein über den Lohnausfall der Eltern. Gefördert wird die Trennung der Kinder von ihren Eltern. Häusliche familiäre Erziehungsleistung wird finanziell bestraft.

    Dennoch sind es die Kinder und die Erziehungsleistung der Eltern, die Zukunft sichern. Eltern sind somit mit die wichtigsten Leistungsträger in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig sind Kinder das Armutsrisiko Nr. 1 in Deutschland. Familien sind die größte Bevölkerungsgruppe bei den sozial Schwachen.

    Ich werde daher ärgerlich, wenn man kindererziehende Eltern von der Gruppe der Leistungsträger ausnimmt. Elternarbeit ist weit mehr als eine 70 Stunden-Woche!

  74. Brainblogger - Gehirn, Wissen, Zukunft, Kommunikation, Kultur und freies Denken» Blogarchiv » “Hartz 4 Dynastien”

    am 10. Juni 2008 um 22:31 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] Abgesehen von der völlig falschen Begrifflichkeit ist dieser Begriff derzeit ein polemischer Leckerbissen, den Politiker aller Couleur gerne mal in den Mund nehmen. Ursprünglich möchten sie damit wohl ausdrücken, dass in ihren Augen Armut, asoziales Verhalten, Faulheit und staatliches Schmarotzertum praktisch vererbbar ist. Dynastien an sich werden zwar eigentlich nur in Verbindung gebracht mit mächtigen und einflussreichen Familienbanden, aber vielleicht ist das bewusste Gegenteil ja gerade die polemisch-ironische Würze für die sowieso sonst so faden Verbalsüppchen der deutschen Politiker. […]

  75. Rainhelt

    am 10. Juni 2008 um 23:30 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Jens Lauter
    Ungeschickt ausgedrückt ;)

    Der Konsens besteht in diesem Fall nur unter den Diskutierenden und (so hoffe ich) in der Bevölkerung. Wir sind übrigens ein Haufen Kinder daheim…

    Mit dem von ihnen zitierten Satz sollte genau der besonderen Status der Familie hervorheben werden. Das hätte ich ausformulieren sollen. Aber einigen gehen mehr als 3000 Wörter auf die Nerven ;)

    Ich denke aber trotzdem das Leistungsträger = Steuerzaher in Ordnung ist (wirtschaftlich auf den Staat bezogen). Ich würde Familie darüber sehen (Einziges Ziel unseres Daseins, wie für alle anderen Arten auch. Von da her das “Höchts överhaupt”, wie man im Rheinland sagen würde). Ich möchte hier nicht im falschen Licht dar stehen, aber eine Kernaussage von Frau Herrmanns war eben das Ansehen der Mutter (die heute auch männlich sein kann) in der Gesellschaft. Das wäre wohl etwas, was die Frau richtig gesehen hat, was aber im Geschrei (Autobahn geht gar nicht. Gott sei Dank hat keiner vom “Führer-schein” angefangen) unterging.

    Da gehört sich einiges geändert, keine Frage.

  76. Jens Lauter

    am 11. Juni 2008 um 08:55 Uhr | Link | Kommentar melden

    @ Rainheld

    Danke für die Klarstellung

    Auch wir waren ein Haufen Kinder zu Hause… und ich habe jetzt selbst mehrere und ich weiss daher, was Erziehungsarbeit bedeutet.

    Ich teile nicht alles was Frau Eva Herman geschrieben hat aber in ihren Grundaussagen hat sie Recht. Die angeblich von ihr getätigten rechten Äusserungen hat sie so nicht gesagt, wie aus den Redeprotokollen eindeutig ersichtlich. Vieles wurde hier absichtlich verdreht und falsch zitiert. Inzwischen hat sie erste gerichtliche Erfolge erzielt.

    http://www.eva-herman.de/Microsite/presseerklaerung.html

  77. Aus aktuellem Anlaß ein älterer Artikel von mir, in dem Miss Felder bereits erwähnt wird

    am 22. Februar 2009 um 13:01 Uhr | Link | Kommentar melden

    […] anne-will-und-die-armut-mehr-stammtisch-geht-nicht-ein-kommentar […]

  78. Beobachtungen

    am 17. März 2009 um 01:29 Uhr | Link | Kommentar melden

    Wenn ich mir manche Kommentare durchlese, die sich am neoliberale Mainstreamgequatsche orientieren und in ihren Pamphleten die Plattitüden von Eigenverantwortung, Sozialschmarotzer, Faulheit und dergleichen so dermaßen billig produzieren, wenn ich sehe wie dem ersten ein zweiter und dritter zu Hilfe eilt, wie diese gemeinsam über das soziale Gemeinwesen jammern, kommt mir der Verdacht, hier seien bezahlte Propagandaspezialisten aus irgendeiner PR Firma unterwegs.

    Ob diese Leute für ihre Arbeit den Mindestlohn bekommen oder auch nur gegängelte Trottel sind, die am eigenen Ast sägend früher oder später abgeschossen werden?

    Bedauerlich das sich alles wiederholt. Das “Arbeit macht Frei” kommt wieder in Mode.

  79. Wilhelm Fink

    am 24. Mai 2010 um 18:31 Uhr | Link | Kommentar melden

    Von Klaus Baum kommend finde ich in allen Kommentaren als Fazit (für mich) diese- erschütternd, dass überhaupt Heiner Geißler als erträglich genannt wird. Beruhigend, ja beglückend, was Frau Hufeisennase beigetragen hat.

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